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Trump – Rache an Deutschland wegen Huawei?

Rächt sich Trump an Deutschland wegen der Entscheidung Merkels für die Zulassung Huaweis in der wichtigen Frage des 5G-Netzes?

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Ab 18. Oktober sollen neue US-Zölle für europäische Waren bei Einfuhren in die Vereinigten Staaten gelten, die WTO hatte mit einem Urteil gegenüber Airbus den Weg dafür frei  gemacht – sehr zur Freude von Donald Trump. Doch wenige Wochen bevor es zur Entscheidung über die Automobilzölle für Europa kommt, ist eine weitere Sache entschieden worden, die eine maßvolle Übereinkunft erschweren könnte.

 

Immer wieder Huawei – das wird Trump nicht gefallen

Ein gewaltiger Streitpunkt in der Auseinandersetzung zwischen den USA und China sind die Spionagevorwürfe für den chinesischen Weltkonzern Huawei. Den USA ist auch daran gelegen, dass der IT-Konzern (Nummer 2 als Handyproduzent und weltweiter Ausrüster des 5 G-Netzes) keine weiteren Länder ausstattet. Länder wie Australien und Japan haben Huawei vom Aufbau des Netzes ausgeschlossen, ein Land hat erst gerade die Bedenken beiseite gewischt – Deutschland. Was an und für sich keine großes Drama wäre, könnte das nicht eine andere Sache negativ beeinflussen, die gerade den Automobilstandort Deutschland schwer belasten könnte.

 

Trump und sein schwieriges Verhältnis zu Deutschland

Donald Trump hasst nach vielen Aussagen deutsche Luxuslimousinen auf der Fifth Avenue in New York, er beschwert sich über den niedrigen Wehretat der Bundesregierung, über die deutsch-russische Gaspipeline Nord Stream 2, die deutsche Flüchtlingspolitik und den deutschen Handelsüberschuss mit den USA – kurzum Deutschland ist nach China so ewas wie der Lieblingsfeind des Amerikaners. Das Verhältnis zwischen Angela Merkel und Donald Trump als frostig zu bezeichnen, wäre fast noch euphemistisch formuliert.

 

Kommt jetzt die Zollkeule?

Normalerweise würde der impulsive US-Präsident ohne langes Grübeln die deutschen Autobauer mit Zöllen belegen. Wäre da nicht fast zeitgleich im November die Entscheidung über den Landwirtschafts-Deal mit China und die Krisenzeichen in der weltweiten Konjunktur. Hat nicht die Chefökonomin des IWF, Gina Gopinath, die Krise in der Automobilindustrie als schweres Problem für das weltweite Wachstum ausgemacht? Wird Trump da noch mehr Öl ins Feuer gießen? Vielleicht kommt es deshalb nochmals zu einem Aufschub oder einem Handelskompromiss in Anbetracht der schwierigen Gemengelage.

Die Entscheidung Angela Merkels für die Zulassung Huaweis in der wichtigen Frage des 5G-Netzes hat bereits heftige US-Proteste ausgelöst. Wie wird sich der US-Präsident besänftigen lassen?

Angesichts der großen Bedeutung der Automobilindustrie für die deutsche Wirtschaft hat Wirtschaftsminister Altmaier schon extreme Vorschläge unterbereitet (komplette Abschaffung der Autozölle), um den „Worst Case“ zu verhindern. Das Agrarland Frankreich fällt ihm dabei etwas in den Rücken.

Auf jeden Fall wird es Mitte November so richtig spannend, beim APEC-Gipfel in Chile und beim Zollgipfel in Brüssel oder wo immer man auch die nächste Eskalationsstufe im Handelsstreit zu verhindern sucht.

 

Rächst sich Trump an Deutschland wegen der Entscheidung Merkels, Huawei bei den 5G-Versteigerungen zuzulassen?

By The White House from Washington, DC – #G7Biarritz, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=81666802

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Ranzentier

    17. Oktober 2019 12:33 at 12:33

    …sie dürfen aber nicht vergessen, dass auch die Amis etwas zu verlieren haben…wenn die eprivacy Verordnung in der EU hart ausgelegt wird, kann das Geschäftsmodell von Facebook, google und co stark geschwächt werden…das bedeutet stark fallende Umsätze mit Werbetreibenden…denn nur ein Prozent aller Internetbesucher würden die Marketingcookies anklicken, wenn er es aktiv entscheiden müsste…Daten sammeln wird dann deutlich schwerer…und welcher Werbekunde gibt gern Geld aus ohne danach zu wissen aus welcher Richtung die Kunden gekommen sind…

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Finanznews

Aktienmärkte: Großer Verfall – es steht viel auf dem Spiel! Videoausblick

Das für die Aktienmärkte wichtigste Ereignis ist heute der große Verfall – und es steht viel auf dem Spiel! Überlegungen zur Rally – und warum sie endete!

Markus Fugmann

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Das für die Aktienmärkte wichtigste Ereignis ist heute der große Verfall (die Laufzeit von Futures und Optionen mit Laufzeit September endet heute) – und es steht extrem viel auf dem Spiel! Denn die massiven Käufe von Call-Optionen von Privatinvestoren haben zu einer Mechanik bei Brokern geführt, die die extreme Rally vor allem der großen US-Tech-Aktien bis Anfang September weitgehend erklärt – und auch den Abverkauf dieser Aktien seitdem! Wenn nun diese Optionen verfallen sind, könnte es richtig turbulent für die Aktienmärkte werden, da die Broker dann viele Positionen verkaufen werden (die sie eingegangen waren, um die Calls der Privatinvestoren zu hedgen)..

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DAX daily: Dax-Anleger mit guter Stimmung vor dem großen Verfall

Stefan Jäger

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Der Dax hat den Kater nach der Fed abgeschüttelt und läuft mit Schwung in den großen Verfall. Heute Nachmittag ist dann der Spuk der Hexen endlich vorbei. Der deutsche Leitindex hat es schon wieder getan! Trotz vorheriger Korrektur, hat er an der 13.200er Marke geschlossen. Anfangs sah es gestern gar nicht gut aus für den Dax, direkt nach der Eröffnung lief er fast die 13.000er Marke an und markierte dabei sein Tagestief bei 13.035 Punkten. Danach setzt aber eine ABC-Erholung ein, die ihn bis zum Tageshoch bei 13.245 geführt hat. Zum Handelsschluss lag der deutsche Leitindex zwar 47 Punkte (-0,36%) im Minus, aber dennoch konnte er fast die gesamte Fed-Korrektur ausbügeln. Der Handelstag ging schließlich bei 13.208 zu Ende.

Die Ergebnisse der jüngsten US-Notenbank Sitzung haben einige Anleger enttäuscht, weshalb die Stimmung eingetrübt war. Was die Märkte vorgestern von Jerome Powell nämlich gar nicht hören wollten, war, dass er die Verantwortung für weiteren Stimulus auf die US-Regierung abgewälzt hat. Demzufolge liegt der Ball jetzt in den Händen der Demokraten und Republikanern die Verhandlungen über ein Stimuli-Paket fortzusetzen. Haben wir damit den Peak der maximalen Unterstützung der Fed gesehen? Hier mehr dazu in einem Video von Markus Fugmann.

Unter dem Strich dreht sich alles um den großen Verfall. Wenn man sich die Dax-Schlusskurse der letzten Woche anschaut (alle an und bei 13.200), dann könnte man vermuten, dass sich die Stillhalter auf den „optimalen“ Abrechnungskurs von 13.200 geeinigt haben. Hier können Sie das Verfallstag-Diagramm sehen.

News und fundamentale Daten

Alle drei Monate verfallen am Hexensabbat an den Derivatbörsen die Terminkontrakte wie Futures und Optionen. Der große Verfall im Dax, TecDax und MDax findet um 13:00 Uhr statt. Zudem verfallen Aktien zur XETRA-Schlussauktion um 17:30 Uhr. Entweder pendelt der Dax vor dem großen Verfall in einer kleinen Range hin und her oder es kommt zu wilden Bewegungen, wenn ein paar ganz große Adressen ihre schiefliegenden Optionen anpassen müssen. In den USA erfolgen die Abrechnungspreise erst in der letzten Handelsstunde (Triple Witching Hour), also zwischen 21:00 bis 22:00 Uhr deutscher Zeit.

Darüber hinaus stehen auch ein paar Konjunkturdaten auf dem Programm. Der Erzeugerpreisindex (Aug) aus Deutschland wurde bereits vor wenigen Minuten veröffentlicht. Dieser ist mit 0,0 % minimal besser als erwartet (-0,1 %) ausgefallen. Schließlich erscheinen um 16:00 Uhr noch die US-Konsumentenerwartungen sowie das Verbrauchervertrauen der Uni-Michigan.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Verfallstage können ganz unterschiedlich ablaufen. Es gibt Tage, da passiert nach der Eröffnung gar nichts mehr bis zum Verfall und Tage da entstehen vorher wilde Bewegungen. Vorbörslich notiert der Dax mal wieder in der Nähe der 13.200er Marke.

Um die gestrige Rally fortzusetzen, muss der Dax sein Tageshoch bei 12.245 überwinden. Dann steht er vor dem Widerstandsbereich 13.260 bis 13.280, an dem er die letzten drei Tage immer wieder gescheitert ist. Direkt darüber befindet sich das Dreifach-Top an und um 13.300 sowie der Pivot Punkt R1 bei 13.308. Also jede Menge Widerstand, den er durchbrechen muss, da kann er auch jederzeit abprallen und nach unten abdrehen. Schafft es der Dax den Bereich zu überwinden, dann liegen die beiden Extensionsziele bei 13.355 (200%) und 13.375 (261,8 %) vor ihm. Danach folgt der Pivot Punkt S2 bei 13.389, bevor er die 13.400 nach langer Zeit wieder überwindet und in Richtung des September-Hochs bei 13.460 läuft.

Scheitert der Dax erneut in dem Bereich zwischen 13.250 und 13.300, dann kann es wieder bergab gehen. Eine erste Unterstützung auf der Unterseite liegt am heutigen Pivot Punkt bei 13.168. Darunter befindet sich ein kleiner Unterstützungsbereich zwischen 13.127 und 13.117. An dieser Stelle könnte der Dax Halt finden und wieder zur Oberseite der Range laufen. Ansonsten folgt der Pivot Punkt S1 bei 13.087, bevor es in Richtung des gestrigen Tagestiefs bei 13.035 geht. Der gesamte Bereich zwischen 13.020 bis 12.980 dient dem Dax zudem als wichtige Unterstützung.

Nachdem die Terminkontrakte an den Derivatbörsen verfallen, kommt es zu Neupositionierungen. Dementsprechend könnten in der kommenden Handelswoche neue Impulse entstehen. Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Handelstag und ein erholsames Wochenende.

DAX daily: Tagesausblick 18.09. - M30-Chart - großer Verfall

Dax Unterstützungen (US):

13.168 – Pivot Punkt

13.127 – Punkt 2 vom Top (13.460)

13.117 – mehrfache US + WS

13.087 – Pivot Punkt S1

13.035 – Tagestief 17.09.

12.973 – Tagestief 09.09.

12.916 – Pivot Punkt S1

Dax Widerstände (WS):

13.245 – Tageshoch 17.09.

13.265 – Nachthoch

13.300 – 3-fach Top

13.308 – Pivot Punkt R1

13.355 – 200 % Extension (Nachttief 09.09.)

13.375 – 261,8 % Extension (Zwischentief)

13.389 – Pivot Punkt R2

13.460 – September-Hoch

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Haben wir „Peak Fed“ gesehen? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Während der gestrigen Pressekonferenz gerieten die Aktienmärkte plötzlich unter Druck – und ein zentraler Grund dafür scheint zu sein, dass die US-Notenbank eine Erhöhung des QE verweigerte und den Ball der US-Politik zuschob. Die Aktienmärkte wiederum hatten den fehlenden Stimulus durch die US-Politik erstaunlich gut verdaut – wohl weil man glaubte, mit der Fed jederzeit noch ein Ass im Ärmel zu haben. Nun formuliert ein US-Analyst: wir haben den Hochpunkt (peak) der Fed-Unterstützung bereits hinter uns. Nach teilweise herben Verlusten an der Wall Street (zwischenzeitlich waren sowohl im Dow Jones als auch im Nasdaq 100 alle Aktien im Minus)haben sich die Indizes wieder erholt, der zwischenzeitlich ebenfalls abgesackte Dax handelt wieder im Bereich der 13.200er-Marke. Der morgige große Verfall könnte für weitere Turbulenzen sorgen..

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