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Trump wähnt sich im Handelskrieg auf der stärkeren Seite – wird ihn die Wall Street wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen?

Der Handelsdeal hat, im Gegensatz zu vielen anderen geopolitischen Risiken, das Zeug, die Weltwirtschaft zu beeinträchtigen..

Wolfgang Müller

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Das war schon eine faustdicke Überraschung, als US-Präsident Trump plötzlich die Inkraftsetzung von Zöllen androhte, bereits ab Freitag – dazu andere, praktisch den ganzen Warenverkehr aus China betreffende Zölle in Aussicht stellte. Hatte er nicht erst wenige Tage vorher von den guten Fortschritten in den Verhandlungen geschwärmt?

 

Ein jahrelanger Kampf um die globale Vorherrschaft ante portas

Die USA im Siegestaumel großer Konjunkturdaten: 3,2% BIP-Wachstum, 3,8% Arbeitslosigkeit (auf 50-Jahrestief) und eine Produktivität von 2,5%, da kann man dem Gegner schon mal die Zähne zeigen. Die Chinesen hingegen vertrauen auf die Wirkung ihrer fiskalpolitischen Maßnahmen, sehr wohl wissend, dass der Aktienmarkt die Achillesferse der Amerikaner ist und die Leidensfähigkeit der beiden Nation höchst different.

Ergo: Die chinesische Verhandlungsdelegation spielte nicht nur auf Zeit, sondern machte Rückzieher in Bereichen, über die man schon eine Einigung erzielt zu haben glaubte: Der Bereich des Technologietransfers und der von den Amerikanern vorgebrachte Vorwurf, man zwinge ausländische Unternehmen vor einem Marktzugang dazu, ihr spezielles Wissen und darauf aufbauende Innovationen preiszugeben. Dazu das leidige Thema der chinesischen Subventionen staatseigener Unternehmen im High-Tech-Bereich.

Zu guter Letzt wollten die Chinesen die Einbehaltung von Zöllen nicht akzeptieren, die Trump für eine Bestrafung bei Nichtbeachtung der Absprachen in Reserve halten wollte.

 

Fazit

Der Handelsdeal hat, im Gegensatz zu vielen anderen geopolitischen Risiken, das Zeug, die Weltwirtschaft zu beeinträchtigen. Der Konflikt lähmt den globalen Handel, dämpft das Vertrauen der Investoren und behindert Lieferketten. Was natürlich mit etwas Verzögerung auf die USA zurückschlagen wird.

Interessant wird sein, sollte Trump seine Zolldrohungen nicht zurücknehmen, bei wieviel Kursrückgang an der Wall Street er die Nerven verliert. Hatte er nicht im Dezember die Amerikaner höchstpersönlich aufgefordert Aktien zu kaufen, in einem Kurseinbruch, der nicht auf seine unmittelbare Politik zurückzuführen war, sondern auf die Zinsaussichten der Fed?

Und das ist dieses Mal anders – diesmal ist nicht die Fed die Ursache, sondern eben Trump selbst. Ich bin gespannt auf die Reaktionen des „Dealmakers“ beim Rückschlag des Dow Jones, der gestern im Tief über -600 Punkte erreichte. Ein klarer Hinweis der Wall Street, was kommen wird, wenn Trump die Eskalation auf die Spitze treiben wird.

Ungeachtet der jetzigen Handelsgefechte bleibt die Auseinandersetzung zwischen den USA und China ein langfristiger Kampf um die technologische, wirtschaftliche und militärische Vorherrschaft auf unserem Planeten. Stoff genug für die nächsten 2500 Marktgeflüster bei FMW also!

Der Boden für eine Korrektur der heiß gelaufenen Börsen ist allemal bereitet.

 

 

By Vlad Lazarenko – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33219566

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Finanznews

Aktienmärkte: Wall Street mit Allzeithochs, Dax dümpelt – warum? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der Wall Street (S&P 500 und Nasdaq 100) erreichen heute neue Allzeithochs, aber der Dax dümpelt weiter vor sich hin mit heute leichten Verlusten. Warum? Ist es der starke Euro (bzw. der schwache Dollar)? Dabei sind heute die eher „Value“-lastigen US-Indizes Dow Jones und Russell 2000 stark, also jene Indizes, die wie der Dax sehr wenig Tech-lastig sind und viele einstige „Corona-Verlierer“ enthalten, die doch besonders von der Impfstoff-Hoffnung profitieren. Unterdessen überhitzen die Aktienmärkte in den USA ungebremst weiter, es werden historische Extreme überboten. Aber die Anleihemärkte senden eine andere Botschaft: die Renditen der US-Staatsanleihen fallen – ungewöhnlich, wenn wirklich die von den Aktienmärkten erhoffte riesengroße Erholung der Wirtschaft wirklich kommen sollte..

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Aktien

Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Dax noch mit Aufwärtspotenzial bis Jahresende? Tradingideen bei Apple und Euro

Redaktion

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Der Dax hat 15 Prozent zugelegt im November. Ein historisch guter Monat war es auch für den Dow Jones. Darüber und ob noch Platz nach oben ist, spricht Manuel Koch im folgenden Video mit einem Experten. An den bisherigen Kursgewinnen der letzten Zeit solle man sich als Anleger erfreuen. Man könne jetzt die Füße Stil halten, und dann ab Januar ins neue Jahr starten.

Die Experten der trading house Börsenakademie empfehlen die Aktien von Apple zu kaufen. Derzeit könne man per Market-Order direkt in den Markt einsteigen. Bei Euro gegen US-Dollar könne man ebenfalls market kaufen. Die beiden Ideen werden im Video konkret begründet.

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