USA und Iran steuern auf neue Gespräche zu, während sich die Lage in der Straße von Hormus weiter zuspitzt und die globale Energiekrise verschärft. Der Konflikt belastet die diplomatischen Bemühungen zunehmend und erhöht den Druck auf beide Seiten. US-Präsident Donald Trump treibt die Verhandlungen voran und sieht ein mögliches Ende des Krieges in greifbarer Nähe. Die kommenden Tage könnten entscheidend für eine Verlängerung der Waffenruhe oder eine weitere Eskalation sein.
Iran-Krieg: Trump drängt auf Gespräche
Donald Trump drängt im Iran-Konflikt auf eine zweite Runde von Friedensgesprächen, während sich die Konfrontation in der Straße von Hormus zuspitzt und die globale Energiekrise verschärft. Ziel ist es, weitere Verhandlungen zu führen, bevor eine Waffenruhe am 7. April in der kommenden Woche ausläuft, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Laut einem Bloomberg-Bericht sieht ein Vorschlag vor, erneut nach Pakistan zu reisen, wo bereits am vergangenen Wochenende erste Gespräche stattfanden, wobei auch andere Orte geprüft werden. Ob der Iran die Initiative gleichermaßen vorantreibt, ist derzeit unklar.
US-Präsident Donald Trump erklärte laut New York Post, die Gespräche könnten „in den nächsten zwei Tagen“ in Pakistan wieder aufgenommen werden. Damit würde an eine langwierige, jedoch ergebnislose Sitzung am Samstagabend in Islamabad angeknüpft. In einem Interview mit Fox Business betonte Trump erneut, er sehe den Krieg als „nahezu beendet“. Die letzte Gesprächsrunde hat jedoch gezeigt, dass Teheran und Washington in zentralen Punkten weiterhin weit auseinanderliegen.
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Gegenüber ABC News sagte Trump zudem, er denke derzeit nicht darüber nach, die Waffenruhe über den 22. April hinaus zu verlängern, und prognostizierte „zwei erstaunliche Tage“. Gleichzeitig ließ er offen, ob die USA weiterhin an Verhandlungen zur Sicherung eines Abkommens mit dem Iran festhalten oder ihre Streitkräfte ohne Friedensplan abziehen würden.
„Es kann in beide Richtungen ausgehen, aber ich halte ein Abkommen für vorzuziehen, weil sie dann ihr Land wieder aufbauen können“, sagte Trump. „Sie haben jetzt wirklich ein anderes Regime. Egal wie, wir haben die Radikalen ausgeschaltet.“
Blockade der Straße von Hormus
Die USA haben eine rund um die Uhr durchgesetzte Blockade mit einer Flotte von mehr als zwölf Schiffen organisiert. Dazu gehören Zerstörer sowie das amphibische Angriffsschiff USS Tripoli, begleitet von F-35-Kampfjets und Marineeinheiten für Enteroperationen. Auch das Küstenkampfschiff USS Canberra ist im Einsatz und könnte beim Räumen von Seeminen unterstützen.
Ein US-Beamter erklärte, die Schiffe seien im Golf von Oman konzentriert und nicht direkt an der iranischen Küste oder in der Straße von Hormus positioniert. Diese Verteilung verschaffe den USA mehr Bewegungsfreiheit und erleichtere die Versorgung, während gleichzeitig das Risiko durch iranische Anti-Schiffs-Raketen reduziert werde und bei Bedarf Entereinsätze möglich blieben.
Das US-Finanzministerium kündigte zudem an, eine Ausnahmeregelung für den temporären Kauf bestimmter iranischer Rohölmengen an diesem Wochenende auslaufen zu lassen. Eine ähnliche Ausnahme für russisches Öl war bereits in der vergangenen Woche ausgelaufen, um die globalen Energieschocks infolge des seit sechs Wochen andauernden Krieges abzumildern.
Iran erwägt laut einer mit den internen Beratungen vertrauten Person eine kurzfristige Pause von Lieferungen durch die Meerenge, um die US-Blockade nicht zu provozieren und neue Friedensgespräche nicht zu gefährden.
Marktreaktionen und globale Auswirkungen
Die Hoffnung auf neue Gespräche ließ die globalen Aktienmärkten in den letzten beiden Tagen deutlich steigen, während die Ölpreise leicht nachgaben. Der US-Leitindex S&P 500 notiert inzwischen weniger als ein Prozent unter seinem Rekordhoch vom Januar. Brent-Rohöl fiel den zweiten Tag in Folge auf rund 95 US-Dollar pro Barrel. Dennoch befinden sich die Preise für Benzin und Diesel in den USA auf saisonalem Rekordniveau, was Verbraucher vor der Sommerreisesaison belastet.
Der Krieg hat die Energieinfrastruktur im Golf beschädigt und die Öl- und Gasversorgung über die Region hinaus gestört. Dies hat die Märkte verunsichert und Ängste vor einer globalen Inflationskrise ausgelöst. Steigende Preise für Produkte wie Kerosin und Benzin setzen die Verbraucher bereits unter Druck, wie die Internationale Energieagentur (IEA) am Dienstag mitteilte. Sie verweist auf den ersten jährlichen Rückgang der globalen Ölnachfrage seit 2020.
Die neuen Bemühungen um Gespräche zeigen, dass beide Seiten trotz des Scheiterns der ersten Verhandlungsrunde in Pakistan weiterhin auf Diplomatie setzen. US-Vizepräsident JD Vance erklärte bei einer Veranstaltung, es habe Fortschritte gegeben, doch Trump wolle „kein kleines Abkommen, sondern den großen Deal“. Ob er diesen bekommt, bleibt ungwiss.
Die Schweiz hat angeboten, diplomatische Bemühungen zu unterstützen, nachdem sie bereits vor Kriegsbeginn Ende Februar Gespräche zum iranischen Atomprogramm ausgerichtet hatte.
Geopolitische Spannungen bleiben hoch
Die Kampfhandlungen sind seit der Waffenruhe weitgehend abgeflaut, mit Ausnahme des Libanon, wo Israel weiterhin gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah vorgeht. Gespräche zwischen Israel und dem Libanon begannen am Dienstag in Washington, um diesen parallelen Konflikt zu adressieren, der laut libanesischen Behörden mehr als 2.000 Menschenleben gefordert hat.

Diese Gespräche sind von den US-Iran-Verhandlungen getrennt und Teil eines umfassenderen Ansatzes, den Einfluss Irans über die Hisbollah einzudämmen, wie ein US-Beamter erklärte.
Israels Geheimdienstchef kündigte weitere verdeckte Operationen an, um die iranische Regierung zu destabilisieren, was darauf hindeutet, dass der Konflikt zwischen beiden Ländern auch bei einem möglichen US-Iran-Abkommen fortbestehen könnte. „Unsere Mission ist noch nicht abgeschlossen“, sagte Mossad-Chef David Barnea in einer Rede.
Die Blockade der Straße von Hormus stellt zudem eine Belastungsprobe für die Stabilität der Waffenruhe dar. Die USA erklärten, dass am ersten Tag der Durchsetzung sechs Handelsschiffe den Anweisungen folgten, umzudrehen und einen iranischen Hafen erneut anzulaufen.
Ein unter US-Sanktionen stehendes und mit China verbundenes Schiff verließ die Straße von Hormus in Richtung Golf von Oman und testete damit die Blockade. Unklar blieb, ob der Tanker „Rich Starry“ zuvor iranische Häfen angelaufen hatte.
Die Störungen bergen Risiken für China als größten Abnehmer iranischen Öls, das sich ebenfalls für eine Waffenruhe ausgesprochen hat. Indiens Premierminister Narendra Modi erklärte, er habe das Thema mit Trump besprochen und damit die Belastung für große Importländer hervorgehoben. Das Weiße Haus bestätigte das Gespräch, nannte jedoch keine weiteren Details.
FMW/Bloomberg
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Ein gutes Beispiel dafür …das die Börsen hauptsächlich virtuell sind …und selten etwas mit der Realität zu tun haben…
Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt…
Im jüngsten Zeitfenster sind die Märkte wieder sehr optimistisch….