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Indizes

Trump in der Zwickmühle zwischen langjähriger Ideologie und Aktienmärkten

Trump in aussichtsloser Position: Entweder er opfert seine langjährige Ideologie – oder er zieht seine Ideologie durch und untergräbt damit seine Wiederwahl!

Markus Fugmann

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am

Jetzt sitzt Donald Trump in einer unangenehmen Zwickmühle: er will seine Ideologie durchsetzen – das geht aber nur auf Kosten der Aktienmärkte, die er wiederum dringend braucht für seine Wiederwahl im Jahr 2020!

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Trumps Ideologie seit den 1980er-Jahren

Dass Zölle gut seien und die USA durch andere Länder schamlos ausgenutzt würde – das ist Trumps immer wieder vorgebrachte Ideologie seit den 1980er-Jahren! Dass Trump das wirklich auch so glaubt, zeigen seine Aussagen seit gut dreißig Jahren – siehe hierzu „Warum niemand überrascht sein sollte: Donald Trump über „unsere sogenannten Verbündeten“ in 1987-Interview“.

Er will also die Dominanz der USA aufrecht erhalten, das Handelsbilanzdefizit der Großmacht verringern durch Verhängung von Zöllen und Jobs zurück in die USA bringen. Das alles geht nur, wenn man das Freihandelssystem abschafft – und das wiederum, das zeigt die Erfahrung der 1930er-Jahre, schädigt die globale Ökonomie durch die Aufsprengung von etablierten Lieferketten und schafft ein Klima der Unsicherheit bei Investitionen.

Und all das ist natürlich auch ein immens negativer Faktor für die Aktienmärkte, die nicht zufällig gestern mit einem Abverkauf auf die Tweets von Trump und Chinas Gegenzölle reagierten!

 

Psychologische Schäden und Rezession

Alleine die psychologischen Auswirkungen des Handelskriegs sind immens – und es ist die Psychologie, es ist Optimismus oder eben Pessimismus mit Blick auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung, die zu Wirtschaftsaufschwung oder Wirtschaftsabschwung führt. Brechen Börsen ein aufgund negativer psychologischer Faktoren, folgt meist eine Rezession der Realwirtschaft (und nicht umgekehrt)!

Und nun steht Trump vor dem eigentlich unmöglichen Balanceakt: er will die US-Wirtschaft stark halten, aber gleichzeitig die Zinsen senken, obwohl die Inflation anziehen wird wenn Trump Zölle auf die restlichen 300 Milliarden an chinesischen Importen erheben und dazu vielleicht auch am Wochenende sogar noch Zölle auf EU-Produkte einführen wird. Mithin schadet Trump der psychologischen Verfassung der Wirtschaft und erhöht so die Wahrscheinlichkeit eines Abschwungs/einer Rezession und sorgt gleichzeitig für eine Anziehen der Inflation, die Zinssenkungen eigentlich unmöglich macht.

 

Trumps aussichtslose Lage

Klar: Trumps oberstes Ziel ist es, wieder gewählt zu werden im Jahr 2020. Aber er selbst untergräbt die Voraussetzungen für diese Wiederwahl, indem er einen Absturz der Börsen und der Wirtschaft riskiert. Man kann nicht das eine wollen, ohne das andere auch zu bekommen – und so versucht der US-Präsident einen Spagat, der nicht gelingen kann.

Für den Handelskrieg heißt das: Trump ist in einer geradezu aussichtslosen Position! Entweder er opfert seine langjährige Ideologie (etwa indem er einen „Plastik-Deal“ mit China schließt, der faktisch rein gar nichts verändert) und vergrault damit seine Stammwählerschaft, oder er zieht seine Ideologie durch und untergräbt damit seine Wiederwahl!

Das zeigt: China sitzt jetzt am längeren Hebel – Peking hat Zeit und kann zuschauen, wie Trump bei dem unmöglichen Versuch scheitert, einen Spagat zwischen zwei weit auseinander stehenden Wolkenkratzern zu machen!

 


Trump mit dem damaligen US-Präsident Reagan bei einem Empfang im Weißen Haus

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Robert Daney

    14. Mai 2019 10:34 at 10:34

    Der einziger Ausweg für Trump ist, die Schuld den Chinesen zu geben! Dann können die Börsen abstürzen und Trump sich als Retter im Wahlkampf darstellen! Dieses Szenario hat noch niemand auf dem Schirm! Super Deal ist schon gescheitert, Plastik Deal nicht akzeptabel, also muss am Feindbild und an der Schuldzuweisung gearbeitet werden! China lotet derweil seine Grenzen aus! Die einzige reale Möglichkeit ist, dass China einlenkt, weil China einfach im Unrecht ist, nur das kann die Börsen noch retten. Das geht bei dem ganzen Stress des Handelskonflikts unter, alle wissen, dass China Abschottung und Protektionismus betreibt und dann noch frech sein, unglaublich! Die Wähler werden es dem Trump glauben, weil es noch nicht eimal gelogen ist! Wären die Chinesen so gut wie man behauptet, hätten sie sich längst öffnen können freiwillig!! und müssten sich nicht gegen Konkurrenz aus dem Westen so krass abschotten. Die Weigerung der Chinesen auf die Forderungen der Amerikaner einzugehen, zeigt deutlich die Schwäche der Chinesen!! Kein Selbstbewusstsein, sich der Konkurrenz zu stellen! Es zeigt deutlich, dass Chinesen noch weit davon entfernt sind, Weltmacht zu werden!

  2. Avatar

    Prognostiker

    14. Mai 2019 13:07 at 13:07

    Eine bemerkenswerte, aber wahrscheinlich richtige Aussage: Psychologische Faktoren belasten die Börsen u.lassen die Realwirtschaft absacken u.nicht umgekehrt. Also der Ausdruck „ DER SCHWANZ WEDELT MIT DEM HUND“ passt da genau. Der Grund für diese irrationale Situation ist, weil die Finanzmärkte als Hilfsindustrie der Realwirtschaft viel zu gross geworden sind.
    Gelddrucken u. Geldvermehren ist rentabler als Rohstoffe handwerklich verarbeiten .
    Diese selbsbetrügerische Wirtschaftt wird sich irgendwann korrigieren wenn die angehäuften faulen Papierwerte in sich zusammenfallen.

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Aktien

Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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Finanznews

Aktienmärkte: Wichtige Botschaften! Videoausblick

Die Aktienmärkte heute aufgrund des US-Feiertags wohl eher ruhig. Aber es gibt heute dennoch sehr wichtige Botschaften für die Zukunft!

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte dürften heute aufgrund des US-Feiertags Thanksgiving einen ruhigen Handelstag vor sich haben. Aber es gibt dennoch sehr wichtige Botschaften, die das größere Bild in den nächsten Tagen und Wochen prägen sollten: so dürfte die Fed Änderungen bei Anleihekäufen vornehmen (operation twist) und denkt bereits über Tapering (Reduzierung des Kaufvolumens) nach. China dagegen will bereits die Stimulus-Maßnahmen zurück fahren. Und Italien will von der EZB einen Schuldenerlass – das ist der Beginn von Forderungen, die ausufernden Schulden einfach zu streichen (aber wer hat dann den Schaden?). Kann der Dax ohne die US-Indizes heute Dynamik entwickeln? Ohne die Aktienmärkte der USA ist Europa aber wohl allein zu Haus – und langweilt sich..

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Indizes

DAX dailx: Der Dax ist heute auf sich allein gestellt

Stefan Jäger

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Die US-Anleger beschäftigen sich heute eher mit ihrem Truthahn als mit den Märkten, daher dürfte es im Dax eher gemächlich zugehen. Im gestrigen Handel tat sich der deutsche Leitindex erneut schwer die 13.300er Marke nachhaltig zu bezwingen. Zwar gelang es dem Index zur Börseneröffnung kurzzeitig den Widerstand zu überwinden, aber für mehr als einen Fehlausbruch hat es dann doch nicht gereicht. Auch im weiteren Handelsverlauf konnte er die Hürde bei 13.300 nicht mehr überschreiten. Schließlich ist der deutsche Leitindex unverändert zum Vortag bei 13.289 aus dem Handel gegangen.

Von den sonst so euphorischen US-Börsen erhielt der Dax auch keine Unterstützung. Nachdem der Dow Jones am Dienstag erstmals über der Rekordmarke von 30.000 Punkten geschlossen hatte, legte dieser eine Verschnaufpause ein. Wahrscheinlich haben ein paar Anleger ihre Gewinne vor dem verlängerten Wochenende eingesammelt. Am heutigen Tag ist der US-Aktienhandel geschlossen, daher ist mit geringer Volatilität zu rechnen. Schauen wir mal wie sich der Dax heute ohne die Hilfe der US-Börsen schlägt, meist enden solche Handelstage in einer gähnenden Seitwärtsbewegung. Zudem dürfte sich die derzeitige Risikofreude hierzulande aufgrund der Corona-Situation in Grenzen halten.

News und fundamentale Daten

Aufgrund des Thanksgiving Feiertags sind die US-Börsen wie Dow Jones und Nasdaq heute geschlossen, somit können keine US-Aktien gehandelt werden. Die Terminbörsen laufen allerdings auch am Feiertag weiter. Der Handel findet jedoch unter dünnstem Volumen statt, daher ist der Dax heute auf sich allein gestellt.

Bei ein paar institutionellen Anlegern hat der gestern veröffentlichte Finanzstabilitätsbericht der Europäischen Zentralbank gegebenenfalls zu Gewinnmitnahmen geführt. In dem Bericht wurde zwar hervorgehoben, dass die Banken heute solider als noch zur Zeit der Finanzkrise aufgestellt seien, aber man dennoch von einer Welle an Firmenpleiten und Kreditausfällen infolge der Pandemie ausgeht. In dem aktuell hohen Kursniveau ist ein derartiges Szenario sicherlich nicht eingepreist.

Datenseitig steht heute auch nicht viel auf dem Programm. Aus Deutschland wurde vor wenigen Minuten der GfK-Konsumklimaindex veröffentlicht. Dieser gilt als Frühindikator für die Verbraucherausgaben und kann zudem konjunkturelle Wendepunkte anzeigen. Der Index notiert wie erwartet weiterhin im negativen Bereich, hat aber sogar die niedrigen Erwartungen mit einem Wert von -6,7 enttäuscht (Prognose -5,0; Vormonat -3,1). Zuletzt konnte der Index im April einen positiven Wert anzeigen. Zur Mittagszeit um 12:30 Uhr erscheint dann noch das EZB Sitzungsprotokoll sowie um 13:30 Uhr der Geldpolitische Begleittext.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Im frühen Handel notiert der Dax leicht über der 13.300er Marke. Auch heute stellt sich wieder die Frage, ob ihm der nachhaltige Ausbruch gelingt oder er wieder in die Range zurückfällt. Ein positives Signal wäre, wenn der Dax das gestrige Hoch bei 13.346 überwindet. Dann stehen die Chance gut, dass er auch das außerbörsliche Hoch bei 13.373 rausnimmt. Darüber wäre der Weg frei zur 13.460. Fällt der Dax unter die 13.300, dann befindet sich im Bereich von 13.275 eine erste Unterstützung. Die zweite folgt am gestrigen Tagestief bei 13.235. Weitere Unterstützungen befinden sich bei 13.200 und 13.140. Am wahrscheinlichsten ist, dass der Dax um den Pivot Punkt bei 13.303 hin und her pendelt.

Der Börsen Jäger

Haben Sie Interesse an konkreten Trading-Ideen, dann werfen Sie doch einen Blick auf unseren neuen Service „Der Börsen Jäger“. In dem kostenlosen Börsenbrief nehme ich Sie mit auf die Jagd und vermittle interessante Anregungen zu fundierten Handelsmöglichkeiten sowohl für die bekannten Indizes und Aktien, als auch für die Devisen- und Rohstoffmärkte.

Dax daily: Tagesausblick 26.11. - H1-Chart - Thanksgiving-Handel

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.442 – Pivot Punkt R2

13.371 – Pivot Punkt R1

13.303 – Pivot Punkt

13.232 – Pivot Punk.t S1

13.163 – Pivot Punk.t S2

Dax Unterstützungen (US):

13.270 – M15-Chart

13.192 – Tagestief 24.11.

13.137 – Schlusskurs 20.11.

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

Dax Widerstände (WS):

13.300 – neuralgischer Punkt

13.336 – Nachbörsliches Hoch

13.373 – Nachthoch

13.460 – September-Hoch

13.600 – Ausbruchsziel Seitwärtsrange

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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