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„Transparenzschwelle“ bei Goldkäufen auf 2.000 Euro zu heikel? Beschluss in Hauptinfo der Regierung nicht erwähnt

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Wir kennen das Thema inzwischen alle in und auswendig. Terror, Geldwäsche, kriminelle Geschäfte. Deswegen wurde schon der 500 Euro-Schein abgeschafft, und immer noch wird Geld gewaschen. Einfach unglaublich?! Tja, nun ist irgendwem wohl aufgefallen, dass angeblich auch bei Immobilien und Gold dunkle Machenschaften vor sich gehen? Das mag natürlich der Fall sein. Aber muss der Staat den Bürger deshalb von A-Z durchleuchten, sozusagen den gläsernen finanziellen Bürger schaffen? Der eine mag es so sehen, der andere sieht es anders.

Seit Tagen gibt es die Ankündigung, dass die Bundesregierung die Transparenzschwelle (Ausweispflicht) bei Goldkäufen von 10.000 Euro auf 2.000 Euro senken will. Jetzt liegt der Beschluss des Bundeskabinetts vor. Er muss nur noch durch den Bundestag bestätigt werden, was eine reine Formalie ist. Und siehe da. Wir haben in die Presseinfo der Bundesregierung geschaut… und nichts ist da zu lesen von einer Absenkung der Schwelle bei Edelmetallkäufen (siehe hier). Huch… dachten wir uns, was ist hier los?

Dann haben wir noch mal genauer nachgeschaut, und eine weitere Info der Bundesregierung gefunden, die man verdammt leicht übersehen kann. Und siehe da, hier wird erwähnt, dass zukünftig von Edelmetall-Verkäufern ab 2.000 Euro Transparenz-Vorschriften eingehalten werden müssen (also Ausweis vorzeigen etc). Tja, was soll das? Ist das Thema für die Bundesregierung doch ziemlich heikel, weil Gold bei vielen Menschen ein Hort der Sicherheit und Anonymität ist? Hat man die Info deswegen versucht zu „verstecken“? Oder nur ein Zufall, ein Versehen? Tja, denken Sie sich dazu ihren Teil. Auch viele andere Einschränkungen kommen hinzu. Es geht um Notare, Immobilienkäufe, Kryptowährungen uvm. Schauen Sie hier die Maßnahmen im Wortlaut der Bundesregierung:

Mehr Transparenz: Durch das bereits bestehende Transparenzregister soll verhindert werden, dass sich die wirklichen Eigentümer von Unternehmen hinter Strohmännern verstecken können. Jetzt erhält auch die Öffentlichkeit Zugriff auf das Register, in dem die tatsächlich wirtschaftlich Berechtigten aufgeführt werden. Darüber hinaus wird die Vernetzung der nationalen Register in Europa vorbereitet. Außerdem müssen geldwäscherechtlich Verpflichtete künftig vor neuen Geschäften mit mitteilungspflichtigen Vereinigungen bzw. Rechtseinheiten einen Registrierungsnachweis oder Auszug aus dem Register einholen und ihnen im Transparenzregister auffallende Unstimmigkeiten melden.

Erweiterte Kompetenzen für die Geldwäschebekämpfungseinheit des Bundes (FIU): Die Financial Intelligence Unit (FIU) soll durch eine Erweiterung des Zugriffs auf relevante Datenbestände im Zusammenhang mit Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung noch schlagkräftiger werden.

Verstärkung der Geldwäschebekämpfung im Immobilienbereich: Die Geldwäscherisiken im Immobiliensektor sind erhöht, das zeigen aktuelle Verdachtsfälle. Deshalb werden die Verdachtsmeldepflichten für Makler und Notare konkretisiert und geschärft.

Erkenntnisse aus aktuellen Geldwäschefällen nutzen: Bisher greifen für Händler von Edelmetallen einzelne Pflichten erst ab einem Schwellenbetrag von 10.000 Euro. Erkenntnisse aus der Nationalen Risikoanalyse (NRA) zeigen, dass im Edelmetallhandel erhebliche Geldwäscherisiken bestehen. Deshalb wird der Schwellenwert deutlich auf 2.000 Euro gesenkt. Laut NRA nutzen Kriminelle zudem häufig Versteigerungen für Geldwäsche. Deshalb werden die geldwäscherechtlichen Pflichten auf die Ausrichter von Versteigerungen erweitert, insbesondere die öffentliche Hand. Das betrifft dann auch Zwangsversteigerungen von Immobilien durch Gerichte.

Maßnahmen gegen Missbrauch von Kryptowerten: Anbieter zur Verwahrung, Verwaltung und Sicherung von Kryptowerten werden u. a. verpflichtet, Verdachtsfälle zu melden. Außerdem wird die derzeitige Praxis gesichert und erweitert, wonach Dienstleister, die den Umtausch von virtuellen Währungen in gesetzliche Währungen und umgekehrt anbieten, den Verpflichtungen des Geldwäscherechts unterliegen.

Verbesserte Prävention für politisch exponierte Personen: Bei Transaktionen mit politisch exponierten Personen gelten bereits verstärkte Sorgfaltspflichten. Die Mitgliedstaaten müssen der EU-Kommission bis Januar 2020 Listen mit konkreten Funktionen und Ämtern vorlegen, die den Status als politisch exponierte Person begründen. Diese Liste wird begleitend zum Gesetzgebungsverfahren erstellt.

Kabinettstisch
Der Kabinettstisch im Kanzleramt. Foto: Oliver Ponsold CC BY 2.0

5 Kommentare

5 Comments

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    Christoph

    1. August 2019 11:12 at 11:12

    aber ein Haus darf ich Bar bezahlen 😀
    https://www.tagesschau.de/kommentar/geldwaesche-137.html

  2. Avatar

    Daxrabbit

    1. August 2019 11:30 at 11:30

    Bei „normalen“ und „sinnvollen“ Gesetzen kann man in der Regel den kompletten Rechtfertigungstext weglassen. Trotz dieser Reduzierung weiß man – oder liest es heraus – wofür das Gesetz geschaffen wurde. Wenn dieses „herauslesen“ mit normalen Menschenverstand nicht funktioniert geht’s in der Regel um gewisse ideologische Ziele oder Klientelpolitik.

  3. Avatar

    sabine

    1. August 2019 12:54 at 12:54

    Das Ibizavideo wurde doch auch mit Gold bar bezahlt. Oder?
    Welche Verbrecher waren denn das doer wer wollte denn da die Finanzierung verschleiern?
    Wurde da schon nachgehakt?

    • Avatar

      leftutti

      1. August 2019 14:22 at 14:22

      @sabine, würden Sie sich auch so echauffieren, wenn es sich bei dem korrupten Politiker nicht um Strache, sondern einen Grünen gehandelt hätte? Wen interessieren denn die Finanziers, und warum sollen diese die Verbrecher sein? Vertauschen Sie da aus ideologischen Motivationen nicht die Seiten?

      Politiker sind Personen des öffentlichen Lebens und stehen daher selbstverständlich im Fokus des Gemeinwohls und den Belangen der Meinungs- und Pressefreiheit, welche dem Recht auf Privatsphäre (nicht Intimsphäre) übergeordnet sind. Bereits die Unterlassung der Verhinderung einer mit Strafe bedrohten Handlung (z. B. durch Nicht-Melden oder Nicht-Veröffentlichen) ist strafbar. Wenn bei einem Politiker nun Korruption, Absprachen zu strafbaren Handlungen und die Umgehung von Gesetzen zur Parteienfinanzierung mit den Mitteln des investigativen Journalismus aufgedeckt werden, sollte die Quelle erst einmal eine untergeordnete Rolle spielen.

      Mir wäre es egal, welcher Couleur der Politiker zuzuordnen ist. Im Falle eines derart korrupten Sumpfes würde mein politisches Herz schlagartig aufhören, für meine favorisierte Partei zu pochen. Oder bei einem Einzelfall zumindest für den kriminellen Politiker.

      Es ist ja kein Geheimnis, dass ich ein glühender Verfechter von Klimaschutz, Umweltschutz, Natur- und Tierschutz bin. Von sauberer Luft und Wasser, gesunden Lebensmitteln, unvergifteten Böden und artgerechter Tierhaltung. Das sollte ja auch nicht das Verwerflichste sein. Parteien wie die Grünen oder in Ansätzen die ÖDP haben mit diesen Werten und Einstellungen derzeit die meisten Überschneidungspunkte. Deshalb bin ich aber noch lange kein ideologisch motivierter Jünger einer dieser Parteien, wie mir gerne oft und drastisch, wenn auch fälschlicherweise in diesem Forum unterstellt wird. Nicht nur einmal habe ich in Wahlen meine Stimme einer anderen Partei gegeben, wenn mir die aktuelle Politik meiner Favoriten gerade gegen den Strich ging oder andere, vergleichbar brisante Probleme oder Themen nicht adäquat vertreten wurden.

      Es sind doch nur politische Parteien, überbezahlte Menschen ohne nennenswerte Verantwortung für ihr Handeln und ihre Entscheidungen. Oberste Triebfeder sollten doch die eigenen Werte sein, an denen man die politischen Gruppierungen dann misst. Wenn das Wertesystem eines Menschen jedoch von politischen Parteien und Strömungen geprägt wird, ist das der falsche Weg, um nicht zu sagen eine Pervertierung des Ideals einer freien und individuellen Persönlichkeit. Und ebenso verdrhet suchen Sie in diesem Fall die Verbrecher auf der falschen Seite.

  4. Pingback: Aktuelles vom 1. August 2019 | das-bewegt-die-welt.de

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Goldpreis in Euro kurz vor neuem Allzeithoch

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Gold Barren Beispielfoto

Der Goldpreis ist mustergültig aus der monatelangen Konsolidierungsformation nach oben ausgebrochen. Die Notierungen in Euro streben erneut Richtung Allzeithoch.

Der Goldpreis in Euro zeigt enorme Stärke

Gold glänzt im aktuellen Marktumfeld durch einen erstaunlichen Aufwärtsdruck. Nach dem Ausbruch aus der monatelangen Konsolidierungsphase verlieh die zwischenzeitliche Eskalation im Konflikt zwischen dem Iran und den USA dem Goldpreis zusätzliche Aufwärtsdynamik. Danach sah es zunächst so aus, als hätte der Goldpreis ein Top ausgebildet und würde erneut nach unten abdriften. Doch kaum war die Risikoprämie im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt ausgepreist, wirkten andere Impulse preistreibend auf den Markt. Zum einen mischen immer mehr professionelle und private Anleger Gold als Absicherung gegen die unverkennbare US-Aktienmarktblase in ihren Portfolios bei, wie man eindeutig an den zuletzt auf Rekordniveaus gestiegenen Beständen der weltweiten Gold-ETFs sehen kann (allein im Jahr 2019 erhöhten sich die Bestände in Tonnen Gold um 14 Prozent).

Zum zweiten treiben die jüngsten Entwicklungen um die rasche Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Zentral-China sowie andere Regionen und Staaten der Welt die Investoren in den „Save Haven“ Gold zurück. So notiert der Preis aktuell mit 1.425,49 Euro pro Unze nur 18 Euro oder knapp 1,3 Prozent unter dem bisherigen Allzeithöchststand aus der Nacht des 8. Januars, als der Iran Vergeltungsangriffe mit Raketen auf US-Militärbasen im Irak verübte.

Goldpreis in Euro seit April 2019

Wie robust die Verfassung des Goldmarktes aktuell ist, kann man nicht nur an den rekordhohen Gold-ETF-Beständen ablesen, sondern auch an der positiven Korrelation zur Weltleitwährung US-Dollar. Normalerweise profitiert der Goldpreis von einem schwachen Dollar. Doch die aktuelle Aufwärtsbewegung verläuft parallel zur Aufwertung des Dollars. Man könnte auch sagen, der Goldpreis entwickelt ein positives Eigenleben, unabhängig von Währungskorrelationen.

Mit dazu beigetragen haben sicherlich auch die Entscheidungen der EZB und die Aussagen ihrer Präsidentin Christine Lagarde auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Offenmarktausschusssitzung am letzten Donnerstag. Die Europäische Zentralbank belässt den Bankeneinlagenzins (Deposit Rate) im negativen Bereich bei -0,5 Prozent. Der Leitzins (Repo Rate) bleibt unverändert bei null.

Christine Lagarde wies nochmals darauf hin, dass das aktuell laufende Gelddruck- und Anleihekaufprogramm in Höhe von 20 Mrd. Euro pro Monat zeitlich unlimitiert weiter laufe werde und auch die Zinsen bis auf Weiteres unverändert auf historisch niedrigem Niveau verbleiben. Für viele ernüchternd war Lagardes Antwort auf die Frage eines Journalisten nach dem Schaden, den die Zinspolitik der EZB für Sparer bedeutet. Lagarde verwies sinngemäß auf das Vorhandensein von ausreichend kompetenten Anlageberatern, an die sich die Sparer ja wenden könnten.

Das klingt im ersten Moment vielleicht für zinsorientierte Sparer zynisch, aber ein Blick auf die seit über zwei Jahrzehnten nahezu zweistelligen jährlichen Wertsteigerungen des Goldpreises (zumeist steuerfrei) werden mögliche Alternativen zu zinsgebundenen Anlagen für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge erkennbar. Und in der Tat gehören die Deutschen weltweit bereits mit zu den fleißigsten Gold-Sparern. Gut zwei Drittel der Deutschen besitzen Gold, insgesamt rund 9.000 Tonnen. Circa 5.000 Tonnen horten die Deutschen in Form von Barren und Münzen und knapp 4.000 Tonnen in Form von Schmuck. Dieser Goldschatz ist in Summe größer als die offiziellen Goldreserven der Vereinigten Staaten von Amerika (offiziell 8.133,5 Tonnen).

Chart in US-Dollar sieh ebenfalls gut aus

Ein Blick auf den Goldchart in US-Dollar offenbart ebenfalls ein sehr konstruktives Chartbild, wenngleich die Notierungen in der Weltleitwährung noch gut 22 Prozent von ihrem Allzeithoch bei 1.921,18 US-Dollar pro Unze vom 3. September 2011 entfernt sind.

Gold in US-Dollar Chart

Das Hoch aus der Nacht des 8. Januar bei 1.611,51 US-Dollar pro Unze ist der nächste charttechnische Anlaufpunkt im Goldchart auf Dollarbasis. Ob der Preis für das gelbe Edelmetall bis dorthin vordringen kann, hängt kurzfristig von der weiteren Entwicklung der Coronavirus-Epidemie sowie der US-Notenbanksitzung am 29. Januar ab.

Fazit und Ausblick

Der Goldpreis profitiert aktuell von dem zunehmenden Absicherungsbedürfnis der Investoren in Anbetracht der sich weiter ausdehnenden US-Aktienmarktblase sowie den noch nicht absehbaren wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie. Unterstützend wirkt zudem die anhaltend akkommodierende Geldpolitik und der diesbezüglich unveränderte Ausblick der EZB (Festhalten an den Null- und Negativzinsen sowie dem Gelddruckprogramm auf unbestimmte Zeit). In der kommenden Woche wird es dann richtig Spannen, wenn am Mittwoch die US-Notenbank Fed Einblicke ihre Geldpolitik gewährt. Besonders wichtig für den Goldpreis werden die Aussagen zur weiteren Liquiditätsversorgung des Marktes und zum Zinsausblick der Fed.

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Warum Zentralbanken immer mehr Gold horten

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Beispielfoto für Gold Barren

Eine Umfrage unter Zentralbanken offenbart die wachsende Beliebtheit von Gold als Teil der Notenbankreserven. Keiner der Befragten will verkaufen, im Gegenteil.

Die Zentralbanken ändern ihre Strategie in Sachen Gold

Gehörten Zentralbanken noch bis zum Jahr 2009 zu den Nettoverkäufern am Goldmarkt, so wandelte sich die Einstellung der Notenbanker zu dem alternativen Reserve-Asset im Zuge der Weltfinanzkrise 2008 ff. nachhaltig. Seitdem gab es kein einziges Jahr mehr, in dem die Bestände in den Tresoren der Notenbanken netto nicht anstiegen. Sieben von zehn der befragten Zentralbanken gaben an, insgesamt mehr Reserven zu haben als vor fünf Jahren. 62 Prozent sehen Gold hauptsächlich als Puffer gegen Zahlungsbilanzkrisen. Da der Eintritt einer solchen Krise im Zeitverlauf zunimmt, haben die Zentralbanken im vergangenen Jahr das Geldmetall in Rekordhöhe akkumuliert, nachdem bereits das Jahr 2018 ein Rekordjahr darstellte. Vor allem China, Russland, die Türkei und ab 2019 auch wieder verstärkt Indien gehörten zu den größten Goldkäufern der Welt.

Die Zentralbanken sind aktuell die bedeutendsten Goldinhaber mit einem Anteil von mehr als 33.650 Tonnen. Dies entspricht einem aktuellen Wert von ca. 1,65 Billionen US-Dollar. Allein in diesem Jahr gaben die Zentralbanken netto 1,15 Mrd. US-Dollar für Goldkäufe aus. Wurden im Jahr 2018 noch 656 Tonnen netto gekauft, waren es im Jahr 2019 bereits geschätzte 684 Tonnen. Im Jahr 2010, dem ersten Jahr der Netto-Goldkäufe, betrug die gekaufte Menge lediglich knapp 100 Tonnen. Seither hat sich das jährliche Kaufvolumen also versechseinhalbfacht. Diese Netto-Nachfrage der Notenbanken entspricht damit aktuell bereits einem Fünftel der gesamten Weltjahresproduktion (ca. 3.350 Tonnen). Damit sind die Zentralbanken nicht nur die mit Abstand größten Halter des monetären Edelmetalls, sondern in der Netto-Betrachtung auch die größte Käufergruppe.

Die Motive der Zentralbanker

Die anonyme Umfrage des World Gold Council (WGC) in Kooperation mit YouGov von 2019 zeigt, dass das wachsende Interesse der Geldpolitiker an Zentralbank-Goldreserven (CBGR) dauerhaft ist. 11 Prozent aller 155 Zentralbanken der Schwellen- und Entwicklungsländer (EMDE) gaben an, dass ihre Banken beabsichtigen, ihre Goldreserven in den nächsten 12 Monaten weiter aufzustocken. Dies ist vergleichbar mit der Wachstumsrate des letzten Jahres, als 12 Prozent aller Zentralbanken der Welt Gold kauften. Dies führte im Jahr 2018 zu einer Nachfrage von 651 Tonnen, dem höchsten Stand seit Bestehen des gegenwärtigen internationalen Währungssystems seit 1971, also der höchsten Nachfrage seit fast einem halben Jahrhundert.

Die Hauptmotivation für die massive Aufstockung der CBGRs sind nach Angaben der Befragten höhere wirtschaftliche Unsicherheiten und steigende Risiken in den Bilanzen der Zentralbanken. Mittelfristig sehen die Geldpolitiker Veränderungen im gesamten internationalen Währungssystem, wobei der chinesische Renminbi und seine Unterlegung mit Gold dabei eine große Rolle spielen. China strebt die volle Konvertierbarkeit seiner Währung an und möchte den Yuan als internationale Transaktions- und Reservewährung etablieren. Gleiches gilt für den russischen Rubel.

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Aktuell: Neuer Corona-Fall in USA – Goldpreis rauf, Aktien runter

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Gold Barren Beispielfoto

Vor wenigen Minuten wurde bekannt, dass es in den USA einen weiteren bestätigten Fall einer mit dem Corona-Virus infizierten Person gibt. Es geht um eine Frau in Chicago. 63 weitere Personen werden beobachtet. Was hatten wir gestern und heute in einem Marktüberblick zu verschiedenen Assetklassen noch erwähnt? Der Schweizer Franken steigt zwar, und Öl fällt immer weiter (wie es in so einem Angst-Szenario sein sollte). Aber der Goldpreis, der kam nicht aus den Puschen. Aber jetzt, mit dieser Veröffentlichung des zweiten Falls in den USA, da scheint der Knoten ganz frisch geplatzt zu sein.

Der Goldpreis springt seit einer Stunde von 1.562 Dollar auf bis zu 1.575 Dollar in der Spitze (aktuell 1.573 Dollar). Der Markt ist nervös. Parallel dazu fällt der Ölpreis immer weiter. WTI-Öl notiert aktuell nur noch bei 54,37 Dollar. Der Dow 30 sackte vorhin zur Bekanntgabe des zweiten Corona-Falls um 125 Punkte ab, Tendenz weiter fallend. Der Dax verliert parallel dazu 35 Punkte. Also, kurz vor dem Wochenende steigt die Nervosität. Noch schnell fliehen (Risk Off Trade) in die Sicheren Häfen namens Gold und Schweizer Franken? Ganz aktuell wirkt es so. Im Chart sieht man den Goldpreis vs Dow 30 seit heute früh.

Goldpreis vs Dow 30 seit heute früh

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