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Trump: Sein politisches Ende und die Nachwirkungen für sein Imperium

Jetzt kommt es immer dicker für den Noch-US-Präsidenten Trump: Immer mehr Großfirmen wenden sich von ihm ab, das Großkapital ächtet ihn! Das hat Folgen für seine Geschäfte

Wolfgang Müller

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Jetzt kommt es immer dicker für den Noch-US-Präsidenten Trump: Immer mehr Großfirmen wenden sich von ihm ab, selbst die große deutsche Privatbank will keine weitere Verbindung zum ehemaligen Immobilienmogul mehr aufrechterhalten. Wie wird der Mann, der das Wort „verlieren“ nicht in seinem Wortschatz in Verbindung mit der eigenen Person kennt, auf die Ächtung durch das Großkapital reagieren?

Trump und seine Kariere als Unternehmer

Im Nachhinein werden sich viele fragen, wie es ein Unternehmer an die Spitze der Staatsämter schaffen konnte, obwohl seine Karriere bei Weitem nicht so glorreich gewesen ist, wie er sie selbst immer wieder vorgegeben hat. Eine unglaubliche Serie von Pleiten prägte seine Karriere und es war sein Vater, der ihn schon zu Beginn seiner Immobilienlaufbahn mehrfach vor der Pleite rettete. Viele unternehmerische Versuche waren auch daraufhin gescheitert:

  • Die Gründung von Trump Mortgage im Jahr 2006, die bereits ein Jahr später scheiterte
  • Seine Baufirma für Unterhaltungs-Resorts: Trump Taj Mahal, Trump Plaza und Trump Marina, welche 2014 mit 1,8 Milliarden Dollar Schulden Insolvenz anmeldete, nach drei vorherigen Rettungsversuchen
  • Seine Airline „Trump Shuttle“, die nie in die schwarzen Zahlen kam und an US Airways verkauft wurde
  • Sein Einstieg in die Brettspielbranche „The Game“, seine Suchmaschine für Luxusreisen „Gotrump.com“, sein Versuch im Magazinbereich „Trump Magazine“, sein Abstecher in die Alkoholbranche „Trump Vodka“, sein eigenes Football Team „New Jersey Generals“, seine eigene Universität, seine eigene Steakfirma – alles Versuche, die letztendlich gescheitert waren.

Was immer wertvoll blieb war der Markenname „Trump“, der seine Gläubiger immer wieder dazu verleitete, ihm weiter Kredite zu geben. Als es keiner mehr tat, war die Deutsche Bank der Nothelfer, mit ständigem Ärger über viele Jahre.
Was Donald Trump besonders populär machte, war sein Auftritt in der Fernsehserie-Reality-Show „The Apprentice, der Lehrling“, die er von 2004 bis 2015 moderierte. Mit großem Erfolg, wenn er sein „You’re fired!“ den Kandidaten entgegenschleuderte und seine finanzielle Einnahmequelle.

Wie schon oft berichtet wurde, liefen die Geschäfte mit den Hotels nicht gut, nicht mit dem neuen Luxushotel in Washington, nicht mit der spektakulären Golfanlage, auf die er sich eine Weile zurückziehen wollte – alles defizitär. Und dann kam Corona mit vielen kleineren Lockdowns, die aber jedes Mal und in jeder Region das Business von Donald Trump betrafen.

Das Ende seiner Präsidentschaft

Das hatte sich der US-Präsident wohl ganz anders vorgestellt. Im bedingungslosen Kampf um sein Amt verhielt Trump sich so irreal – und es bedurfte gar nicht mehr des Supergaus bei den Vorfällen am Kapitol in Washington, dass sich das große Geld von ihm abwandte. Damit hat er auch seinem Unternehmen schwer geschadet, das so sehr von der Marke „Trump“ profitiert hatte und zwar von allen Familienmitgliedern.

Die Deutsche Bank, bei der er noch mit 340 Millionen Dollar in der Kreide steht, gab bekannt, keine neuen Geschäfte mit dem Unternehmer mehr machen zu wollen. Kredite für seinen Golfclub in Miami, sein Luxushotel in Washington D.C., bei dem es schon kleine Skandälchen gab, weil er ausländische Staatsgäste zu horrenden Preisen logieren ließ sowie für ein weiteres Hotel in Chicago, werden 2023, spätestens 2024 fällig. Wie wird sich die Bank verhalten, wenn Trump, der für die Kredite persönlich haftet, zum Privatmann wird?

Ob Twitter und Facebook, die den Präsidenten von der Plattform entfernten, der Bezahldienst Stripe, Shopify, man distanziert sich von Trump, selbst der Golfverband PGA kündigte an, sein wichtigstes Turnier künftig nicht mehr auf einem Trump-Golfplatz austragen zu wollen.

Nach Angaben des Management-Professors Jeffrey Sonnenfeld, gibt es derzeit keinen bedeutenden Unternehmenschef, der Trump noch unterstützen möchte. Was für eine Phase für Donald Trump, der sich doch so gerne mit den Schönen, Reichen und Mächtigen umgibt!

Ein kleiner Rettungsanker dürften die eingenommenen Spenden sein, die er in den vier Wochen nach der Wahl von seinen Unterstützern erhalten hat – für die Organisation Save America – 207 Millionen Dollar. Dieses Geld wird er sicherlich für seine Trump Organisation einsetzen.

Schon ein seltsames Spendensystem in den USA, auch im Hinblick auf die kommenden Wahlen, wie ich in meinem Artikel vom Montag dargelegt habe. Aber das Sponsoring dürfte für den Privatmann Trump nach dem 20. Januar deutlich schwerer werden. Wenn er das Vorhaben umsetzen möchte, eine eigene Medienorganisation zu gründen.

Fazit

Der unbändige Wille von Donald Trump für eine zweite Amtszeit zu kämpfen, ist sicherlich der eigenen psychischen Verfassung geschuldet, dürfte aber auch aus finanziellen Erwägungen geschehen sein. Ohne jetzt ins Blaue zu spekulieren, das Vermögen der Trump Organization stützt sich doch unter anderem auf 15 Luxushotels, 17 internationale Golfanlagen, die Verwaltung von Luxus-Wolkenkratzern – und was leidet seit fast einem Jahr am meisten unter der Corona-Krise? Bei Zahlungsproblemen kann man einen US-Präsidenten nicht so leicht zu seinen Verpflichtungen zwingen, aber einen Privatmann? Jetzt wenden sich so viele Reiche von ihm ab, die zudem auch seine Kundschaft in seinen Resorts gewesen sind. Man spricht immer von der großen Unterstützerschar von Donald Trump. Aber wenn man sich die Protestierenden für das „Wahlopfer Donald Trump“ betrachtet, von QAnon und Vertretern der rechten Szene „Proud Boys“, viel ältere Weiße aus dem Mittleren Westen, das große Geld dürfte darunter aber nicht zu zahlreich vertreten sein..

Trump - sein politisches Ende und die Konsequenzen für seine Firmen

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    franko33

    13. Januar 2021 12:08 at 12:08

    Trump ist und war sicherlich die Verkörperung der „Old Economy“.Für uns Europäer waren
    seine Auftritte als „stärkster Mann der Welt“ meist nur äußerst peinlich.
    Jetzt soll es anscheinend extrem schnell gehen ihn loszuwerden.Die Deutschen Politiker+
    Medien überschlagen sich noch mehr auf ihn draufzuhauen,jetzt scheint er nicht mehr so
    bedrohlich zu sein.
    Doch was ist die Alternative ? Eine Frau Harris bzw.eine Kombination von Großkapital
    und Politikermarionetten mit dem Ziel der sozialistischen Diktatur ?
    Anscheinend bleibt der Menschheit nur die Wahl zwischen der einen oder anderen
    Katastrophe.Geprägt eben durch Alternativ-und Orientierungslosigkeit.
    Ich bin sicher kein Sozialist und eher Anhänger der freien Marktwirtschaft,nur eine
    Vorgabe von Grundregeln für Großkonzerne,gerade im Bezug auf Ressourcenverschwendung
    und Beschneidung von Grundrechten der persönlichen Freiheit des Einzelnen müssen
    gewährleistet sein.Sonst wird es auf mittlere und längere Sicht nicht gut ausgehen.
    Sowohl für unsere Gesellschaftssysteme als auch für die Großkonzerne.
    Leider spreche ich hier eins unser Hauptprobleme der heutigen Welt an.Es wird nur
    extrem kurzfristig gedacht

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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am

Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

Das Absichern oder Shorten eines Depots ist kein Hexenwerk. Allerdings sind wir als Börsianer natürlich eher geeicht auf steigende Kurse und Chancen. Mit anderen Worten: Shorten zählt bei den meisten von uns nicht zur ersten Begabung.

Das sind die drei goldenen Regeln:

– Fassen Sie immer punktuell und kurzfristig zu!
– Definieren Sie Ihren Depotschwerpunkt und vergessen Sie Einzelaktien!
– Legen Sie eine prozentuale Absicherungsquote fest!

Was sagen uns diese Regeln konkret?

Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

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