Folgen Sie uns

Aktien

Trauen Sie Konjunkturdaten nicht? Trauen Sie dann diesem Ersatzindikator?

Daher nehmen wir wie schon einmal heute erneut die Quartalszahlen des weltweit größten Baumaschinenherstellers Caterpillar zu Hilfe (Kipplaster, Bagger uvm), als Ersatzindikator sozusagen. Denn die Damen und…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Ja es mag sein, dass so manche Konjunkturdaten geschönt sind, und wenig vertrauenswürdig. Gerade in den USA werden wichtige Konjunkturindikatoren oder sogar offizielle Statistiken durch Telefonumfragen und Schätzungen ermittelt. Daher nehmen wir wie schon einmal heute erneut die Quartalszahlen des weltweit größten Baumaschinenherstellers Caterpillar zu Hilfe (Kipplaster, Bagger uvm), als Ersatzindikator sozusagen. Denn die Damen und Herren im Management der Firma sind aufgrund der strengen US-Gesetze verpflichtet wirklich exakte Zahlen vorzulegen. So schreibt die Firma in ihrem vor wenigen Minuten veröffentlichten Bericht als Ausblick für das Gesamtjahr 2016:

„World economic growth remains subdued and is not sufficient to drive improvement in most of the industries and markets we serve.“

Also, der Ausblick für das weltweite Konjunkturwachstum bleibe gedämpft. Und das Wachstum reiche auch nicht aus um für eine Verbesserung in den Bereichen zu sorgen, wo die Firma tätig ist. Und abgesehen davon, dass man der weltweit größte Baumaschinenhersteller ist (verdammt guter Konjunkturindikator, oder?), baut man auch Motoren und Turbinen. Den sage und schreibe 43. Monat in Folge sind die Verkäufe der Firma rückläufig – und da will man so tun, als gäbe es einen realen wirtschaftlichen Aufschwung auf dem Planeten?

Aber Caterpillar als Unternehmen steht immer noch in der Gewinnzone. Nun, das schafft man ganz einfach durch stetige „Restrukturierungen“, also Entlassungen! So sagt das Management heute die „Restrukturierungskosten“ für 2016 würden von 550 auf 700 Millionen Dollar angehoben (Abfindungskosten). Weitere Entlassungen im 2. Halbjahr 2016 seien der Hauptgrund für diese höheren Kosten, so die Firma heute. Noch im 1. Quartal hieß es man wollte im Jahr 2016 40-42 Milliarden Dollar Umsatz machen – heute heißt es man werde im Jahr 2016 wohl im Rahmen der Erwartungen von 40-40,5 Milliarden Dollar landen. Als Gewinn pro Aktie meldet die Firma heute für das 2. Quartal 1,09 Dollar Gewinn pro Aktie (0,96 erwartet). Umsatz + Gewinn hier nochmal graphisch dargestellt im Vergleich zum Vorjahr. Trotz ständiger Entlassungen (Restrukturierungen) ist das Problem wie überall anders auch: Irgendwann ist niemand mehr da zum Entlassen!? Die Aktie von Caterpillar notiert momentan vorbörslich mit 0,6% im Minus.

Caterpillar
Grafik: Caterpillar

Caterpillar 2
Die Caterpillar-Aktie seit 2013. Der Kurs hält sich immer noch recht robust, nach einem Hoch von 111 vor 2 Jahren gestern bei 78 Dollar.

Hier also nun der „weltweite Konjunkturausblick“ durch die Augen des Caterpillar-Managements gesehen im Original:

World economic growth remains subdued and is not sufficient to drive improvement in most of the industries and markets we serve. Commodity prices appear to have stabilized, but at low levels. Global uncertainty continues, and the recent Brexit outcome and the turmoil in Turkey add to risks, especially in Europe.

The outlook for 2016 that we provided with our first-quarter financial results in April expected sales and revenues in a range of $40 to $42 billion. At the midpoint of that range, profit was expected to be $3.00 per share, or $3.70 per share excluding restructuring costs. Over the past quarter, economic risks have persisted and, as a result, our current expectations for 2016 sales and revenues are closer to the bottom end of that outlook range.

Restructuring costs in 2016, which were expected to be about $550 million, are now forecast to be about $700 million, or about $0.80 per share. Additional workforce reductions expected in the second half of 2016 are the primary reason for the increase in restructuring costs. Sales and revenues for 2016 are expected to be in a range of $40.0 to $40.5 billion, and the profit outlook at the midpoint of the sales and revenues range is about $2.75 per share, or about $3.55 per share excluding restructuring costs. Our revised outlook for both sales and revenues and profit per share excluding restructuring costs is in line with the Thompson First Call analyst consensus.

“Despite a solid second quarter, we’re cautious as we enter the second half of the year. We’re not expecting an upturn in important industries like mining, oil and gas and rail to happen this year. We’re continuing significant restructuring plans, which are designed to bring our cost structure more in line with demand while maintaining our capability to quickly serve our customers when our business recovers. Once it does recover, we expect substantial incremental profit improvement, realizing the benefits of the tough actions we’re implementing now coupled with our ongoing investments in products and digital capabilities. Amidst these very challenging market conditions, our balance sheet remains strong, and our employees are delivering better performance on everything from safety, quality and cost management to machine market position. I’m inspired by our people as they’re the primary reason we’re weathering this downturn as successfully as we are,” said Oberhelman.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Netflix-Quartalszahlen: Erwartungen verfehlt, Aktie fällt

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Netflix auf TV

Die Netflix-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 6,44 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,24/letztes Quartal 6,15/für heute erwartet 6,4).

Der Gewinn liegt bei 1,74 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,47/letztes Quartal 1,59/für heute erwartet 2,13).

Die Nutzerzahl ist im dritten Quartal um 2,20 Millionen gewachsen. Die Erwartungen lagen bei 2,5 Mio durch Netflix selbst – der Markt erwartete 2,5-3,2 Mio.

Wie man aktuell verkündet, erwartet man 6,0 Millionen neue Nutzer im laufenden 4. Quartal.

Free Cash Flow +1,14 Milliarden Dollar (Vorquartal +899). Operative Marge 20,4 Prozent nach 22,1 Prozent im Vorquartal.

Die Netflix-Aktie reagiert nachbörslich mit -4,7 Prozent.

Kurz-Fazit: Gewinn pro Aktie und die Zahl neuer Abos verfehlen die Erwartungen. Das wird nun nachbörslich abgestraft.

Datenblatt mit aktuellen Quartalszahlen von Netflix

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – die Stimulus-Hoffnung stirbt zuletzt

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Heute soll angeblich der entscheidende Tag sein. Kommt noch auf den letzten Drücker eine Einigung zwischen Demokraten und Donald Trump über einen neuen Stimulus? Das dürfte kurzfristig die Kurse bewegen.

weiterlesen

Aktien

Kaufverbot für die Nikola-Aktie – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

am Firmensitz der Nikola in Phoenix (Arizona) glühen schon seit Wochen die Telefonleitungen. Das junge Unternehmen kämpft hart um seine Reputation. Man kämpft um die letzten Investoren, die noch nicht gegangen sind. Und vor allem, man kämpft um seine Partner wie General Motors, Bosch oder Iveco. Denn wenn die abspringen, wird die Nikola-Zentrale in Phoenix zugesperrt.

Aber der Reihe nach! Was ist zuletzt passiert bei Nikola?

Der charismatische Firmengründer Trevor Milton wurde aufs Abstellgleis geschoben und seitdem geben trockene Technikertypen den Ton bei Nikola an. So trat der Technik-Chef Jesse Schneider zuletzt vor die Presse und referierte betont sachlich über Patente, Chassis-Zeichnungen und andere Dokumente. Er legte haarklein auseinander, welcher Bestandteil des Nikola-Trucks fremd eingekauft, welcher extern entwickelt wurde.

Die Veranstaltung war langweilig, aber wichtig. Wenn Nikola überleben will, muss es das Vertrauen des Marktes und der Industrie wiederherstellen. Dafür wollen die Investoren jetzt keine Visionen hören, sondern Fakten und Details sehen.

Diese Fakten und Details entscheiden in den kommenden Wochen über den Kursverlauf der Aktie. Denn am 30. November läuft die Sperrfrist (lock-up-period) für die vorbörslichen Investoren der Nikola ab. Wenn diese Investoren bis dahin nicht von der Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells überzeugt werden können, werden sie an diesem Tag mit großem Volumen aus der Aktie aussteigen und ein erneutes Kursmassaker herbeiführen.

Aber denken wir positiv! Unterstellen wir einmal, Jesse Schneider und CEO Mark Russell können die Investoren überzeugen, dann dürfte auch General Motors an Bord bleiben. Das ist aktuell der wichtigste Nikola-Partner. Mehr noch: Der US-Autobauer entscheidet wahrscheinlich über die Zukunft des Lkw-Bauers Nikola.

Nur zur Erinnerung: General Motors (GM) hat zugesagt, für Nikola die Werkbank zu machen und insgesamt Produktionsleistungen im Wert von 2 Milliarden USD für das Startup zur Verfügung zu stellen. Konkret war oder ist geplant, dass GM den…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen