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Trump kündigt 25%-Zölle gegen Mexiko und Kanada ab Februar an

Trump kündigt 25%-Zölle gegen Mexiko und Kanada ab Februar an
Präsident Donald Trump unterzeichnet Executive Orders im Oval Office des Weißen Hauses in Washington, DC, am 20. Januar 2025. Foto: Jim Watson/AFP/Getty Images

Mit der gestrigen Amtseinführung des designierten US-Präsidenten Donald Trump rückt die Diskussion um seine Zollpolitik weiter in den Vordergrund. Er bezeichnet sich selbst als „Tariff Man“ und warnte vor Zöllen gegen China, Europa und Amerikas kontinentale Nachbarn. Viele hatten daher befürchtet, dass er gleich nach seinem Amtsantritt die Zollkeule schwingen würde. Stattdessen kündigte er am ersten Tag seiner Präsidentschaft an, vorerst auf neue Zölle zu verzichten. Doch aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben. Mexiko und Kanada könnte es bereits ab Februar treffen.

Denn laut einem Bericht von Bloomberg hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, die bereits angedrohten Strafzölle von bis zu 25% auf Importe aus Mexiko und Kanada wahrscheinlich per 1. Februar in Kraft zu setzen. Er bekräftigte dabei seine Behauptung, die beiden Nachbaarstaaten der USA ließen einen Zustrom illegaler Migranten sowie Drogen ins Land. Es bleibt abzuwarten, ob das wieder nur Trumps Getöse ist oder ob er es wirklich ernst meint.

Trump: Zölle gegen Mexiko und Kanada

“Wir denken an 25% für Mexiko und Kanada, weil sie eine große Anzahl von Menschen” ins Land lassen, sagte Trump am Montagabend im Oval Office des Weißen Hauses auf Fragen von Reportern. “Ich denke, wir werden es am 1. Februar tun.”

Trumps Zollpläne drohen einen Handelskrieg zwischen den Unterzeichnern des US-Mexiko-Kanada-Pakts loszutreten. Das Nachfolge-Abkommen von Nafta war auf Drängen Trumps während seiner ersten Amtszeit ausgehandelt worden. Es regelt den Handel mit Waren und Dienstleistungen im Wert von 1,8 Billionen Dollar (basierend auf Daten aus dem Jahr 2022).

Sowohl Kanada als auch Mexiko haben Vergeltungsmaßnahmen gegen amerikanische Waren angekündigt, sollte Trump die Zolldrohungen war machen. Das USMCA steht 2026 zur Überprüfung an.

“Kanada ist ein sehr schlimmer Schurke”, sagte Trump und verwies auf den Zustrom von Fentanyl und Migranten über die nördliche US-Grenze.

Der Dollar stieg nach Trumps Äußerungen gegenüber den meisten wichtigen Währungen sprunghaft an. Der Bloomberg-Dollar-Index stieg um bis zu 0,7% und damit so stark wie seit dem 18. Dezember nicht mehr. Der kanadische Dollar und der mexikanische Peso fielen angesichts der Nachricht gegenüber dem Greenback um mehr als 1%.

Universalzoll auf alle US-Importe

Zölle in der von Trump angedrohten Höhe wären laut einer Analyse von Bernstein eine “Katastrophe” für die US-Autoindustrie und die Autohersteller in Detroit, die eine beträchtliche Anzahl von Fahrzeugen aus Kanada und Mexiko einführen. Stellantis importiere rund 40% der in den USA verkauften Fahrzeuge, während General Motors etwa 30% und Ford 25% einführen, merkten die Analysten im November ab.

Die zusätzlichen Abgaben würden Autoteile im Wert von etwa 97 Milliarden Dollar und 4 Millionen fertige Fahrzeuge treffen, die aus diesen Ländern in die USA kommen, schätzt Wolfe Research. Die durchschnittlichen Neuwagenpreise könnten damit um rund 3.000 Dollar nach oben getrieben werden.

Trump deutete auch an, dass er immer noch einen universellen Zoll auf alle Importe in die USA erwäge. Im Moment sei er dazu aber “noch nicht bereit”.

“Man würde einen Universalzoll gegenüber jedem erheben, der in den Vereinigten Staaten Geschäfte macht, denn sie kommen herein und stehlen unseren Wohlstand”, so Trump. Ringe man sich dazu durch, könnte die Umsetzung jedoch “schnell” erfolgen.

FMW/Bloomberg



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4 Kommentare

  1. …ich würde es mal als absolutes Schwächezeichen von Trump interpretieren, dass er es nicht sofort macht…plus die Aktion mit seinem MemeCoin kann man feststellen, dass die Zeit für Donald gekommen ist, um sich und seiner Familie die Taschen voll zu machen…habe mir gestern die Rede 15 Minuten lang angeschaut…das war auch eine sehr schwache Vorstellung…kaum inhaltlich substanzielles…nur Möglichkeitsform und irgendwelche Zukunftsvisionen…das Geklatsche der Anwesenden war auch ein bissl peinlich…hat mich ein bissl an die Volkskammer erinnert…alles was der da vorn erzählt wird müde beklatscht, weil es jetzt ja so sein muss…und ob sich ein Mensch nun als Mann oder Frau fühlt oder irgendwas dazwischen, dass kann man auch nicht per Dekret lösen…also auch Nonsense und weit weg von freier Meinungsäußerung…und ja mir ist bewusst, dass man sich nicht als Katze oder Baumstamm fühlen kann…das ist ebenfalls Nonsense…

    1. Laute Auftritte eines fast 80jährigen Showmasters.
      Die Fäden hinter der Bühne ziehen andere, jüngere, schlauere…

  2. Ja, der deep state ist überall… Kein Wunder, dass Trump nicht tun kann was er will.
    Übrigens haben alle alten Leute, die alleine nicht mehr klarkommen, so einen deep state um sich herum.

  3. @Ferdl, ich hab auch so einen Deep State um mich herum…😂

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