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Europa

Trends zum deutschen Bruttoinlandsprodukt 2016: Der Osten holt auf, Hamburg „leuchtet“ im EU-Vergleich

Die deutschen Detaildaten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das Jahr 2016 zeigen vor allem einen Trend. Der Osten holt auf! Vor allem Berlin punktet mit einem BIP-Wachstum im Vergleich zum…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die deutschen Detaildaten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das Jahr 2016 zeigen vor allem einen Trend. Der Osten holt auf! Vor allem Berlin punktet mit einem BIP-Wachstum im Vergleich zum Jahr 2015 von 2,7%, auch Sachsen wächst genau so stark. Berlin profitiert nicht durch harte wirtschaftliche Faktoren wie die Zunahme der Industrieproduktion oder ähnlichem, sondern dank einer Reihe „weicher“ Faktoren wie Bevölkerungszuzug, mehr Tourismus und der hohen Bauaktivität.

Die Attraktivität des Standortes Sachsen ist Zuzügler und Touristen wohl nicht vergleichbar mit der Hauptstadt Berlin, daher ist das gleich hohe Wachstum in Sachsen wohl struktureller und „ernsthafter“ anzusehen – so möchten wir es mal bezeichnen. Dass gerade Berlin immer noch kräftig aufzuholen hat, zeigt der Vergleich mit dem Bundesland Hamburg. Berlin hat ziemlich genau doppelt so viele Einwohner wie Hamburg.

In der unten gezeigten Vergleichstabelle der Statistikbehörde aus Nordrhein-Westfalen (heutige Veröffentlichung) sieht man das Berliner BIP mit 129,5 Milliarden Euro. In Hamburg liegt es bei 110,7 Milliarden Euro. Die Bevölkerung ist 50% kleiner, das BIP aber nur 14% kleiner in Hamburg. Da muss die Relation noch kräftig gesunden für eine Annäherung. Aber man ist ja auf einem guten Weg. Hamburg wächst im Jahresvergleich nur mit 1,3% statt Berlin mit 2,7%. Das Saarland stagniert desaströs bei 0,0%. Der deutsche Schnitt lag bei 1,9%.


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Die EU-Statistikbehörde Eurostat liefert heute Daten für den Vergleich aller europäischer „Regionen“ für das Jahr 2015. Hierbei geht es um das BIP im Schnitt pro Einwohner. Aufgrund der Finanzkraft ist London wie immer ganz oben. Luxemburg und Brüssel sind ebenso stets ganz weit oben aufgrund der hohen Verdienste durch den EU-Apparat in Brüssel sowie die große Finanzindustrie im Mini-Staat Luxemburg. Hamburg ist als deutsche Region auf Platz 3 dabei. Im großen Bild zeigt sich aber die Finanzkraft und Wirtschaftsstärke wie immer im süddeutschen Raum mit den stets weit vorne vertretenen Regionen Oberbayern und Stuttgart. Aber auch Bremen, dass ebenfalls beim BIP stark aufgestellt ist, ist wie immer weit oben dabei.


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Hier die deutschen Regionen im Detail laut EU für 2015:


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Europa

Deutsche Wirtschaft: Schwache Dienstleister, starkes Gewerbe

„Dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

Markus Fugmann

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für Oktober) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Wirtschaft:

Gesamtindex: 54,5 (Prognose war 53,2; Vormonat war 54,7)

Verarbeitendes Gewerbe: 58,0 (Prognose war 55,1; Vormonat war 56,4)

Dienstleistung: 48,9 (Prognose war 49,2; Vormonat war 50,6)

Damit bestätigt sich der Trend der letzten Zeit: Dienstleistung leidet, Gewerbe bleibt robust (noch?)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 47,3 schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 48,0)

(Hinweis: das ifo Institut hat soeben mitgeteilt, dass die ifo Umfrage erst am Montag veröffentlicht wird, im Videoausblick hatte ich gesagt, dass die Zahlen heute um 10Uhr veröffentlicht werden).

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt: „dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

„Die deutsche Wirtschaft hält sich angesichts der zweiten Corona-Infektionswelle erfreulicherweise ziemlich wacker, wie der Oktober-Flash zeigt.
Obwohl einige Dienstleistungsunternehmen unter den neuen Restriktionen und der zunehmenden Unsicherheit im Zusammenhang mit der ‘zweiten Welle’ leiden, hielten sich die Geschäftseinbußen hier insgesamt noch in Grenzen. Gleichzeitig hat die boomende Industrie der Konjunktur ordentlich Auftrieb verliehen. Folglich sieht es zunehmend nach einer Wirtschaft der zwei Geschwindigkeiten aus. Das verarbeitende Gewerbe ist bisher weniger stark von den neuen Restriktionen betroffen als der Servicesektor und hat zudem enorm vom wieder
florierenden Welthandel profitiert. Da sich immer mehr Industrieunternehmen dem Wachstumsniveau von vor der CoronavirusPandemie nähern oder es sogar schon erreicht haben, wird ein dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger. So sind die Erwartungen der Hersteller im Oktober auch erstmals seit siebenMonaten wieder leicht gesunken. Dennoch, Sorgenkind Nummer eins bleibt der Dienstleistungssektor.”

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone: Deflation im Westen – Inflation nur in Osteuropa

Redaktion

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Soeben wurden für die Eurozone für den Monat September die Verbraucherpreise veröffentlicht (2.Veröffentlichung). Sie gehen im Jahresvergleich um -0,3 Prozent zurück, nach -0,2 Prozent im August und +0,4 Prozent im Juli. Auffallend: Inflation gibt es nur im Osten, während der Westen eher unter Deflation leidet.
Zum Vormonat steigen die Verbraucherpeise um +0,2%, ebenso in der Kernrate (ohme Nahrung und Energie) um +0,2%.

Dazu schreibt Eurostat, das die Daten erhebt:

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im September 2020 bei -0,3%, gegenüber -0,2% im August. Ein Jahr zuvor hatte sie 0,8% betragen. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im September 2020 bei 0,3%, gegenüber 0,4% im August. Ein Jahr zuvor hatte sie 1,2% betragen. .
Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Griechenland (-2,3%), Zypern (-1,9%) und Estland (-1,3%) gemessen.
Die höchsten jährlichen Raten wurden in Polen (3,8%), Ungarn (3,4%) und Tschechien (3,3%) gemessen.

Die Verbraucherpreise in den jeweiligen Ländern

 

Gegenüber August ging die jährliche Inflationsrate in dreizehn Mitgliedstaaten zurück, blieb in sieben unverändert und stieg in sieben an.
Im September kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,34 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Dienstleistungen (+0,24 Pp.), Industriegütern ohne Energie (-0,08 Pp.) sowie Energie (-0,81 Pp.).

Die Verbraucherpreise in der EU und der Eurozone

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Europa

Aktuell: ZEW-Index schwach – neuer Realismus?

Markus Fugmann

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Jeden Monat wird der ZEW-Index vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erhoben. Der Index gilt daher als ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die gerade veröffentlichten Daten sind wie folgt ausgefallen:

Der ZEW-Index (Konjunkturerwartungen Oktober) ist mit +56,0 Punkten deutlich schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war +73,0; Vormonat war +71,5).

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei -59,5 (Prognose war -60,0; Vormonat war -66,2) – damit sehen wir erneut eine starke Divergenz zwischen Erwartung und der Einschätzung der aktuellen Lage, wobei die aktuelle Lage nun jedoch skeptischer gesehen wird.

Dazu das ZEW: Erwartungen gehen erheblich zurück, große Unsicherheit wegen steigender Corona-Zahlen, dazu Unsicherheit vor US-Wahl..

Der ZEW-Index ist nach dem ifo Index der wichtigste Indikator für die deutsche Wirtschaft

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