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"Liberation Day" - aber von was? Trump-Zölle: Das ist entscheidend! Was davon ist eingepreist? Marktgeflüster

So schlimm wird es schon nicht kommen: das ist der Tenor der Wall Street vor der Verkündung der Zölle durch Donald Trump (ab 22Uhr deutscher Zeit). Das Entscheidende aber ist weniger, wie hoch Trump die Zölle ansetzt – kurzfristig ist das natürlich für die Finanzmärkte im Fokus. Entscheidender aber mittelfristig ist, wie lange diese Zölle in Kraft bleiben. Die Wall Street hat nur eine kurze Dauer eingepreist – sonst wären etwa die amerikanischen Junk Bond-Risikoprämien wesentlich höher, als sie derzeit sind. Je länger aber  die Zölle dauern, desto stärker und nachhaltiger trifft es Unternehmen und Konsumenten in den USA. In den letzten Wochen sind jedoch extrem viele Unternehmen durch Kreditagenturen auf die „Abstufungs-Watch“ genommen worden – und bei den US-Konsumenten steigen die Kreditausfälle deutlich. Die Trump-Zölle dürften die bisher größte faktische Kostenanhebung in den letzten Jahrzehnten sein – und das in einer Situation, in der nur zwei Drittel der Amerikaner eine überraschende Ausgabe von 2000 Dollar stemmen könnten. Pro Jahr dürften die Zölle einen durschnittlichen Amerikaner 3000 bis 4000 Dollar kosten..

Hinweise aus Video:

1. S&P 500: Trading-Desks warnen vor noch stärkerem Ausverkauf

2. Trump, Deutschland und Europa: Der „Westen“ ist in Nöten



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3 Kommentare

  1. Falsches Narrativ: Trump möchte mittels Zöllen die Produktion in die USA zurückholen. Trump, ein alter Mann, eine Marionette der Reichen (eine Karikatur einer charismatischen Persönlichkeit im Weber’schen Sinn) erzählt zwar dieses Geschichterl, aber man darf es nicht glauben. Es ist schlicht auf absehbare Zeit nicht möglich, Trump hat keine Chance, es zu erleben (auch politisch nicht). Tatsächlich dient der zu erwartende Kollateralschaden an der US-Wirtschaft dazu, die Aktienblase kontrolliert zu leeren und die Finanzierungsbedingungen des Staates zu verbessern. Beides verbessert die Systemstabilität, freut jene mit den Stimmrechtsmehrheiten, während die US-Mittelschicht und die ausländischen Anleger viel Geld verlieren werden. Irgendwann muss diese Zollpolitik abgebrochen werden, aber man soll nicht glauben, dass es in ein oder zwei Wochen so weit ist.

  2. In Sachen aktuelle Kreditausfälle: Nehmen wir einmal an, Fed-Chef Jerome Hayden Powell nimmt die aktuelle Zölle-Rede des 47. US-Präsidenten Donald John Trump zum Anlaß, anschließend die Leitzinsen zu senken, dann müsste dies doch zu einer Senkung der Kreditkosten für Gebrauchtwagen-Kredite führen.

    1. Fed senkt Zinsen./Quelle: n-tv-Teletext.

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