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Trump nach Cook-Absetzung: Angriff auf den Einfluss in der Fed

Trump nach Cook-Absetzung: Angriff auf den Einfluss in der Fed
Fed-Vertreter bei der Sitzung des Federal Reserve Board am 25. Juni in Washington. Foto: Al Drago/Bloomberg

Donald Trump rüttelt erneut am Fundament der Federal Reserve: Mit der überraschenden Absetzung von Lisa Cook verschärft er den Machtkampf um die Geldpolitik. Insidern zufolge prüft die Trump-Administration nun sogar Wege, mehr Kontrolle über die Präsidenten der regionalen Fed-Banken zu erlangen – ein Schritt, der das traditionell unabhängige Notenbank-System weiter ins Wanken bringt.

Trump will mehr Einfluss in der Fed

Wie Bloomberg aktuell unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, prüft die Trump-Administration, wie sie mehr Einfluss auf die zwölf regionalen Notenbanken der Federal Reserve gewinnen kann – womöglich sogar über die Personalentscheidungen in Washington hinaus. Dies hat zuletzt auch zu Unsicherheit an den Märkten und einer erhöhten Nachfrage nach sicheren Häfen wie Gold geführt.

Sollte die Absetzung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook durch Donald Trump vor Gericht Bestand haben, verschafft ihm dies die Chance auf eine Mehrheit im siebenköpfigen Board der Fed-Gouverneure. Der für die geldpolitischen Entscheidungen zuständige Offenmarktausschuss (FOMC) besteht indessen nicht nur aus den Gouverneuren, sondern auch aus fünf Präsidenten der regionalen Notenbanken – und diese werden weder vom Weißen Haus nominiert noch vom Senat bestätigt.

Sollte das Weiße Haus nun auch das Verfahren zur Ernennung und Wiederbestätigung der Präsidenten der Regionalbanken genauer unter die Lupe nehmen – eine Aufgabe, die zwischen den privaten Verwaltungsräten dieser Banken und dem Board of Governors geteilt ist –, wäre das ein weiterer außergewöhnlicher Schritt in Trumps anhaltendem Versuch, Einfluss auf die Geldpolitik der US-Notenbank zu nehmen. Traditionell gilt diese Sphäre als weitgehend undabhängig und abgeschirmt von politischem Druck.

Kate Davidson spricht bei Bloomberg darüber, wie der Einfluss von Trump aussehen könnte und wie sich dies auf die Federal Reserve auswirken könnte.

Einfluss über das Auswahlverfahren ausüben

Die nächste Überprüfungsliste der Präsidenten der regionalen Notenbanken steht im Februar an, ein turnusmäßiger Fünfjahresakt des Board of Governors. Dieser Termin hat durch Trumps Ankündigung von Cooks Absetzung erheblich an Gewicht gewonnen. Die Regierung wirft ihr Hypothekenbetrug vor, Cook will den Schritt juristisch anfechten, wie ihr Anwalt am Dienstag mitgeteilt hat.

Wie zu hören ist, hatten mehrere Präsidenten regionaler Fed-Banken bereits vor der Personalie Cook Sorge, was die Pläne von Trump für ihre eigene Zukunft bedeuten könnten. Die Nachricht von Cooks Absetzung am späten Montagabend verstärkte diese Unruhe – so sehr, dass sich Fed-Präsidenten dem Vernehmen nach telefonisch berieten, was der Schritt für sie selbst heißen könnte.

Ein Sprecher der Federal Reserve lehnte gegenüber Bloomberg eine Stellungnahme ab. Das Weiße Haus reagierte nicht umgehend auf eine Anfrage.

Insidern zufolge will die US-Regierung mit ihrem Vorgehen nicht erreichen, dass die Notenbank eine im Taubenlager verortete Geldpolitik betreibt. Vielmehr gehe es darum, das Auswahlverfahren für die Präsidenten der Regionalbanken stärker zu prüfen – schließlich müssen diese, anders als die Gouverneure, nicht vom Senat bestätigt werden.

Im FOMC sitzen neben dem Chef der New Yorker Fed jeweils vier weitere Präsidenten der insgesamt elf regionalen Notenbanken, die nach einem jährlichen Rotationsprinzip wechseln.

FMW/Bloomberg



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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1 Kommentar

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Sehr geehrter Herr Jäger,

    es geht vornehmlich darum…die Blase nicht platzen zu lassen…darum geht’s…!

    Trump will kein zweiter Herbert Hoover werden…!

    Der damalige amerikanische Präsident erbte auch eine Riesenblase ,die sich wenige Monate nach Amtsantritt so eindrucksvoll entlud…!
    In der amerikanischen Geschichtsschreibung werden die fünf Zinserhöhungen der Fed..vor dem Crash.. dafür verantwortlich gemacht…
    Das Gleiche in 2000 ,6,5 Prozent Leitzins….anschließend Crash!
    2007…5,25 Prozent Leitzins…anschließend Crash !
    Einen dritten Crash innerhalb.. von 25 Jahren… versucht der Trump deshalb zu verhindern!
    Mit dem Unterschied, die Fallhöhe ist heute eine ganz andere..gucken Sie sich an wo der Nasdaq 07 stand..und heute…!
    Buffet Indikator heute über 212 Prozent…zur Hauspreisblase in 07 gerade mal die Hälfte !
    Es ist wie es ist…Trump will den Börsencrash vermeiden, mit aller Macht, mit allen Mitteln..koste es was es wolle…Whatever it takes…!

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