Folgen Sie uns
  • Börsenseminar
  • Brokervergleich
  • Kostenlos das TRADERS´ Magazine erhalten

Allgemein

Trump will jetzt gar nicht Schuld sein an Shutdown-Krise: „The buck stops with everybody“

Der Kampf um Trumps Mauer bleibt Top-Thema in den USA – der Showdown wirkt bereits wie die entscheidende Schlacht, die über das Schicksal der Trump-Präsidentschaft entscheidet..

Veröffentlicht

am

Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Der Kampf um Trumps Mauer bleibt Top-Thema in den USA – der Showdown wirkt bereits wie die entscheidende Schlacht, die über das Schicksal der Trump-Präsidentschaft entscheidet.

Die Regierung ist deshalb seit drei Wochen partiell geschlossen, der „Shutdown“ stürzt Amerika in die Krise.

 

Für 800.000 Beamte gab es am Freitag keinen Gehaltsscheck, der finanzielle Stress wird für sie und ihre Familien immer unerträglicher.

Wegen Konsequenzen für die Wirtschaft wird unterdessen auch die Wall Street nervös.

Die Schlangen an den Airports werden täglich länger, nachdem unbezahlte TSA-Screener Krankenstand anmeldeten oder den Job hinschmeißen.

Trump jedoch bleibt unbeirrt: Er will seinen Grenzwall – unter Druck von seiner extrem rechten Basis und TV-Kommentatoren – durchboxen, koste es, was es wolle.

Nachdem er sich bei den Demokraten im Kongress weiterhin die Zähne ausbeißt bei der Forderung von 5,7 Milliarden Dollar, sucht er verzweifelt Hintertüren.

Und die hören sich glattweg haarsträubend an:

  • Das Weiße Haus überlegte, Hilfsmittel für die von Hurrikans und Feuerinfernos devastierten Bezirke in Puerto Rico, Florida, Texas und Kalifornien in der Hölle von 13,7 Milliarden Dollar abzuzwacken für den Mauerbau. Doch dieser ungeheuerliche Plan wäre rasch ins Stocken geraten, sagte der Trump-Vertraute Lindsey Graham: „Das fiel auseinander“, so der Republikaner-Senator.
  • Trump überlegt nun, wegen der von ihm herbeigeredeten Krise einen „nationalen Notstand“ auszurufen: Dann könnte er das Militär die Mexiko-Mauer bauen lassen. Doch auch würde er einen Aufstand innerhalb seiner eigenen Partei riskieren (die Senatoren Mitt Romney oder Marco Rubio etwa sind strikt dagegen) – und einen mehrjährigen Kampf vor Gerichten provozieren. Auch politisch gleicht das Ansinnen Harakiri: Niemand außer Trump ortet einen nationalen Notstand, nachdem die Zahlen illegaler Grenzübertritte in den letzten Jahren gefallen sind.

Trump unterdessen weist jede Schuld an dem Schlamassel und vor allem den immer stärker für die Amerikaner spürbaren Government Shutdown von sich. Früher sagten Präsidenten: „The buck stops with me“, gemeint, am Ende wäre sie letztverantwortlich. Trump jedoch tönte: „The buck stops with everybody“. Alle seien schuld.

 

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street.   

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Pfund steigt kräftig an – Angela Merkel hat gesprochen!

Veröffentlicht

am

Aktuell steigt das britische Pfund gerade kräftig an! Gestern war Boris Johnson bei Angela Merkel zu Gast, und sagte schon da, dass man auch kurzfristig eine Lösung im Brexit-Streit um Nordirland finden könne. Und jetzt? Nach übereinstimmenden Berichten gab es vor wenigen Minuten die Äußerung von Angela Merkel, dass man selbst noch am 31. Oktober (angeblich die allerletzte absolute totale Deadline für Brexit) eine Lösung für den Backstop finden könnte. Man könne eine Lösung finden, die auch gleichzeitig die Integrität des EU-Binnenmarktes sicherstelle. Und zack, Merkel jagt das britische Pfund kräftig nach oben!

Gegen den US-Dollar steigt GBP aktuell um 87 Pips, und Euro vs Pfund fällt aktuell um 90 Pips. Damit sind „erst einmal“ die Ängste vor einem ins Bodenlose fallende Pfund vom Tisch gewischt. Aber ändert sich das schnell wieder, wenn Präsident Macron sich heute Abend nach dem Besuch von Boris Johnson in Paris ganz anders äußert als Merkel?

Pfund vs USD seit 16. August
GBP vs USD seit 16. August.

weiterlesen

Allgemein

Immobilienpreise klettern weiter ungebremst nach oben!

Veröffentlicht

am

Die Immobilienpreise in Deutschland kennen kein Halten! Es geht wie am Strich gezogen nach oben. Das zeigt eine vor wenigen Minuten veröffentlichte Erhebung anhand real durchgeführter Immobilientransaktionen. Laut Europace steigt der selbst herausgegebene Hauspreisindex „kontinuierlich weiter“. Er umfasst die Preise für Neubauhäuser, Bestandshäuser und Eigentumswohnungen. Der folgende Chart reicht bis 2011 zurück, und ist wohl mehr als eindeutig. Die Preise klettern immer weiter. Die aktuellen Zahlen beweisen laut Europace, dass die Niedrigzinsphase die Immobilienpreise steigen lasse. Der Rückgang der Baugenehmigungen im ersten Halbjahr tue ein Übriges, dass sich der Anfrageüberhang nicht relevant abbaue. Im Wortlaut aus der aktuellen Mitteilung:

Im Juli verzeichnete der EUROPACE Hauspreis-Index EPX ein beständiges Wachstum. Eigentumswohnungen legten im Vergleich zum Vormonat um 1,50 Prozent, Bestandshäuser um 1,25 Prozent zu. Bei Neubauhäusern stiegen die Preise nur leicht um 0,23 Prozent. Der Gesamtindex kletterte damit um 0,98 Prozent auf 163,3 Punkte. Grundlage des EPX sind bundesweit tatsächlich abgeschlossene Transaktionen für selbstgenutzte Häuser und Eigentumswohnungen im Wert von mehr als 5 Mrd. Euro pro Monat.

Immobilienpreise Grafik Europace

Immobilienpreise Index im Detail

weiterlesen

Allgemein

US-Staatsverschuldung macht Riesensprünge! Budget-Defizit wird Billionen-Grenze überschreiten

Veröffentlicht

am

Die US-Staatsverschuldung macht gerade einen großen Sprung nach dem anderen. Wir hatten in den letzten Tagen schon berichtet über die monatelang eingefrorene offizielle Verschuldungssumme der US-Bundesregierung. Denn nach Erreichen einer Obergrenze fürs Schuldenmachen musste man die neuen Schulden optisch verstecken oder in die Zukunft schieben. Vor Kurzem dann wurde die Grenze aufgehoben, und laut Vereinbarung im Kongress kann die Regierung bis 2021 weiter kräftig Schulden machen.

Gawooni Anleihe

US-Staatsverschuldung mit weiteren Schüben

Vom 1. auf den 2. August machte die offizielle US-Staatsverschuldung einen Sprung nach oben in Höhe von 292 Milliarden Dollar auf 22,314 Billionen Dollar. Seitdem sind bis vorgestern (Daten werden immer mit zwei Tagen Verzögerung veröffentlicht) weitere 114 Milliarden Dollar hinzugekommen. Also ist die US-Staatsschuld seit dem 1. August um insgesamt 406 Milliarden Dollar angestiegen. Das ist ein Plus von 1,84% bezogen auf die Gesamtsumme. Keine schlechte Leistung, wenn man die offizielle Statistik mal als absolute Wahrheit hinnimmt.

Haushaltsdefizit gigantisch

Das Budgetbüro des US-Kongresses (CBO) hat gestern seine neueste Prognose für den US-Haushalt veröffentlicht (hier im Detail nachzulesen). Demnach soll das Haushaltsdefizit der USA im Fiskaljahr 2020 die Billionengrenze überschreiten. Damit würde man diese magische Grenze zwei Jahre früher als bislang geplant überschreiten. Die Regierung würde also 1 Billion Dollar mehr ausgeben, also sie einnimmt. In 2019 sollen es „noch“ 960 Milliarden Dollar Defizit sein. Es ist mehr als offensichtlich. Die Wirtschaft in den USA kann noch so stark wachsen. Die Steuersenkungen von Donald Trump aus dem Jahr 2017 entziehen dem Staat so viele Einnahmen, dass die Spanne zu den Ausgaben weiter ansteigt.

US-Staatsverschuldung debt to the penny
Quelle: US Treasury

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen