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Tradingtechnik: Kleine Kerzen und große Kerzen im Kontext – Gaps

@KSchubert zeigt, wie man Gaps traden kann – lesenswert!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Gastbeitrag von @KSchubert

Lieber Traderinnen und Trader,

In meinem letzten Beitrag – welchen Sie hier noch einmal nachlesen können – hatte ich auf die Bedeutung von großen Kerzen im Verhältnis zu anderen Kerzen des gleichen Impulses hingewiesen: Eine bullische Kerze, welche größer als alle anderen bullischen Kerze eines bestimmten Zeitabschnitts zuvor ist, kann als Trigger für einen Longtrade fungieren. (Vice versa bei einem Shorttrade.)

Vielleicht haben Sie ja zwischenzeitlich selbst mit dieser Methode auf den Preisverlauf der Märkte geschaut. Eines wird dabei sicher klar geworden sein: Wir brauchen weitere Filter, um potenzielle Trades zu selektieren, da sich sonst schlicht zu viele und qualitativ nicht immer hochwertige Handelsentscheidungen ergeben.

Eine dieser Möglichkeiten ist das Traden zu einem Gap bzw. von einem geschlossenen Gap weg. Letztere Möglichkeit möchte ich Ihnen an einem aktuellen Trade zeigen, welchen ich vorgestern im Währungspaar EUR/NZD umgesetzt habe.


EUR/NZD Daily

Nach den bisherigen Ausführungen sollte das Chartbild selbsterklärend sein. Hier aber noch mal die entscheidenden Punkte (von „links nach rechts“):

1.) Ende April riss der Markt ein Gap (linker Pfeil).

2.) Vom letzten Drittel des Monats Mai verlor der Markt an Dynamik und schloss am 27. Juni wieder das Gap sehr zielgenau.

3.) Die Tagekerze – sie war 22 Uhr für mich der Trigger einen Longtrade abzusetzen – war die größte bullische Kerze der gesamten Abwärtsbewegung zuvor. Der Stop Loss wird in einem solchen Fall unter das Tief der Kerze platziert.

Wer das gleiche Muster in einem anderen Chart noch studieren möchte: Schauen Sie sich mal den USD/JPY auf Tageskerzenbasis an. Hier sieht es etwas anders aus – und dennoch ist es gleich.

In der nächsten Kolumne werden wir uns mit „Unterstützungen“ und „Widerständen“ beschäftigen. Bis dahin Ihnen alles Gute und gute Trades!

Haftungsausschluss
Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können einen individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Lossless

    4. Juli 2017 17:33 at 17:33

    Lieber KSchubert,

    eine sehr angenehme Betrachtungsweise. Ich würde mir wünschen, mehr auf den Zeithorizont (Chartanalyse) einzugehen.

    Der nächste Part „Unterstützungen“ und „Widerstände“ sollte Pflicht sein. Freue mich sehr auf eine Fortsetzung.

    Beste Grüße
    Lossless

    • Avatar

      KSchubert

      4. Juli 2017 18:28 at 18:28

      Lieber Lossless,

      Danke Dir für deinen Kommentar – und schön, dass wir mal wieder voneinander hören und uns austauschen können :-)
      Was meinst Du mit „Zeithorizont“? Multitimeframe, großes und kleines Bild?

      Beste Grüße
      KSchubert

      • Avatar

        Lossless

        5. Juli 2017 20:52 at 20:52

        Dito KSchubert!

        Welches Timeframe und wie lange ist die Investmentkurve. Ist hier mehr der volatile oder der weniger volatile Markt der „BESSERE“? Währungen sind meist Märkte mit hohen Volumina und können Fehlsignale generieren. (Gibt es Fehlsignale und wenn ja wie sehen diese aus?)

        Welche Indikatoren beeinflussen Dein Investment?

        • Avatar

          KSchubert

          5. Juli 2017 21:33 at 21:33

          Also: Das Dax-Daytrading – von dem Du ja gut Bescheid weißt – läuft auf einem „anderen Kanal“. Was ich hier vorstelle, ist auf Tageskerzenbasis angelegt und kann so lange laufen, bis ein Gegensignal oder eine Marke (Wochen/Monats/Jahrestiefs oder auch Gaps) erreicht wird. Haltedauer: ca. 1-3 Wochen. Fehlsignale? Klar gibt es die…aber die Logik im oben geposteten Trade ist schon solide genug, um das Risiko einzugehen. Weitere „Indikatoren“ als der Preisverlauf im oben dargestellten Chart gibt es bei mir nicht…

          • Avatar

            Der Katamaransegler

            6. Juli 2017 00:11 at 00:11

            „weitere Indikatoren gbt es nicht“ –
            Grüezi Kollege Schubert,
            Ihre donnerstäglichen Siebenzeiler geben mir eine erste Idee Ihres Trading-Ansatzes, welchen Sie leider nur salamitaktisch uns Nichtwissenden als kleine Häppchen zu futtern geben.
            Bei mir kommt es so an:
            „Die Bullen laufen los- die Herde kommt in Gang – Die Herde beginnt über die Savanne zu trampeln.
            Ihr Tradingansatz ist das Vertrauen, das nichts und niemand diese Herde aufhalten kann.
            Späteinstieg in einen Trend.
            Einstieg, wenn bereits die Masse läuft.
            Warum nicht ? – Die Statistik steht auf Ihrer Seite.
            Sie sprechen von „Marken“. Gehen Sie noch weiter darauf ein, wie Sie diese Marken finden ?
            Fibo ? – Retracements ?
            In den von Ihnen genannten Märkten funktionieren sie recht gut. Aber Sie sagen ja: „Keine weiteren Indikatoren, Euer Ehren“ – somit auch keine Retracements ?
            Ich schätze Sie als erfahrenen Trader ein, und habe früher mehrfach über Ihre präzisen Voraussagen gestaunt.
            Manches in Ihrer Vorgehensweise erinnert an Markttechnik, mit der all die Voigts, die Lüdemänner und Co. die deutsche Traderlandschaft überschwemmen.
            Ihr Tradingansatz klingt ebenso plausibel wie unglaublich.
            Is It really That Simple ??
            Fast zu schön, um wahr zu sein.
            Kann man irgendwo mehr von Ihnen erfahren ?

            Gruss vom Segler (derzeit am Vierwaldstätter See .. naja .. See .. landschaftlich ein Traum – zweifelsohne … aber im Vergleich zur Nordsee halt eine Bergpfütze mit bisschen Lüftchen im Urner Becken)

  2. Avatar

    Lossless

    6. Juli 2017 12:24 at 12:24

    Wirklich eine sehr interessante Betrachtungsweise. Schließe mich Segler an „Kann man irgendwo mehr erfahren?“

    Es riecht nach 12133 im DAX. Was sagt Ihre Chartanalyse?

    • Avatar

      KSchubert

      6. Juli 2017 13:59 at 13:59

      ….der Dax, unser Lieblingskind: 12133? Hm, dann doch gleich die exakte Schließung des Macron-Gaps (mit Option etwas tiefer zu gehen) würde ich sagen.

      Was mich nicht wundern würde: Wenn wir im Bereich der oberen Gapkante (also wo wir praktisch momentan sind) bzw. zwischen dieser und dem Gap – dem Niemandsland – länger verweilen, als sich der ein oder andere vorstellen mag und wünschen würde. Damit würden effektiv noch ein paar Shorties rausgetrieben werden. Denn ich hatte es ja früher schon mal gepostet: Der Markt ist gerne ohne viele Passagiere unterwegs…

      Spannend ist es im Umfeld der morgigen NFPs definitiv.

      P.S.: Morgen kommt Teil III der Kolumne!

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Rüdiger Born: Aktuelle Lage im Dow, mögliche Idee für den Yen

Rüdiger Born

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Im folgenden Video schaue ich direkt am Chart auf die aktuelle Entwicklung im Dow Jones und seine Reaktion auf die US-Arbeitsmarktdaten. Auch überlege ich, ob im Yen ein interessanter Trade möglich sein könnte.

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Warum sich der Goldpreis vor dem Wochenende gestärkt zeigt

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich auch heute gestärkt. Wir hatten es gestern bereits angesprochen. Der diese Woche gelaufene Aufwärtstrend im Gold scheint noch nicht nachhaltig zu sein, weil in den letzten Tagen die Anlegergelder weiterhin aus Gold-ETF abflossen. Von daher sollte man dem Aufwärtstrend bei Gold noch nicht blind vertrauen. Aber es ist ein ordentlicher Anstieg.

Der Goldpreis stürzte in den letzten Wochen fast 200 Dollar in den Keller, weil die Kapitalmärkte deutlich mehr Hoffnung auf die Corona-Imfpungen hatten, und daher bereit waren in riskantere Geldanlagen zu investieren. Gold war weniger interessant. Seit dieser Woche ist aber (wir erwähnten es gestern) die wichtige negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar wieder angesprungen. Der Dollar fiel immer weiter, und der Goldpreis stieg. Auch heute sehen wir eine weitere Dollar-Abwertung, und Gold (Montag noch bei 1.764 Dollar) konnte sich bis vorhin noch robust bei 1.840 Dollar behaupten (aktuell 1.836 Dollar).

Den Vergleichschart von gestern zwischen Gold und US-Dollar setzten wir hiermit aktualisiert fort. Die Trends sind weiterhin intakt – zumindest in diesem Augenblick. Wir sehen den gegenläufigen Verlauf seit Anfang der Woche. Auch wenn der Goldpreis ganz aktuell ein paar Dollar fällt, so ist die gegenläufige Bewegung im Gesamtbild der Woche erkennbar. Der US-Dollar befindet sich aktuell am tiefsten Punkt seit Frühjahr 2018. Diese Talfahrt hatten wir heute in einem separaten Artikel besprochen (mehr dazu hier).

Chart zeigt Goldpreis gegen US-Dollar seit Anfang der Woche

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Die Talfahrt des US-Dollar – was ist da los?

Claudio Kummerfeld

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Brennende US-Dollar Scheine

Der US-Dollar fällt, und fällt, und fällt. Im Chart sehen wir den Kursverlauf des Dollar-Index seit Ende 2017. Der Dollar-Index zeigt den Verlauf des US-Dollar gegen einen Korb aus anderen wichtigen Währungen wie Euro, Pfund, Yen etc. Aktuell ist die US-Währung auf den tiefsten Stand seit April 2018 gefallen.

Korrelation des US-Dollar zur Coronakrise

Ganz klar sieht man im Chart das Hoch des US-Dollar aus März 2020 bei 103,78 Indexpunkten. Bis jetzt ist es ein klarer Absturz auf aktuell 90,62 Punkte. Der Grund dafür ist offensichtlich. Der US-Dollar fungierte zum Ausbruch der Coronakrise als der globale Fluchthafen. Anleger flohen aus unsicheren Geldanlagen und unsicheren Schwellenländerwährungen, und parkten das Geld in der weltweit größten Reservewährung. Und je mehr Hoffnung auf eine Entspannung der Coronakrise aufkam, desto mehr verlor der US-Dollar wieder, weil die Anleger risikofreudiger wurden, und ihre Gelder umschichteten in riskantere Anlagen mit höherem Renditepotenzial, wie zum Beispiel Anleihen in Schwellenländern, wozu natürlich Dollar verkauft, und die jeweilige Landeswährung gekauft werden musste.

Bereits am 17. November, wo der US-Dollar noch höher notierte, besprach ich die bedrohliche Lage für den Greenback, und warum er womöglich nächstes Jahr abwerten könnte. Dieses Szenario scheint der Devisenmarkt jetzt vorweg zu nehmen. Neben der Entspannung der Coronakrise (Impfungen starten wohl noch im Dezember) steht womöglich nächstes Jahr auch ein stärkeres Wirtschaftswachstum außerhalb der USA an. Und vermutlich dürfte die weitere Staatsverschuldung und Gelddruckerei in den USA noch stärker laufen als in Europa, was den US-Dollar gegen den Euro noch schwächer dastehen lassen könnte.

Negativen Ausblick vorwegnehmen

Der anerkannte Experte Holger Zschaepitz von der WELT twitterte jüngst zum immer weiter fallenden US-Dollar, dass die Investoren am Devisenmarkt wohl den negativen Ausblick für die US-Währung für 2021 schon jetzt einpreisen würden. Man sehe bitte: Der Euro notiert aktuell gegen den US-Dollar mit 1,2161 auf dem höchsten Stand seit April 2018. Also sehen wir hier eine korrespondierende Schwäche des Dollar-Index wie auch des US-Dollar gegen den Euro. Kein Wunder, denn der Euro ist das absolute Schwergewicht im Dollar-Index als Gegenpart zum US-Dollar.

Die Experten der Commerzbank erwähnen ganz aktuell aus rein charttechnischer Sicht (!), dass Rückgänge im Währungspaar Euro gegen US-Dollar bei 1.1936 auf eine erste Unterstützung, und bei dem Tief vom 23. November und der 55- Tagelinie bei 1.1800/09 auf gute Unterstützung treffen. EUR/USD biete weiter Aufwärtspotential, solange sich der Markt über der 6-Monatsunterstützungslinie bei 1.1749 befinde.

Negative Faktoren für den US-Dollar

Aber gut, wir schauen hier ja auf das größere Bild für den US-Dollar, und das auch eher aus fundamentaler Sicht. Joe Biden dürfte als US-Präsident versuchen so kräftig wie nur irgendmöglich auf die Stimulus-Pumpe zu drücken, und die Fed dürfte ihn dabei mit der Druckerpresse ordentlich unterstützen. Es scheint zumindest so zu sein, dass dem US-Dollar kein bullisches Jahr 2021 bevorsteht. Und es scheint gemäß des aktuell immer weiter fallenden Greenback so auszusehen, dass die Trader am Devisenmarkt schon jetzt kräftig short dabei sind. Ebenso verstärken die Impfstoff-Hoffnungen wohl immer mehr den Risikohunger der Anleger, was bei den globalen Geldflüssen gegen den US-Dollar spricht.

Noch was: Alles was gegen den US-Dollar gehandelt wird, profitiert grundsätzlich von seiner Schwäche. So konnte diese Woche vor allem der zuletzt immer weiter schwächelnde Goldpreis (endlich?) von der Dollar-Schwäche profitieren. Und so stieg Gold diese Woche von 1.765 auf 1.840 Dollar. Erwähnenswert zur Dollar-Schwäche ist derzeit auch noch die aktuell eigenständige Pfund-Stärke.  Die Devisenmärkte sind optimistisch, dass in Kürze ein Brexit-Deal zwischen UK und EU zustande kommen wird. Dies preist man mit einem steigenden Pfund ein. Da das Pfund Teil des Währungskorbs im Dollar-Index ist, stellt dies einen weiteren schwächenden Faktor gegen den US-Dollar dar. Natürlich kann niemand vorhersagen, ob der US-Dollar die nächsten Monate wirklich weiter fallen wird. Aber Stand heute gibt es dafür einige gute Gründe.

Chart zeigt Verlauf im US-Dollar seit Ende 2017

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