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Trump-Strafzoll schon in der Realität angekommen bei der Salzgitter AG – hier die Originalaussage

Seit dem 30. März belegen die USA Importe von Grobblech des deutschen Stahlherstellers Salzgitter AG mit 22,9% Importzoll. Das ist de facto schon ein von Donald Trump angekündigter Strafzoll. Die zugrunde liegende…

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FMW-Redaktion

Seit dem 30. März belegen die USA Importe von Grobblech des deutschen Stahlherstellers Salzgitter AG mit 22,9% Importzoll. Das ist de facto schon ein von Donald Trump angekündigter Strafzoll. Die zugrunde liegende Klage von US-Herstellern gegen ausländische Hersteller stammt zwar aus April 2016, aber so wie Salzgitter es schildert, ist die Verhängung des Strafzolls aufgrund von Dumpingvorwürfen eher ein schlechter Witz, weil man fast ausschließlich seine eigenen Tochterfirmen in den USA mit Grobblech für die dortige Weiterverarbeitung beliefert hatte.

Letztlich ist also so ein Importzoll öffentlichkeitswirksam eine tolle Sache in den USA. Aber in der Realität schadet man damit dem US-Standort von Salzgitter, der durch den Importzoll verdammt teuer wird. Natürlich kann man jetzt vermuten, dass die USA in Gestalt des US-Handelsministeriums damit versuchen, dass Salzgitter zukünftig doch bitte auch dieses Ausgangsmaterial in den USA herstellen soll. Das wäre eine logisch nachvollziehbare Taktik, die wohl nicht offiziell so verkündet werden kann.


Beispielbild eines Arbeiters am Hochofen. Foto: Bundesarchiv/Wikipedia (CC BY-SA 3.0 de)

Dumping bedeutet eigentlich, dass man seine Produkte eine Zeit lang unter Herstellungskosten verkauft um kapitalschwache Konkurrenten aus dem Geschäft zu drängen. Interessant ist hierzu auch der Hinweis der Salzgitter AG in ihrer folgenden Originalerklärung. Glaubt man SPON, dann wird die EU-Kommission demnächst eine Klage bei der Welthandelsorganisation WTO einreichen gegen diese Praktiken der USA, die als unfaire Marktverzerrung verstanden werden könnten.

Aber solche Klagen, die haben Zeit und sind sehr sehr geduldig. Und außerdem hat Donald Trump eh klar gemacht, was er von solchen Institutionen wie der WTO hält. Nämlich relativ wenig bis gar nichts. Will die EU als zahmer Papiertiger zugucken, wie sich diese Praxis der Amerikaner ausweitet? Das würde den EU-Kritikern in die Hände spielen. Oder wehrt man sich und erhebt gegenläufige Strafzölle? Das will vor allem Angela Merkel wohl strikt vermeiden, da man keinen Handelskrieg will. Aber was, wenn die USA wie es zu vermuten ist, auf diesen Strafzöllen bestehen und sie ausbauen? Will man sich weiter passiv verhalten und sich damit lächerlich und angreifbar machen? Jetzt wird es so langsam ernst, Mutti und Brüssel können mal zeigen, dass auch sie (ein klein wenig) Mut haben!?

Hier Salzgitter im Wortlaut:


US Handelsministerium belegt Grobblech-Lieferungen der Salzgitter AG für konzerneigenes Rohrwerk und an weitere US-Kunden mit hohem Strafzoll

Am 30.03.2017 hat das US-Handelsministerium (DOC) Lieferungen von Grobblech aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Belgien sowie weiteren außereuropäischen Ländern mit hohen Strafzöllen belegt. Dies ist das Resultat einer im April 2016 von mehreren US-Stahlherstellern angestrengten Klage, in der diesen Ländern und ihren Herstellern Preisdumping und Schädigung des US-Marktes vorgeworfen wird.

Nach der Definition der World Trading Organization (WTO) wird es als Dumping bezeichnet, wenn eine Ware in einem Einfuhrland zu einem geringeren Preis als im Heimatmarkt des Ausfuhrlandes verkauft wird. Das DOC bezeichnet dies auch als Verkauf eines importierten Produktes zu einem „unfairen Wert“.

Im Fall der Salzgitter AG waren Lieferungen von rund 200.000 Tonnen der Ilsenburger Grobblech GmbH und der Mannesmann Grobblech GmbH Gegenstand der Untersuchung. Über 90 % dieses Materials sind von der Europipe-Tochter Berg Steel Pipe Corporation in Florida, USA, zu Pipelinerohren für den US-Markt verarbeitet worden. Europipe ist ein Joint Venture der Salzgitter AG mit der AG der Dillinger Hüttenwerke.

Am 30.03.2017 wurde vom DOC entschieden, die Grobblech-Lieferungen des Salzgitter-Konzerns in den US-Markt künftig mit 22,9 % Strafzoll zu belegen.

Die Salzgitter AG hat zur Aufklärung der Vorwürfe in vollem Umfang mit den US-Behörden kooperiert und während der vergangenen Monate erheblichen Aufwand betrieben, um nachzuweisen, dass der Vorwurf des Preisdumpings unberechtigt ist. So wurden mehrere Millionen Datensätze mit Informationen über sämtliche Grobblech-Geschäfte des Salzgitter-Konzerns im In- und Ausland zusammengestellt und übermittelt. Aus der Auswertung der Daten und der Bewertung sämtlicher Fakten lässt sich aus Sicht der Salzgitter AG kein Dumping-Tatbestand ableiten.

Die Entscheidung des DOC und die Höhe der Strafzölle für unsere Produkte sind daher für uns nicht nachvollziehbar.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Marko

    11. April 2017 15:18 at 15:18

    Aber jene „Starfzölle“ sind doch nur „Show“, die Chinesen würden sich mit den Europäern zuschliessen , danach : aus die Maus.
    Die USA, der Donald,das ist nicht die „Welt“

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Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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