Der Handelskrieg eskaliert immer weiter. Ausgelöst durch Zölle von Donald Trump, haben die betroffenen Länder Gegenzölle erhoben. So gab es erst am Donnerstag letzter Woche Ankündigungen von Kanada und EU entsprechende Ankündigungen. Und Trump kam sofort auf 180 mit einer neuen Drohung von 200 % Zölle auf Spirituosen aus der EU. Aber jetzt legt er weiter nach!
Präsident Donald Trump kündigte an, dass er am 2. April sowohl umfassende gegenseitige Zölle als auch zusätzliche sektorspezifische Zölle einführen werde. Bloomberg berichtet hierzu: Trump erklärte gegenüber Reportern an Bord der Air Force One, dass „in bestimmten Fällen beide“ Arten von Abgaben auf ausländische Waren erhoben würden, die in die USA importiert werden.
„Sie belasten uns und wir belasten sie und zusätzlich zu den Zöllen auf Autos, Stahl und Aluminium werden wir weitere Zölle erheben“, sagte Trump am Sonntag. Die Äußerungen signalisieren, dass Trump plant, ein aggressiveres Zollsystem voranzutreiben, trotz anfänglicher Schritte, die die Finanzmärkte erschüttern und Allianzen belasten.
Trump hat bereits früher gesagt, dass seine Regierung sogenannte reziproke Zölle vorbereitet – die Importe aus jedem Land mit einem Zollsatz treffen würden, der auf der Grundlage einer Berechnung unter Einbeziehung der eigenen tarifären und nichttarifären Handelshemmnisse festgelegt wird.
Der Präsident hat aber auch gesagt, dass er wichtige US-Industrien wie die Automobil-, Stahl-, Aluminium-, Mikroprozessor- und Pharmaindustrie vorbereiten will. Es ist nicht klar, ob diese sektoralen Zölle in das System der gegenseitigen Zölle integriert oder zusätzlich zu diesem erhoben werden sollen. „Der 2. April ist ein befreiender Tag für unser Land“, sagte Trump. “Wir bekommen einen Teil des Reichtums zurück, den sehr, sehr dumme Präsidenten verschenkt haben, weil sie keine Ahnung hatten, was sie taten.“
Trump hat bereits einen Zollsatz von 20 % in China sowie eine Abgabe von 25 % auf Stahl und Aluminium eingeführt. Er kündigte auch einen Zollsatz von 25 % auf kanadische und mexikanische Waren an, bot jedoch anschließend eine einmonatige Verlängerung für Waren an, die dem nordamerikanischen Handelsabkommen, bekannt als USMCA, entsprechen, das während seiner ersten Amtszeit ausgehandelt wurde. Trump hat auch gesagt, dass kanadische Energie und Kalium, ein wichtiger Dünger, nur mit einer Steuer von 10 % belegt werden würden.
FMW/Bloomberg
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Moin, moin,
es ist schon verwunderlich, wie die EU mit ihrer Bevölkerung von ca. 450 Millionen sich von Trump durch den Ring treiben lässt. Addiert man hierzu noch Kanada und Mexiko, so wird es immer unverständlicher.
Schritt 1 der EU wäre bspw. eine Aufnahme von Kanada und Mexiko in eine erweiterte EU.
Schritt 2 der EU könnte sein, „Hallo Herr Trump, wir die EU kaufen keine F35 etc. mehr, jetzt wird nur noch innerhalb der EU Geld ausgegeben“.
etc. pp.
M.E. kommt das an, da dann die dortigen Industriebosse sich direkt bei Trump melden. Alles andere und „Verhandlungsrunden“ versteht er nicht.
@asyoulike da funktioniert zwar theoretisch, aber das Problem ist, für die USA existiert die EU gar nicht, da sie de Facto kein souveräner Staat ist. Die führen nur Verhandlungen mit den einzelnen Staaten. Außerdem ist die EU ein zahnloser Tiger ein reines technokratisches Konstrukt, ohne jegliches Machtinstrument.