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Trump: „Großartige Gelegenheit zu kaufen“ – wirklich?

Warum sich Donald Trump mit seiner Empfehlung, jetzt US-Aktien zu kaufen, kolossal selbst widerspricht!

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Es passiert selten, dass ein US-Präsident zum Kauf von Aktien aufruft – in den letzten Jahrzehnten zweimal: zuerst Obama im Jahr 2009 – er fand den US-Aktienmarkt günstig, wenig später erreichten die US-Indizes tatsächlich ihr Tief und drehten dann zwischen 2009 und 2018 mehr oder weniger ununterbrochen nach oben. Und dann, am Weihnachtstag (25.12.) Donald Trump mit folgenden Worten gegenüber Reportern:

“I have great confidence in our companies. We have companies, the greatest in the world, and they’re doing really well. They have record kinds of numbers. So I think it’s a tremendous opportunity to buy. Really, a great opportunity to buy.”

Typisch Trump: die USA hätten die besten Firmen mit tollen Zahlen, daher müsse man geradezu kaufen. Kein Wort davon, was das eigentliche Thema für Trump ist: die Fed, die er immer wieder als zentralen Faktor für den Abverkauf der Wall Street verantwortlich gemacht hatte. Vielleicht war es weniger die Kaufempfehlung durch Trump, als vielmehr die Worte seines Wirtschafts-Beraters Kevin Hassett, die die gestrige Rally bei Dow Jones & Co auslösten:

“The president has voiced policy differences with Jay Powell, but Jay Powell’s job is 100% safe. The president has no intention of firing Jay Powell“.

Das ist absolut richtig: der US-Präsident kann Fed-Chef Powell nämlich nur dann feuern, wenn diesem Gesetzes-Verstöße nachgewiesen werdennicht aber wegen einer Geldpolitik, die Trump nicht in den Kram paßt.

Trump hat also keine Chance, den Fed-Chef zu feuern, der weiter die Zinsen anheben will und damit die schöne Schulden-Blase, ohne die Trumps Präsidentschaft nicht denkbar ist, zu zerstören droht. Und genau da beißt sich die Katze doch in den Schwanz: die Fed ist für Trump, wie er vielfach betonte, der Auslöser des „Crashs“ an der Wall Street – aber nun empfiehlt eben dieser Trump den Kauf von US-Aktien, obwohl sich doch am „Hauptproblem“ – nämlich der Besetzung der Fed und ihrer Geldpolitik – nichts geändert hat! Genau das bringt ein Trader (der ehemalige Bear Stearns-Banker Gregory Mannarino) auf den Punkt:

“Our president has made it exceedingly clear that he is not happy with what the Federal Reserve is doing. He’s been screaming from the rooftops how he feels this will affect the stock market in a negative way, our economy in a negative way, but now he’s telling us to buy this dip in the stock market?”.

 

Also bleibt wohl besser Vorsicht angesagt, trotz der gestrigen größten Punkte-Rally aller Zeiten beim Dow Jones. Denn die Probleme sind ja alles andere als gelöst: Ende der Notenbanken-Liquiditäts-Party, der Handelskrieg, die Abschwächung der globalen Konjunktur – und schließlich die immer noch extreme Fallhöhe der US-Märkte im Vergleich zu 2009, als Obama eine Kaufempfehlung bei wirklich „ausgebombten“ Märkten aussprach. Die Geschichte dürfte zeigen, dass auch in diesem Punkt Obama mehr zu trauen ist als Trump..

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DAX Analyse: Im Korrekturmodus

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Der Dax hat zu Beginn dieser Woche an seine Verluste aus der Vorwoche angeknüpft, jedoch hat die Abwärtsdynamik für den Augenblick etwas abgenommen. Der Bruch des 50-Tage-Durchschnitts mahnt aber zur erhöhter Vorsicht! Insgesamt wurde nämlich der seit Ende Dezember bestehende Aufwärtstrend vergangene Handelswoche nach einem kurzzeitigen Machtkampf zwischen Bullen und Bären mit einem klaren Kursabschlag gebrochen und führte das deutsche Aktienbarometer in den Bereich des 200-Wochen-Durchschnitts um 11.358 Punkten abwärts. Diese Ausgangslage ist kurzfristig als bärisch zu interpretieren, auch wurde der 50-Tage-Durchschnitt im gestrigen Handel unterschritten. Diese Umstände könnten Verkäufer in den nächsten Tagen erneut mobilisieren den DAX weiter abzuverkaufen.

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Auch wenn sich Dienstagfrüh eine leichte Aufhellung des Chartbildes andeutet, ist der Trendbruch fakt und sollte für weitere Abgabebereitschaft sorgen. Für diesen Tag könnte das Barometer kurzzeitig zulegen, wie es die vorbörsliche Indikation aufzeigt. Übergeordnet sollte seitens der Marktteilnehmer aber eine zwischengeschaltete Korrektur eingeplant werden, nachdem der Dax-Index seine Zielzone bei 11.820 Punkten sehr präzise abgearbeitet hatte.

Short-Chance beim Dax

Nach einem kurzzeitigen Rebound zurück in den Bereich von 11.467 Punkten könnte sich ab der zweiten Wochenhälfte wieder Abgabebereitschaft einstellen und den Index zurück in den Bereich von zunächst 11.150 Zählern abwärts drücken. Spätestens an der größeren Unterstützung von 11.000 Punkten sollten sich wieder vermehrt Käufer einfinden und für eine Stabilisierung sorgen. Für die nächsten Wochen müssen jedoch weiter rückläufige Notierungen zwingend einkalkuliert werden, bis sich der heimische Index an seinen großen Unterstützungsniveaus wieder eingependelt hat. Unterhalb des EMA 200 auf Tagesbasis bleibt das kurzfristige Chartbild übergeordnet aber bärisch einzustufen.
Widerstände: 11.383 / 11.400 / 11.467 11.500 / 11.578 / 11.623

Unterstützungen: 11.300 / 11.244 / 11.150 / 11.100 / 11.050 / 11.000

Dax




Rafael S. Müller ist seit 20 Jahren Vorstand und Chefanalyst der direktbroker.de AG. Der FOREX & CFD Broker direktbroker-FX gehört weltweit zu den preisgünstigsten Brokern. Trading-Einsteiger erhalten von der hauseigenen Börsenakademie umfangreich Schulungen bis hin zu einem kostenfreien Trader-Camp. Testen Sie die Konditionen jetzt mit einem kostenfreien Demokonto.


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Der Brexit mit neuen Turbulenzen! Videoausblick

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Kaum zu glauben: wenige Tage vor dem (inzwischen verschobenen) Austrittsdatum aus der EU entwickeln die Briten erste Ideen, wie man aus der EU ausscheiden könnte – oder doch nicht. Jedenfalls hat das britische Parlament nun in einer gestrigen Abstimmung beschlossen, selbst Vorschläge für das weitere Vorgehen machen zu können – die Macht von Theresa May bröckelt damit weiter ab, nun sind wieder alle Optionen denkbar. Heute Nacht der Nikkei stark (daher die US-Futures höher) – und das trotz einer saftigen Gewinnwarnung von Samsung. Unterdessen gehen die extremen Entwicklungen an den Anleihemärkten weiter, die eine Rezession auch in den USA wahrscheinlich erscheinen lassen..

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Über Rezessionen! Marktgeflüster (Video)

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für eine Rezession? Was die Geschichte lehrt..

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Die Invertierung zahlreicher Zinskurven am amerikanischen Anleihemarkt (vor allem der 3-monatigen mit der 10-jährigen US-Anleihe) hat am Freitag die Aktienmärkte stark belastet aus Furcht vor einer anstehenden Rezession. Wann aber kommt es zu einer Rezession? Als Faustregel kann gelten: nicht jede Invertierung der relevanten Zinskurven (3Monate-10-Jahre bzw. 2Jahre-10-Jahre) führ zu einer Rezession, aber vor jeder Rezession gab es eine Invertierung der Zinskurve (dazu mehr im Video). Heute sorgte die besser als befürchtete Headline-Zahl des ifo Index zunächst für Erleichterung, aber die deutsche Industrie sackt weiter ab, nur der (als nachrangiger Indikator fungierende) Dienstleistungssektor kaschierte die anhaltende Schwäche der für Deutschland ökonomisch entscheidenden Industrie..

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