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Weißes Haus + CBS-Bericht aktuell Trump entlässt Powell in Kürze? Offizielle Aussagen und mehr! UPDATE 18:05 Uhr

Eine Entlassung des Fed-Chefs Powell durch Donald Trump bahnt sich an. Dazu bräuchte er aber einen "Wichtigen Grund".

Fed-Chef Jerome Powell
Fed-Chef Powell. Foto: Federal Reserve

Achtung: Update am Ende des Artikels! Vor wenigen Augenblicken kam es über den Bloomberg-Ticker: „Trump wird Powell wahrscheinlich bald entlassen, sagt ein Beamter des Weißen Hauses.“ (trump likely to fire powell soon, white house official says). Trump habe aber noch keine finale Entscheidung getroffen, so ein Offizieller, der um Anonymität bat. Hier weitere Aussagen basierend auf einem aktuellen CBS-Bericht: Präsident Trump hat gestern eine Gruppe republikanischer Abgeordneter gefragt, ob er den Vorsitzenden der US-Notenbank Jerome Powell entlassen solle – und die Anwesenden stimmten laut mehreren direkt informierten Quellen zu. Mehrere sagten, Trump habe angedeutet, dass er dies tun werde. So berichtet es aktuell der US-Sender CBS.

Aktuell sehen wir den Goldpreis ansteigen und Aktienkurse fallen aufgrund dieser Nachricht. Eigentlich ist die Fed unabhängig, und Jerome Powell kann nicht entlassen werden. Oder doch? Die Idee, dass ein Präsident den Vorsitzenden der Fed entlässt, ist laut CBS rechtlich ungetestet. Laut US-Bundesgesetz könne der Vorsitzende nur „aus wichtigem Grund“ entlassen werden. Diese Maßnahme könnte schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben, so CBS.

Wir meinen: Das wäre ein Erdbeben! Alleine der Versuch von Trump, Powell zu entlassen, würde ausreichen für ein Erdbeben an der Börse. Aktien runter, Gold rauf, Anleiherenditen in den USA rauf – das könnten die Folgen sein. Quellen innerhalb der Regierung teilten CBS News mit, dass der Präsident in öffentlichen und privaten Äußerungen die Möglichkeit einer Entlassung aus wichtigem Grund zur Sprache gebracht habe, dass das Weiße Haus jedoch noch keine formelle Rechtsgrundlage geschaffen habe.

CBS schreibt aktuell auch: Die Trump-Regierung hat versucht, den Druck auf Powell zu erhöhen, indem einige Regierungsbeamte die Fed öffentlich beschuldigten, ein milliardenschweres Projekt zur Renovierung ihres Hauptsitzes in Washington schlecht geführt zu haben – eine Behauptung, die Powell zurückgewiesen hat. FMW: Das könnte vielleicht eine Grundlage sein, um einen Entlassungsversuch zu starten.

Seit Monaten beschimpft und beleidigt Trump Powell massiv. Und er fordert ihn ständig dazu auf endlich die Zinsen zu senken, wogegen sich Powell wehrt. Donald Trump ist – so meine bescheide Meinung – auch diese Dummheit zuzutrauen, dass er tatsächlich versucht Powell zu entfernen. Egal ob das funktioniert oder nicht – der Schaden wäre massiv. Das Vertrauen internationaler Anleger in den Finanzplatz USA wäre erschüttert.

UPDATE von 18:05 Uhr: Um 17:56 Uhr sagte Donald Trump, er plane keine Entlassung von Jerome Powell – es sei denn es gebe Betrug bei der Renovierung des Fed-Gebäudes. Man spreche auch nicht über eine Entlassung. Dass er ihn entlasse, sei höchst unwahrscheinlich. Er habe mit Abgeordneten über das „Konzept“ einer Entlassung gesprochen. Trump: Er glaubt Powell werde bereits überprüft.



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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2 Kommentare

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Holt Trump jetzt einen zweiten „Kuroda“ an die FED Spitze..?

  2. …wenn man ganz ehrlich ist, ist es eigentlich nur eine Nachricht, wenn es de facto so ist, dass Powell entlassen wurde…alles von könnte, sollte, müsste ist keine Nachricht und auch eigentlich keine Nachricht wert…da werden sich gestern einige die Taschen schön voll gemacht haben…schade das da alle immer auf den Bloomberg-Zug mit aufspringen müssen…seriös ist das alles nicht mehr…und wie ich mittlerweile den Spruch hasse…“sagt ein Beamter des weißen Hauses“ oder „drei darin involvierte Personen, die unbekannt bleiben wollen“…

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