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Trump droht Iran und sendet Flotte

Donald Trump entsendet eine Flotte Richtung Iran und droht dem Land. Damit steigt die geopolitische Spannung wieder an.

USS Abraham Lincoln
USS Abraham Lincoln. Foto: U.S. Navy/Getty Images

Nach dem Angriff in Venezuela und der Verhaftung von Präsident Maduro ist jetzt der Iran an der Reihe? Aktuelle Aussagen pushen die geopolitische Anspannung in der Golf-Region. Präsident Donald Trump hat seine Drohungen, militärische Gewalt gegen die iranische Führung anzuwenden, angesichts der gewaltsamen Unterdrückung landesweiter Proteste wieder aufgegriffen und am späten Donnerstag erklärt, dass eine Armada von Schiffen der US-Marine auf dem Weg in den Nahen Osten sei.

„Wir haben eine große Flotte, die in diese Richtung fährt, und wir werden sehen, was passiert“, sagte Trump laut aktueller Bloomberg-Meldung am späten Donnerstag gegenüber Reportern an Bord der Air Force One, als er aus Davos zurückkehrte. „Ich würde es vorziehen, wenn nichts passiert, aber wir beobachten sie sehr genau.“

Die neue Warnung kommt, nachdem Trump eine frühere Zusage, den Iran anzugreifen, zurückgenommen hatte, nachdem er gesagt hatte, er habe die Zusicherung erhalten, dass der Iran die geplanten Hinrichtungen von Hunderten von Demonstranten nicht durchführen werde. Teheran hat die USA und Israel – die im vergangenen Jahr Angriffe auf iranische Nuklearanlagen durchgeführt haben – vor jeglichen Versuchen gewarnt, sich einzumischen, um die Proteste zu unterstützen.

Entgegen Trumps Behauptungen, der Iran habe die Hinrichtungen politischer Gegner der Regierung eingestellt, ist die Zahl der Menschen, die bei der Niederschlagung der Proteste getötet wurden, laut Menschenrechtsgruppen stark angestiegen. Ein Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen sagte, die Gesamtzahl könnte bei mehr als 20.000 liegen.

Die groß angelegten Proteste, die größte Bedrohung für das herrschende Regime im Iran seit Jahrzehnten, wurden zunächst in Teheran durch den Zusammenbruch der Landeswährung ausgelöst und breiteten sich dann landesweit aus, begleitet von Forderungen nach einem Ende der Herrschaft des Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei.

FMW/Bloomberg



Claudio Kummerfeld

Über den RedakteurClaudio Kummerfeld

Claudio Kummerfeld hat langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.

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2 Kommentare

  1. Als Israel zehntausende Zivilisten im Gazastreifen ermordete, entsandten die Amerikaner keine Flotte, um die Zivilisten zu schützen im Gegenteil, sie lieferten weitere Bomben, durch die noch mehr Zivilisten starben.

    1. chose your empire

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