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Aktuell: Trump-Kommentare zu China sorgen für Rally!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Soeben scharfe Rally nach Trump-Kommentaren:

– China würde gerne einen Deal machen

– China hat Liste gesendet von Dingen, die sie tun wollen; die Liste ist fast komplett, es fehlen nur noch vier oder fünf Punkte

– glaube, wir werden großartige Beziehung zu China haben

– will China nicht in eine schlechte Position bringen

Lustig – man sollte davon kein Wort glauben. Aber das ist genau das, was die Märkte hören wollen! Und Kurse schaffen Fakten..

21 Kommentare

21 Comments

  1. Avatar

    Wirtschafts-Doktor

    16. November 2018 19:18 at 19:18

    News aus der Kindergarten -Regierung. Es können Wetten abgeschlossen werden, wie lange es dauert bis das Dementi kommt.
    Schlussfolgerung: NACH 10 JAHREN PUSHEN DER WIRTSCHAFT MIT GRATISGELD, IST DIE WIRTSCHAFT ZU WENIG ROBUST UM DIE ZINSEN ZU NORMALISIEREN.
    ALSO WEITER MIT DER FALSCHEN MEDIZIN, OHNE RÜCKSICHT AUF DIE NEBENWIRKUNGEN

  2. Avatar

    G3ckOoo

    16. November 2018 19:31 at 19:31

    Schon lustig. Und das zu einem Zeitpunkt als der EMA50 im Gold überwunden wurde. Da geht wohl die Angst um. Die News kommen immer zur richtigen Zeit. Ob das dem Gesamtmarkt hilft bei diesem hin und her ohne Ergebnis mit mal wieder leeren Versprechungen…

  3. Avatar

    Kritisch

    16. November 2018 19:31 at 19:31

    Aber auch nur kurz nach oben – Widerstand erreicht und retour. Das ist doch alles ein Witz!
    Ist die ganze Investorenwelt schon so verunsichert, dass sie auf jeden Furz von Mr. President reagiert?

  4. Avatar

    Beobachter

    16. November 2018 19:35 at 19:35

    Donald der Börsenpusher hat keine Ahnung von Timing, denn wenn es ihm gelingen sollte die Börsen noch ein Jahr zu halten oder sogar höher zu bringen, würde er kurz vor den Wahlen einen Jahrhundert – Crash
    erleben.
    Meine Variante, jetzt eine Korrektur zulassen, die Schuld könnten er der FED zuschieben u. dann könnte er vor den Wahlen als Retter auftreten.

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    Beobachter

    16. November 2018 19:49 at 19:49

    @ Kritisch , die Halbwertszeit der Trump – Märchen wird immer kürzer, schnell alle Bären ausgestoppt,
    aber die Bären sind noch nicht im Winterschlaf u. immer noch hellwach u.sind sofort wieder Short gegangen.
    Die Amis können zwar ihre Zinsen manipulieren, aber sie können das Problem der Chinesen nicht lösen.
    Wie ich schon früher erwähnte, ist die Situation Chinas ähnlich wie die der Japaner 1989, NUR ETWA 5 Nummern grösser.

    • Avatar

      Kritisch

      16. November 2018 20:06 at 20:06

      Hallo Beobachter! Also ich glaube nicht, dass damit irgend ein Bär ausgestoppt wurde. Bei dieser Vola in den letzten Tagen wäre es ja ein Unding mit engen Stopps zu agieren. Bin auch short aber sehr langfristig angelegt, da ich der Überzeugung bin, dass es in geraumer Zeit bei den US Indi´s so richtig rappelt im Karton.

      • Avatar

        Segler

        16. November 2018 21:03 at 21:03

        Sorry, aber kein Profi arbeitet mit Stops. Solche Handelsweisen kennzeichnen den Kleintrader.
        Grosse Spieler und Profis agieren mit der Kombination aus Optionen, Futures und Volaprodukten.
        Sie arbeiten mit volumengewichteten Durchschnitten und orientieren sich an Deltas.
        Nicht an „Marken“
        Hedgefunds agieren gern mit Fibos.
        Wer Stops setzt, der hat nicht verstanden wie wirkliches Traden geht.
        Den Aufschrei der hiesigen versammelten Börsianer und Hobbytrader höre ich bis die Schweiz. ;-)
        Dennoch stimmt es
        Gruss vom Vola- und Optionshändler

        • Avatar

          Kritisch

          19. November 2018 08:11 at 08:11

          Hallo Hr. SEGLER!
          Recht herzlichen Dank für ihre Belehrung. Sie haben natürlich Recht, ich bin ein Amateur oder wie sie zu sagen pflegen ein Kleintrader (ab wann ist man eigentlich ein Kleintrader?)Im Gegensatz zu den von ihnen so hoch gepriesenen Profis handle ich aber mit meinen eigenen über Jahrzehnte hartverdienten „Kröten“. Und, sehr geschätzter Hr. SEGLER, ich handle ausschließlich CFD´s (vermutlich das nächste NO-GO, oder?). Es macht mir aber ausgesprochen Spaß und mit einer Performance von rd. 120% bin ich durchaus mit meinem „Kleintrader-Dasein“ zufrieden.
          Liebe Grüße eines Kleintraders an einen Profi-Trader!

          • Avatar

            Segler

            19. November 2018 09:26 at 09:26

            Mensch @Kritisch – Ich will niemanden belehren oder angreifen oder gar diffamieren. Wenn ich schrieb dass grosse Profis nicht mit Stops arbeiten, weil sie ganz andere Handelsweisen haben als wir, dann muss sich doch niemand auf den Schlips getreten fühlen. Auch Sie nicht. Im übrigen empfinde ich Ihre Unterstellungen als unfair.
            Ich habe auch mich selbst niemals als „Profi“ bezeichnet.
            Aber ich möchte kein Öl ins Feuer giessen.
            Wenn Sie mit Ihren Tradingerfolgen konsistent pro Jahr bei 120 % liegen (so verstehe ihre Worte), dann spielen Sie in der Champions Leage.Die Trading-Weltmeister kommen auch nur wenig drüber hinaus. Chapeau !

            Ich gehe davon aus, dass Sie irgendwo im sechsstelligen Bereich handeln, wenn Sie alle 9 Monate ihr Konto verdoppeln.
            Ob unter solchen Voraussetzungen nicht ein wenig mehr Nonchalence und Gelassenheit zu erwarten ist ?
            Aber manchmal ist die Haut dünn – das kenne ich von mir selber.
            Vielleicht lernen wir uns einmal kennen.
            Herzliche Grüsse

        • Avatar

          Michael

          20. November 2018 00:37 at 00:37

          @Segler, wer soll Sie je verstehen? Ich zitiere den meist überheblichen Segler:
          Sorry, aber kein Profi arbeitet mit Stops. Solche Handelsweisen kennzeichnen den Kleintrader. Grosse Spieler und Profis agieren mit der Kombination aus Optionen, Futures und Volaprodukten. Sie arbeiten mit volumengewichteten Durchschnitten und orientieren sich an Deltas.
          Wer Stops setzt, der hat nicht verstanden wie wirkliches Traden geht.

          Ich zitiere den ab und an relativierenden, zurückrudernden Segler:
          Mensch @Kritisch – Ich will niemanden belehren oder angreifen oder gar diffamieren. Wenn ich schrieb dass grosse Profis nicht mit Stops arbeiten, weil sie ganz andere Handelsweisen haben als wir, dann muss sich doch niemand auf den Schlips getreten fühlen. Auch Sie nicht.

          Danach sofort wieder der typische Segler aus Absatz 1:
          Im übrigen empfinde ich Ihre Unterstellungen als unfair.

  6. Avatar

    Columbo

    16. November 2018 19:51 at 19:51

    Schon bedenklich, wenn so eine Nachricht keine neuen Allzeithochs mehr bewirkt und es kurz darauf wieder abwärts geht. Da sind größere Probleme unterwegs, als die Zollstreitereien.

    • Avatar

      Wolfgang M.

      16. November 2018 20:15 at 20:15

      @Columbo. Doch darum geht es. Die Marktreaktion resultiert aus dem überhörten Zusatz von Trump. „China wants to make a deal….but I think it’s not enough for me!“
      Wie auf einem Basar!
      Aber mit einem haben Sie recht. Der Zollstreit lähmt die Weltwirtschaft.
      Gruß

  7. Avatar

    Altbär

    16. November 2018 20:09 at 20:09

    @ Columbo, der Fang Index macht etwa minus 2,8 %
    Wenn man diesen Chart ansieht u.den Anstieg der letzten Monate berücksichtigt komme ich zur Einsicht, dass diese Werte weder mit Reden noch mit manipulieren zu halten sind.
    Zudem ,das grösste Problem von dem fast niemand spricht , die total überschuldeten Unternehmen in China u. USA werden in Kürze das Karten Haus stürzen.

  8. Avatar

    Goldsammler

    16. November 2018 20:10 at 20:10

    Wie am letzten Samstag schon gesagt, er wird versuchen Ihnen den Stecker zu ziehen und wird auch eine Weltwirtschaftskrise dafür in Kauf nehmen.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      16. November 2018 20:15 at 20:15

      Hallo Herr Sittner, jep, so sieht es aus!
      Ich hoffe, Sie haben den Abend in Hamburg noch genossen – und sind gut zurück ins südwestfränkische gekommen :)

      Beste Grüsse!

  9. Avatar

    Beobachter

    16. November 2018 20:19 at 20:19

    @Kritisch, ich dachte natürlich an die Tagestrader, ich denke genau wie sie, ich ziehe das Ding durch.Ich bin Short beim Nasdaq bei 7600 u. steige frühestens bei 6400 aus.Ich wurde jetzt lange als Bär zum Affen gehalten u.muss dabei sein wenn die DICKFISCHE alle zur Tür raus wollen. Ich schaue von aussen zu u.mache erste Hilfe wenn sich die Bullen gegenseitig die Hörner in den Kopf stossen.

  10. Avatar

    Doc79

    16. November 2018 20:26 at 20:26

    Äh was für ne Rallye?

  11. Avatar

    Kritisch

    16. November 2018 20:27 at 20:27

    Ich hoffe nur, dass die weltweit mit Abstand mächtigsten Waffenproduzenten der USA in Mr. President nicht einen „Deppen“ gefunden haben der nicht nur eine Wirtschaftskrise auslöst, was ja diesen Herren nichts nützen würde. Ein ähnliches Beispiel hatten wir schon mal vor rd. 85 Jahren nur waren da die eigentlichen Treiber und Finanziers die europäischen Stahl-u. Waffenschieber!

  12. Avatar

    G3ckOoo

    16. November 2018 23:23 at 23:23

    Die Wirtschaft ist doch sowieso am Ende. Eine Normlisierung der Zinsen auf alte Niveaus ist eine Utopie. Wie soll das gehen? Bereits 2% und die Schwellenländer kolabieren. Umschuldung zu niedrigeren Zinssätzen für die Schuldner ist nicht mehr möglich wenn man bei 0% angekommen ist.

    Was die USA machen ist nichts anderes als zu versuchen dem ganzen durch Zölle zu entgehen. Man nimmt sein Schicksal selbst in die Hand. Dazu spielen sie ihren USD als Waffe aus. Zu doof nur, dass selbst die EU sich querstellt und die Vorherschafft der USA schwindet. USA vs rest der Welt. Das wird nicht funktionieren. Das Kartenhaus wird in sich zusammenfallen und am härtesten wird es die USA selbst treffen.

  13. Avatar

    Trader vom Swingerclub

    18. November 2018 14:01 at 14:01

    @Segler, KEIN PROFI ARBEITET MIT STOPS ? ?
    Da kommt leider wieder einmal die total unsympathische Seite des Seglers hervor.Nur seine Srategie u. Handelsweise ist richtig.Haben etwa die Kleinanleger oder Hausfrauen die Stops erfunden ?Diese Tages Hin u.Her- Hopser sollten endlich begreifen, das es auch Swingtrader u.Langfristanleger gibt.
    Z. B. beim Rohöl, 2 Versuche um am alten Hoch eine Short- POS. Zu bekommen mit je o.5 Punkte Risiko.
    Hat beim zweiten Versuch geklappt, Short – POS. mit ca 18 Pt.im Plus laüft immer noch.Dies ist ein Super Trade ohne grosses Risiko, obwohl die sogenannten Superprofis schon die 100 Dollar in Sicht hatten.
    Übrigens hat eine grosse Nummer der Finanz Industrie kürzlich geschrieben:
    Die Finanzmärkte mit Aktien u. Optionen seien mit den Manipulationen schon dermassen ein Casino,dass er die Volamärkte überhaupt nicht anfasse, Diese seien nämlich „ DERIVATE HOCH 5 „
    Ich glaube Roberto hatte es auch schon erwähnt, man kann auch mit einfachen Strategien Geld verdienen,
    schlussendlich muss man nur die Richtung u.das Timing der manipulierten Märkte richtig einschätzen
    Ich denke Einige wären froh, sie hätten im Oktober mit Stops gearbeitet.Alle waren so sicher, dass vor den Midterms nichts mehr anbrennen kann.Habe zufällig einen Bericht gesehen ,wo Ende August.kurz vor dem Allzeithoch bei Apple, Warren Buffett sagte, dass er soeben noch zugekauft habe.Auch ein anderer Fondsmanager hat gleichzeitig bei mehreren Fang Aktien noch viel höhere Kurse prognostiziert.
    Man sollte die Kleinanleger u.Nicht- Profis nicht unterschätzen, sind sie es doch, die die nach dem nächsten Desaster den angerichteten Schaden der sogenannten Profis mit den Steuern wieder bezahlen müssen.

    • Avatar

      Segler

      18. November 2018 20:48 at 20:48

      Herrlich :-) Swingertrader. Schon der Nickname gefällt mir.
      Ich schliesse aus dieser Anspielung auf ein Gespräch nach dem Event.
      Ich habe in den drei Stunden meines Vortrgs GENAU die von Ihnen kritisierten Dinge umfangreich erläuert, mit über hundert Folien, und langen Gesprächen am after-event.
      Haben Sie all das verschlafen ?
      Sie waren doch dabei !
      Warum dann solche Unterstellungen ?
      Sie dürfen mich unsypmathisch empfinden – Wenn es Ihrem Seelenheil zuträglich ist, dann sei es Ihnen gegönnt.
      Wenn Sie dadurch bessere Handelsergebnisse erzielen, dann umso besser.
      Eine gesunde Agressivität ist im direktionalen Handel durchaus positiv.
      Wenn ich Ihnen auf diese Weise als Objekt Ihrer Agression zur Verfügung stehe, dann schlagen Sie ruhig drauf.
      :-)
      Schade nur, dass Sie mir am Samstag Ihre Kritik und Ihre Sichtweise nicht ehrlich ins Gesicht haben sagen können.
      Nun – mit menschlichen Enttäuschungen habe ich gelernt zu leben.
      Viel Erfolg weiterhin
      mit besten Grüssen

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Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Redaktion

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Von

Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2021 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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