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Europa

Trump noch zorniger? EU-Überschuss gegen USA wächst weiter deutlich an

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Das dürfte Donald Trump noch zorniger und entschlossener machen. Er ist eh gerade dabei Land auf Land ab China, Kanada, EU und Mexiko mit neuen Zöllen zu überziehen. Da trudelt heute die Nachricht der EU-Statistiker von Eurostat auf den Tisch, dass der EU-Überschuss im Außenhandel gegenüber den USA weiter kräftig gewachsen ist.

Heute liegen die neuesten Daten für den Monat April vor. Für den Betrachtungszeitraum Januar-April 2018 im Vergleich zu Januar-April 2017 ist der EU-Überschuss im Warenhandel gegen die USA um 5,6 auf 45,4 Milliarden Euro gewachsen (+14%). Wie gesagt, das ist der Überschuss, der so stark gewachsen ist! Die Exporte der EU-Staaten Richtung USA stiegen um 3%, die Importe aus den USA fielen um 3%.

Da dürften ein paar winzige Stahlzölle kaum ausreichen um dieses wachsende Defizit zu bekämpfen. Die Wahrscheinlichkeit wird auch dank solcher Daten immer größer, dass Trump sich bald um die europäischen Autohersteller „kümmert“.

Das gigantische Defizit der EU gegenüber China ist übrigens um 1 Milliarde auf 56,9 Milliarden Euro gewachsen. Die Defizite gegenüber Russland und Norwegen lassen sich stets durch die enormen Energie-Importe erklären (Öl und Gas). Die Grafik zeigt: Würde die EU nicht kräftig gen USA exportieren, sähe die Handelsbilanz der Europäer so richtig düster aus!

Nur für April 2018 liegt die Handelsbilanz der Gesamt-EU bei -1 Milliarden Euro nach -1,4 Milliarden Euro im April 2017. Bei der Eurozone sieht es anders aus. Da Großbritannien stets enorme Defizite im Außenhandel ausweist, steht die Eurozone (also ohne UK) deutlich besser da mit +16,7 Milliarden Euro Handelsbilanz nach +15,7 Milliarden Euro im April 2017. Wenn UK also aus der EU ausgeschieden ist, wird somit auch der Überschuss der Gesamt-EU kräftig anwachsen.

Die folgende Grafik Zeigt: Für 93,6 Milliarden Euro führt die EU Energie ein, und für exportierte Industrieerzeugnisse erhält die EU im Gegenzug 94,7 Milliarde Euro Geldzufluss.

EU-Überschuss - Bild aus Hamburger Hafen
Container-Terminals im Hamburger Hafen. Foto: Michael Movchin / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

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Europa

Autozulassungen brechen europaweit massiv ein – Fiat Chrysler größter Verlierer!

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Krise? Welche Krise? Und dann noch präsentiert von eh schon viel zu pessimistischen Kommentatoren? Nein! Wenn Autozulassungen binnen eines Jahres um 7,8% einbrechen, dann darf man hier von Krise reden! So geschehen aktuell im Monat Juni im Schnitt der gesamten EU. Der folgende Chart zeigt anschaulich seit 2013 die monatlichen Steigerungen oder Einbrüche (im Jahresvergleich). Seit 10 Monaten geht es abwärts (mit einem Mini-Plus im Vormonat), während es vorher jahrelang fast nur bergauf ging.

Die aktuellen Daten stammen aus der aktuellen Veröffentlichung des europäischen Automobilverbandes „ACEA“. Das aktuell kräftige Minus von 7,8% schiebt ACEA auf einen Kalendereffekt, weil es nur 19 Werktage im Juni gegeben habe gegenüber 21 Tagen im Juni 2018. Das klingt nachvollziehbar. Schaut man aber die obige Grafik an mit den monatelangen Einbrüchen im Jahresvergleich, dann kann dies wohl kaum noch mit Sondereffekten erklärt werden.

Schweden verzeichnet im Juni 52% weniger Autozulassungen als im Vorjahr. Kalendereffekt? Österreich, Belgien, Tschechien und die Niederlande zeigen alle zweistellige Prozent-Rückgänge. Natürlich gibt es auch positive Ausreißer mit +12,7% in Irland und +41% in Litauen. Aber insgesamt ist die Lage ziemlich dürftig. In Deutschland liegt das Jahresminus bei 4,7%.

Schauen wir doch mal auf den deutlich aussagekräftigeren Vergleich von Januar-Juni 2019 im Vergleich zu Januar-Juni 2018. Hier werden Kalendereffekte und Sonstiges besser „geglättet“, als wenn man nur einen Monat mit dem Vorjahresmonat vergleicht. Im Halbjahresvergleich zu 2018 ist es EU-weit immer noch ein Minus von 3,1%. Es geht abwärts mit der Autoindustrie. Oder möchte man argumentieren, dass sich zunehmend viele Autokäufer mit Neuerwerbungen zurückhalten, bis endlich tolle und bezahlbare E-Autos verfügbar sind? (Scherz).

Autozulassungen auf einzelne Hersteller bezogen

Bleiben wir mal im aussagekräftigeren Halbjahresvergleich zum 1. Halbjahr 2018. Bei den europäischen Herstellern ist Fiat Chrysler am Stärksten betroffen mit -9,5%. Fiat als einzelne Marke verliert 10,2%. Die Volkswagen-Gruppe verliert 4,1%, wobei nur Volkswagen als Marke 6,5% verliert. Die spanische Tochter Seat sticht positiv hervor mit +6,3%. Die Franzosen (PSA und Renault) kommen offenbar deutlich besser durch die aktuelle Autoabsatz-Krise mit nur -1,2% und -1,1%. BMW und Daimler kommen auch noch halbwegs gut davon mit -1,2% und -1,5%. Aber siehe da. Ausländische Hersteller erleben derzeit massive Einbrüche in Europa. Ford verliert 7,8% bei den Autozulassungen und Nissan sogar 24,2%, Honda ist mit -15% dabei.

Autozulassungen EU Juni

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Europa

Eurozonen-Verbraucherpreise Juni: Abweichung von der Vorabmeldung

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Soeben wurden für die Eurozone die Verbraucherpreise für Juni im Detail veröffentlicht. Im Jahresvergleich steigen sie um 1,3% bei einer Erwartung von 1,2%. Damit weicht die endgültige Zahl überraschenderweise von den 1,2% der Vorabmeldung vom 28. Juni ab. Dienstleistungspreise steigen von Mai auf Juni von 1,0% auf 1,6%. Wie wir schon zu den deutschen Zahlen gemeldet hatten: Dort waren die Pauschalreisen mit explodierenden Preisen der Preistreiber, was aber nur einem Kalendereffekt geschuldet war. Offenbar schlug dieser Effekt auch auf den Gesamtschnitt der Eurozone durch! Energiepreise fallen auf Eurozonen-Ebene als Preistreiber aus, weil sie von+ 3,8% im Mai auf +1,7% im Juni einbrechen.

Verbraucherpreise Eurozone Juni

Hier weitere Details von Eurostat:

Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Griechenland (0,2%), Zypern (0,3%), Dänemark und Kroatien (je 0,5%) gemessen. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Rumänien (3,9%), Ungarn (3,4%) und Lettland (3,1%) gemessen. Gegenüber Mai ging die jährliche Inflationsrate in siebzehn Mitgliedstaaten zurück, blieb in einem unverändert und stieg in neun an. Im Juni kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Dienstleistungen (+0,73 Prozentpunkte Pp.), gefolgt von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,30 Pp.), Energie (+0,17 Pp.) sowie Industriegütern ohne Energie (+0,07 Pp.)

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Europa

Aktuell: Wirtschaftsdaten aus Großbritannien

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Soeben wurden wichtige Wirtschaftsdaten aus Großbritannien für den Monat Juni vermeldet. An dieser Stelle präsentieren wir die Daten im Jahresvergleich in Kurzform.

Verbraucherpreise 2,0% (erwartet 2,0%).

Einfuhr-Erzeugerpreise -0,3% (erwartet 0,5%).

Einzelhandelspreise 2,9% (erwartet 2,9%).

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