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Trump taumelt nach „furchtbarer, schrecklicher, nicht guter, sehr schlechter Woche“

Da kommt er nicht mehr raus: Nach dem „furchtbaren, schrecklichen, nicht guten, sehr schlechten Tag“ (New York Post) vergangenen Freitag folgte eine furchtbare, schreckliche, nicht gute, sehr schlechte Woche für Donald Trump..

Redaktion

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Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Da kommt er nicht mehr raus: Nach dem „furchtbaren, schrecklichen, nicht guten, sehr schlechten Tag“ (New York Post) vergangenen Freitag folgte eine furchtbare, schreckliche, nicht gute, sehr schlechte Woche für Donald Trump.

Im Stundentakt hagelt es Enthüllungen, die Schlinge zieht sich zu – und es ging in den letzten Tagen eigentlich mehrheitlich gar nicht um die sonstige Causa Prima, Kremlgate.

Es scheint, als könnte Donald Trump eher seine schlüpfrige Vergangenheit als sinistre Verschwörungen mit dem Kreml zum Verhängnis werden: Der Präsident taumelt wegen Schweigegeld-Zahlungen an die Ex-Mätressen Stormy Daniels und Karen McDougal.

Ex-Anwalt Michael Cohen wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, u.a. wegen der Zuwendung von 130.000 Dollar an Stormy Daniels. „National Enquirer“-Herausgeber David Pecker gestand ein, dass er eine Zahlung von 150.000 Dollar an McDougal durchgeführt hatte.

Trump wollte zuletzt die Sache so darstellen, als hätte von all dem nichts gewusst. Die Rechnung hat er hier aber ohne die zahlreichen Kronzeugen der Affäre und den Berg an Beweisen gemacht, den Ermittler offenbar bereits zusammengetragen haben.

Bekannt wurde gerade auch, dass Trump bei den Beratungen von Pecker und Cohen über die McDougal-Zahlungen anwesend war. Das Prädikat auch hier: direkt involviert.

Cohen macht aus dem Drama eine regelrechte Vendetta. In einem dramatischen Interview mit ABCs George Stephanopoulos stellte der Anwalt klar, dass Trump die Zahlungen anordnete, dass er wusste, das sie illegal seien. Und klar war auch, dass er damit den Wahlkampf beeinflussen wollte. Säße Trump auf der Anklagebank, das „Guilty“ wäre ihm sicher.

Als Cohen, der sich vor Gericht auch der Lügen schuldig bekannte, gefragt wurde, warum man ihm jetzt glauben sollte, sagte er: Alle seine Aussagen seien aufgrund der von den Ermittlern gesammelten Beweise als wahrhaft eingestuft worden von der Staatsanwaltschaft.

Auch das müsste alle Alarmglocken im Oval Office schrillen lassen: Die Ermittler sitzen auf einem Fundus an Beweisen. 

Und dann noch dieser Dialog im ABC-Interview: Stephanopoulos: „Der Sonderermittler sagte, dass Sie Ihr Bestes tun, um die Wahrheit über alles zu sagen, was mit der Untersuchung zusammenhängt, alles, was mit Russland zu tun hat. Glauben Sie, dass Präsident Trump die Wahrheit darüber sagt?“ Cohen: „Nein!“

Cohen hat mehr als 70 Stunden lang mit Sonderermittler Bob Mueller geredet: Man kann sich ausmalen, was er alles zu Kremlgate zu sagen hatte.

Donald Trump rastet wegen Skandal-Inferno neuerlich aus

Mit nun praktisch jedem Aspekt seiner Vergangenheit im Visier der Ermittler liegen beim Präsidenten die Nerven blank.

Und in die Ecke getrieben langt er zu: Er beschimpfte nun seinen einst treuen „Consigliere“ Michael Cohen als „Ratte“, nachdem der Anwalt gegenüber den „Feds“ aussagte und in einem TV-Interview eine Vendetta gegen seinen Ex-Boss begann.

FBI- Sonderermittler Bob Mueller verlangt weiter, wie jetzt bekannt wurde, dass Trump direkt in einer Vernehmung Fragen beantworten soll.

Die Reaktion von Trumps Anwalt Rudy Giuliani: „Nur über meine Leiche…“ Trumps Rechtsbeistand befürchtet zu recht, dass „Münchhausen“ Trump Meineid begehen könnte.

 

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street. 

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Rüdiger Born: Was der Markt bei Gold noch benötigt für einen Long-Einstieg

Rüdiger Born

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Der heutige Anstieg bei Gold (hier der jüngste Bericht auf FMW dazu) ist für mich der erste Hinweis, dass für einen Long-Einstieg etwas möglich sein könnte. Jetzt fehlt noch ein Trigger. Das Szenario hierfür bespreche ich im folgenden Video.

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Coronakrise vorbei? So stark verlieren die „kleinen“ Leute in den USA

Claudio Kummerfeld

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Verrammelte Einzelhandelsgeschäfte

Ist die Coronakrise überstanden? Die ersten Corona-Impfungen könnten schon in den nächsten Tagen erfolgen. Und außerdem, der Dow Jones steht bei 30.000 Punkten, während er vor Ausbruch der Coronakrise noch bei 29.300 Punkten im Januar lag. Auch der S&P 500 Index und vor allem der Nasdaq notieren deutlich höher als im Januar. Klarer kann die Börse doch nicht signalisieren, dass die Krise überwunden ist. Richtig? Nun ja. Schauen wir uns mal folgende Charts an. Sie sind Teil einer Datenbank, welche unter anderem von der Harvard University betrieben wird.

Geringverdiener in den USA verlieren in der Coronakrise brutal, Besserverdiener legen sogar zu

Anhand unzähliger Daten werden möglichst aktuell ökonomische Verläufe in den USA angezeigt, aus denen man den Verlauf der wirtschaftlichen Erholung aus der Coronakrise in diesem Jahr erkennen kann. Da wäre zum einen folgende Grafik interessant, wenn es um die Beschäftigung geht. Sie zeigt die Beschäftigungsquoten in den USA von Januar bis Ende September. Für die Besserverdiener mit mehr als 60.000 Dollar Jahresgehalt ist die Beschäftigungsquote seitdem sogar um 0,2 Prozent gestiegen. Man darf vermuten: Jede Menge neue Jobs für Webseitenprogrammierer, Cloud-Experten uvm. Alles was eben in der Coronakrise vermehrt gefragt ist. Die Beschäftigung in der Mittelschicht (27.000-60.000 Dollar) hat um 4,7 Prozent abgenommen.

Und jetzt kommt´s. Die Geringverdiener mit weniger als 27.000 Dollar Jahresgehalt hat eine um 19,2 Prozent sinkende Beschäftigungsquote in den USA. Es ist klar. Gerade im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gab es für eine große Masse gering- oder gar nicht qualifizierter Menschen (bisher) massenweise Jobs in der Gastronomie oder im Entertainment-Bereich (Restaurants, Bars, Freizeitparks etc). Und gerade diese Bereiche leiden under Lockdowns in der Coronakrise (siehe jüngst Walt Disney mit zehntausenden Entlassungen in Freizeitparks). Die kleinen Leute verlieren in der Coronakrise massiv, die gut Qualifizierten sind unterm Strich die Gewinner. Die drei Linien zeigen die Verläufe der jeweiligen Beschäftigungsquoten seit Januar.

Chart zeigt Beschäftigungsquoten in den USA

Fast 30 Prozent der kleinen Geschäfte seit Januar geschlossen

Die folgende Grafik zeigt zum aktuellsten Stichtag 16. November mit Verlauf über das Jahr hinweg, wie viele kleine Unternehmen im Vergleich zu Januar noch geöffnet sind. Landesweit sind es in den USA derzeit 28,9 Prozent weniger, und die Tendenz ist negativ. Im derzeit zweiten Lockdown gibt es dank der Streitigkeiten zwischen Republikanern und Demokraten in den letzten Monaten keine neuen Hilfspakete. Kann Joe Biden ab dem 20. Januar als neuer US-Präsident einiges bewegen mit neuen Billionen-Hilfsprogrammen? Kann die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen als neue Finanzministerin womöglich bei den Republikanern im US-Kongress etwas herausschlagen für neue Hilfsprogramme? Die sogenannte Unterschicht und kleine Geschäftsinhaber drohen völlig abzustürzen und auch nach der Coronakrise zu den großen Verlierern zu gehören. Langfristig dürfte die Massenarmut in den USA wohl massiv zunehmen.

Chart zeigt Verlauf der geöffneten kleinen Geschäfte in den USA

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Arbeitsmarkt im Corona-Märchenland – weniger Arbeitslose!

Claudio Kummerfeld

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Eingang zu einer Außenstelle der Bundesagentur für Arbeit

Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin im Märchenland-Zustand, aber nur auf den ersten Blick. Man kann in der schlimmsten Rezession der letzten Jahrzehnte eine weiterhin sehr geringe Arbeitslosigkeit präsentieren, weil es hierzulande anders als in vielen anderen Ländern das Instrument der Kurzarbeit gibt. Zählt man diesen Ersatz für die Arbeitslosigkeit nicht zur offiziellen Arbeitslosenquote hinzu, dann kommt der deutsche Arbeitsmarkt derzeit ganz wunderbar durch die Coronakrise und den zweiten Lockdown.

Im November ist die offizielle Arbeitslosigkeit gemäß heute veröffentlichten Daten sogar rückläufig. Im Monatsvergleich sinkt sie von 2,76 auf 2,70 Millionen arbeitslose Personen. Die offizielle Arbeitslosenquote sinkt von 6,0 Prozent auf 5,9 Prozent. Gegenüber November 2019 steigt die Arbeitslosigkeit um 519.134 Personen an (Quote damals 4,8 Prozent). Die tatsächliche Arbeitslosigkeit (ohne Kurzarbeit) namens „Unterbeschäftigung“ sinkt von 3,56 auf 3,52 Millionen, oder von 7,6 Prozent auf 7,5 Prozent.

Kurzarbeit steigt

Tja, die zweite Corona-Welle und der „sanfte Lockdown“ beschert dem Arbeitsmarkt auf den ersten Blick keine Verschlechterung, dafür aber der Kurzarbeit. Letztlich in der Realität arbeitslos, werden viele Beschäftigte in Gastronomie und Hotellerie „geparkt“ als Kurzarbeiter. Laut heutiger Aussage der Bundesagentur für Arbeit wurde im Zeitraum vom 1. bis einschließlich 25. November für 537.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Der deutliche Anstieg im Vergleich zum Vormonat erklärt sich laut der Bundesagentur mit dem seit Anfang November bestehenden Teil-Lockdown.

Endgültige Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit stehen bis September zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im September für 2,22 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme des Kurzarbeitergelds hat nach dem bisherigen Höchststand im April mit knapp 6 Millionen sukzessive abgenommen. Das ifo-Institut hatte gestern zum Thema Kurzarbeit im November berichtet. Demnach steige die Kurzarbeit spürbar an. Der Anteil der Firmen mit Kurzarbeit ist demnach im November erstmals seit Monaten wieder angestiegen, und zwar von 24,8 Prozent im Oktober auf 28,0 Prozent im November. Die Bundesagentur für Arbeit sagt zu den Zahlen heute im Wortlaut:

Der Arbeitsmarkt hat auf die Einschränkungen im November reagiert – glücklicherweise aber im Moment nicht mit einer Zunahme von Entlassungen. Allerdings sind die Betriebe wieder zurückhaltender bei der Personalsuche und haben im November wieder für deutlich mehr Mitarbeiter Kurzarbeit angezeigt.

Grafik zeigt aktuelle Details aus November zum deutschen Arbeitsmarkt

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