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Trump verlängert Zollfrieden mit China um 90 Tage

Grafik: ChatGPT

Trump zieht die Zoll-Bremse – vorerst. In einem erwarteten Schritt verlängert der US-Präsident die Aussetzung der hohen Zölle auf China um 90 Tage und verschafft den beiden größten Volkswirtschaften der Welt eine Atempause im Handelskonflikt. Doch hinter der scheinbaren Entspannung brodelt es weiter: ungelöste Streitpunkte, strategisches Taktieren und ein möglicher Showdown zwischen Trump und Xi Jinping stehen bevor.

Aussetzung der US-Zölle gegen China

Wie Bloomberg aktuell berichtet, hat Donald Trump die Aussetzung der hohen Strafzölle auf chinesische Waren um weitere 90 Tage verlängert – bis Anfang November. Damit bleiben die Handelsbeziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt vorerst stabil.

Der US-Präsident unterzeichnete eine entsprechende Anordnung, die das wirtschaftliche Waffenstillstandsabkommen bis zum 10. November verlängert. Die eigentlich für Dienstag geplante Erhöhung der Zölle wird damit verschoben. Die Entspannung hatte begonnen, als die USA und China vereinbarten, wechselseitige Zollerhöhungen zu reduzieren und Exportbeschränkungen für Seltenerdmagnete und bestimmte Technologien zu lockern.

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“Alle anderen Elemente der Vereinbarung bleiben unverändert”, erklärte Trump auf Truth Social. Damit deutete er an, dass es weder Änderungen an der US-Handelspolitik noch an den Vereinbarungen selbst geben werde. Auch ein entsprechendes Faktenblatt des Weißen Hauses nennt keine weiteren Anpassungen außer der Verlängerung.

China teilte in einer ähnlich formulierten Erklärung mit, die eigene Aussetzung um ebenfalls 90 Tage zu verlängern.

Der Tiefwasserhafen Yangshan in Shanghai. Fotograf: Qilai Shen/Bloomberg

Zollrisiken nehmen ab

Die Verlängerung geht auf ein vorläufiges Abkommen zurück, das Unterhändler beider Seiten bereits im vergangenen Monat in Schweden erreicht hatten. Wäre die Frist nicht verlängert worden, wären die US-Zölle auf chinesische Waren unmittelbar nach Mitternacht in New York auf mindestens 54% gestiegen.

Die Sorge vor einer neuen Zollspirale nimmt damit ab. Beide Länder erhalten mehr Zeit, um bislang ungelöste Fragen zu erörtern, darunter die von Trump mit Blick auf das Thema Fentanyl gegen Peking verhängten Zölle, die Besorgnis der USA über chinesische Käufe von sanktioniertem russischem und iranischem Öl sowie Meinungsverschiedenheiten über US-Geschäfte in China.

Die Entscheidung könnte den Weg für einen Besuch Trumps in Peking ebnen. Ende Oktober könnte der US-Präsident anlässlich einer internationalen Konferenz in Südkorea auch mit Chinas Staatschef Xi Jinping zusammentreffen.

“Die Vereinigten Staaten führen weiterhin Gespräche mit der Volksrepublik China, um das Fehlen von Gegenseitigkeit in unseren Handelsbeziehungen und die daraus resultierenden Bedenken hinsichtlich unserer nationalen und wirtschaftlichen Sicherheit anzugehen”, hieß es in der Anordnung von Trump. “Im Rahmen dieser Gespräche unternimmt die Volksrepublik China weiterhin bedeutende Schritte, um einseitige Handelspraktiken zu korrigieren und auf die Bedenken der Vereinigten Staaten in Bezug auf wirtschaftliche und nationale Sicherheit einzugehen.”

Vor Journalisten sagte Trump am Montag: “Wir kommen sehr gut mit China zurecht.”

FMW/Bloomberg



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1 Kommentar

  1. Potus Interruptus – war doch klar. Selbst der letzte Hinterwäldler hat kapiert das ChinaXi am längeren Hebel sitzt. Inzwischen könnten die auf Alle US Waren verzichten.

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