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Trump jubelt nach Kongress-Sieg: “Eine wunderschöne Steuersenkung zu Weihnachten”

Bei einem Jubeltermin im Rosengarten triumphierte der US-Präsident – ein Minister der Trump-Administration sagt: „Danke lieber Gott für unseren couragierten Präsidenten…“

Markus Fugmann

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Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Donald Trump und die Republikaner feiern ihren ersten großen Erfolg im Kongress: Die 1,5 Billionen Dollar teuere Steuerreform war mit den Republikaner-Mehrheiten in beiden Kammern Mittwochmittag endgültig beschlossen worden.

Bei einem Jubeltermin im Rosengarten triumphierte der US-Präsident, flankiert von fast allen Kongress-Republikanern: Er würde Amerika wieder „great“ machen, kramte er sichtlich erleichtert sogar seinen alten Wahlkampf-Slogan wieder hervor.

Trump strahlte wie noch nie

Aber auch die kritische Mainstream-Presse Amerikas musste an diesem Tag eingestehen: Für den bisher durchs Jahr gestümperten Trump und die zerstrittenen Republikaner ist es der größte Erfolg seit der Machtübernahme der Konservativen in Washington.

Ob es allerdings ein Pyrrhussieg ist, wird sich im „Midterm“-Wahljahr 2018 zeigen: Ein Großteil der Amerikaner lehnt die Riesenreform als Steuergeschenk für die Millionärsklasse und „Corporate America“ ab, so Umfragen.

Vor der großen Feier vor dem Weißen Haus hatte Trump bereits breit bei einem Kabinettsmeeting im Weißen Haus gegrinst, in dem er sich von Regierungsmitgliedern preisen ließ wie ein Sonnengott.

Er nutzte die Zusammenkunft – bei der “Housing”-Minister Ben Carson sogar den Präsidenten mit einem Gebet segnete („Danke lieber Gott für unseren couragierten Präsidenten…“) – zur Verkündigung einer wahren Jubelbilanz zum Jahresende: Die US-Wirtschaft dampfe aus allen Zylindern, ISIS sei besiegt, Illegale am Weg zurück in ihre Herkunftsländer, tönte Trump.

In Fahrt gekommen kündigte er sogar neuerlich den Bau einer Mauer zu Mexiko an.

Trump sieht sich als Obamacare-Schlächter

Und er verstieg sich sogar zu der Behauptung, dass mit dem neuen Steuer-Gesetz gleich auch “Obamacare” gekillt worden wäre – eine maßlose Übertreibung, da “nur” die Versicherungspflicht gekappt wurde.

Dennoch: Trump schien sich diebisch zu freuen, dass laut Expertenschätzungen 13 Millionen Amerikaner deshalb ihre Krankenkassen verlieren dürften.

Das Lachen freilich könnte Trump und den Republikanern rasch vergehen: Nur 33 Prozent der US-Bürger unterstützen die Steuerreform, die bloß Unternehmen und den Allerreichsten permanente Erleichterungen bringen wird.

Auch wollen die meisten Amerikaner Trumps angebliche Errungenschaften partout nicht im gleichen rosigen Licht sehen, wie er selbst: Seine Umfragewerte bleiben im Schnitt mit nur 38,4 Prozent Zustimmung im Keller.


Foto: whitehouse.gov

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street.

15 Kommentare

15 Comments

  1. Avatar

    Jana

    21. Dezember 2017 17:15 at 17:15

    Ich freue mich für Trump. Da hat alles Hetzen der Mainstreammedien nicht geholfen – diese Steuerreform ist schon ein big thing. Wenn auch nicht alles von Anfang an geklappt hat (z.B. Obamacare abzuschaffen) – er hat sich ganz schön ins Zeug gelegt. Im Vergleich kann man sich ja mal unseren emotionslosen Stasiroboter Merkel anschauen – da geht es nicht um Projekte anzupacken – lieber alles aussitzen und einfach eben nur da zu sein, mehr ist das doch nicht.

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      baeuerin

      21. Dezember 2017 17:44 at 17:44

      Jana,
      u.a. den Ton,den Trump an den Tag legt,….ist in DE undenkbar!!
      Und das ist der wunde Punkt!
      Fuck Marionetten-Diplomatie,Duckmaeuser.Politik!!
      Hat man da nicht die Obamacare zum selben Zeitpunkt(2007-2009) auf den Weg gebracht,wie die dt.KV-Pflichtvers.?
      Nur am Rande…der Basistarif in DE betraegt mittlerweile um die 682 Euro!!(2.Kl.)
      Mehr als ne 1 Zi.Wohnung als Mieter!

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        Michael

        21. Dezember 2017 20:13 at 20:13

        Der Basistarif, den Sie nennen, ist der absolute Höchtstarif, der SuperGau. Üblicherweise ist etwa die Hälfte zu bezahlen, real also derzeit etwa 325 bis 350 €. Heftig für viele, aber dem Niveau der GKV angepasst. Wer sich etwas umschaut und schlau innerhalb seiner bestehenden Versicherungsgesellschaft wechselt, kann auch mit 350 € die 1. Klasse fahren.
        Es ist kompliziert und nervig, aber bitte nicht immer alles schlecht reden, sondern Möglichkeiten ausloten.

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          baeuerin

          21. Dezember 2017 20:46 at 20:46

          Da gibts nicht viel Moeglichkeiten!
          Ausser man ist Weltweit versichert,1 Kl. priv,1 Bett Zi.(198,50 Eur/Mon.),so wie ich,als Weltenbumlerin!!
          Aber egal… wenn ich mir aber die dt.Leichenzimmer mit 6 Pers.in weis,1 Bild an der Wand,Flachbild 20 Zoll..!!.keine Kitchen,kein Sofa… so begutachte.. u.noch dazu verkeimt sind bis Oberkante/Unterlippe,dann ist es nicht nachvollziehbar,solche Horrorbetraege zu verlangen!!
          DE ist Weltmeister in allem…?dann will ich auch einen anstaendigen Service incl.gutaussehnden Nurses in der Bude haben!
          So schauts aus…ned umschaun!

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            Michael

            21. Dezember 2017 21:51 at 21:51

            Dito, was die Leistungen angeht, Bauer! Leider für 320 EUR, aber dafür in Unikliniken in DE, was mir bei einem akuten Fall echt lieber ist als ein Militärkrankenhaus unter der Junta-Regierung.
            Und wer interessiert sich in Ihrem Alter (deutlich über 60 nach Ihren letzten Posts) noch für scharfe Nurses? Herzinfarktgefahr!!! ;) lol ha ha

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          baeuerin

          21. Dezember 2017 22:32 at 22:32

          Man merkt schon,dass du aus deinem Irrenhaus DE,noch nicht herausgekrochen bist,sonst wuerdest du wissen,von was ich rede!!
          320 Euro,lol fuer ne Henkersmahlzeit im Uni-Flur,lol

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      Michael

      21. Dezember 2017 18:49 at 18:49

      @Jana, ich bin da immer noch ein wenig skeptisch. Diese Steuerreform muss doch einen Haken, einen Pferdefuß haben, denn wirklich originell oder revolutionär ist sie nicht. Einfach mal Steuern gewaltig senken, die Effekte werden die utopischen Steuerausfälle eines mehr als sinnlos verschuldeten Landes schon mehr als kompensieren…
      Irgendwer zahlt immer die Zeche, das ist ein Naturgesetz. So einfach und primitiv, wie die Denkweise hinter dieser Steuerreform ist, haben sie vor Trump auch sicher bereits 100e oder 1000e Ökonomen, Politiker und Wirtschaftswissenschaftler vor ihm in Betracht gezogen.
      Als Unternehmer müssten Trump & Family nun entsprechend auf ihren Golfplätzen, Hotels, Modeshops usw. handeln und folgendermaßen kalkulieren: Ich senke die Preise meiner Waren und Dienstleistungen auf knapp über die Selbstkosten. Zu diesem Preis werden aber fast alle bei mir einkaufen, sodass der pure Umsatz die geringere Gewinnspanne mehr als nur kompensiert.

      Die Krankenversicherungspflicht abzuschaffen, ist hingegen tatsächlich ein „big thing“. Wer auch immer aufgrund knapper Einkünfte sparen muss, lässt diesen Posten doch erst einmal wegfallen, solange er einigermaßen jung und gesund ist. Was aber bei einem Unfall, bei plötzlich auftretender Krankheit, wenn die Kinder krank werden? Sollen sie „verrecken“?! Entschuldigen Sie bitte den Ausdruck.

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        Jana

        21. Dezember 2017 20:36 at 20:36

        Das stimmt – ach diese Schulden wird nie jemand zurückzahlen denke ich….. unter Obama sind die schon explodiert. ..ich denke da wird es irgendwann einen globalen Schuldenschnitt geben (müssen)……auch die Schulden anderer Länder. ..die werden teilweise nie zurückgezahlt werden denke ich………Trump hat sich vor einigen Jahren mal positiv über den goldstandard geäußert – ich könnte vermuten das er im Hinterkopf darüber nachdenkt. …..egaL wie es kommt irgendwann wird man nicht weiter vor der Entwicklung davon laufen können weil die Auswirkungen des Schuldensystems zu deutlich hervortreten…….oder Trump macht normal weiter und schiebt es weiter zu seinem Nachfolger. ….aber irgendwann platzt das ganze. …….. und ja da wird es wohl viele Verlierer geben…..

        • Avatar

          Michael

          21. Dezember 2017 21:41 at 21:41

          Deutschland, 2,9% Schulden reduziert … Verhältnis Schulden zu BIP 0,65 … das alles trotz wesentlich brennender Migrantenprobleme … geht es vielleicht auch anders … Naschdenken …

  2. Avatar

    Jana

    21. Dezember 2017 17:23 at 17:23

    Obamacare ist in den USA nicht gerade der Segen……es sagt nur hier keiner so deutlich….http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-09/gesundheitsreform-usa-obamacare-barack-obama

  3. Avatar

    baeuerin

    21. Dezember 2017 22:27 at 22:27

    Fugmann,..hab ich wieder mal Hausverbot?
    Liegen wieder akademische Weichei Beschwerden vor,die die Zukunft nicht ertragen koennen???
    Oder hat @michael die FMW-Plattform fuer sich alleine gepachtet??
    Ich kann einstecken,,aber ihr?!

  4. Avatar

    baeuerin

    22. Dezember 2017 00:05 at 00:05

    Guten Morgen,Fugi…jetzt geht die Sonne auf…und ich gehe jetzt an den Pool im 40.St.u,dann zum Airport…..
    Eine Skyline for FREE am Morgen..das ist die pure FREIHEIT zum FEST!
    Werde mir das Morgenvideo + M-Gefluester heute, live in Singapur(wie jedes Jahr um die Zeit),genuesslich im Sand Beach Hotel reinziehen und auf euch gierigen Zocker anstossen….
    Die naechsten 4 Tage,bin ich am Roullettisch und da habe ich leider keine Zeit fuer euch…
    Also Buam…halts die Ohren steiff und machts ma den Traed ned kaputt!!
    No a scheens Weihnachtsfest an meine Kritiker….

  5. Avatar

    Wolfgang M.

    22. Dezember 2017 07:32 at 07:32

    Guten Morgen, Herr Fugmann. Das HB hat heute die Einkommenssteuersätze (lt. US-Kongress) der Trumpschen Reform veröffentlicht: (Ledige) Der unterste Satz von 10% bleibt.
    bis 38,7 Tsd. $ Senkung von 15 auf 12 %
    bis 82,5 Tsd. $ Senkung von 25 auf 22 %
    bis 157 Tsd. $. Senkung von 28 auf 24 %
    Über 500 Tsd. $ Senkung von 39,6 auf 37 %
    Viele der Entlastungen sollen 2025 für Private wieder auslaufen, gleichzeitig wird die Absetzbarkeit von Hypothekenzinsen erschwert. Ergo: Die Hauptprofiteure der tax reform wurden in den letzten Tagen hinreichend skizziert. Gruß

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      22. Dezember 2017 07:43 at 07:43

      @Wolfgang, ganz herzlichen Dank für diese Info!

  6. Avatar

    Irgendjemand

    22. Dezember 2017 10:54 at 10:54

    An der Steuerreform besonders zu erwähnen wären noch die Steuern der Einzelstaaten. Bislang konnten die Einzelstaaten der USA einfach zu Lasten des Bundes die Steuern erhöhen, ohne die Bürger zu verärgern, weil die Steuern der Einzelstaaten von den Bundessteuern abgezogen wurden. Diese Möglichkeit fällt nun weg, die Steuern der Einzelstaaten werden nun als Zuschläge fällig. Wer in Staaten mit hohen Steuern lebt, bezahlt unter Umständen deutlich mehr Steuern als vorher. Auf deutsche Verhältnisse übertragen ist das ungefähr so als ob z.B. der frühere Länderfinanzausgleich wegfiele und Berlin nun nicht mehr ca. 100 Euro pro Monat und Einwohner Querfinanzierung erhalten würde, sondern nun plötzlich anfangen müsste, die ca. 100 Euro pro Monat und Einwohner von der Berliner Bevölkerung abzupressen. Da bestenfalls nur jeder Dritte oder Vierte Einwohner Deutschlands überhaupt in nennenswertem Umfang direkte Steuern bezahlt, müsste die Minderheit der Steuerzahler in Berlin für ihr Privileg, in Berlin wohnen zu dürfen, dann eben durschnittlich 300 bis 400 Euro pro Monat mehr an Einkommensteuer abdrücken. Und weil Geld das einzige Unterscheidungskriterium ist, nach dem Menschen heutzutage noch legal diskriminiert werden dürfen, würde die Hauptlast an den „oberen“ 5 bis 10% der Einwohner Berlins hängen bleiben und dort mit ca. 1000 Euro pro Monat aufschlagen. Und so oder so ähnlich schielen die Steuerzahler unter den Einwohnern im sonnigen Kalifornien (13.5%) nun zum ebenfalls sonnigen Florida (0%).

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Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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Von

Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Aktuell: Pelosi schürt wieder Stimulus-Optimismus, Aktienmärkte mit Erholung

Markus Fugmann

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Soeben Nancy Pelosi auf ihrer Pressekonferenz: man habe Fortschritte gemacht bei den Gesprächen mit den US-Repubikanern, man sei fast am Ziel („progress has been made this week“; „we are just about there“).

Und die Aktienmärkte wieder mit einer Erholung, nachdem der Leitindex S&P 500 das Tief vom Montag unterschritten hat..

Aber Vorsicht: möglich ist, dass sich Pelosi nicht auf das gesamte Stimulus-Paket bezieht, sondern nur auf einen kleinen Teil davon:

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Konsumklima und Kaufverhalten im Oktober – aktuelle Daten

Claudio Kummerfeld

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Einkaufswagen

Die Coronakrise nimmt wieder mehr Fahrt auf. Deutschland hat mehr täglich Neuinfizierte als noch im Frühjahr, und die Restriktionen im Alltag nehmen wieder zu. Der selbe Reflex wie im Frühjahr zeigt sich aktuell bei den Verbrauchern – aber offenbar noch nicht im selben Ausmaß. Das kann man gut ablesen im Konsumklima und im Kaufverhalten der Deutschen. Heute früh wurden Daten zu Konsumklima und Kaufverhalten für Oktober veröffentlicht.

Konsumklima

Das einmal im Monat veröffentlichte GfK-Konsumklima zeigt heute früh, dass der Optimismus der deutschen Verbraucher im Oktober spürbar schwindet. Rund drei Viertel der Verbraucher gehen demnach aktuell davon aus, dass COVID-19 eine große bziehungsweise sehr große Bedrohung darstellt, und etwa die Hälfte macht sich große beziehungsweise sehr große Sorgen, wenn es um die persönliche Zukunft geht. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartungen wie auch die Anschaffungsneigung müssen Einbußen hinnehmen. Folglich prognostiziert GfK für das Konsumklima für November 2020 einen Wert von -3,1 Punkten, und damit 1,4 Punkte weniger als im Oktober dieses Jahres. Gut sichtbar ist der Abwärtstrend im Konsumklima im folgenden Chart. Ein Balken steht für einen Monat.


source: tradingeconomics.com

Kaufverhalten

Das Statistische Bundesamt hat heute früh Daten zum Kaufverhalten in Deutschland veröffentlicht. Man hat sich die Woche vom 12. bis 17. Oktober 2020 angeschaut, und mit früheren Zeiträumen verglichen. Wegen der steigenden Infektionszahlen ist die Nachfrage nach ausgewählten Hygieneartikeln und Lebensmitteln teils deutlich gestiegen. Die Verkaufszahlen von Toilettenpapier waren vom 12. bis 17. Oktober 2020 fast doppelt so hoch (+89,9 %) wie im Durchschnitt der Vorkrisen-Monate August 2019 bis Januar 2020. Der Absatz von Desinfektionsmitteln lag knapp drei Viertel (+72,5 %) und der von Seife knapp zwei Drittel (+62,3 %) über dem Vorkrisen-Durchschnitt. Die Grafik, die bis ins letzte Jahr zurückreicht, zeigt: Die Panikkäufe im Frühjahr waren deutlich heftiger als heute, aber der Trend zum Kauf bestimmter Waren geht aktuell bergauf.

Chart zeigt Kaufverhalten vor und während der Coronakrise

Hier weitere Detailaussagen der Statistiker:

Die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln und Seife blieb auch während des Sommers, als sich der Absatz von Lebensmitteln weitgehend normalisiert hatte, leicht überdurchschnittlich. In der 42. Kalenderwoche zog nun auch die Nachfrage nach bestimmten Lebensmitteln an. So stieg der Absatz von Mehl verglichen mit dem Vorkrisen-Durchschnitt um mehr als ein Viertel (+28,4 %) und der Absatz von Hefe um mehr als ein Drittel (+34,8 %). Die Verkaufszahlen von Teigwaren wie Nudeln waren hingegen leicht unterdurchschnittlich (-0,2 %).

Statistik zeigt Kaufverhalten für einzelne Produkte

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