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Trotz Fracking: Solar-Boom in den USA

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Von Claudio Kummerfeld

Obwohl die USA seit Jahren vom Fracking-Fieber erfasst sind, ist die Solar-Energie der kommende Trend auf der anderen Seite des Atlantiks. Man kann sogar von einem regelrechten Boom sprechen.

First Solar

Die Firma First Solar verkündete erst gestern einen Auftrag von Apple um das neue Hauptquartier des Unternehmens in Kalifornien mit Solarstrom zu versorgen, und dazu noch alle anderen Geschäfte der Firma in Kalifornien. Hierfür investiert Apple 850 Millionen US-Dollar in den Aufbau einer Anlage in Kalifornien. Die gute Nachricht machte sich gestern schlagartig im Kursverlauf bemerkbar. Die Aktie notiert aktuell über 49 Dollar.

FirstSolar

Der Vorreiter

Kalifornien gilt als Vorzeigestaat in den USA, was die Bemühungen zum Umweltschutz und erneuerbare Energien angeht. Knapp die Hälfte der landesweit installierten Kapazität ist in Kalifornien anzufinden. Staaten wie Texas sind fast noch solarfreie Zonen – dort hält man Solaranlagen und Windräder vielleicht für das Werk des Teufels. Gestern erst wurde in Kalifornien eine gigantische 550 Megawatt-Solaranlage namens „Desert Sunlight Solar Park“ eröffnet, was ausreicht um 160.000 Haushalte zu versorgen. Unternehmen und vor allem auch die Politik in Kalifornien setzen alles daran die Energiegewinnung aus der Sonne nach vorne zu bringen, auch durch Gesetze zur aktiven Förderung neuer Anlagen.

Luft nach oben

Laut „Solar Energy Industries Association“ haben die USA derzeit 20 Gigawatt installierte Solar-Kapazität – dies reicht aus um 4 Millionen Haushalte in den USA zu versorgen. In der Projektierung für 2015 und 2016 sollen weitere 20 Gigawatt sein. Hinzu kommt: Das US-Energieministerium unterstützt das Wachstum der Branche mit Kreditprogrammen, was einen nachhaltigen Schub gibt. Der Kaufhausgigant Walmart hat sich das Ziel gesetzt sich komplett mit erneuerbaren Energien selbst zu versorgen. Und Google investiert schon seit Jahren aktiv in die Branche. Der Trend ist da.

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Morgan Stanley-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen

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Morgan Stanley hat soeben seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 10,03 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 9,87/erwartet 9,70).

Der Gewinn liegt bei 1,27 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,17/erwartet 1,11).

Der Umsatz im Bereich Institutional Securities steigt von 4,93 auf 5,02 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert vorbörslich mit 4,2%.

Hier der CEO-Kommentar im Wortlaut:

James P. Gorman, Chairman and Chief Executive Officer, said, “We delivered strong quarterly earnings despite the typical summer slowdown and volatile markets. Firmwide revenues were over $10 billion for the third consecutive quarter, and we produced an ROE within our target range. Our consistent performance shows the stability of our business model. We remain committed to controlling our expenses and are well positioned to pursue our growth initiatives.”

Morgan Stanley Quartalszahlen Grafik

Morgan Stanley Zentrale in New York
Morgan Stanley Zentrale in New York. Foto: Icc1977 CC BY-SA 4.0

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Netflix-Quartalszahlen: Erwartungen getroffen, toller Gewinn

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Die Netflix-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 5,24 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 3,99/letztes Quartal 4,92/für heute erwartet 5,25). Der Gewinn liegt bei 1,47 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,89/letztes Quartal 0,60/für heute erwartet 1,05).

Die Nutzerzahl ist im dritten Quartal um 6,77 Millionen gewachsen. Die Erwartungen lagen bei 7 Mio durch Netflix selbst – der Markt lag im Schnitt bei 6,7 Mio Erwartung.

Wie man aktuell verkündet, erwartet man 7,6 Millionen neue Nutzer im laufenden 4. Quartal.

Free Cash Flow -551 Millionen Dollar (Vorquartal -594). Operative Marge 18,7% nach 14,3% im Vorquartal.

Kurz-Fazit: Die Zahl neuer Abonnenten trifft die Markterwartungen. Der Gewinn übertrifft die Erwartungen deutlich. Ab Januar, wenn Disney und Apple ihre Konkurrenzangebote auf den Markt bringen, wird Netflix womöglich sehr hart zu kämpfen haben.

Die Netflix-Aktie reagiert nachbörslich mit +7%.

Netflix-Quartalszahlen im Detail

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Netflix-Quartalszahlen Vorschau – die letzte Stille vor dem Streaming-Krieg

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Netflix-Quartalszahlen voraus - Beispiel für TV-Konsum am Fernseher

Heute Abend ab 22 Uhr werden die Netflix-Quartalszahlen vermeldet. CNBC sieht es so: Ab Anfang 2020 werde die Ruhe vorbei sein, wo Netflix quasi als DER große Anbieter den Markt beherrscht. Und ja, ab Anfang 2020 kommen Apple und Disney mit ihren Streamingdiensten auf den Markt mit massivem Engagement, Budgets, eigenen Produktionen etc. Netflix wird massiv bedrängt werden, und hat daher schon längst die Produktion eigener Inhalte ausgeweitet. Das kostet natürlich Geld.

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Markus Koch hat heute in seinem täglichen Marktvideo zur Eröffnung an der Wall Street angemerkt, dass alle Welt schlechte Netflix-Quartalszahlen erwartet. Es könne natürlich ein Vorteil sein, dass die tatsächlichen Zahlen dann von Markt positiv aufgenommen werden, selbst wenn die Erwartungen nur eingehalten werden. Bei Netflix achten die Börsianer immer als Erstes auf die Zahl neuer Abonnenten, und nicht auf die Finanzkennzahlen. Denn setzt sich das enorme Abo-Wachstum nicht immer weiter fort, bricht die tolle Netflix-Story für die Börsianer ein. Die Abo-Zahlen dürften ab dem 1. Quartal (Daten dann Ende April) mehr als ohnehin schon hochinteressant werden, wenn Disney und Apple massiv dabei sein werden Netflix das Geschäft streitig zu machen.

Aber zurück zu den Erwartungen für die Netflix-Quartalszahlen heute Abend. Da erwartet Netflix für das abgelaufene Quartal, dass 7 Millionen neue Nutzer hinzukommen. Die Analystengemeinde rechnet im Schnitt mit +6,7 Mio. Im 2. Quartal waren es nur 2,7 Millionen neue Nutzer bei 5 Mio in der Erwartung. Gibt es heute erneut eine Enttäuschung? Immerhin hat die Netflix-Aktie in den letzten drei Monaten gut 22% an Wert verloren. Ab Anfang 2020 wird es wie gesagt richtig spannend. Es ist nicht übertrieben davon zu sprechen, dass dann in den USA der Streaming-Krieg beginnt. Große Konzerne mit viel Cash und Content bekämpfen dann aktiv Netflix. Es ist kaum vorstellbar, dass alle Player am Markt dauerhaft durchhalten und Gewinne erwirtschaften können, falls man letztlich versuchen sollte die Kunden über niedrige Abo-Preise zu locken.

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