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Historische Fehler noch einmal versuchen - das dumme Zeitalter Trump-Zölle und Sozialisten: Gescheiterte Ideen, die nie sterben! Marktgeflüster

Die Zölle von Trump und die Sozialisten haben vieles gemeinsam: der Glaube an eine Utopie, die zwar historisch nachweisbar immer wieder gescheitert ist – aber dennoch wird versprochen, dass es diesmal bestimmt klappt. Daher verspricht Trump ein goldenes Zeitalter durch seine Zölle – und die Sozialisten eine angeblich gerechte Gesellschaft, die faktisch dann immer nur die weitgehend Verteilung von Armut ist (die herrschende Schicht besitzt aber stets mehr). Trumps Zölle hingegen werden die US-Wirtschaft und die Weltwirtschaft schwächen: der Welthandel geht zurück – das haben die Zölle in den 1930er-Jahre eindeutig gezeigt (in der US-Handelsbilanz ist dieser Rückgang schon jetzt sichtbar). Aber diesmal ist alles anders: Trump führt die USA ganz sicher in ein goldenes Zeitalter..

Hinweise aus Video:

1. Webinar mit Balthasar Becker: Strategien für die Blase – und ihr Platzen!
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2. Putin will der Ukraine das Gas abdrehen



Markus Fugmann
Über den RedakteurMarkus Fugmann
Historische Analyse und gesellschaftspolitische Expertise mit Blick auf die Finanzmärkte in Wort (Artikel) und Videos – immer mit dem Fokus auf die Frage: „Warum geht uns das etwas an!“
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14 Kommentare

  1. Ja, die Sozialisten wollen ja auch nur teilen.
    Und dazu benötigen sie das Geld der Anderen.
    Und wenn das Geld verbraten ist, dann wollen sie wieder teilen. Usw., usw.
    Dann haben sie das Sondervermögen erfunden.
    Wer das nicht mehr bezahlen will, sollte sich vom Acker machen.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Mal sehen ob es ihm gelingt die Fed umzubauen…hin zu einer Bank of Japan 2.0….

    Die Abenomics lassen grüßen…

    Gold sagt ja …

  3. Zum Thema Sozialismus: Wenn ich in Nordrhein-Westfalen (Ruhrgebiet) eine Baugenehmigung beantrage, dann erlebe ich hier in Deutschland schon länger den realen Sozialismus.

  4. Ich finde die Darstellung mit Sozialismus etwas Plump man könnte auch sagen Kapitalismus führt zur Oligarchie und Verarmung, wie schon Adam Smith Das klar erkannte alles für mich nichts für dich, die Auswüchse wurden durch Gewerkschaften und Linke Gerechtigkeitsvorstellungen, immer wieder ausgebremst, genau wie eine wirklich soziale Marktwirtschaft das Raubtier Kapitalismus an die Kette nehmen muss.Sozialismus wo er fortschrittlich war ohne Diktatorisch Züge wurde bei zu viel Erfolg Allende, oder im Iran durch freundliche Diktatoren ersetzt, von Kapitalistischen Ländern, wenn England oder D so Sanktioniert würden wie Cuba oder Venezuela würde es hier nicht besser aussehen, immer wenn solche Staaten entstanden wurden sie massivst sanktioniert, bis sie zusammenbrach, wie hoch war die Verschuldung im Verhältnissen zum BIP der DDR und wie ist die Japans, ist also Japan erfolgreicher, nein deren Anleihen werden Gekauft,warum keine Ahnung..

  5. Gescheiterte Ideen, die nie sterben- ein toller und wahrer Titel
    Herzlichen Dank für diesen Geistesblitz, lieber Markus

  6. Bei Karl Marx gibt es so viele Fehler,das kapieren die Sozialistenidioten aber nicht.Am Ende stehen sie mit nichts in den Händen,aber ne Menge Gewalt da,bevor der Laden zerbricht.

    Sie verars……….euch……alle

  7. Erst einmal Danke für beide tollen Analysen

    Zu Trump.

    Schon in der 1. Amtszeit hat Trump China-Zölle erlassen und Biden hat diese beibehalten. Kurz, geht es um Zölle oder um die Fähigkeit gegen China Krieg zu führen?

    Und warum sind bei allen Theoretikern die Spitzentransferleistungsempfänger das gleiche wie die Arbeitenden, die eine Dienstleistung oder Produkte herstellen, die man freiwillig kauft? Weil die meisten selbst Spitzentransferleistungsempfänger sind?

    Und ist es nicht bequemer als Wärmepumpenverkäufer einen staatlichen Zwang zu befriedigen, als sich gegen Konkurrenz durchzusetzen?

    Ein anderer Aspekt ist die Abhängigkeit von Zulieferern. Swatch konnte 3 Monate keine Uhren verkaufen, weil Japan als Uhren-Verkäufer (Casio) die Chips nicht lieferte und erst danach die eigene Chipanlage fertig war.

    Bei Nahrungsmitteln habe ich das Beispiel Indonesien, wo der Reisanbau zusammenbrach, weil die man in Vietnam für 0,50 € am Tag den Reis viel billiger anbaute; als jedoch die Reisernte signifikant geringer ausfiel, lieferte Vietnam keinen Reis mehr ins Ausland.

    Ich bin für offene Märkte, doch wundert mich der Schwund im Handel zwischen den Märkten nicht, da es Vorlaufeffekte gab. Quellen dazu in fast allen dt. Unternehmen zu finden. Die Produktverlagerung in die USA und dort werden derzeit MRD $ investiert, wird natürlich den Außenhandel im Volumen belasten. Das ist ja auch der Sinn, neben der Kriegsfähigkeit.

    Der Konsum wird wie bei Millei eine ordentliche Delle bekommen, da die Spitzentransferleistungsempfänger auch dort entlassen wurden. Und Trump verlieht nicht die Mittelschicht, sondern die NGO Geschäftsführer, die bisher Ihr Geld vom Staat bekamen. Durch die Steuersenkungen wird in einem längeren Verlauf die Mittelschicht gestärkt. Ob der Erfolg, wie bei Millei schon nach 6 Monaten Eintritt, weiß ich jedoch nicht.

    Und über Ihre Gold/$ Parität muss ich mich wundern. Währungssenkungen sind ein klassisches Mittel zur Steigerung der einheimischen Industrie; diese sublimiert die teurer werdenden Importe. So wurde es auch angekündigt.

    Richtig jedoch ist, wenn alle die Zölle anheben und alle die Währung weich machen, haben wir die Grundlagen wie 1929. Machen da die Zollabschlüsse nicht den ersten Unterschied? Und wird die Verschuldung nicht Absolut, sondern am Bruttosozialprodukt gemessen? Genau das steigt mit der Inflation. Ich nehme dafür die US-Schulden von 1950 bis 1960. Schulden gingen runter, die US-Börse stagnierte fasst und der Wohlstand in den USA stieg gewaltig.

    Zum Sozialismus darf ich mal ergänzen:

    Wie häufig haben Sie selbst gearbeitet, damit vom Lohn ihr übler und fauler Nachbar sich ein 2. Steak auf den Grill legen kann? Eben und deshalb haben wir auch keinen Fachkräftemangel, sondern zu hohe Lohnabzüge.

    Arbeiten lohnt sich nicht für den Sozialismus.

    Selbst die Sozialisten in der DDR haben das irgendwann eingesehen und die Feierabendbrigaden eingeführt.

    Zur Entglobalisierung:

    Oh Gott, nach Weiß kommt immer Schwarz. Falsch, es kommt grau. Der Handel mit befreundetem Staat wird offen sein, der Handel mit anderen wird ohne Abhängigkeiten erfolgen; schauen sie sich mal Japan an, dort gibt es immer 3 bis 4 Zulieferer, die Reserven vorhalten müssen, sofern einer mal Ausfällt. Dann haben Sie Handel, die Produktion am günstigsten Ort (Adam Smith) und Sicherheit.

    Doch bitte verabschieden Sie sich von der Idee, dass China kapitalistisch wird, Tibet in die Unabhängigkeit entlässt, Taiwan nicht überfällt, danach Japan und den Kommunismus nicht in der ganzen Welt verbreiten will.
    Und beachten Sie das bitte in Ihren Analysen.

  8. Das Einstein-Zitat mag ihm vielleicht untergeschoben worden sein, weil es seine Meinung zur Quantenmechanik auf einleuchtende Weise auf den Punkt bringt. In diesem Zusammenhang ist der Satz nicht unfassbar wahr, sondern erwiesenermaßen falsch. Was in gewohnter Umgebung Wahnsinn wäre, macht in der Quantenwelt dennoch Sinn. Die einzelnen kleinsten Teilchen tun im Experiment (z.B. Doppelspaltexperiment mit Elektronen) jedes mal etwas Anderes, obwohl man das Experiment jedes mal genau gleich durchführt. Nur die Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Verhaltensweisen ändern sich nicht. So kann man zwar sagen, dass es wahrscheinlich eher das als jenes tut, aber es kann auch etwas völlig Unerwartetes tun. Daher ist es kein Wahnsinn, ein anderes Ergebnis zu erwarten, obwohl man immer dasselbe tut. Es konnte auch gezeigt werden, dass diese unterschiedlichen Ergebnisse nicht auf Ungenauigkeit der Messungen zurückzuführen sind. Sondern es kann prinzipiell nicht genauer gemessen werden, weil die Teilchen ein unberechenbares Eigenleben haben, das sich der Messung entzieht. Und das heißt nicht, dass dieses unbekannte Eigenleben dann ein bestimmtes Verhalten vorherbestimmen würde. Selbst wenn man den Anfangszustand exakt bestimmen könnte, verhalten sie sich trotzdem unberechenbar, also unterschiedlich (Bellsches Theorem).

  9. Kapitalismus ist das, was von selbst passiert. Jeder Mensch will sein Leben verbessern und unternimmt dafür etwas. Daraus entsteht wachsender Wohlstand.
    Der Kapitalismus als System hat daher keinen eingebauten Fehler, wie der Sozialismus.

    Aber ein funktionierendes Wirtschaftssystem allein, macht nicht alles aus. Wenn sich die Menschen nicht um die Politik kümmern, dann läuft auch ein kapitalistisches System aus dem Ruder. Mit Geld kann man Politiker kaufen und sich Gesetze schreiben lassen.
    Das ist dann aber auch kein Kapitalismus mehr, sondern eine Art Feudalsystem. Ganz ähnlich, wie in China. Nur das dort die kleinen Kapitalisten unten machen dürfen.

    1. @Felix
      Diese libertäre und – bei allem Respekt: lächerliche – Hypothese aus dem Volkswirtschaftslabor mag auf einen Teil der Bevölkerung zutreffen – meinetwegen soll es bei großzügiger Schätzung die Hälfte bis zwei Drittel sein.
      Doch der Rest ist aufgrund der Herkunft, des sozialen Status, des Geschlechts, der Bildungsmöglichkeiten oder wegen physischer und psychischer Voraussetzungen, Altersgründen usw. nicht in der Lage, in diesem Haifischbecken des Sozialdarwinismus erfolgreich und unter adäquaten, menschenwürdigen Lebensumständen zu bestehen.

      Siehe dazu die Armutsgefährdung nach soziodemografischen Merkmalen, die beständig steigende Quote der Empfänger von Grundsicherung im Alter, die Verteilung des monatlichen Haushaltsnettoeinkommens nach Quartilen oder die bedenkliche Entwicklung der materiellen und sozialen Deprivation.

      Sie klingen ein wenig wie die Mär vom Amerikanischen Traum, der sich in Wirklichkeit für einen erheblichen Teil der Bevölkerung längst zum Albtraum entwickelt hat. Damit meine ich ausdrücklich nicht nur die Zeit seit der Autokratie Trump I und II.
      Möglicherweise funktioniert Ihr Theorem für einen kurzen Zeitraum nach irgendwelchen Katastrophen, Kriegen, wirtschaftlichen Komplettzusammenbrüchen oder fundamentalen geopolitischen Umwälzungen. Den ehemaligen Ländern der UdSSR etwa hätte sich eine einzigartige Gelegenheit geboten – nur hat man es versäumt, diese zu ergreifen und sich von Feudalismus und Absolutismus zu befreien, wie es etwa die europäischen Staaten nach den Weltkriegen erfolgreich getan haben.

      Zu behaupten, der Kapitalismus hätte keine eingebauten Fehler, ist selbstverständlich Bullshit, um es einmal plakativ mit den Worten von Bärbel Bas zu formulieren 😉
      Nur weil etwas von selbst passiert, bedeutet das keinesfalls, dass das System frei von Fehlern ist. Als Sozialdarwinist sollten Sie das besser als jeder andere wissen – generiert die Evolution doch ungleich mehr fatale Fehler und erfolglose Zweige in den zahllosen Mutationen von Trial and Error, als erfolgreiche, bessere Varianten.

      Wie die Geschichte eindrücklich beweist, neigen Kapitalisten ohne aufgezwungene externe Regulierung dazu, ihre Arbeitskräfte rigoros auszubeuten, bei Bedarf oder nach Lust und Laune spontan zu feuern und durch billigere und/oder produktivere Alternativen (Mensch oder Maschine) zu ersetzen. Was mit diesen Individuen danach passiert, ist Kapitalisten völlig egal, weil sie in ihrem Handeln nicht den Menschen sehen, sondern nur den Austausch eines Produktionsfaktors durch einen effizienteren. Dies liegt tief verwurzelt in dem Glauben, dass nur Kapital den wahren Mehrwert generiere.

      Letztendlich schafft der Kapitalismus durch seine inhärenten Schwächen erst die Voraussetzungen für den Sozialismus. Etwa, indem er immer und immer wieder die Konzentrations- und Zentralisierungsprozesse des Kapitals beschleunigt, zu einer Verschmelzung von Industrie- und Bankkapital mit den entsprechenden Klumpenrisiken führt, durch Monopolisierungs- und Marktkonsolidierungs-Strategien zu steigender Arbeitslosigkeit und zu einer relativen oder absoluten Verschlechterung der Lebens- und Arbeitsbedingungen führt.

      Weitere inhärente Probleme des Kapitalismus sind bspw. der ständige Wachstumszwang, der in diametralem Widerspruch zur notwendigen Degrowth für Nachhaltigkeit steht, sowie eine grundlegende und vererbbare Ungleichheit durch die Konzentration von Kapital und die bedingungslose Abhängigkeit der Arbeiterklasse.

      Der einzig sinnvolle Goldene Mittelweg ist eine soziale Marktwirtschaft mit fairen Steuern, Löhnen und Gehältern sowie angemessenen Schutzrechten für Arbeitnehmer*innen.
      Das stellt natürlich hohe Anforderungen an die Politik, um bei ihren Regularien und Leitplanken die richtige Spannbreite zu finden. Gleiches gilt für „sozialistische“ Gewerkschaften, ebenso für „kapitalistische“ Arbeitgebervertreter.

      In allen diesen Fällen geht es um Kompromissbereitschaft und Fingerspitzengefühl, um gegenseitiges Gönnen, soziale Verantwortung und Grundwerte.
      Ein reines Wirtschaftssystem isoliert von Politik und Gesellschaft zu betrachten, ist wissenschaftlicher Unsinn. Warum? Weil es sich um ein untrennbar verwobenes soziologisches und interdisziplinäres Geflecht quer durch die Sozial- und Geisteswissenschaften handelt, und nicht um eine naturwissenschaftliche Disziplin.

      Zumindest das haben Sie im zweiten Absatz teilweise richtig erkannt. Was wiederum die Frage aufwirft, warum Sie überhaupt im ersten Absatz solchen Unfug zur Diskussion stellen.

  10. Kann man die Linke als Sozialisten einstufen?

    Ich finde, man muss schon zwischen der sozialen Marktwirtschaft und dem was hier gerne mal so als Verunglimpfung durchgepeitscht wird unterscheiden.

    Ist die soziale Marktwirtschaft was schlechtes? Meiner Meinung nach nämlich nicht. Das ist eine Errungenschaft der Arbeiterklasse des letzten Jahrhunderts. Es verhindert unkontrollierte Ausbeutung und bietet Sicherungsyssteme, die absolut sinnvoll sind: Rente, Arbeitslosengeld, Gesundheitssystem…

    Ich würde daher ein bisschen weniger inflationär mit dem Begriff so rumwerfen.

    Was man denke ich eher machen kann, ist weiterhin auf Ideologie abzustellen. Die Idealisten sind schon immer an Realpollitik gescheitert.Das ist ein allgemeines Phänomen. Und von denen gibt es leider einige, die permanent nur laut sind.

    Dass die Linke hier auf Wählerspektren abziehlt, die unter den Vorgängerregierungen neu dazugekommen sind, kann man ihr ja nicht verüblen. Ebenso kann man sagen, dass die letzten Jahre eine Umverteilung von unten nach oben stattgefunden hat.

    Also alles nicht so einfach finde ich.

    1. Hallo Großer Bär,

      die Soziale Marktwirtschaft war ideal. Das Problem besteht darin, dass sie die Tendenz hat, sich in Richtung Sozialismus zu entwickeln. Das konnten wir in der BRD nun wirklich sehr gut beobachten. Die Mechanik hat Hayek beschrieben.

      Zur Umverteilung: etwas anders. Wir haben jetzt an die 60 Jahre zu viel Umverteilung. Und zwar von der Mitte nach oben und von der Mitte nach unten. Gesellschaften bleiben nur erhalten, wenn die Mitte stark ist. Die oben brauchen die Gesellschaft nicht, weil sie vieles individuell regeln können und mobil sind, und die unten haben wenig beizutragen. Unsere Mitte wird insgesamt chronisch überfordert und stirbt dadurch aus.

      Wir haben kein gutes Regulativ, weil unsere Gesellschaft schon Zeit hatte, Reserven zu bilden. In der Mitte gibt es noch viele, denen es persönlich gut geht, und die ganz andere Prioritäten haben. Aber inzwischen kommen in der unteren Hälfe immer mehr Menschen unter Druck. Alles, was gespart werden kann, ist schon weg und die Kosten steigen weiter.
      Dabei ist das System inzwischen schon so verfahren, dass auch im Deutschen „Oben“ nicht mehr viele profitieren können und im Vergleich mit ihren Peers im Ausland verarmen.

      Was komplex wirkt, vernebelt einfach Tatsachen:

      Wir müssen Bürokratie ersatzlos streichen und Steuern massiv senken.

      Gelingt das nicht, verlieren wir alles.

  11. Reiner Kapitalismus verliert immer. Sonst hätten USA nicht diese Probleme und müssten sich nicht ausgenutzt fühlen von anderen Ländern, wenn Kapitalismus allen Anderen Wirtschaftsformen überlegen wäre. Erfolgreicher als Kapitalisten waren die Tigerstaaten und heute ist das China. Der unterlegene Kapitalismus sieht, dass er verliert. Man will sich durch Protektionismus noch eine Weile über Wasser halten und wird dadurch noch weniger konkurrenzfähig. Während die Anderen genug verdienen, um mit Dumpingpreisen den Kapitalisten einen Wirtschaftszweig nach dem Anderen abzunehmen.

    Auch soziale Marktwirtschaft ist dem Kapitalismus weit überlegen. Gibt es eine Krise, dann feuert der Kapitalist zuerst seine Angestellten, die er bei nachlassender Nachfrage nicht braucht. In Sozialstaaten beantragt man Kurzarbeitergeld und behält die Angestellten. Dann kann man nach der Krise voll durchstarten und den Kapitalisten überholen, der erst wieder geeignete Arbeiter finden muss. Oder wenn Firmen pleite gehen, kann das unter vorübergehender staatlicher Aufsicht wirtschaftsverträglich geregelt werden. Nicht wie im Falle Lehman, wo der maximale Schaden für alle Beteiligten entstanden ist. Ferner steht dem Sozialstaat mehr Geld zur Verfügung, um den Arbeitern eine gute Schulbildung zu finanzieren und sie gesund zu halten. Mit strohdummen Arbeitern wird auch der fähigste Unternehmer nicht reich.

    Gewerkschaften sorgen auch für eine wachsende Wirtschaft. Weil durch gerechte Lohnerhöhungen das Geld homogener verteilt wird, was Voraussetzung ist für mehr Nachfrage, ohne die keine Produktionssteigerung möglich wäre. Nur alle zusammen können wachsen, wenn der Geldkreislauf nicht von einem Kapitalisten unterbrochen wird. Der Kapitalist wird an Grenzen stoßen, so wie Rockefeller, der allerdings erst nach dem Ludlow-Massaker vernünftig wurde. Oder wie Elon, wenn er glaubt die Produkte verkaufen sich von selber.

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