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Trump verkündet heute Infrastrukturplan: endlich wieder gute Nachrichten für die Wall Street?

Nach dem Flash Crash gibt es an den Finanzmärkten derzeit geradezu eine Sehnsucht nach positiven Themen – man braucht jetzt eine Salbe, die man auf die Wunden streuen kann, und diese Salbe könnte der Infrastukturplan sein, den Donald Trump heute verkünden wird. Chance auf Realisierung? Tendiert gegen Null, macht aber nix..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Nach dem Flash Crash gibt es an den Finanzmärkten derzeit geradezu eine Sehnsucht nach positiven Themen, etwas, das wieder den alten Alltag zum Vorschein kommen läßt und damit den Glauben, dass alles gut ist und nichts, aber auch gar nichts die Rally an den Aktienmärkten stören könnte, weil doch die US-Unternehmensergebnisse so hübsch und das Wachstum der Welt doch so großartig sei.

Dann aber kam plötzlich mit den steigenden Renditen und dem damit teurer werdenden Geld plötzlich ein Faktor ins Spiel, der sprichwörtlich viele auf dem falschen Fuß erwischt und aus den süßesten Träumen gerissen hatte. Was, wenn die Schulden-Party der US-Konsumenten plötzlich endet? Oder die Party der hoch verschuldeten US-Unternehmen? Verunsicherung machte sich breit.

Also braucht man jetzt eine Salbe, die man auf die Wunden streuen kann – und diese Salbe könnte der Infrastukturplan sein, den Donald Trump heute verkünden wird (Uhrzeit noch unklar – wie immer bei Trump..). Nach den Ereignissen an den Märkten, die das Sieger-Image von Trump schwer angekratzt haben, weil der US-Präsident seinen Erfolg stets mit den neuen Allzeithochs beim Dow Jones in Verbindung gebracht hatte, braucht der US-Präsident jetzt ein Thema, das die Aufmerksamkeit auf sich zieht – und die Infrastruktur, die in den USA bekanntermaßen sehr marode ist, könnte genau dieses Thema sein.

Der US-Präsident will dafür 200 Milliarden Dollar locker machen aus der Staatskasse, dazu sollen lokale Verwaltungen selbst frische Gelder aufnehmen (sprich: Schulden machen!), und dann sollen dazu noch Privatinvestoren ihren Beitrag leisten. Insgesamt kämen so nach Erwartung der Trump-Adminisitration 1,5 Billionen Dollar zusammen, um in Eisenbahnen, Highways, Flughäfen und die Wasser-Versorgung investiert zu werden.

Wunderbar, nicht wahr?

Da gibt es nur ein paar, genauer gesagt, drei Haken. Erstens: wo sollen die 200 Milliarden Dollar herkommen, nachdem das US-Abgeordnetenhaus und der US-Senat sich kürzlich weitere 300 Milliarden Dollar Schulden genehmigt hatten? Antwort der Trump-Administration: durch Einsparungen! Wo aber soll gespart werden? Noch gibt es dazu keine Aussagen, aber der Verdacht drängt sich auf, dass es Dinge treffen wird, die mit Umweltschutz, sozialer Gerechtigkeit etc. zu tun haben werden. Also die Projekte der Gutmenschen, auf die Trump sowieso pfeifft!

Problem Nummer zwei: werden die lokalen Behörden weitere Schulden aufnehmen und damit riskieren, dass die Käufer lokaler Anleihen (Muni Bonds) deutlich höhere Risikoprämien verlangen werden?

Problem Nummer drei: Privatinvestoren, das hat die Vergangenheit gezeigt, haben wenig Neigung zu Infrastrukturprojekten, die Kapital-intensiv und meist mit wenig, keiner oder sogar Negativ-Rendite behaftet sind!

Da ist also viel Absicht und wenig Chance auf Realisierung, um es einmal konkret zusammen zu fassen! Aber für die Märkte ist das dennoch wichtig, und wie eben diese Märkte auf den Infrastrukturplan reagieren werden, wird anzeigen, wie sie derzeit getaktet sind: steht im Vordergrund das Thema „Wachstum“ oder doch das Thema „Verschuldung“, die ja unweigerlich steigt, wenn die Pläne Realität werden sollten? We will see..


Foto: Kmusser
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/deed.en

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    rote_pille

    12. Februar 2018 14:33 at 14:33

    Als Erstes sollte den Verrätern in den NGOs, die Amerika und Weiße hassen, das Geld gestrichen werden. Wenn sie schon vorgeben, sich für das Allgemeinwohl einzusetzen, dann sind sie sicher auch damit einverstanden, dass das Geld nun der Infrastruktur zugute kommt.

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Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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fashionette: Onlineshop für Luxus-Shopping geht an die Frankfurter Börse

Claudio Kummerfeld

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Bürotürme in Frankfurt

fashionette ist kein normaler Onlineshop für Klamotten und Schuhe. Nein, hier werden nur hochpreisige Handtaschen, Schuhe, Schmuck etc verkauft. Darauf hat sich die Düsseldorfer fashionette AG spezialisiert. Man konzentriert sich auf die Region Deutschland, Österreich und Schweiz. Nach eigenen Angaben bietet das Portal 11.000 Artikel von 150 Premium- und Luxus­marken, und hat pro Monat mehr als 3 Millionen Seitenaufrufe. Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2019 bei 73 Millionen Euro, und der Gewinn (EBITDA) lag bei 6,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Marge von 9,3 Prozent.

Die Deutsche Börse hat heute offizielle Angaben zur Aktienzeichnung und zum ersten Handelstag an der Börse für das Unternehmen veröffentlicht. Die Aktienzeichnung für den Börsengang der fashionette AG (ISIN: DE000A2QEFA1) an der Frankfurter Wertpapierbörse ist heute gestartet und wird voraussichtlich bis zum 27. Oktober andauern. Inklusive der Mehrzuteilungsoption werden bis zu 3.605.000 Aktien angeboten, die Bookbuilding-Spanne liegt bei 30,00 bis 38,00 Euro je Aktie. Der erste Handelstag der fashionette AG im Segment Scale ist laut der Deutschen Börse für den 29. Oktober geplant.

Beim Klick an dieser Stelle finden sie alle Detaildaten zu dieser Emission bei der Frankfurter Börse.

Der Börsengang von fashionette hat einen Gesamtumfang von bis zu 137 Millionen Euro. Aber der Großteil der Papiere werden vom aktuellen Hauptaktionär Genui verkauft, womit ein Großteil der Emission nicht in der Firma landet, sondern an den Altaktionär fließt. Im Unternehmen werden von der Emission wohl 36-46 Millionen Euro ankommen.

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