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Trump-Chaos, Steuern, Mexiko-Mauer, NAFTA, und eine Wettmöglichkeit auf den großen Shutdown

Ja na klar, bei Donald Trump herrscht Chaos. Das ist nichts Neues. Aktuell aber weiß man kaum noch wo vorne und hinten ist. Gestern stiegen die US-Aktienmärkte deutlich, und zwar zu guten Teilen wegen Trump. Der Dow legte 196 Punkte zu, weil Hoffnung…

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FMW-Redaktion

Ja na klar, bei Donald Trump herrscht Chaos. Das ist nichts Neues. Aktuell aber weiß man kaum noch wo vorne und hinten ist. Gestern stiegen die US-Aktienmärkte deutlich, und zwar zu guten Teilen wegen Trump. Der Dow legte 196 Punkte zu, weil Hoffnung aufkeimte, dass sich in Sachen „Große Steuerreform“ doch nun endlich mal was tut. Im Dow war es gestern sogar der größte Tagesanstieg seit April.

Zurückgehen tut diese Steuerhoffnung auf nur diesen einen Artikel bei Politico, wonach Trump´s Finanzminister Mnuchin mit Abgeordneten gut vorankomme auf dem Weg zur Steuerreform. Fünf führende Abgeordnete sollen unabhängig von einander bestätigt haben, dass man Fortschritte mache für eine Einigung, um die Steuern für Bürger und Unternehmen zu senken.

NAFTA

Gestern sagte Trump bei einer Rede vor Anhängern: er persönlich glaube nicht, dass man bei den Neuverhandlungen zum Freihandelsabkommen NAFTA mit Kanada und Mexiko eine Einigung hinbekommen könne. Irgendwann komme man wohl zu dem Punkt, wo die USA NAFTA kündigen werden, so Trump. Die drei Länder treffen sich alle drei Wochen um weitere Fortschritte zu erzielen. Bis Ende des Jahres soll eine neue Einigung stehen – das ist aber ein verdammt kurzer Zeitraum für so eine Neuauflage.

Mauer

Und die Mauer an der Grenze zu Mexiko, die werde man auf jeden Fall bauen, so Trump gestern. Schließlich habe das amerikanische Volk für eine Kontrolle der Einwanderung gestimmt. Selbst bei einem Stillstand der Regierung (Government Shutdown wegen Schuldenobergrenze) werde man die Mauer bauen, so Trump. Und damit wären wir auch schon beim entscheidenden Thema. Was war zuerst als Problem auf dem Tisch, die Obergrenze oder die Mauer?

Schuldenobergrenze

Der republikanischer Mehrheitsführer im US-Senat Mitch McConnell sagte erstaunlicherweise es gäbe keine Chance (zero chance) dafür, dass der Kongress daran scheitere die Schuldenobergrenze anzuheben. Also ist doch alles gut, oder? Dummerweise sagte er Montag Abend aber parallel dazu auf Nachfrage nicht mit einem Wort, wie er Abgeordnete davon überzeugen will einer Anhebung der Grenze zuzustimmen.

Bislang war es immer so, wenn der Government Shutdown eintrat: Als die Ämter schlossen, und der Staatsapparat auf ein Minimum heruntergefahren wurde, sahen Demokraten wie auch Republikaner, dass das schlecht für alle Politiker ist in Sachen Wiederwahl. Also fand man stets irgendeinen faulen Kompromiss, so dass die Schuldenobergrenze nach wenigen Tagen Shutdown doch angehoben werden konnte. Mit Trump als Präsident könnte es erstmals soweit sein, dass durch seine Sturheit und seine Grantlerei so so ein Kompromiss verhindert wird.

Vier Wochen Zeit sind jetzt noch um zum ersten Mal einen richtigen längeren Shutdown zu verhindern. Wer als Börsianer darauf wetten will, dass dieser Shutdown ernsthafte Konsequenzen hat, kann sich jetzt in Ruhe darauf vorbereiten mit Wetten auf fallende Aktienkurse. Dieses Szenario hat natürlich viele Unwegbarkeiten, aber die Möglichkeit eines echten längeren Shutdown mit ernsthaften Auswirkungen auf die Börse ist deutlich größer als unter den vorigen Präsidenten.

Die Demokraten werden im Kongress gebraucht um die Schuldenobergrenze anzuheben. Bei 100 Sitzen im Senat haben die Republikaner eine Mehrheit von 52 Stimmen. 60 benötigen sie aber für die Anhebung der Schuldenobergrenze. Wenn Trump, der mit dem Kongress direkt nichts zu tun hat, parallel zu diesen Verhandlungen ständig mit der Mexiko-Mauer und dem NAFTA-Ausstieg droht, haben die Demokraten und auch viele Republikaner als Gegen-Druckmittel ihr NEIN für eine Erhöhung der Schuldenobergrenze. Noch juckt es die Börse nicht, aber in zwei oder drei Wochen vielleicht schon deutlich mehr.

President Donald J. Trump speaks with Secretary of Defense James Mattis and other senior leaders of the armed forces at the Pentagon in Washington, D.C., Jan. 27, 2017. (DOD photo by U.S. Air Force Staff Sgt. Jette Carr)

Donald Trump. Foto: DOD photo by U.S. Air Force Staff Sgt. Jette Carr / Gemeinfrei

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    CHK

    23. August 2017 11:28 at 11:28

    Warum sollte es mit Trump und seinem Blabla anders sein als mit seinen Vorgängern? Schließlich hat man ihm ein Großteil seiner Macht durch einen Fundamentalboykott bereits entzogen. Auch Obama hatte nur soviel Macht wie man ihm zugestanden hat (siehe Obamacare). Und Bush… naja….

    Den Schuh, dass sowohl der eine als auch der andere an der Misere Schuld haben soll werden sich beide Parteien nicht anziehen wollen. Zumal die Zustimmungswerte im Kongress mit ca. 15% verheerend sind.

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Aktien

Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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