Donald Trump ist wieder erwacht – und attackiert einmal mehr per Twitter die Fed und besonders Fed-Chef Powell! Die Fed und Powell seien naiv und sollten das tun, was andere Länder bereits täten – nämlich die Zinsen auf Null senken oder gar Negativzinsen einführen. Angesichts von (angeblich!) Null Inflation sei das eine nur einmal vorkommende Gelegenheit, zumal die USA sowieso die niedrigsten Zinsen zahlen sollten aufgrund ihrer doch so grandiosen Wirtschaft:
The Federal Reserve should get our interest rates down to ZERO, or less, and we should then start to refinance our debt. INTEREST COST COULD BE BROUGHT WAY DOWN, while at the same time substantially lengthening the term. We have the great currency, power, and balance sheet…..
— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) September 11, 2019
….The USA should always be paying the the lowest rate. No Inflation! It is only the naïveté of Jay Powell and the Federal Reserve that doesn’t allow us to do what other countries are already doing. A once in a lifetime opportunity that we are missing because of “Boneheads.”
— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) September 11, 2019
Mit „lenghten the term“ spielt Trump übrigens auf die Überlegungen der US-Regierungen an (kürzlich von Mnuchin geäußert), neue langlaufende Staatsanleihen (50 Jahre und 100 Jahre) einzuführen.
Kurz zuvor hatte Trump ebenfalls per Twitter auf die Ausnahmeregelungen Chinas bei der Bezollung von US-Importen reagiert – Peking hatte heute morgen mitgeteilt, einige US-Produkte wie Krebs-Medikamente oder verschiedende Chemikalien von der Bezollung auszunehmen. Entscheidend ist jedoch, dass die wirklich relevanten US-Produkte wie Sojabohnen oder Schweinefleisch nicht von der Bezollung ausgenommen sind.
Mithin ist das also eine Geste des goodwills Pekings, die den USA wenig bringt und gleichzeitig China nicht weh tut. Angesichts der grassierenden Scheinepest in China ist es schon erstaunlich, dass Importe von Schweinfleisch aus den USA weiter bezollt werden (kürzlich hatte Chinas Regierung bestehende Fleischreserven freigegeben).
Trump jedenfalls sieht in der Aktion Chinas offenkundig kein Entgegenkommen, sondern führt das auf den Schmerz und die Folgewirkungen zurück, die die US-Strafzölle für China bedeuten aufgrund der Sprengung von Lieferketten und der Verlegung von Produktion raus aus dem Reich der Mitte:
“China suspends Tariffs on some U.S. products. Being hit very hard, supply chains breaking up as many companies move, or look to move, to other countries. Much more expensive to China than originally thought.” @CNBC @JoeSquawk
— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) September 11, 2019
Chinas Sprachrohr Hu Xijin, Chefredakteur der „Global Times“, reagiert scharf auf die Aussagen Trumps; sie seien „lächerlich“, Trump kenne Chinas Wirtschaft nicht, die US-Bevölkerung würde seine Aussagen durchschauen:
Odd and hilarious analysis. His understanding of the Chinese economy is obviously based on hearsay. It is believed the great president of the US can recognize the superficiality of this kind of analysis, and the American mainstream society won't be misled by it. https://t.co/WnPJeipCGl
— Hu Xijin 胡锡进 (@HuXijin_GT) September 11, 2019
Kommentare lesen und schreiben, hier klicken














