Folgen Sie uns

FMW

Trump-Rally: Auch JP Morgan erwartet jetzt die Korrektur!

Der Platzhirsch der amerikanischen Banken-Branche, JP Morgan, schließt sich den Warnungen von Goldman Sachs an. In einer Email an die Kunden der Bank empfiehlt man, den Anteil an US-Aktien zu reduzieren, weil die Märkte nun nach der Wahl in Holland zu vertrauensselig geworden seien. Der Dow Jones hat nun die obere Begrenzung des Trendkanals des seit 2009 laufenden Bullenmarkts erreicht..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Goldman Sachs hat den Bereich 2400 Punkte im S&P500 als vorläufiges Top der Trump-Rally ausgemacht, die RBS meint, die Märkte hätten die Fed falsch verstanden und die Aussagen des Statements und Yellens zu dovish interpretiert – und nun schließt sich auch der Platzhirsch der amerikanischen Banken-Branche, JP Morgan, den Warnungen an. In einer gestrigen Email an die Kunden der Bank empfiehlt man, den Anteil an US-Aktien zu reduzieren, weil die Märkte nun nach der Wahl in Holland zu vertrauensselig geworden seien.

Das Problem sei nun, so die Bank: nach dem schwachen Abschneiden von Gert Wilders bei den Wahlen in Holland würden die Märkte nun glauben, dass der Rechtspopulismus praktisch besiegt sei. Damit aber würden die Risiken unterschätzt, dass Le Pen bei dem ersten Wahlgang in Frankreich Mitte April im ersten Wahlgang stark abschneide. Daher sei das Risiko nun höher, dass die US-Märkte in den nächsten Wochen fielen, als dass sie stiegen. Zwar blieben US-Aktien langfristig attraktiv, jedoch sei ein Rückgang von 5% von den gegenwärtigen Niveaus wahrscheinlich. Investoren sollten daher US-Aktienpositionen reduzieren und im Gegenzug die viel günstigeren Aktien der Emerging Markets kaufen.

Warum die US-Aktienmärkte jenseits des Populismus-Arguments nun korrigieren sollten, sagt JP Morgan nicht. Aber der Auslöser einer Gegenbewegung oder einer schärferen Korrektur könnte der heutige Hexensabbat sein, bei dem massive Volumina zur Abrechnung kommen (alleine Optionen auf den S&P500 im Volumen von 1,4 Billionen Dollar). Seit Beginn der Trump-Rally hat es de facto keine nennenswerte Korrektur gegeben, weshalb Hedging-Positionen so gering ausgeprägt sind wie seit Dezember 2015 nicht mehr (man sah darin mangels Rücksetzer schlicht keine Notwendigkeit). Mithin ist das Verhältnis von Calls zu Puts beim VIX (Vola auf den S&P500) derzeit extrem gering, und Quant-Modelle von der RBS prognostizieren nun einen starken Anstieg der Volatilität nach dem Hexensabbat, nachdem sich der VIX in den letzten Wochen vom S&P500 abgekoppelt hatte (normalerweise verhalten sich VIX und S&P500 invers: steigt der eine, fällt der andere). Ein Grund dafür ist, dass nach dem Hexensabbat das Spiel neu beginnt und neue Absicherungs-Geschäfte getätigt werden müssen.

Charttechnisch hat etwa der Dow Jones nun die obere Begrenzung des seit 2009 laufenden Bullenmarkts erreicht:

Ziel einer solchen Korrektur wäre etwa der Ausbruchsbereich im Bereich der 18700er-Marke im Dow Jones:

Das wäre dann eine Korrektur von knapp über 10% – und damit würde nicht einmal der Bullenmarkt grundsätzlich in Frage gestellt..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Bernhard Zimmermann

    17. März 2017 16:54 at 16:54

    Das Einmaleins der Börse lautet, dass nie das passiert, was angesagt wird.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Aktienmärkte: Alle sitzen im selben Boot! Videoausblick

Die Euphorie der Aktienmärkte scheint grenzenlos: Der Dow Jones mit dem besten Monat seit dem Jahr 1987. Aber alles sitzen im selben Boot!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte auch gestern mit einem weiteren Anstieg – die Euphorie und die Rally scheinen kein Ende zu nehmen. Das Problem aber ist: alle sitzen auf der selben Seite des Bootes (vor allem in den Aktien, die zu den Corona-Verlierern gehört hatten) – und wenn plötzlich ein unerwartetes Hindernis auftaucht, dann bekommt das Boot Schlagseite und kentert. Nach dem morgigen Thanksgiving (Freitag ist halber Feiertag in den USA) werden Fonds und Pensionskassen ihre Aktien-Bestände reduzieren müssen – und das wird dann ein Gegegnwind für die Aktienmärkte. Der Dow Jones mit dem besten Monat seit dem Jahr 1987, der Russell 2000 mit dem besten Monat aller Zeiten – das Chance-Risiko-Verhältnis wird nun immer ungünstiger..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Finanznews

Aktienmärkte: Ich glaube an die Jahresendrally! Marktgeflüster (Video)

Sehen wir nun also jetzt schon den Beginn der Jahresendrally, kommt jetzt also die weitere, ungebrochene Aufwärtsbewegung der Aktienmärkte?

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte heute einmal mehr stark – weil Trump nun den Übergang zu Biden ermöglicht hat und Janet Yellen wohl neue US-Finanzminsterin wird (allerdings überschätzen die Märkte ihre Möglichkeiten, sie muß sich mit Mitch McConell auseinandersetzen!). Sehen wir nun also eine Jahresendrally, also die ungebrochene weitere Aufwärtsbewegung? Eher unwahrscheinlich – zuvor braucht es eher noch einmal eine Korrektur der völlig überhitzten Aktienmärkte (vor allem Energie-Werte etc.), bevor dann eben diese Jahresendrally einsetzen kann. Was für diese Korrektur fehlt ist ein Katalysator, eine Meldung, die die bereits all-in Investierten auf dem falschen Fuß erwischt und aus dem Markt kegelt, bevor dann die starken Hände wieder kaufen..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Finanznews

Aktienmärkte: Trumps Niederlage, Sieg der Wall Street! Videoausblick

Die Aktienmärkte steigen weiter, nachdem Trump faktisch seine Niederlage eingesteht – auch wenn er verbal weiter das Gegenteil behauptet!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte heute mit einem neuen Sprung nach oben, nachdem Donald Trump endlich den Macht-Übergabeprozess an Joe Biden zulässt. Damit gesteht der scheidende US-Präsident faktisch seine Niederlage ein, auch wenn er verbal weiter das Gegenteil behauptet – und damit den Nährboden für eine Art „Dolchstoßlegende“ in den USA begründet: die Wahl sei gestohlen, eigentlich sei Trump der legitime US-Präsident. Das wird in Zukunft noch schwere Probleme mit sich bringen in den USA (bis hin zu einer Art „Rechtsterrorismus“). Die Wall Street hingegen bekommt mit Janet Yellen eine neue US-Finanzministerin, die nicht weh tun wird (anders als das bei Elizabeth Warren der Fall gewesen wäre). Die Aktienmärkte haben Trump nun endgültig abgeschrieben..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage