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Aktuell: Trump-Kommentare zu China sorgen für Rally!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Soeben scharfe Rally nach Trump-Kommentaren:

– China würde gerne einen Deal machen

– China hat Liste gesendet von Dingen, die sie tun wollen; die Liste ist fast komplett, es fehlen nur noch vier oder fünf Punkte

– glaube, wir werden großartige Beziehung zu China haben

– will China nicht in eine schlechte Position bringen

Lustig – man sollte davon kein Wort glauben. Aber das ist genau das, was die Märkte hören wollen! Und Kurse schaffen Fakten..

21 Kommentare

21 Comments

  1. Avatar

    Wirtschafts-Doktor

    16. November 2018 19:18 at 19:18

    News aus der Kindergarten -Regierung. Es können Wetten abgeschlossen werden, wie lange es dauert bis das Dementi kommt.
    Schlussfolgerung: NACH 10 JAHREN PUSHEN DER WIRTSCHAFT MIT GRATISGELD, IST DIE WIRTSCHAFT ZU WENIG ROBUST UM DIE ZINSEN ZU NORMALISIEREN.
    ALSO WEITER MIT DER FALSCHEN MEDIZIN, OHNE RÜCKSICHT AUF DIE NEBENWIRKUNGEN

  2. Avatar

    G3ckOoo

    16. November 2018 19:31 at 19:31

    Schon lustig. Und das zu einem Zeitpunkt als der EMA50 im Gold überwunden wurde. Da geht wohl die Angst um. Die News kommen immer zur richtigen Zeit. Ob das dem Gesamtmarkt hilft bei diesem hin und her ohne Ergebnis mit mal wieder leeren Versprechungen…

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    Kritisch

    16. November 2018 19:31 at 19:31

    Aber auch nur kurz nach oben – Widerstand erreicht und retour. Das ist doch alles ein Witz!
    Ist die ganze Investorenwelt schon so verunsichert, dass sie auf jeden Furz von Mr. President reagiert?

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    Beobachter

    16. November 2018 19:35 at 19:35

    Donald der Börsenpusher hat keine Ahnung von Timing, denn wenn es ihm gelingen sollte die Börsen noch ein Jahr zu halten oder sogar höher zu bringen, würde er kurz vor den Wahlen einen Jahrhundert – Crash
    erleben.
    Meine Variante, jetzt eine Korrektur zulassen, die Schuld könnten er der FED zuschieben u. dann könnte er vor den Wahlen als Retter auftreten.

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    Beobachter

    16. November 2018 19:49 at 19:49

    @ Kritisch , die Halbwertszeit der Trump – Märchen wird immer kürzer, schnell alle Bären ausgestoppt,
    aber die Bären sind noch nicht im Winterschlaf u. immer noch hellwach u.sind sofort wieder Short gegangen.
    Die Amis können zwar ihre Zinsen manipulieren, aber sie können das Problem der Chinesen nicht lösen.
    Wie ich schon früher erwähnte, ist die Situation Chinas ähnlich wie die der Japaner 1989, NUR ETWA 5 Nummern grösser.

    • Avatar

      Kritisch

      16. November 2018 20:06 at 20:06

      Hallo Beobachter! Also ich glaube nicht, dass damit irgend ein Bär ausgestoppt wurde. Bei dieser Vola in den letzten Tagen wäre es ja ein Unding mit engen Stopps zu agieren. Bin auch short aber sehr langfristig angelegt, da ich der Überzeugung bin, dass es in geraumer Zeit bei den US Indi´s so richtig rappelt im Karton.

      • Avatar

        Segler

        16. November 2018 21:03 at 21:03

        Sorry, aber kein Profi arbeitet mit Stops. Solche Handelsweisen kennzeichnen den Kleintrader.
        Grosse Spieler und Profis agieren mit der Kombination aus Optionen, Futures und Volaprodukten.
        Sie arbeiten mit volumengewichteten Durchschnitten und orientieren sich an Deltas.
        Nicht an „Marken“
        Hedgefunds agieren gern mit Fibos.
        Wer Stops setzt, der hat nicht verstanden wie wirkliches Traden geht.
        Den Aufschrei der hiesigen versammelten Börsianer und Hobbytrader höre ich bis die Schweiz. ;-)
        Dennoch stimmt es
        Gruss vom Vola- und Optionshändler

        • Avatar

          Kritisch

          19. November 2018 08:11 at 08:11

          Hallo Hr. SEGLER!
          Recht herzlichen Dank für ihre Belehrung. Sie haben natürlich Recht, ich bin ein Amateur oder wie sie zu sagen pflegen ein Kleintrader (ab wann ist man eigentlich ein Kleintrader?)Im Gegensatz zu den von ihnen so hoch gepriesenen Profis handle ich aber mit meinen eigenen über Jahrzehnte hartverdienten „Kröten“. Und, sehr geschätzter Hr. SEGLER, ich handle ausschließlich CFD´s (vermutlich das nächste NO-GO, oder?). Es macht mir aber ausgesprochen Spaß und mit einer Performance von rd. 120% bin ich durchaus mit meinem „Kleintrader-Dasein“ zufrieden.
          Liebe Grüße eines Kleintraders an einen Profi-Trader!

          • Avatar

            Segler

            19. November 2018 09:26 at 09:26

            Mensch @Kritisch – Ich will niemanden belehren oder angreifen oder gar diffamieren. Wenn ich schrieb dass grosse Profis nicht mit Stops arbeiten, weil sie ganz andere Handelsweisen haben als wir, dann muss sich doch niemand auf den Schlips getreten fühlen. Auch Sie nicht. Im übrigen empfinde ich Ihre Unterstellungen als unfair.
            Ich habe auch mich selbst niemals als „Profi“ bezeichnet.
            Aber ich möchte kein Öl ins Feuer giessen.
            Wenn Sie mit Ihren Tradingerfolgen konsistent pro Jahr bei 120 % liegen (so verstehe ihre Worte), dann spielen Sie in der Champions Leage.Die Trading-Weltmeister kommen auch nur wenig drüber hinaus. Chapeau !

            Ich gehe davon aus, dass Sie irgendwo im sechsstelligen Bereich handeln, wenn Sie alle 9 Monate ihr Konto verdoppeln.
            Ob unter solchen Voraussetzungen nicht ein wenig mehr Nonchalence und Gelassenheit zu erwarten ist ?
            Aber manchmal ist die Haut dünn – das kenne ich von mir selber.
            Vielleicht lernen wir uns einmal kennen.
            Herzliche Grüsse

        • Avatar

          Michael

          20. November 2018 00:37 at 00:37

          @Segler, wer soll Sie je verstehen? Ich zitiere den meist überheblichen Segler:
          Sorry, aber kein Profi arbeitet mit Stops. Solche Handelsweisen kennzeichnen den Kleintrader. Grosse Spieler und Profis agieren mit der Kombination aus Optionen, Futures und Volaprodukten. Sie arbeiten mit volumengewichteten Durchschnitten und orientieren sich an Deltas.
          Wer Stops setzt, der hat nicht verstanden wie wirkliches Traden geht.

          Ich zitiere den ab und an relativierenden, zurückrudernden Segler:
          Mensch @Kritisch – Ich will niemanden belehren oder angreifen oder gar diffamieren. Wenn ich schrieb dass grosse Profis nicht mit Stops arbeiten, weil sie ganz andere Handelsweisen haben als wir, dann muss sich doch niemand auf den Schlips getreten fühlen. Auch Sie nicht.

          Danach sofort wieder der typische Segler aus Absatz 1:
          Im übrigen empfinde ich Ihre Unterstellungen als unfair.

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    Columbo

    16. November 2018 19:51 at 19:51

    Schon bedenklich, wenn so eine Nachricht keine neuen Allzeithochs mehr bewirkt und es kurz darauf wieder abwärts geht. Da sind größere Probleme unterwegs, als die Zollstreitereien.

    • Avatar

      Wolfgang M.

      16. November 2018 20:15 at 20:15

      @Columbo. Doch darum geht es. Die Marktreaktion resultiert aus dem überhörten Zusatz von Trump. „China wants to make a deal….but I think it’s not enough for me!“
      Wie auf einem Basar!
      Aber mit einem haben Sie recht. Der Zollstreit lähmt die Weltwirtschaft.
      Gruß

  7. Avatar

    Altbär

    16. November 2018 20:09 at 20:09

    @ Columbo, der Fang Index macht etwa minus 2,8 %
    Wenn man diesen Chart ansieht u.den Anstieg der letzten Monate berücksichtigt komme ich zur Einsicht, dass diese Werte weder mit Reden noch mit manipulieren zu halten sind.
    Zudem ,das grösste Problem von dem fast niemand spricht , die total überschuldeten Unternehmen in China u. USA werden in Kürze das Karten Haus stürzen.

  8. Avatar

    Goldsammler

    16. November 2018 20:10 at 20:10

    Wie am letzten Samstag schon gesagt, er wird versuchen Ihnen den Stecker zu ziehen und wird auch eine Weltwirtschaftskrise dafür in Kauf nehmen.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      16. November 2018 20:15 at 20:15

      Hallo Herr Sittner, jep, so sieht es aus!
      Ich hoffe, Sie haben den Abend in Hamburg noch genossen – und sind gut zurück ins südwestfränkische gekommen :)

      Beste Grüsse!

  9. Avatar

    Beobachter

    16. November 2018 20:19 at 20:19

    @Kritisch, ich dachte natürlich an die Tagestrader, ich denke genau wie sie, ich ziehe das Ding durch.Ich bin Short beim Nasdaq bei 7600 u. steige frühestens bei 6400 aus.Ich wurde jetzt lange als Bär zum Affen gehalten u.muss dabei sein wenn die DICKFISCHE alle zur Tür raus wollen. Ich schaue von aussen zu u.mache erste Hilfe wenn sich die Bullen gegenseitig die Hörner in den Kopf stossen.

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    Doc79

    16. November 2018 20:26 at 20:26

    Äh was für ne Rallye?

  11. Avatar

    Kritisch

    16. November 2018 20:27 at 20:27

    Ich hoffe nur, dass die weltweit mit Abstand mächtigsten Waffenproduzenten der USA in Mr. President nicht einen „Deppen“ gefunden haben der nicht nur eine Wirtschaftskrise auslöst, was ja diesen Herren nichts nützen würde. Ein ähnliches Beispiel hatten wir schon mal vor rd. 85 Jahren nur waren da die eigentlichen Treiber und Finanziers die europäischen Stahl-u. Waffenschieber!

  12. Avatar

    G3ckOoo

    16. November 2018 23:23 at 23:23

    Die Wirtschaft ist doch sowieso am Ende. Eine Normlisierung der Zinsen auf alte Niveaus ist eine Utopie. Wie soll das gehen? Bereits 2% und die Schwellenländer kolabieren. Umschuldung zu niedrigeren Zinssätzen für die Schuldner ist nicht mehr möglich wenn man bei 0% angekommen ist.

    Was die USA machen ist nichts anderes als zu versuchen dem ganzen durch Zölle zu entgehen. Man nimmt sein Schicksal selbst in die Hand. Dazu spielen sie ihren USD als Waffe aus. Zu doof nur, dass selbst die EU sich querstellt und die Vorherschafft der USA schwindet. USA vs rest der Welt. Das wird nicht funktionieren. Das Kartenhaus wird in sich zusammenfallen und am härtesten wird es die USA selbst treffen.

  13. Avatar

    Trader vom Swingerclub

    18. November 2018 14:01 at 14:01

    @Segler, KEIN PROFI ARBEITET MIT STOPS ? ?
    Da kommt leider wieder einmal die total unsympathische Seite des Seglers hervor.Nur seine Srategie u. Handelsweise ist richtig.Haben etwa die Kleinanleger oder Hausfrauen die Stops erfunden ?Diese Tages Hin u.Her- Hopser sollten endlich begreifen, das es auch Swingtrader u.Langfristanleger gibt.
    Z. B. beim Rohöl, 2 Versuche um am alten Hoch eine Short- POS. Zu bekommen mit je o.5 Punkte Risiko.
    Hat beim zweiten Versuch geklappt, Short – POS. mit ca 18 Pt.im Plus laüft immer noch.Dies ist ein Super Trade ohne grosses Risiko, obwohl die sogenannten Superprofis schon die 100 Dollar in Sicht hatten.
    Übrigens hat eine grosse Nummer der Finanz Industrie kürzlich geschrieben:
    Die Finanzmärkte mit Aktien u. Optionen seien mit den Manipulationen schon dermassen ein Casino,dass er die Volamärkte überhaupt nicht anfasse, Diese seien nämlich „ DERIVATE HOCH 5 „
    Ich glaube Roberto hatte es auch schon erwähnt, man kann auch mit einfachen Strategien Geld verdienen,
    schlussendlich muss man nur die Richtung u.das Timing der manipulierten Märkte richtig einschätzen
    Ich denke Einige wären froh, sie hätten im Oktober mit Stops gearbeitet.Alle waren so sicher, dass vor den Midterms nichts mehr anbrennen kann.Habe zufällig einen Bericht gesehen ,wo Ende August.kurz vor dem Allzeithoch bei Apple, Warren Buffett sagte, dass er soeben noch zugekauft habe.Auch ein anderer Fondsmanager hat gleichzeitig bei mehreren Fang Aktien noch viel höhere Kurse prognostiziert.
    Man sollte die Kleinanleger u.Nicht- Profis nicht unterschätzen, sind sie es doch, die die nach dem nächsten Desaster den angerichteten Schaden der sogenannten Profis mit den Steuern wieder bezahlen müssen.

    • Avatar

      Segler

      18. November 2018 20:48 at 20:48

      Herrlich :-) Swingertrader. Schon der Nickname gefällt mir.
      Ich schliesse aus dieser Anspielung auf ein Gespräch nach dem Event.
      Ich habe in den drei Stunden meines Vortrgs GENAU die von Ihnen kritisierten Dinge umfangreich erläuert, mit über hundert Folien, und langen Gesprächen am after-event.
      Haben Sie all das verschlafen ?
      Sie waren doch dabei !
      Warum dann solche Unterstellungen ?
      Sie dürfen mich unsypmathisch empfinden – Wenn es Ihrem Seelenheil zuträglich ist, dann sei es Ihnen gegönnt.
      Wenn Sie dadurch bessere Handelsergebnisse erzielen, dann umso besser.
      Eine gesunde Agressivität ist im direktionalen Handel durchaus positiv.
      Wenn ich Ihnen auf diese Weise als Objekt Ihrer Agression zur Verfügung stehe, dann schlagen Sie ruhig drauf.
      :-)
      Schade nur, dass Sie mir am Samstag Ihre Kritik und Ihre Sichtweise nicht ehrlich ins Gesicht haben sagen können.
      Nun – mit menschlichen Enttäuschungen habe ich gelernt zu leben.
      Viel Erfolg weiterhin
      mit besten Grüssen

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Experte: Finger weg von Deutsche Bank und Commerzbank

Redaktion

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Von

Andre Stagge über Commerzbank und Deutsche Bank

Der Börsenexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) rät als Langfristinvestment ganz klar ab von Aktien wie Deutsche Bank und Commerzbank. Ausführlich bespricht er die Krise der Banken, und warum 2021 wohl kein gutes Jahr für sie werden wird. Auch wenn die Kurse auf den ersten Blick günstig zu sein scheinen. Eine Welle an Kreditausfällen könnte nun anstehen. Das Thema der faulen Kredite, die auch schon vor der Coronakrise da waren, aber jetzt noch deutlich ansteigen dürfen, besprechen wir oft auf FMW (siehe zum Beispiel hier). Andre Stagge geht aktuell darauf näher ein, und bietet eine Art Gesamtüberblick auf die Lage der Bankenbranche in der Krise.

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Verbraucherpreise in Deflation – Rabattschlacht bei Bekleidung

Claudio Kummerfeld

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Geldbörse in einer Klemme

Für die deutschen Verbraucherpreise im Monat Dezember liegen ganz frisch die endgültigen und ausführlichen Daten vor. Weiterhin hängen sie mit -0,3 Prozent in der Deflation. Wie die Details zeigen, passiert genau das was man erwarten darf. Weil alle Daten zeigen, dass die stationären Verkäufer in den Bereichen Bekleidung und Schuhe die großen Corona-Verlierer im Einzelhandel sind, durfte man von einer kräftigen Rabattschlacht ausgehen. Und so kam es auch. Dank Lockdown muss man mit kräftigen Rabatten die Produkte online an die Kunden bringen – Hauptsache man bekommt überhaupt Geld in die Kasse um durchzuhalten?

So kam für den Bereich Bekleidung und Schuhe im Dezember im Jahresvergleich ein deutliches Minus von 5,4 Prozent zustande. Oben drauf kommt ja für alle Endkundenprodukte noch dazu, dass der Dezember der letzte Monat mit reduzierter Mehrwertsteuer dazu. Dieser Faktor wird sich wohl auf alle Segmente ausgewirkt haben – weshalb man aber für Januar mit steigenden Preisen rechnen darf? Die Verbraucherpreise für den Sektor Verkehr lagen mit 2,7 Prozent im Minus. Hier wirken nach wie vor die schwachen Energiepreise.

Grafik zeigt Details der Verbraucherpreise für Dezember

An dieser Stelle zitieren wir auszugsweise die aktuellen Aussagen des Statistischen Bundesamts zum Gesamtjahresvergleich zwischen 2019 und 2020:

Im Jahresdurchschnitt 2020 verbilligten sich vor allem die Energieprodukte

Die Energieprodukte verbilligten sich 2020 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 4,8 % nach einem Anstieg um 1,4 % im Jahr 2019. Preisrückgänge gab es insbesondere bei leichtem Heizöl (-25,9 %) und bei Kraftstoffen (-9,9 %). Verantwortlich war neben der Senkung der Mehrwertsteuersätze vor allem der Ölpreisverfall auf dem Weltmarkt in den ersten Monaten des Jahres. Dagegen verteuerte sich Strom um 3,0 %. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate 2020 bei +1,1 % gelegen.

Preise für Nahrungsmittel überdurchschnittlich gestiegen

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2020 gegenüber 2019 überdurchschnittlich um 2,4 %. Im Jahresverlauf hat sich der Preisauftrieb zeitgleich mit der Senkung der Mehrwertsteuersätze abgeschwächt. Deutlich teurer waren im Jahr 2020 Obst (+7,1 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+6,1 %). Günstiger hingegen wurden insbesondere Speiseöle und Speisefette (-4,1 %).

Waren verbilligten sich 2020 gegenüber 2019 um 0,4 %

Waren insgesamt verbilligten sich 2020 gegenüber 2019 um 0,4 %. Unter den Verbrauchsgütern verteuerten sich Tabakwaren (+4,9 %) deutlich, die von der Senkung der Mehrwertsteuersätze ausgenommen wurden. Unter den Gebrauchsgütern verbilligten sich zum Beispiel Telefone (-6,0 %) sowie Geräte der Informationsverarbeitung (-4,4 %).

Dienstleistungen verteuerten sich 2020 gegenüber 2019 um 1,3 %

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019 mit +1,3 % überdurchschnittlich, darunter Nettokaltmieten mit +1,4 %. Bei einigen Dienstleistungen stiegen die Preise deutlich stärker, unter anderem für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+5,2 %), Leistungen für Friseure und Körperpflege (+4,1 %) sowie für die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+3,2 %). Die Ursachen hierfür waren vielschichtig, neben der Mindestlohnerhöhung dürfte auch der Aufwand für Hygienemaßnahmen zur Vermeidung von Corona-Infektionen relevant gewesen sein. Günstiger wurden vor allem Fahrkarten im Bahnfernverkehr (-14,9 %), bedingt vor allem durch die bereits seit Jahresbeginn abgesenkte Mehrwertsteuer für Bahnfernfahrten von 19 % auf 7 %.

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Covid-19: Sehen wir bald Peak-Corona? Einiges spricht dafür!

Es gibt einige Aspekte, die durchaus dafür sprechen, dass der Hochpunkt der Infektionen mit Covid-19 bereits überschritten ist!

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

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Sicher klingt es extrem merkwürdig, wenn man mitten im kalten Januar, beim Auftreten von massenhaft Mutationen von Covid-19 und einer noch nicht richtig in die Gänge gekommenen Impfaktion von einem möglichen und baldigen Überschreiten des Höhepunktes der Coronakrise spricht.

Aber es gibt einige Aspekte, die durchaus dafür sprechen.

Covid-19: Impfwelle und Dunkelziffer

Eines vorweg: Gemeint ist damit nicht das Ende der Infektionen, sondern die Zahl der Neuinfektionen, die in der zweiten oder dritten Welle ständig geklettert sind.

Die Zahl der offiziell an Covid-19 Infizierten hat am 7. Januar 2021 mit über 834.000 Menschen ihren bisherigen Höhepunkt erreicht (lt. John-Hopkins-Universität). Seither geht es tendenziell, trotz der Mutationszahlen, nach unten.

Ist der Hochpunkt von Covid-19 bereits überschritten?

Noch muss dies nicht die Wende bei den Infektionen gewesen sein, aber es deutet sich an, dass dies zumindest bald bevorstehen könnte. Dafür sprechen einige Faktoren: Es gibt weitere temporäre Verschärfungen in den Lockdowns (Europa, USA). Der Frühling naht, denn bis zum meteorogischen Frühlingsanfang auf der Nordhalbkugel sind es nur noch sechs Wochen, und die Impfquoten werden demnächst ein Vielfaches der offiziellen Infektionszahlen erreichen. Vor allem, wenn die USA über eine Million Menschen pro Tag impfen, die EU mit ihren 27 Staaten voll einsteigt und viele andere Staaten und die für Februar deutlich erweiterte Impfstoffproduktion anschwillt.

Sonderfall Deutschland

Was Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten sehr unterschiedlich macht, ist die Zahl der bisher Infizierten und zugleich die wahrscheinlich niedrigere Dunkelziffer zu anderen europäischen Ländern. Die offizielle Infektionsrate mit Covid-19 liegt aktuell bei gut 2,4 Prozent, während sie in Großbritannien und vielen europäischen Staaten bei vier oder gar fünf Prozent liegt, bei einer gleichzeitig deutlich höheren Dunkelziffer. Das heißt, die Gesamtinfektionsrate läge möglicherweise in Deutschland bei weniger als 10 Prozent der Bevölkerung, während sie in anderen Ländern vielleicht schon über 20 Prozent liegt. Mit großer Auswirkung für die durch die Impfung zu beschleunigende Gefahrenabwehr gegenüber der Pandemie. Vorteil USA, auch wenn es makaber klingt: Wegen einer „offiziellen“ Infektionsrate von 7,5 Prozent, einer vielfach höheren Dunkelziffer, weil sich Teile der Bevölkerung bis zuletzt aus Angst vor beruflichen Konsequenzen nicht haben testen lassen und das Virus weitaus mehr verharmlost wurde, als in Deutschland. Und jetzt Joe Biden mit allem Einsatz 100 Millionen Menschen in sehr kurzer Zeit impfen lassen will.

In Deutschland kommt noch das Gefahrenmoment einer relativ alten Bevölkerung zum Tragen.

Laut statista gibt es derzeit in Deutschland rund 18,1 Millionen Menschen, die 65 Jahre oder älter sind. Ein prozentualer Anteil von rund 22 Prozent an der Gesamtbevölkerung im Lande. Dabei etwa drei Millionen Pflegebedürftige, über zwei Millionen zuhause und mit anderen Familienangehörigen zusammenlebend. Auch die Zahl der über 80-Jährigen liegt in Deutschland bei über fünf Millionen, es leben sogar schon 20 Tausend Hundertjährige in Deutschland.

Aus diesen Zahlen erklärt sich auch die große Fürsorgepflicht der Regierung gegenüber der älteren Bevölkerung.

Hier liegt auch der große Effekt der Impfaktion in Deutschland, denn bis vor Kurzem lag der Anteil der Coronatoten bei den über 70-Jährigen bei 87 Prozent und 70 Prozent bei den über 80-Jährigen. Diese Altersgruppen sollten jedoch in der großen Mehrheit bis in den März geimpft sein.

China und Indien

Ein Drittel der Menschheit (über 2,8 Milliarden Menschen) lebt in diesen beiden Ländern. Und wie sehen die Infektionszahlen aus? China wird sich weiter abschotten (bei unglaublich niedrigen Infektionen) und selbst impfen und im 1,39 Milliarden-Land Indien (mit der halben Bevölkerung unter 20 Jahre) zeigen die Zahlen schon seit Monaten nach unten.

Covid-19 in Indien

Fazit

Natürlich wird es nicht einfach sein, die Menschheit in ihrer Gesamtheit gegen Covid-19 zu impfen. Man weiß auch weder wie lange eine „erimpfte“ Immunität gegen Corona anhält, noch im Entferntesten, wie viele Menschen die natürliche Immunität bereits erlangt haben. Dabei soll die Krankheit bei einem Großteil der jungen Menschen sogar symptomlos verlaufen. Die Zahl der jungen Menschen unter 18 Jahre beträgt weltweit 30 Prozent, immerhin über 2,3 Milliarden Jungbürger.

Aber sollten sich die Impfpläne so umsetzen lassen, wie von den Firmen und den Ländern mit ihren Gesundheitsbehörden geplant, wird sich rasch Peak Corona einstellen. 750.000 Neuinfektionen, mit abnehmender Tendenz gegenüber Millionen täglicher Impfungen, zunächst bei den „Vulnerablen“, Peak Corona eben, auch wenn die Pandemie nicht so schnell erledigt sein dürfte. Was sind da nicht alles für Fragen offen, in Richtung Immunität, Übertragbarkeit und so weiter, aber aus meiner Sicht gibt es ein gewaltig helles Licht am Ende des Tunnels, zumindest für Covid-19.

Der Peak bei Covid-19 könnte bereits überschritten sein!

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