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Aktuelle Aussage Trump: Fed-Zinsen müssen sinken – oder er stellt den Handel mit vielen Ländern ein

Donald Trump. Foto: Samuel Corum/Sipa/Bloomberg

Donald Trump versucht die US-Notenbank zu erpressen? Was, wie? Dass er unbedingt richtig niedrige Zinsen sehen will, damit sich die Amerikaner billig verschulden können, ist seit geraumer Zeit bekannt. Extra wegen dieser Agenda hatte Trump Kevin Warsh bei der Federal Reserve ins Amt gebracht. Aber Warsh zeigt sich unabhängig und tendiert eher zu Zinserhöhungen. Das bringt Trump derzeit „auf die Palme“. Nun droht er mit obskuren und katastrophalen Maßnahmen, wenn die Fed nicht das macht, was er will. So will er den Handel mit Ländern einstellen, denen gegenüber die USA ein Handelsdefizit aufweisen.


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Dazu postete Trump um 15:41 Uhr auf Truth Social (übersetzt): Soeben wurden hervorragende Beschäftigungszahlen bekannt gegeben, die alle Schätzungen (außer meiner!) um das Doppelte oder Dreifache übertreffen – und das ist noch lange nicht alles! Die Arbeitgeber haben im August 162.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Senkt die Zinsen, denn die USA sind heute ein viel kredittüchtigeres Land als noch vor kurzer Zeit! EIN STARKES LAND BEDEUTET EINEN NIEDRIGEREN ZINSSATZ – ES IST EIN BESSERER KREDITNEHMER… Ganz einfach! Wir sollten den NIEDRIGSTEN ZINSSATZ aller Länder der Welt haben, so wie „in den guten alten Zeiten“. Ohne die Zustimmung der Vereinigten Staaten, ihnen ihre großen Überschüsse zu gestatten – und das könnten wir sofort unterbinden –, würden sie finanziell nicht mehr zur ELITE gezählt! SENKT DEN ZINS, ODER ICH STELLE DEN HANDEL MIT LÄNDERN EIN, GEGENÜBER DENEN WIR EIN DEFIZIT HABEN – was der Oberste Gerichtshof der USA in seiner lächerlichen und sehr kostspieligen Zollentscheidung nachdrücklich bestätigt hat: „Der Präsident“ hat das uneingeschränkte Recht, dies zu tun. DAS IST BESSER ALS ZÖLLE! Der Vorstand der Fed muss mit seinem großartigen neuen Vorsitzenden klug handeln – SEID ENDLICH EINMAL PATRIOTEN. Hohe Zinssätze versetzen die USA in eine äußerst unfaire Nachteilssituation, und das werde ich nicht zulassen! Präsident DONALD J. TRUMP



Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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3 Kommentare

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Trumps wahre Angst ist ….das die Blase in seiner Amtszeit platzt…deshalb will er sehr geringe Leitzinsen…

    Denn hohe Zinsen und hohe Bewertungen…das ist der perfekte Mix für den Crash…wobei die Zinsen schon auf über 5,5 Prozent steigen müssen…in der amerikanischen Umlaufrendite…damit zum Abverkauf kommt….

    Im Moment rentieren wir noch einhundert Basispunkte tiefer…aber Trump baut schon mal vor….

    1. Die Blase ist schon geplatzt, was man mit KI-Investitionen überdeckt.
      Es ist immer zeitverzögert. Die Zinserhöhungen seit 2022 und die Reduzierung der FED Bilanz wird jetzt langsam seine Wirkung entfalten. Die geschäftsbanken hinter der FED, die die Anteile halten, verursachen seit FED Gründung immer wieder Rezessionen und Boomphasen. Pure Absicht zur Bereicherung eines kleinen Clubs…

  2. Trump der grösste Förderer der Brics

    Der Wirtschafts- Analphabet hat noch nicht gemerkt,dass die Leitzinsen schon lange fallen und die Marktzinsen genau deswegen steigen, wegen fehlender Inflationsbekämpfung. Sein Handelsbilanzdefizit ist doch sowieso ein Witz, die Amis kaufen mehr Güter in der Restwelt und finanzieren die Schulden über Anleihenkäufe, somit sind die US- Käufe theoretisch geschenkt. Soll er doch den Handel mit Anleihen auch verbieten, die EU und andere Käufer der US- Aktien und Anleihen sollten diesen Trumpf sowieso stärker ausspielen, den bisher nur die schlauen Chinesen anwenden. Der US- Aktiencrash wäre blitzartig perfekt.
    Einmal mehr ist er in der Zwickmühle, wenn er sich mit Warsh anlegt könnte er mit dem schwerreichen Schwiegervater von Warsh einen der grössten Sponsoren der Republikaner verlieren.
    Trump ist ein totaler Versager, die mächtigen Ölmärkte und die Anleihenmärkte kann er höchstens kurzfristig manipulieren. Es ist Zeit,dass sich der grösste Finanzplatz der Welt hinterfragt wieso zwei Finanzversager mit Trump und Hegseth dieses Land in den Ruin führen können.Dieses Politsystem ist wie auch in De sehr krank.Dass der hochkriminelle Milliardenabzocker dem gemeinen Volk noch Feiertage streichen will ist wohl der absolute Gipfel der Dekadenz.
    Auch Dr. Sebastian sollte wissen, dass tiefere Leitzinsen kontraproduktiv sind.

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