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Trump so gut wie sicher Sieger – was macht der Dax?

Da der Chartverlauf unmittelbar vor dem Brexit und der US-Wahl starke Ähnlichkeiten aufgewiesen hat, könnte man nun auf die Idee kommen, dass die Reaktion auch wieder ähnlich abläuft..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Stand jetzt hat Donald Trump 264 Wahlmännerstimmen und braucht nur noch sechs weitere Stimmen – das Rennen dürfte damit gelaufen sein! Derzeit liegt Trump in Wisconsin klar vorne, das wären dann weitere 10 Wahlmännerstimmen! Wenn also die US-Wahl faktisch entschieden ist, die Märkte bereits herb abverkauft haben – was kommt jetzt?

Schauen wir uns erst einmal die aktuelle Lage auf X-Dax-Basis an:

dax09-11-16

Deftiges Abwärts-Gap, ähnlich, aber nicht ganz so krass wie damals nach dem Brexit-Votum. Da nun der Chartverlauf unmittelbar vor dem Brexit und der US-Wahl starke Ähnlichkeiten aufgewiesen hat, könnte man nun auf die Idee kommen, dass nun die Reaktion auch wieder ähnlich abläuft. Schauen wir uns daher einmal an, wie der Dax unmittelbar im Juni nach dem Brexit-Votum reagiert hat:

dax09-11-162

Nach einer schnellen Erholungsbewegung nach dem Mega-Abverkauf konnte sich der Dax damals stark erholen, um dann wieder schnell abzuverkaufen, dann stieg er wieder, dann der nächste schnelle sell-off, bevor dann eine Rally von gut 1000 Punkten startete.

All das kann diesmal anders sein, schon deshalb, weil die USA ungleich wichtiger sind als Großbritannien. Aber dennoch ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass wir heute heftige Schwankungen mit starken Anstiegen und anschließenden sell-offs erleben werden! Und das mit ähnlichen Abläufen wie im Juni nach dem Brexit-Votum!

Im Devisenbereich ist das Pendel schon wieder etwas zurück geschwungen: der Dollar insgesamt zwar immer noch deutlich schwächer, aber eben nicht mehr so extrem (Euro-Dollar im Hoch bei 1,13, jetzt nur noch knapp über der 1,12; Gold im Hoch bei 1337, jetzt nur noch 1318 Dollar etc. etc.).

So weit so extrem. Die Sache wird heute heiß, Prognosen sind heute in einem solchen Umfeld natrurgemäß extrem schwierig. Aber halt, wir wagen dennoch eine: sollte nun eine impulsive Rally einsetzen, was gar nicht unwahrscheinlich ist, dann wird mit überragender Wahrscheinlichkeit noch einmal ein saftiger sell-off folgen. Die Frage ist nur: wohin läuft die Rally? Der Markt wird es uns zeigen. Achten Sie daher auf Wende-Signale in den Charts, auf die Ermüdung der Bullen, wenn sie sich ausgetobt haben.

Gemäß unserer Tsunami-Theorie ist die Wahrscheinlichkeit für eine baldige zweite Abwärtswelle sehr hoch. Während aber die erste Welle sehr schwierig zu „spielen“ ist, liegt dafür die Chance bei der zweiten Welle meist sehr gut – wenn man sich nur darüber im klaren ist, dass sie sehr wahrscheinlich kommt. Also: Augen auf beim Kursverlauf!

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Karl Müller

    9. November 2016 09:00 at 09:00

    Die Gierhaken kaufen doch sofort wieder für ihre bescheuerte Jahresendrallye. Die kaufen einfach immer, da zu viel Geld im Markt. Einfach nur gruselig…

    VG KARL

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

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New York Downtown bei Nacht

In der Branche für Finanzdaten, Börsendaten und ökonomischen Analysedaten nimmt die Konzentration auf wenige große Anbieter immer mehr zu. Es gibt Bloomberg, Reuters, große Börsenanbieter wie die Deutsche Börse oder Euronext, und es gibt gerade den Versuch der London Stock Exchange den Datenanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Euro zu übernehmen. Jetzt legt S&P Global (gehört zur Standard & Poors-Gruppe) nach und kauft den Datenanbieter IHS Markit. Und das für satte 44 Milliarden Dollar.

IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

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