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Clinton-Freispruch – jetzt wird´s eng für Donald Trump

Selten dürfte ein einziger Satz den Gernegroß Donald Trump einen so heftigen Stich ins Herz versetzt haben..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Selten dürfte ein einziger Satz den Gernegroß Donald Trump einen so heftigen Stich ins Herz versetzt haben wie der folgende:

“Although we did not find clear evidence that Secretary Clinton or her colleagues intended to violate laws governing the handling of the classified information, there is evidence that they were extremely careless in their handling of very sensitive, highly classified Information.”

Der Satz stammt von FBI-Direktor James B. Comey und fasst das Untersuchungsergebnis zur Email-Affäre Clintons zusammen. Clinton habe also keine Gesetze gebrochen durch die Versendung von sensiblen Mails von ihrem privaten Account, sondern nur „extrem unachtsam“ gehandelt. Dieser Satz reduziert die Chancen Donald Trumps, nächster US-Präsident der USA zu werden, erheblich. Denn diese Email-Affäre war Clintons große Achillesverse – und gleichzeitig die mächtigste Waffe in der Wahlkampf-Kampagne von Donald Trump.

Trump
Hat seit gestern keine gute Laune mehr: Donald Trump. Foto:
Michael Vadon / Wikipedia (CC-BY-SA 4.0)

Und Trump wütet. Nun kann er Clinton nicht mehr als „kriminell“ bezeichnen. Bleibt ihm also nur, das gesamte politische System im Allgemeinen, und die FBI-Untersuchung im Besonderen als „manipuliert“ („rigged“) zu bezeichnen. Und genau das tut Donald exzessiv:

Trump hat bekanntlich deutlich weniger Gelder eingesammelt als Clinton, und es ist eher als ein Zeichen der Schwäche zu werten, wenn er jetzt darauf verweist, dass er doch zuletzt ach so viel Geld bekommen habe:

Und jetzt reitet Trump geradezu verzweifelt seine Attacken gegen Clinton weiter:

Und bleibt dabei weit unter der Linie des Anstands:

Die Unterstützung zentraler Republikaner in dieser Frage ist eher verhalten: so spricht der Sprecher der Republikaner im Abgeordnetenhaus, Paul Ryan, zwar davon, das “(it) appears damage is being done to the rule of law” – aber mehr kommt eben auch nicht.

Nach der neuesten Umfrage der Quinnipiac University (durchgeführt zwischen dem 21. und 27.Juni) führt Clinton derzeit mit 45% zu 37%. Und mit den Aussagen des FBI dürfte die Chancen Trumps noch weiter sinken. So manch einer hält das für eine gute Nachricht, nachdem der Brexit schon viel Chaos angerichtet hat. Clintons Politik ist pures Establishment, aber eben verlässlich. Das kann man von Trump eher nicht behaupten, der nachgewiesenermaßen in der Lage ist, sich in einem einzigen Satz dreimal selbst zu widersprechen..

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    sabine

    6. Juli 2016 20:40 at 20:40

    Was mich an der Interpretation des Geschehens hier überaus ärgert, ist die Selbstverständnis, mit der Trump negativ abgestempelt wird, mit „der Gernegroß“, „er wütet“ usw. Wie ich das hasse! Genau diese Indoktrination der Lügenpresse wie bei Speigel, Bild, gmx und Co!
    Man wird nicht objektiv informiert, sondern die Achse des Bösen wird gleich zu Beginn „markiert“, damit man gleich weiß, wie man politisch korrekt zu denken hat. Das ist DDR-UDSSR-Simbabwe-Kuba-…Stil des Propagandaministeriums. Mehr nicht.
    Es gibt sogar seriöse andere Meinungen über Trump, die eher Obama und Hillary als die Achse des Bösen sehen, zurecht:
    http://www.marcfabernews.com/2016/06/marc-faber-trump-is-highly-qualified.html#.V31EThJH3E0
    Es gibt für Moderatoren eine Anleitung zum Mobben politisch unkorrekter Meinungen und deren Träger, die mal aus Versehen veröffentlich wurde. Den „Gegner“ immer in persönlich angreifen und schlecht machen, beleidigen, nur ja nicht auf seine Argumentation eingehen. Leider finde ich diese nicht mehr. Aber eine allgemeine Übersicht:
    http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2016/06/wer-die-wahrheit-sagt-verliert-alles.html

  2. Avatar

    sabine

    6. Juli 2016 21:02 at 21:02

    Achja,, hier ein Beispiel der Achse des Bösen (= Obama&Co)
    http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2016/06/waffe-der-pariser-terroanschlage-kam.html
    Eines der automatischen Sturmgewehre, die am 13. Nov 2015 in Paris von den Terroristen benutzt wurden, kam aus Phoenix, Arizona, wo das Obama-Regime absichtlich tausende Waffen unter die Leute brachte, die dann über die Grenze in Mexiko landeten, wo das mexikanischen Drogenkartell die Waffen für ihre Morde benutzte. Diese Operation ist in den USA bekannt als „Fast and Furios“ und ein Riesen-Skandal, aber in Europa praktisch unbekannt. Kein Wunder, was berichten die Medien schon? Fussball und Titten. Das heisst, Obama ist direkt für die Terroranschläge in Paris verantwortlich, denn die Waffen kamen aus seiner staatlichen Waffenschiebeoperation.

    • Avatar

      Michael

      15. Juli 2016 20:22 at 20:22

      …und Trump, the Donald, der Pazifist schlechthin, würde die Waffengesetze so verschärfen, dass so etwas unmöglich wäre ;)
      Die Quelle dieser Information scheint übrigens äußerst seriös :))

      Alleine der Versuch, wegen einer solch irrelevanten und nichtigen Tatsache wie einer eMail Kapital schlagen zu wollen, offenbart uns das geistige Niveau eines Donald.

      Der Begriff „des Bösen“ ist mir persönlich mit zuviel subjektiver Bewertung verbunden. Gut und Böse, wer will das schon entscheiden?
      Ich würde eher vom Wettlauf der Wahnsinnigen sprechen, von den Menschen, deren Gehirne vor lauter Macht und Geld (und der damit verbundenen Abhängigkeit von den Geldgebern) Kapriolen schlagen, die für uns Normalbürger nicht mehr nachvollziehbar sind. Und dahingehend liefern sich die Amis als Radikalkapitalisten ohne Ethik und Moral per se und auf der anderen Seite Putin als Neokapitalist mit kommunistischen Wurzeln oder Abhängigkeiten einen spannenden Wettlauf mit China & Co., die gar nicht wissen, welche der beiden Alternativen sie bevorzugen sollen.

      Doch zurück zum Thema:
      Obama und Hillie-Baby sind Opportunisten, aber keine Rassisten. Die Kriege und die Gewalt, die Amerika global und national veranstalten, sind ohnehin schon sehr weit über dem erträglichen Maß.
      The Donald würde erst einmal die innerpolitische Lage durch seine extremen rassistischen Ansichten zum Überkochen bringen ( die ohnehin schon kurz vor dem Siedepunkt steht). Jedes Bleichgesicht dürfte sich mit Waffen eindecken, wie es ihm beliebt, Schwarze, Rote, Gelbe und Latrinos dürfen sich mit ihren Fäusten wehren, auch wenn sie daraufhin (nach ihrem potenziellen Überleben ) inhaftiert würden
      Durch den innerstaatlichen Rassismus würde sich der in Mittel- und Südamerika und in der Folge der globale proportional verstärken.

      The best Donald is NO Donald ;)

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Neofiskalismus – die Zeit für größere Regierungsaktivitäten ist gekommen

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Eine neue Ära vermehrter Regierungsaktivitäten hat begonnen und wird sich wahrscheinlich noch über Jahrzehnte fortsetzen, so die Analyse des Global Macro Research Teams von Insight Investment. Das Insight’s Global Macro Research Team hat für dieses Phänomen einen neuen Begriff eingeführt: „Neofiskalismus“. Damit soll eine sich abzeichnende Ära beschrieben werden, in der Regierungen durch ihre Finanzpolitik eine noch direktere und offensivere Rolle in der Wirtschaftspolitik und -steuerung ausüben. Dies steht in starkem Kontrast zu dem gegenwärtigen Modell, unter dem Zentralbanken weitestgehend in der Lage waren, geldpolitische Entscheidungen ohne politische Intervention zu treffen.

Das neoliberale Paradigma reduzierter Regierungsinterventionen in der Wirtschaft ist in Gefahr. Längerfristige Trends gingen bereits in diese Richtung, aber die Notfallpolitik, die zur Bewältigung der COVID-19-Krise angewandt wurde, hat einen möglichen Wendepunkt geschaffen. Das Global Macro Research Team hat fünf Folgen für die Märkte identifiziert:

1)
Die Anleihenmärkte könnten für einen langen Zeitraum ähnlich wie in Japan werden. Eine im historischen Vergleich relativ geringe Volatilität könnte dazu führen, dass die Suche nach Renditen die Spreads verringert und die Zinskurven abflacht.

2)
Ein Anstieg der Inflation könnte Anleiherenditen kurzfristig nach oben treiben, wenn sie eine Abschwächung der quantitativen Lockerung bewirkt. Solche Gelegenheiten dürften attraktive Einstiegspunkte sein, solange längerfristig erwartet wird, dass die Inflation nach den Finanzierungsengpässen in der Wirtschaft wieder auf den Zielwert zurückkehrt.

3)
Für Staaten ohne vollständige Kontrolle über die Währung, in der sie ihre Emissionen tätigen, sollte die Wirksamkeit der Regierung von entscheidender Bedeutung sein. Effektiv handelnde Regierungen, die in der Lage sind, die Produktivität und das Trendwachstum zu steigern, könnten das Verhältnis Schulden/BIP rascher reduzieren.

4)
Das Identifizieren von Regierungen, die in der Lage sind, das Trendwachstum zu maximieren, dürfte für die Aktienmärkte wichtig werden, da dies zu einem wichtigen Ertragsmotor wird.

5)
Unternehmen mit staatlicher Unterstützung dürften in Perioden mit Finanzierungsengpässen einen Vorteil haben.

Experte erklärt neues Phänomen des Neofiskalismus
Gareth Colesmith, Head of Global Rates and Macro Research bei Insight Investment

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Glas halb voll oder halb leer? 21 statt 33 Prozent der Betriebe stark von Corona betroffen

Claudio Kummerfeld

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Zahl von Corona stark beeinträchtigter Betriebe sinkt

Der eine sagt das Glas ist halb voll, der andere sagt es ist halb leer. Ansichtssache! So wohl auch in diesem Fall. Denn ab wann kann man sagen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit gebessert hat, dass die Coronakrise im großen Bild überstanden ist? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht. Regelmäßig befragt man 1.500 Betriebe.

Demnach berichteten für den Monat Mai 33 Prozent der Betriebe von starken negativen Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Heute meldet das IAB, dass noch 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen sprechen. Also ein Fünftel der Unternehmen ist immer noch ernsthaft von Corona beeinträchtigt, und das laut Bundesregierung vier Monate nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Krise. Der eine erachtet dies als großen Schritt in die richtige Richtung, der andere sieht darin ein Desaster, dass immer noch so viele Betriebe ernsthafte Probleme haben. Dazu hier einige Aussagen des IAB im Wortlaut:

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat“, erklärt IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Von den im Mai stark negativ durch die Corona-Krise betroffenen Betrieben sind 49 Prozent weiterhin stark betroffen. 25 Prozent der im Mai stark negativ betroffenen Betriebe geben aktuell geringe negative Auswirkungen an, 23 Prozent keine oder gleichermaßen positive wie negative Auswirkungen und 3 Prozent überwiegend positive Auswirkungen.

Am heftigsten wurde das Gastgewerbe von der Corona-Krise getroffen: Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind 45 Prozent stark negativ betroffen und 17 Prozent gering negativ betroffen.

Im Bereich Information und Kommunikation waren im Mai dagegen nur 3 Prozent der Betriebe stark negativ betroffen. Gering negativ betroffen waren 25 Prozent. Aktuell sind 5 Prozent stark negativ und 29 Prozent gering negativ betroffen.

Das Verarbeitende Gewerbe liegt dazwischen: Für den Mai berichteten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Aktuell sind 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert.

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Geldpolitik: US-Notenbank macht Nullzins langfristig fest – Werbung

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Lieber Börsianer,

gestern haben sich im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens die US-Notenbanker nochmals zur Geldpolitik eingelassen. Dabei verzichtete man erstmals auf jede Geheimniskrämerei und garantierte dem Kapitalmarkt, den gegenwärtigen Leitzins von Null langjährig beizubehalten. Die Fed wird dabei auch zumindest vorübergehend Inflationsraten oberhalb der bisher starren Inflationsgrenze von 2 % akzeptieren.

Das war nicht der ganz große Wurf der Fed. Am Aktienmarkt hatte man doch auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gehofft. So hofften die Börsianer, dass die Notenbanker nächstens ihre Anleihenkäufe nochmals ausweiten und künftig auch im Junk-Bereich (Anleihen mittlerer und schlechter Qualität) einkaufen werden. Diese Phantasie ist nach der gestrigen Notenbank-Sitzung erst einmal vom Tisch.

Trotzdem hatten die Währungshüter rund um Jerome Powell auch positive Nachrichten für uns. Mittlerweile wissen wir, die Pandemie hat sich nicht so zerstörerisch auf die US-Volkswirtschaft ausgewirkt wie zuvor befürchtet. So rechnen die Analysten der Fed nun damit, dass die Arbeitslosenrate in den USA Ende des Jahres zwischen 7 und 8 % liegen wird, aktuell übrigens 8,4 %. Zuvor war man noch von einer Rate in der Spanne zwischen 9 bis 10 % ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund sah der Offenmarktausschuss – das oberste Gremium der Fed – keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Mittel in den Markt zu pumpen. Folglich schwächelten die Aktienmärkte rund um den Globus zum Wochenausklang.

Eine Frage: Warum ist eigentlich die Geldpolitik der Fed, aber auch der EZB so immens wichtig für uns als Anleger? Warum reagieren die Märkte jedes Mal nahezu prompt auf die Einlassungen der Geldpolitiker?

Hierzu einige Hintergrund-Informationen: Die Geldpolitik bestimmt vereinfacht gesprochen, wieviel Geld die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, Verbraucher und auch Investoren in der Tasche haben. Und je lockerer oder expansiver eine Geldpolitik, desto mehr Kapital befindet sich im Wirtschaftskreislauf. Und viel Geld bedeutet letztlich immer steigende Aktienkurse.

Damit ist die Geldpolitik neben der fundamentalen Entwicklung in den Unternehmen der große und entscheidende Faktor für die Aktienmärkte. Ich behaupte, dass die Börsenhausse der vergangenen Jahre ganz wesentlich auf der lockeren…..

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