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Trump verschiebt Handelskrieg mit EU um vier Wochen

Der Handelskrieg der USA mit der EU ist um vier Wochen verschoben worden!

Redaktion

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Der Handelskrieg der USA mit der EU ist um vier Wochen verschoben worden! Eigentlich sollte es heute soweit sein. Die Frist verstrich, und ab heute hätten die US-Importzölle auf Stahl und Aluminium auch für EU-Exporte Richtung USA gelten sollen. Aber in aller letzter Sekunde hat das Weiße Haus per Proklamation das Inkrafttreten dieser Zölle verschoben.

Nun sollen sie ab 1. Juni und nicht ab 1. Mai in Kraft treten. Warum dieser Aufschub? Nun, die Verhandler der beiden Seiten sind offenbar noch zu keinem Ergebnis gekommen. Man braucht mehr Zeit um einen Kompromiss zu finden. Die EU betont ausdrücklich, dass der weltweite Überschuss an Stahl, der auch von den USA immer wieder moniert wird, nicht von der EU ausgehe. Und in der Tat, die EU ist davon auch negativ betroffen.

Somit sind beide Opfer der massiven chinesischen Überproduktion. Wird EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström ihren US-Kollegen erneut darauf hingewiesen haben, dass hier das Problem liegt? Auch in der offiziellen Mitteilung der EU-Kommission in Reaktion auf diese vierwöchige Verlängerung kommt die Problematik der chinesischen Überflutung des Weltmarktes klar zum Ausdruck, auch wenn das Wort „China“ nicht erwähnt wird. Aber alle wissen, dass China gemeint ist. Zitat:

The European Commission takes note of the decision of the United States to prolong the European Union’s exemption from import tariffs on steel and aluminium for a short period of time, until 1st June 2018. The US decision prolongs market uncertainty, which is already affecting business decisions. The EU should be fully and permanently exempted from these measures, as they cannot be justified on the grounds of national security. Overcapacity in the steel and aluminium sectors does not originate in the EU. On the contrary, the EU has over the past months engaged at all possible levels with the US and other partners to find a solution to this issue. The EU has also consistently indicated its willingness to discuss current market access issues of interest to both sides, but has also made clear that, as a longstanding partner and friend of the US, we will not negotiate under threat. Any future transatlantic work programme has to be balanced and mutually beneficial. European Commissioner for Trade Cecilia Malmström has been in contact with US Commerce Secretary Wilbur Ross and US Trade Representative Robert Lighthizer over the past weeks, and these discussions will continue.

Die US-Seite weiß wohl nur zu gut, dass die EU umfangreiche sofortige Gegenmaßnahmen verhängen würde – der Handelskrieg wäre dann in vollem Gange! Gleichzeitig werden die Amerikaner sehen, dass die EU nur in sehr geringem Ausmaß Stahl in die USA verschifft. Also würden Zölle und Gegenzölle unterm Strich eher den USA schaden? Möglicherweise kommt die EU den USA mit kleinen Zollanpassungen entgegen – dann könnte Donald Trump für seine Wähler daheim sein Gesicht wahren, wenn er am 1. Juni verkündet, dass die EU dauerhaft von den neuen Importzöllen ausgenommen bleibt?

Donald Trump verschiebt den Handelskrieg mit der EU
Donald Trump verschiebt den Handelskrieg mit der EU erst einmal. Foto: whitehouse.gov

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Kris Clever

    1. Mai 2018 17:56 at 17:56

    Soll bestimmt 1. Juni heißen und nicht 1. Mai

    „dann könnte Donald Trump für seine Wähler daheim sein Gesicht wahren, wenn er am 1. Mai verkündet, dass die EU dauerhaft von den neuen “

    • Avatar

      admin

      1. Mai 2018 18:05 at 18:05

      Ja richtig 1. Juni, haben wir korrigiert, danke!

  2. Avatar

    Columbo

    1. Mai 2018 19:32 at 19:32

    „Feuer und Zorn“? Eher „kleines Lichtlein und wehrloses Lächeln“. Davor wird sich keiner mehr fürchten. Wenn nur alle Präsidenten so leicht zu durchschauen wären.

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Coronakrise aktuell: Madrid bald unter komplettem Lockdown?

Markus Fugmann

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Die Coronakrise nimmt weiter Fahrt auf – nun könnte die Region Madrid bald wieder unter vollständigem Lockdwn stehen! Soeben hat Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa empfohlen, die ganze Region Madird mit ca. 6,6 Millionen Einwohnern unter vollständigen Lockdwon zu stellen.

Heute hat die Regionalveraltung von Madrid die Bezirke unter Lockdown von 37 auf 45 angehoben – dadurch stehen dann ca. eine Millionen Menschen mehr unter diesem Lockdown als am Tag zuvor. Alleine in der Hauptstadt Madrid sind in der letzten Woche durchschnittlich knapp 500 Menschen pro Tag wegen Corona in Krankenhäuser eingeliefert worden. Spanien meldete heute 10.600 neue Corona-Fälle, in Frankreich waren es über 16.000, in Deutschland mit knapp über 2300 so viele wie seit April nicht mehr (genaue Daten siehe hier)..

An den Aktienmärkten verstärkt die mit Macht wieder auftretende Coronakrise die Risiko-Aversion weiter, die US-Futures wie auch der Dax stehen unter Druck..

 

Madrid als neues Zentrum der Coronakrise in Europa

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Donald Trump und die Deutsche Bank – hochinteressante Doku

Redaktion

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Warum hat Donald Trump von der Deutschen Bank immer wieder Geld bekommen? Das ist vielleicht die interessanteste Frage, die in der folgenden Doku besprochen wird. US-Banken wollten Donald Trump offenbar kein Geld mehr leihen. Aber die Deutsche Bank tat es, und gab immer mehr Geld, für immer mehr Immobilienprojekte des heutigen US-Präsidenten. Und das, obwohl er vorher zahlreiche Projektpleiten hingelegt hatte. Gab es Sicherheiten aus Russland?

Die Doku beleuchtet im Detail die Beziehungen von Donald Trump nicht nur zur Deutschen Bank, sondern auch wie eng tatsächlich seine Verbindungen zu russischen Geschäftskreisen in New York und in Russland selbst waren. Bisher kam der Präsident selbst bei den Mueller-Ermittlungen in den USA ungeschoren davon. Der Schlüssel liegt wohl in den Geschäftsunterlagen der Deutschen Bank. Wer machte mit wem Geschäfte? Wer hat eventuell Geld gewaschen? Auffällig oft haben russische Käufer bei Trump-Projekten Wohnungen gekauft. Beispielhaft beleuchtet wird dieses Lizenz-System an einem Hochhaus in New York, für das er nur seinen Namen gab, und dafür 18 Prozent der Einnahmen kassierte.

Wusste Donald Trump, dass über seinen Namen und seine Projekte womöglich in gigantischem Umfang Geldwäsche zwielichtiger russischer Kreise abgewickelt wurde? Nachweisen lässt sich bis jetzt definitiv nichts, aber die Dokumentation der Geschäftsabläufe, wie es im folgenden Beitrag gezeigt wird, ist doch sehr aufschlussreich.

Donald Trump im Jahr 2020
Donald Trump

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Immobilienpreise steigen kräftig an – keine Spur von Corona!

Claudio Kummerfeld

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Hausbau

Bei Immobilien ist keinerlei Spur von der Coronakrise zu entdecken. Unfassbar. Die Immobilienpreise klettern weiter nach oben wie in den letzten Jahren auch. Im zweiten Quartal sind die Preise für Wohnimmobilien nämlich im Vergleich zum 2. Quartal 2019 um 6,6 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt heute meldet. Die folgende Grafik zeigt den Häuserpreisindex seit dem Jahr 2015. Es ist keinerlei Einbruch erkennbar in den letzten beiden Quartalen. Nochmal… unfassbar, dass bei 10 Millionen Kurzarbeitern im Höhepunkt der Krise kein Einbruch der Immobilienpreise erkennbar war. Die Statistiker melden aktuell auch, dass die Preise für Wohnungen sowie für Ein- und Zweifamilienhäuser gegenüber dem Vorquartal um 2 Prozent gestiegen sind. Damit verteuerten sich Wohnimmobilien trotz Corona-Krise weiterhin sowohl in der Stadt als auch auf dem Land.

Immobilienpreise klettern mitten in der Coronakrise immer weiter nach oben

Hier weitere Details von den Statistikern im Wortlaut:

Im 2. Quartal 2020 waren in den sieben größten Metropolen (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf) Ein- und Zweifamilienhäuser 6,5 % und Eigentumswohnungen 6,1 % teurer als im Vorjahresquartal. Damit setzte sich der Anstieg der Preise für Wohnimmobilien in Metropolen zwar fort, jedoch weiterhin mit einer abnehmenden Dynamik bei Wohnungen. Für Eigentumswohnungen hatte die Veränderungsrate zum Vorjahresquartal im 2. Quartal 2019 noch 7,9 % betragen, im 2. Quartal 2018 lag sie bei 11 %. In den anderen Großstädten ab 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern stiegen im 2. Quartal 2020 die Häuserpreise um 7,3 % und die Preise für Eigentumswohnungen um 8,2 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Auch in ländlichen Kreisen wurden Wohnimmobilien im Durchschnitt teurer. So erhöhten sich die Preise für Häuser in dichter besiedelten ländlichen Kreisen um 8,9 % und für Eigentumswohnungen um 5,9 %. In dünn besiedelten ländlichen Kreisen stiegen die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um 4,8 %, Wohnungen verteuerten sich um 6,6 %.

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