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Trump-Finanzminister: Powell soll im Mai ganz bei der Fed verschwinden

Jerome Powell ist zwar ab Mai 2026 nicht mehr Fed-Chef, könnte aber weitere zwei Jahre in der Notenbank bleiben. Das ist nicht erwünscht.

Fed-Chef Jerome Powell
Fed-Chef Powell. Foto: Federal Reserve

Am 15. Mai 2026 endet die Amtszeit von Jerome Powell als Vorsitzender der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Donald Trump scheint es nicht verknusen zu können, dass er Powell nicht entlassen kann. Unzählige Male hat er ihn in den letzten Monaten beleidigt und gedrängt die Zinsen zu senken – ohne Erfolg. Nun muss er noch zehn Monate durchhalten, bis Powell endlich regulär aus dem Amt scheidet. Aber er könnte weiterhin im Notenbankrat bleiben nach dem Ende seines Vorsitzes.

Nach Ansicht von US-Finanzminister Scott Bessent sollte Fed-Chef Jerome Powell nach Ablauf seiner Amtszeit als Vorsitzender der US-Notenbank im Mai 2026 auch seinen Sitz im Gouverneursrat aufgeben. “Traditionell tritt der Fed-Vorsitzende auch als Gouverneur zurück”, sagte Bessent heute in einem Interview mit Bloomberg Surveillance. “Es wurde viel darüber gesprochen, dass ein Schatten-Fed-Vorsitzender vor seiner Ernennung für Verwirrung sorgen könnte. Und ich kann Ihnen sagen, dass es meiner Meinung nach für den Markt sehr verwirrend wäre, wenn ein ehemaliger Fed-Vorsitzender bleiben würde.”

Powells Amtszeit als Vorsitzender der US-Notenbank endet im Mai 2026, seine Amtszeit als Gouverneur jedoch erst im Januar 2028. Theoretisch könnte er somit auch nach Ende seiner Zeit als Vorsitzender an geldpolitischen Entscheidungen der Notenbank teilnehmen. Powell selbst hat sich bislang nicht dazu geäußert, ob er als Gouverneur weitermachen würde. Dieses Schweigen erschwert die Planungen von Präsident Donald Trump und seinem Team, die im kommenden Jahr eine neue Fed-Führung aufstellen wollen.

Es gebe bereits einen “formellen Prozess”, um einen Kandidaten für den Posten des nächsten Fed-Vorsitzenden zu finden, sagte Bessent. “Es gibt viele gute Kandidaten innerhalb und außerhalb der Federal Reserve.” Auf die Frage, ob Trump ihn selbst als möglichen Nachfolger Powells in Betracht ziehe, sagte Bessent: “Ich bin Teil des Entscheidungsprozesses.” Letztlich sei es aber die Entscheidung von Präsident Trump – “und das Tempo bestimmt er.”

FMW/Bloomberg



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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2 Kommentare

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Trump und seine „Spießgesellen“ sind nicht blöd…

    Und das Beispiel Herbert Hoover ist jedem Schulkind in Amerika bekannt…

    Nur durch eine „geldpolitische Taube“ -an der Fed- Spitze- kann der längst überfällige Crash hinausgezögert werden…

    Zinsen auf Null setzen und das Anwerfen der Druckerpresse…mehr fällt denen da oben nicht mehr ein…

    Der Goldpreis wird dann die 5 000 Dollarmarke nach oben durchbrochen haben…

    Gold spiegelt das weltweite Mißtrauen gegenüber den Notenbanken wieder…

    Es hat weniger spekulative Gründe ,warum der Goldpreis so stark steigt..es ist das Mißtrauen gegenüber einem geldpolitischen System, das jede Krise mit einer Inflationierung der Vermögenspreise begegnen will…

    Sie können das in den jeweiligen Notenbanken- Bilanzen sehr schön sehen…gab’s mal irgendwo irgendein Problem ,wurde die Geldmenge sehr stark ausgeweitet…

    Gold ist die Vermögensabsicherung….für den kleinen Mann…(oder Frau)..und gehört folglich in jedes Depot…

    1. in 10 Monaten ist die Schuldenrolle 25 um und auch die Zölle sollten faktisch sein. Faktisch wird dann auch der Schuldenzuwachs alleine wegen der Kapitalmarktzinsen sein, und dann erst kommt die tolle Bill, die den Nachbrenner erst so richtig zündet.

      Anschnallen und Helm tragen sind das mindeste

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