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Trump auf den Punkt gebracht: Warum er für niedrige Zinsen ist…

FMW-Redaktion

Donald Trump gab heute eines seiner seltenen Interviews, wo es mal um konkrete Fakten geht. Er äußerte sich heute bei CNBC ganz klar und eindeutig zur Zinspolitik. Er sei unbedingt dafür die Zinsen weiterhin niedrig zu halten. Im geht es nicht um Konjunkturkurven oder Zinsmargen von Banken. Er führt einen ganz einfachen und nachvollziehbaren Grund heran.

Donald-Trump
Donald Trump. Foto: Gage Skidmore / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Die Staatsschulden der USA, nach 19 Billionen zum Jahreswechsel derzeit auf bestem Wege Richtung 20 Billionen Dollar irgendwann Ende 2016 (so schätzen wir es mal ganz grob), würden bei steigenden Zinsen explodieren. Trump sagt im Interview über sich selbst er sei aufgrund seiner Immobiliengeschäfte der „Kredit-König“ (the king of debt). 19 Billionen Dollar Staatsschulden seien noch zu handhaben, so Trump. Man zahle derzeit sehr niedrige Zinssätze für seine Staatsschulden. Was passiere bei Zinsen von 2, 3 oder 4%, so Trump´s rhetorische Frage… auch wenn er pro forma erwähnt, dass die Zinsen nur solange unten bleiben sollen, bis die Inflation anspringt, so kann man aus dem Interview herauslesen, dass er am liebsten ein dauerhaftes Nullzinsumfeld haben möchte.

Wie schon einmal verkündet, wiederholt Trump heute sein Bestreben Janet Yellen durch jemand anders zu ersetzen. Er lobte ihre Arbeit und bestätigte sie gar nicht persönlich zu kennen – Trump will sie auch erst nach dem Auslaufen ihrer Amtszeit regulär ersetzen. Was könnte der Grund sein? Schauen wir nochmal einen Absatz höher. Trump will die Zinsen lange niedrig halten, damit die US-Staatsschulden nicht explodieren. Janet Yellen ist letztlich eine 0815-Notenbankerin wie ihre Vorgänger auch. Also würde sie bei nur minimal steigender Inflation und einem Brummen der Konjunktur turnusmäßig die Zinsen anheben. Mit einem neu ernannten Fed-Chef, der politisch auf Linie ist, könnte Trump den Leitzins länger als normal üblich unten halten.

Dies könnte die Inflation kräftig nach oben treiben. Blasen bei Aktien, Immobilien, Autokrediten uvm könnten länger als in der Vergangenheit am Leben gehalten werden. Noch ein bißchen Angst und Drohung von Trump bei CNBC: Ziehe er nicht ins Weiße Haus ein, würde der Oberste Gerichtshof der USA überlaufen werden von Liberalen, die die USA zu einem völlig anderen Land machen würden. Die USA würden dann zu einer Art Argentinien oder Venezuela werden. Naja, schuldenmäßig ist man ja schon ganz vorne dabei…



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3 Kommentare

  1. ICH DENKE DIE. SCHULDEN IN USA SIND. SEHR VIEL HÖHER, ALS 19. BILLJONEN. MAN DENKE DA AN MASSIG FAULE DERIVATE. PS. DEUTSCHE BANK HAT CA. 60. BILLJONEN FAULE DERIVATE. ANDERE AUCH MASSIG.

    1. Hi mistkaeferchen,

      19 Billionen sind die Staatsschulden der USA. Bankderivate etc zählen ja alle zum Privatsektor wie auch Studenten/Auto-Darlehen uvm.

  2. admin. Danke

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