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Trump fordert Europa auf endlich kein Öl mehr aus Russland zu kaufen

Donald Trump zeigt sich recht hilflos, da Putin weiter Krieg führt. Europa solle endlich aufhören Öl in Russland zu kaufen.

Donald Trump
Donald Trump. Foto: Neil Hall/EPA/Bloomberg

Donald Trump wirkt ziemlich hilflos, wenn es um Wladimir Putin geht. Eigentlich wollte er nach Amtsantritt den Krieg Russlands gegen die Ukraine schnell beenden, aber daraus wurde nichts. Putin macht einfach weiter. Nun soll Europa doch bitte aufhören Öl aus Russland zu kaufen, dann wird das schon mit dem Kriegsende.

Donald Trump hat Wladimir Putin scharf kritisiert und erklärt, der russische Präsident habe ihn “wirklich enttäuscht”. Zugleich machte er deutlich: Wer von den USA mehr Engagement in Sachen Ukraine erwarte, müsse aufhören, russisches Öl zu kaufen, so Bloomberg News. Weiter wird berichtet: “Sehr einfach: Wenn der Ölpreis fällt, wird Putin aussteigen”, sagte Trump am Donnerstag nach einem Treffen mit dem britischen Premierminister Keir Starmer. “Er wird keine Wahl haben. Er wird aus diesem Krieg aussteigen.”

Trump stellte in Aussicht, auch andere Maßnahmen gegen Putin zu erwägen. Doch knüpfte er dies klar an die Bedingung, dass die Verbündeten ihre Käufe von russischer Energie beenden. “Ich bin bereit, andere Dinge zu tun, aber nicht, wenn die Leute, für die ich kämpfe, Öl aus Russland kaufen”, erklärte er.

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Direkte Ölimporte aus Russland haben die meisten europäischen Staaten seit dem Beginn der Invasion 2022 gestoppt. Allerdings fließt weiterhin eine kleine Menge in einige Binnenstaaten Osteuropas wie Ungarn.

Komplexer ist die Lage bei verarbeiteten Kraftstoffen wie Diesel. Europa, das einen Teil seines Bedarfs importieren muss, kauft große Mengen in Indien und der Türkei. Beide Länder beziehen Rohöl aus Russland, verarbeiten es und verkaufen es mit Gewinn ins Ausland. Diese Käufe sind derzeit erlaubt, sollen aber ab Anfang nächsten Jahres verboten werden. Wie genau das Verbot umgesetzt wird, ist noch offen.

Ölhändler sind seit Wochen nervös – wegen der US-Bemühungen, Russlands Ölexporte zu bremsen, und wegen ukrainischer Drohnenangriffe auf russische Energieanlagen. Bisher hat dies den Markt nicht entscheidend belastet: Der Ölpreis bewegt sich seit Anfang August stabil zwischen 65 und 70 Dollar pro Barrel. Indien setzt seine Einkäufe von russischem Öl fort.

Die Europäische Union prüft zudem Möglichkeiten, russisches Flüssigerdgas schneller aus dem Markt zu drängen. Nächste Woche könnte es am Rande der UN-Generalversammlung in New York auch zu einem Treffen zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj kommen.

Ein Vorschlag aus den USA sieht vor, Sekundärzölle von bis zu 100% auf Waren aus China und Indien einzuführen sowie weitere Handelsbeschränkungen. Ziel wäre es, den russischen Energiefluss einzudämmen und den Transfer von Technologien mit doppeltem Verwendungszweck nach Russland zu verhindern.

Harte Maßnahmen wie ein kompletter Stopp der Energiekäufe dürften jedoch auf Widerstand stoßen. Einige Länder könnten EU-weite Beschlüsse blockieren. Damit bleiben die Gespräche festgefahren – und es stellt sich die Frage, ob Trump, der lange ein freundschaftliches Verhältnis zu Putin gepflegt hat, überhaupt zu einer Druckkampagne bereit ist.

Großbritanniens Premier Starmer sagte: “Ich denke, es ist eine Herausforderung für Europa”. Er führte aus: “Es gibt eine Reihe europäischer Länder, die zu abhängig von Energie aus Russland sind.”

FMW/Bloomberg



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5 Kommentare

  1. Das OPEC+-Mitgliedsland Russische Föderation hat aktuell einen Einbruch von ca. 25% im Ölgeschäft zu verzeichnen./Quelle: n-tv-Teletext. Vielleicht gibt es für Staatspräsident Dr. Wladimir Putin diesbezüglich Auswege im Zusammenhang mit BRICS und der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit. Der 47. US-Präsident Donald John Trump könnte im Rahmen seines geplanten Telefonats mit Staatspräsident Dr. Putin daran erinnern, daß Wladimir Putin ihm einen Zugang zum russischen Öl in Form von Offshore-Ölförderung an der Krim-Küste zusagte. Präsident Trump wird wissen, daß sich ein eventuell zu niedriger Ölpreis auf die Fracking-/Schieferölindustrie auswirken könnte.

  2. Kennen wir schon bei Gas. Wir kaufen dann russisches Öl über Zwischenhändler oder aus den Usa. Abgesehen davon könnte dieser Zwischenhändler oder Die Usa ja auch einen Krieg beginnen.
    Die Abhängigleit bleibt weshalb man sich alle Türen offen halten muss und sich um moralische Dinge nicht kümmern kann.

  3. Trump wird Gar Nichts Tun, ebenso wenig wie die Ami in der NATO. Oder Glaubt Irgendjemand, das unter Trump der Ami gegen Russland vorgeht, wegen Europa( Europa weg, dann nur noch 3 Großmächte )Trump ist doch Voll auf Oligarchen Linie ( Vorbilder Putin, Xi und N-Korea )Wenn Trump oder Europa den Krieg beenden wollten, hätten Sie nur Alle Olligarchen Konten einfrieren/ enteignen müssen

  4. und außerdem sind Alle (Xi, Putin,KimUn sogar Erdogan)Schlauer als Trump(Bankrottunternehmer auf Pump)the Big Dealmaker🤮🤮🤣

  5. Imm Namen seiner Vasallen hat Donald t. gestern Russland den Krieg erklärt und Liebesbekundungen seiner europäischen Untergeben erhalten. Im Kampf für Frieden, Freiheit und Demokratie schreitet Herr Trump voran, belegt Russland mit Zöllen, die Russland in die Knie zwingen werden und fordert zurecht gleiches von Europa. Ich schaue die Meldungen nicht auf Weihnachtsmann TV, sondern auf Sendern mit laufenden Schlagzeilen. Also direkt nach den Meldungen über neue Insolvenzen folgen die Jubelarien, dass Donald dem Putin, quasi mit Handlungsvollmacht, den Krieg und Sanktionen verkündet hat bzw. ernsthafter als je zuvor darüber nachzudenken, ob er es wirklich in erwägung zieht. Ich hoffe der Markus F. wird heute ein Video machen, um dem Donaldo zu huldigen und zum nun sicheren Friedensnobelpreis in spe zu gratulieren. DAX 40.000 zum Jahresende, lautet meine defensive und vorsichtige Prognose.

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