Ein überraschender Waffenstillstand im Nahen Osten, verkündet von Donald Trump höchstpersönlich, hat die globalen Finanzmärkte in Bewegung versetzt. Während der Ölpreis rasant fiel, reagierten die Aktienmärkte mit Kursgewinnen. Anleger rund um den Globus hoffen auf eine Entspannung im zuletzt eskalierten Konflikt zwischen Israel und dem Iran. Doch wie stabil ist dieser plötzliche Frieden und wie nachhaltig ist die Euphorie an den Märkten?
Iran-Konflikt: Trump verkündet Waffenstillstand
Der Ölpreis fiel deutlich, während die Aktienmärkte zulegten, nachdem Präsident Donald Trump erklärt hatte, Israel und der Iran hätten sich auf einen Waffenstillstand geeinigt. Dies nährte die Hoffnung auf eine dauerhafte Unterbrechung des Nahostkonflikts. Zuvor sorgte bereits ein Alibi-Angriff des Iran auf US-Streitkräfte in Katar für steigende Aktien und fallende Ölpreise.
Der weltweite Referenzwert für Rohöl der Sorte Brent fiel im frühen asiatischen Handel um fast 5 Prozent auf unter 68 USD und damit unter den Stand vom 12. Juni, als Israel die iranischen Atomanlagen angriff. Die Futures auf den S&P-500-Index stiegen um 0,5 %, die des DAX sogar um 1,4 %, während der MSCI-Aktienindex für den asiatisch-pazifischen Raum den größten Anstieg seit sieben Wochen verzeichnete. Der Dollar gab gegenüber allen wichtigen Währungen nach und Gold, das als sicherer Hafen gilt, fiel um bis zu 1 %.
Trumps überraschende Erklärung auf der Plattform Truth Social folgte auf die iranischen Angriffe auf einen US-Stützpunkt in Katar am Montag. Diese waren im Voraus angekündigt worden und galten als weitgehend symbolisch. Sie verhalfen dem S&P 500 am Montag zu einem Gewinn von 1 %. Die Ankündigung des Waffenstillstands folgt auf eine volatile Phase, in der die Aktienmärkte aufgrund der Ungewissheit, ob der Nahostkonflikt eskalieren würde, unter Druck standen.
„Nach der Ankündigung eines vorläufigen Waffenstillstands durch Präsident Trump hat sich die Unsicherheit an den Märkten vorübergehend gelegt”, sagte Tomo Kinoshita, Global Market Strategist bei Invesco Asset Management in Tokio. „Die Markttransparenz in Bezug auf die künftige Entwicklung bleibt begrenzt, und es wird entscheidend sein, ob dieser vorläufige Waffenstillstand zu einem dauerhaften Waffenstillstand führen wird.”

Ölpreis fällt stark, Aktienmärkte steigen
Der Zeitpunkt des Waffenstillstands bleibt ungewiss, ebenso wie die Reaktion Israels auf Trumps Ankündigung. In den frühen Morgenstunden des Dienstags wurden von beiden Seiten Angriffe gemeldet. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi schrieb, sein Land werde den Beschuss einstellen, solange Israel dies tue, und fügte hinzu, dass „die endgültige Entscheidung über die Einstellung unserer militärischen Operationen später getroffen werden wird“.
Die Rohölsorte Brent fiel bei der Eröffnung in Asien in Richtung $ 68 pro Barrel, bevor sie ihre Verluste reduzierte und mit einem Minus von 2,3 % schloss, während West Texas Intermediate um 2,6 % nachgab.
Der MSCI Asia Pacific Index verzeichnete ein Wachstum von fast 2 %, wobei die Zahl der steigenden Aktien die Zahl der sinkenden Aktien um das Vierfache übertraf. Der südkoreanische Kospi war mit einem Anstieg von bis zu 2,9 % der Index mit der besten Wertentwicklung in der Region.
Der Dollar schwächte sich gegenüber allen wichtigen Währungen ab. Der Euro stieg dabei über die Marke von 1,16 USD. Bei den Währungen der Gruppe der 10 führte jeoch der Yen die Kursgewinne an, gefolgt vom australischen und neuseeländischen Dollar.
Der US-Dollar war einer der Hauptnutznießer des Nahostkonflikts und dreht jetzt um“, sagte Sean Callow, ein leitender Analyst bei InTouch Capital Markets in Sydney. Die Anleger waren sehr darauf bedacht, einen Schlussstrich unter den israelisch-iranischen Konflikt zu ziehen, und haben sich entschieden, alle Bedenken über den Weg, den der Iran über die sehr kurze Frist hinaus einschlagen könnte, beiseite zu lassen.
Alle Augen auf Powell
Die Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe sank lediglich um einen Basispunkt auf 4,34 %. Dies wurde auf die Unsicherheit darüber zurückgeführt, was der Vorsitzende der Federal Reserve, Jerome Powell, in dieser Woche bei seinen Anhörungen vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses am Dienstag und vor dem Bankenausschuss des Senats am Mittwoch sagen wird.
Treasuries hatten sich am Montag erholt, nachdem der Gouverneur der Federal Reserve, Christopher Waller, und die stellvertretende Vorsitzende der Aufsichtsbehörde, Michelle Bowman, erklärt hatten, sie könnten eine Zinssenkung im Juli unterstützen, sofern die Inflation begrenzt bleibt.
In den nächsten Tagen wird der von Trump stark kritisierte Fed-Chef Jerome Powell in den Mittelpunkt rücken. „Wir erwarten, dass die Aktienmärkte, die eine notorisch kurze Aufmerksamkeitsspanne haben, ihren Fokus wieder auf die Zölle und die Fed verlagern werden. Dabei werden die Vorstandsmitglieder vor der Aussage des Fed-Vorsitzenden Powell stärker gespalten sein“, schrieb Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG Australia, in einer Research-Note.
Während der Konflikt im Nahen Osten die Schlagzeilen beherrscht, sind die durch geopolitische Ereignisse verursachten Ausverkäufe an den Aktienmärkten laut den Strategen von Morgan Stanley in der Regel von kurzer Dauer – ganz nach dem Motto: politische Börsen haben kurze Beine.
„Die Geschichte zeigt, dass die meisten geopolitisch bedingten Ausverkäufe kurzlebig bzw. bescheiden sind“, schrieben die Strategen um Michael Wilson am Montag in einer Notiz. „Die Ölpreise werden bestimmen, ob die Volatilität anhält.“
Laut dem Morgan-Stanley-Team haben frühere geopolitische Risikoereignisse zwar kurzfristig zu einer gewissen Volatilität bei Aktien geführt, ein, drei und zwölf Monate nach den Ereignissen ist der S&P 500 jedoch im Durchschnitt um 2 %, 3 % bzw. 9 % gestiegen.
FMW/Bloomberg
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Premierminister Benjamin Netanyahu erklärt, Israel habe u a. mittels der Beendigung des iranischen Atomprogramms seine Kriegsziele erreicht./Quelle: tagesschau-Fernsehtext. Dies erinnert mich an die Erklärung des 47. US-Präsidenten Donald John Trump, die iranischen Atomanlagen seien aufgrund seiner jüngsten Invasion vollkommen zerstört worden. Potenzial für einen steigenden Ölpreis.
Verteidigungsminister Israel Katz meldet iranische Raketenangriffe auf Israel, welche trotz der Waffenruhe erfolgten./Quelle: tagesschau-Fernsehtext. Verteidigungsminister Israel Katz wird diesbezüglich nicht das Gespräch mit dem Iran suchen wollen, da der Iran Stand aktuell Israel nicht anerkennt. Von daher ist es für mich erst einmal grundsätzlich nachvollziehbar, daß Verteidigungsminister Israel Katz der Israel Defence Forces I.D.F. den Befehl erteilt hat, „energisch“ auf die -seiner Meinung nach – iranische Verletzung des Waffenstillstands zu reagieren./Quelle für letzteres: tagesschau-Fernsehtext. Der Fall muß untersucht werden. Ob Staatspräsident Dr. Wladimir Putin oder Außenminister Sergej Lawrow hier vermitteln können?
Ich verfolge gerade über Deutscher Bundestag TV, Phoenix-TV, ZDF eine Regierungserklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz mit anschließender Aussprache. Die Sitzungsleitungen der Präsidentin des Deutschen Bundestages Julia Klöckner und die des Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages Bodo Ramelow, welche die genannte Plenarsitzung zur Zeit präsidieren, sind ein Fall für den Ältestenrat des Deutschen Bundestages. Dies gilt im Zusammenhang mit Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz und dem Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion MdB Jens Spahn. Die Rede von MdB Tino Chrupalla erinnert mich an die lobenswerte ironische Aussage von Ex-MdB Armin-Paulus Hampel: „Weltmacht Deutschland“./Quelle: Plenarprotokoll Deutscher Bundestag.
Der 47. US-Präsident Donald John Trump stellt fest, daß sowohl der Iran, als auch Israel die aktuelle Waffenruhe gebrochen haben./Quelle: ZDF-Fernsehtext.
Da Trump das so angekündigt hatte, ist es so gekommen. Der Friedensnobelpreis für Trump dürfte jetzt drin sein und die Börsen steigen. Läuft.