Entgegen des bisherigen Farbspiels legt sich Trump – vermutlich ungewollt – eine neue Farbe im Spektrum zu. Strahlendes Grün – und zwar so strahlend, dass Parteivorsitzende wie Robert Habeck ob des Impacts seines Tuns neidisch wird!
Trump bricht alle Koventionen
Dieser seit zwei Wochen im Amt befindliche Präsident macht entgegen der Annahme Vieler genau das, was er angekündigt hat: Er bricht mit praktisch jeder (Wirtschafts-)Konvention der letzten Jahrzehnte, die über den Freihandel eine arbeitsteilige globale Wirtschaft und damit den Großteil des – zumindest in Buchwerten widergespiegelten – Wohlstandsgewinns der Gesellschaft begründet hat. Nicht mehr, nicht weniger.
Das Experiment, das von Trump hier gewagt wird, entsteht offensichtlich wirklich zum Großteil in einem Gehirn, das sich einbildet, von Gott gesandt und somit in seinen Entscheidungen sakrosankt zu sein (siehe seine Aussagen nach dem Attentat, wonach Gott ihn habe überleben lassen, um die USA in ein „goldenes Zeitalter“ zu führen).
Auch wenn es gegen jede bisherige Wirtschaftstheorie und auch historische Erfahrung spricht, wird inzwischen auch von seiner guterzogenen Entourage im Finanzbereich die eigene Realität der orangenen Trump-Welt übernommen und nach aussen vertreten. So etwa von Finanzminster Bessent, der noch vor einem Jahr seinen Hedgefonds-Investoren mitteilte, dass Zölle inflationär seien – nur um kürzlich bei seiner Anhörung im Senat das Gegenteil zu behaupten!
Wenn auch die Auswirkungen von insbesondere Zoll- aber auch Arbeitsmarktpolitik inzwischen zumindest eine potentielle „Schmerzhaftigkeit“ durch Trump zugestanden wird, hält er das für ein nur temporäres Phänomen auf dem Weg ins US-Allmachtsparadies.
Die Frage, wie weit Trump beim eigenen Painlevel (gleichzusetzen mit dem Stand des Dow Jones) bereit ist zu gehen, wird sich erst zeigen. Es ist aber zu vermuten, dass die Hybris inzwischen auch durch einen von ähnlichen Phantasien heimgesuchten Co-Präsidenten Elon Musk in seiner visionären Entrücktheit kaum Grenzen kennen wird. Sollte versucht werden, gegen diese zu opponieren, wird das erst recht mit einer weiteren Eskalation beantwortet werden. Da sitzt die größte Wirtschafts- und Militärmacht auf diesem Planeten (und alsbald nicht nur diesem) mittel- und langfristig am längeren Ast.
Jedenfalls ist das Match angepfiffen: bei diesem Match werden sowohl die Spielregeln als auch die Spieldauer vom größten und stärksten Rabauken auf dem Feld nach Gutdünken abgeändert bzw. bestimmt. Zudem hat der Rabauke auch gleichzeitig noch vor, den Schiedsrichter nach seiner Pfeife tanzen zu lassen bzw. überhaupt die Rolle selbst zu übernehmen. Das könnte ein „kleines“ Problem für die gegnerische Mannschaft werden, aber auch die eigenen Mitspieler sowie das Publikum auf der Tribüne. Die Kosten der Zuschauerkarte vor Ort sind nämlich auch jederzeit änderbar, während alle Ausgänge verbarrikadiert werden.
Was hat Trump nun mit „Grün“ zu tun?
Die US-Wirtschaft hängt bekanntlich zu über 70% am Konsum und wurde die letzten Jahre durch die mit einer Schuldenorgien-finanzierten Rezessionsverschleppung und die damit aufgeblasenen Asset-Preise mit minimaler Marktbreite am Laufen gehalten. Der Buchwert der Assets hat dabei eine Sicherheit vorgegaukelt, die den Konsum gestützt hat. Selbst Amerikaner ohne Sparsubstanz wurden mit den Heils-Versprechungen von bald sinkenden Zinsen in eine private Verschuldungsorgie auf Basis einer Nullzins-Konditionierung der letzten 1 ½ Jahrzehnte gelockt.
Die Trump-Politik hat das Potential, alle Hoffnungen zur Implosion zu bringen: die Zinsen zur (Re-) Finanzierung des größten Schuldenbergs aller Zeiten werden sogar mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit wieder steigen. Das wiederum wird nicht nur die schon zwei Jahre auf sinkende Zinsen wartenden Schuldner unter Druck bringen, sondern auch die Asset-Blase mit einiger Wahrscheinlichkeit anstechen. Und so etwas hat die unangenehme Eigenschaft, nicht kontrollierbar zu sein, weil hier Panik das Hirn frisst.
Und dann würde das sehr schnell vorbei sein mit dem massiven Überkonsum der Amerikaner, die eines der großen Probleme für diesen Planeten und dessen Tragfähigkeit bedeuten. Produktion/Konsum bedeutet Umweltressourcen zu verwenden – und sie mit dem Abfall daraus zusätzlich zu belasten.
Da können sich Grüne noch so viele Förderungen, Subventionen oder Ge- und Verbote ausdenken – das hat global gesehen nicht mal ansatzweise die Auswirkung auf die Schonung der Ressourcen und somit die Umweltbelastung. Aber wie Trump sind Habeck und Co bereit, für ein illusorisches Ziel Wohlstand zu vernichten, mit ihrer „Energiewende ins Nichts„. Im Nachgang betrachtet könnte Trump zum größten Grünen aller Zeiten werden – also eine Gegenbewegung gegen die Ressourcen-Aserei hervorrufen.
Aber ich vermute, dass Trumps Plan darauf hinausläuft, Jerome Powell entgegen jeglicher Vernunft zum nächsten gigantischen QE-Programm zu zwingen. Was das für Verwerfungen bringen dürfte, kann allerdings noch kaum abgeschätzt werden – ausser von „seDonald“ selbstverständlich. Unter anderem der Goldmarkt scheint jedenfalls ein Inflationsszenario unter hoher Unsicherheit zunehmend einzupreisen..
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Der 47. US-Präsident Donald John Trump wurde wegen seines politischen Willens „Make Oil great again“ im November vergangenen Jahres gewählt. Trump als grünen Politiker zu bezeichnen, erfüllt den Tatbestand der politischen Beleidigung der Vereinte Nationen (UN).
3 100 Prozent Proganda“System-Agitatoren“ bei Finanzwelt, „Quote“ erfüllt
Ein Gedanke dazu. Hält Donald bei den Verhandlungen insgeheim den Wall Street Spiegel vor?
Wenn ihr nicht,dann säuft die Wall Street ab. Mir ist das Wurscht. Ihr wisst die Konsequenzen.
Weltwirtschaftskrise als Druckmittel?
Zolldrohung. Dow zuckt nach unten. Dadurch, Signal gefällt uns nicht. Verhandlungspartner geben nach. Zolldrohung ausgesetzt. Dow zuckt nach oben.
Auf jedenfalls endlich wieder Trampelzeiten.