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Trump Impeachment – die aktuelle Lage

Die Märkten werden nun politischer, Volatitlität im Umfeld der Ereignisse um Trump zu erwarten!

Markus Fugmann

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Die Ankündigung der demokratischen Sprecherin des US-Abgeordnetenhauses, Nancy Pelosi, gegen den Amtsinhaber Trump ein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten, hat gestern an der Wall Street für Turbulenzen gesorgt. Trump hatte daraufhin per Twitter verkündet, das Gesprächsprotokoll des Telefonats zwischen ihm und dem ukrainischen Präsidenten Selensky (mit dem er heute im Rahmen der UN-Tagung ein Gespräch haben wird) zu veröffentlichen.

Insgesamt scheint Trump damit in die Offensive gehen zu wollen, wie auch sein letzter Tweet des gestrigen Tages zeigt, bei dem er einen die US-Demokraten schmähenden Zusammenschnitt präsentiert:

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Unterstützer von Trump sagen: was ist daran falsch, den Verdacht der Korruption gegen den Sohn von Joe Biden – Hunter Biden – aufklären zu wollen? Nun, nichts ist daran falsch. Aber das geht an der Sache juristisch vorbei! Denn zentral ist der Vorwurf, dass Trump die Auszahlung von 400 Millionen Dollar an die ukrainische Regierung, die länger bereits zugesagt war, an Ermittlungen gegen Hunter Biden (und seinen Vater) gekoppelt zu haben. Mithin hätte Trump dann seine Stellung als Staatsoberhaupt juristisch mißbraucht mit dem Ziel, den potentiellen Konkurrenten um das US-Präsidentamt, Joe Biden, zu diskreditieren. Hierin liegt juristisch gesehen des Pudels Kern!

Heute nun soll das Gesprächsprotkoll zwischen Trump und Selensky veröffentlicht werden, und es ist davon auszugehen, dass der Text Markt-relevant werden wird.

Gestern hatten auch die US-Republikaner im Senat (wo diese die Mehrheit halten) zugestimmt, dass dem Kongress wichtige Informationen zu dem Thema zugänglich gemacht werden. Einige der „gemäßigten“ Republikaner sind nun wohl bereit, einem Amtsenthebungsverfahren zuzustimmen, wenn sich die Vorwürfe gegen Trump erhärten sollten.

Diese Vorwürfe waren von einem Geheimdienstmitarbeiter an das US-Justiministerium mitgeteilt worden – aber Geheimdienstdirektor Joseph Maguire hatte sich geweigert, diesen „Whisleblower-Bericht“ dem US-Kongreß zur Verfügung zu stellen.

Wie heute aber das „Wall Street Journal“ berichtet, soll der Bericht des Whisleblowers bis Ende der Woche dann doch dem US-Kongreß zugänglich gemacht werden – zuvor müssten jedoch noch die geheimdienstlich relevanten Passagen geklärt werden.

So oder so: das Thema Handelskrieg rückt derzeit in den Hintergrund, die Börsen werden nun immens politisch geprägt sein in den nächsten Tagen!

 

Nancy Pelosi ist die treibende Kraft beim angekündigten Amtsenthebungsverfahren gegen Trump

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Roberto

    25. September 2019 15:46 at 15:46

    Vergesst das alles. Kurse werden nicht fallen. Die Hoffnung auf das es doch nicht so kommt ist viel größer als die Angst das er des Amtes enthoben wird. Und sollte es doch so sein, dann wird der Markt es als positiv empfinden wenn er doch enthoben wird. Irgendeinen schlauen Grund werden die schon finden. War immer so, ist immer so und wird immer so bleiben. Ich rieche schon die neuen ATH´s.
    VG vom kontraindikator

  2. Avatar

    Blowing Whistle

    16. November 2019 22:08 at 22:08

    Nach den jüngsten Einschüterungsversuchen wies Trump selbst den Vorwurf zurück, er versuche, Zeugen einzuschüchtern und erklärte, er habe ein Recht auf freie Meinungsäußerung, „genau wie andere Leute“. Vermutlich meinte er damit Edward Snowden und das Folteropfer Julian Assange.

    Trump-Vertrauter Stone schuldig gesprochen
    Nun holen Donald Trump Ereignisse aus der Zeit ein, als er noch nicht im Weißen Haus saß. Einer seiner engsten Vertrauten wird nun in mehreren Anklagepunkten für schuldig befunden. Der langjährige Vertraute von US-Präsident Donald Trump, Roger Stone, ist in mehreren Anklagepunkten in Zusammenhang mit der Russland-Affäre für schuldig befunden worden.

    US-Militärführung ist empört
    Trump greift in Kriegsverbrecher-Fälle ein. US-Präsident Trump erlässt drei Soldaten, die wegen Kriegsverbrechen verurteilt sind oder angeklagt waren, ihre Strafen oder hebt ihre Degradierung trotz Bedenken der militärischen Führungsebene auf. Diese wünscht sich, solche Vorfälle autonom zu behandeln.

    Themenwechsel: Britische Polizei prüft Korruptionsvorwürfe
    Der Chef der Brexit-Partei Farage wirft dem britischen Premierminister Johnson Korruption vor: Abgeordneten seiner Partei seien Jobs und Adelstitel angeboten worden, sollten sie ihre Kandidatur zurückziehen. Im Vorfeld der vorgezogenen Parlamentswahl ermittelt nun die Polizei.

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Rüdiger Born: Nachbesprechung für Nasdaq-Szenario

Rüdiger Born

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Gestern hatte ich im Video und im Trade des Tages ein Aufwärtsszenario im Nasdaq besprochen. Heute folgt sozusagen die Nachbesprechung. Wie geht es weiter im Nasdaq? Mehr dazu in diesem Video.

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Biden sei dank: Märkte glauben an die große Rettung – Risiko war gestern

Claudio Kummerfeld

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am

Joe Biden tritt heute sein Amt als US-Präsident an. In Windeseile wird er sich offenkundig daran machen sein 1,9 Billionen US-Dollar schweres Stimulus-Paket durch den US-Kongress zu bekommen. Die dortige Mehrheit ist zwar hauchdünn. Aber die Märkte sind frohen Mutes. Woran man das sieht? Schauen wir auf den folgenden Chart im Tweet. Er zeigt die Rendite für US-Schrottanleihen (Junk Bonds). Dies sind Anleihen, bei denen das Ausfallrisiko besonders hoch ist. Da Anleger für ein hohes Risiko entschädigt werden wollen und müssen, erhalten sie höhere Renditen als Inhaber von (vermeintlich sicheren) Staatsanleihen. Die Rendite fungiert hier also als Risikoprämie.

Die Höhe der Risikoprämie zeigt an, für wie ausfallgefährdet der Markt diese Anleihen hält. Je höher die Rendite, desto höher ist in den Augen des Kapitalmarkts das Risiko, dass die begebende Firma dahinter pleite geht, und somit die Anleihe nicht zurückzahlen kann. Im Chart sehen wir seit dem Jahr 2010 den Verlauf der Rendite bei US-Schrottanleihen. Zum Start der Coronakrise im März 2020 schoss die Rendite von 5 Prozent auf über 11 Prozent in die Höhe. Und danach beruhigte sich die Lage wieder, aktuell auf nur noch 4,13 Prozent – ein Rekordtief! In den letzten Monaten kamen die Impfstoff-Hoffnungen auf. Und jetzt seit einigen Tagen wird der große Stimulus in den USA immer konkreter. Wie gesagt, Joe Biden wird heute vereidigt. Und wie seine neue Finanzministerin Janet Yellen gestern klar machte, wird man die US-Volkswirtschaft kräftig mit Geld fluten.

Und wie sie sagte, sei das kräftige Schuldenmachen im Augenblick wichtiger als der Blick auf eine zu hohe Staatsverschuldung. Die müsse man zwar später mit höheren Unternehmenssteuern wieder abbauen, aber kurzfristig müsse man sich stark neu verschulden und die Konjunktur anfeuern. Und ja, der Kapitalmarkt scheint fest daran zu glauben, dass somit die Schrottunternehmen weiterhin im Spiel bleiben, und ihre Schulden weiterhin bedienen können. Wenn nur genug frisches Geld vom Staat kommt, geht die Party also weiter? Dieser Chart zeigt es jedenfalls an. Die Risikoprämie sinkt immer weiter, auf wie gesagt ein Rekordtief von nur noch 4,13 Prozent.

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Blick nach Deutschland

Aber schauen wir auch mal nach Deutschland. Hier sehen wir im folgenden Langfristvergleich seit dem Jahr 2010, wie die Rendite für deutsche Staatsanleihen immer weiter fällt, und der Dax (orange) immer weiter steigt. Das immer weiter sinkende Zinsniveau (in Deutschland dank hoher Bonität deutliche Negativrendite) treibt die Anleger in Aktien, Immobilien etc. Aktuell notieren die Aktienmärkte an ihren Allzeithochs. Heute hat auch der deutsche Staat mal wieder für 30 Jahre laufende Anleihen verkauft, mit einem Bruttovolumen von 1,5 Milliarden Euro. Die Nachfrage lag bei einem Volumen von 1,79 Milliarden Euro.

Und (wie gesagt 30 Jahre Laufzeit) die Emissionsrendite lag bei minus 0,13 Prozent, nach minus 0,06 Prozent im November. Immer weiter sinkende Zinsniveaus, immer mehr Stimulus – da wird die Lücke doch gut aufgefangen oder besser gesagt aufgefüllt, die Corona gerissen hat? Und diese Rettungsorgie wird vor allem in den USA kräftig weiter gehen, davon darf man ausgehen. Und so könnte man glatt sagen, dass „Risiko“ bei Anleihen irgendwas war, dass man mal kannte – aber heute gibt es das nicht mehr?

Chart zeigt Vergleich von Dax gegen Anleiherenditen

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Netflix und Tesla bringen gute Laune

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Netflix hat gestern Abend tolle Zahlen geliefert, und bei Tesla gibt es ein neues hohes Kursziel.

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