Donald Trump führt den Staatskapitalismus ein – und damit werden die USA China immer ähnlicher! Sprach man früher von einer Konkurrenz der Systeme zwischen den USA und China, so ist das mit Trump nur noch eine strategische Konkurrenz – weswegen der US-Präsident ja stets betont, dass er sich sehr gut mit Xi Jinping verstehen würde! Die Trump-Regierung will Anteile am strauchelnden US-Chip-Konzern Intel übernehmen, zuvor waren erstmals „Export-Zölle“ gegen amerikanische Firmen verhängt worden (Nvidia und AMD). Das alles ist keine wirklich freie Wirtschaft mehr in den USA – und die Folgen werden sich in einem Niedergang der Wirtschaft zeigen. So wie in China, wo die immer stärkere Kontrolle der Wirtschaft und die Bevorzugung von (besonders gut kontrollierbaren) Staatsfirmen zu immer mieseren Wirtschafsdaten führt..
Hinweise aus Video:
1. China: Konjunktur bremst wegen Handelskrieg deutlich ab
2. Trump-Putin-Treffen: DAX-Anleger hoffen auf Kursfeuerwerk
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Erinnert sich noch jemand an die Tea Party…?
Die forderte damals höhere Zinsen und eine Rücknahme der QE Programme ,um Ben Bernanke…September 2012..
Außerdem sollte die gesetzliche Krankenversicherungspflicht wieder entfallen, weil diese das Prinzip der Freiwilligkeit verletzt und zu steigenden Beiträgen führt..
Ausgerechnet die Tea Party war es,die Trump schon Anfang 2013 vorschlug, nachdem Mitt Romney so kläglich gegen Obama gescheitert war…
Trump beerdigt nun alle Ideen der freien Marktwirtschaft..und die Tea Party ist Geschichte!
„USA wird China immer ähnlicher“ Na, das wird @Helmut freuen!
Hallo Herr Fugmann, ich bin ein Freund und ziemlich regelmäßiger Besucher Ihrer Video-Ausblicke. Heute juckt es mich etwas in den Fingern erstmals einen kleinen Kommentar abzugeben.
Ich bin, wie viele, der Meinung, dass Trump eine bizarre Persönlichkeit ist. Aber ich tue mich doch etwas schwer ihn ausschließlich als Idioten zu sehen. Seine Agenda hat in Teilen Hand und Fuß, auch wenn man strikt dagegen sein kann.
Erster Punkt: Trump kommt, wie wir alle wissen, aus der Immobilienbranche. Jeder weiss dass der Wert von Immobilien steigt, wenn das Marktzinsniveau fällt. Das gilt natürlich auch für andere Assetklassen wie Aktien. Normalerweise fallen zuerst die Zinsen bzw. Zinserwartungen und dann steigen die Aktienkurse. Nun befinden sich die Kurse in Tech-America schon in luftigen Höhen ohne dass die Zinsen gefallen wären und Trump fordert niedrigere Zinsen, was als verkehrte Welt bewertet wird. Ich glaube, Trump will vermeiden dass die Kurse einbrechen, wie inzwischen vielerorts erwartet (das würde die US-Aktiensparer sehr treffen), also will er dass die fallenden Zinsen sozusagen „nachgeschoben“ werden, zur nachträglichen Rechtfertigung des Bewertungsniveaus. Macht aus meiner Sicht Sinn, denn Trump scheut den möglichen Kurseinbruch am Aktienmarkt. Schließlich ist das „Feeling of Wealth“ der US-Amerikaner ein Gegengewicht zu Kaufkraftverlusten aus einer anziehenden Teuerung.
Zweiter Punkt: Trump feuert die Chefin der Arbeitsmarktbehörde. Der allgemeine Tenor lautet: Trump feuert die Überbringerin der schlechten Nachrichten, für die er selbst die Verantwortung trägt. Vielleicht ist es aber auch so: Die Behörden-Chefin ist doch u.a. verantwortlich für die Arbeitsweise der Behörde und für die statistischen Tools, die eingesetzt werden, darunter auch das zu Recht viel-kritisierte Death-Birth-Model. Dieses Modell liefert qualitativ extrem schlechte Daten, die andererseits einen wesentlichen Input für die Entscheidungen der Fed darstellen. Die Fed weigert sich seit Monaten die Zinsen zu senken mit der Begründung der Arbeitsmarkt sei robust und man müsse wesentlich stärker auf die Teuerung achten. Nun erfährt die Welt dass der Arbeitsmarkt in Wirklichkeit sehr schwach ist, und das seit Monaten (Revisionen), so dass man annehmen darf, hätten die revidierten Zahlen schon früher vorgelegen, dann hätten wir mit großer Wahrscheinlichkeit bereits Zinssenkungen gesehen. Müsste man nicht von der Chefin einer so wichtigen Behörde erwarten dass sie alles daran setzt die Qualität der Guidance und der erhobenen Daten zu erhöhen. Wir alle kennen ja das Markt-Phänomen „Right for the Wrong Reasons“. Ich denke Trump hat mit den Rauswurf nachvollziehbar gehandelt, er hat es nur sehr unglücklich begründet. Viele Grüsse
@Frank, danke für Ihre Einschätzungen! Ich halte Trump nicht für einen Idioten, sondern für einen Ideologen, dem etwas Bildung fehlt..
Daher untereschätzt die Trump-Regierung, welche Folgen ihre massiven Eingriffe haben werden in einer hochkomplexen weltweiten Lieferstruktur!
@Markus Fugmann
Ihre Einschätzung zu Trump haben Sie sehr schön und treffend formuliert 👍
Man könnte vielleicht noch ergänzen: …und der sich niemals von Fakten beirren lässt 😀
Malaysia hat 19% Zölle, während China für weitere 90 Tage bei 10% ist. Über ASEAN in die USA zu exportieren ist aktuell kein gutes Geschäft.