Walmart hat einige Zulieferer aus China um erhebliche Preissenkungen gebeten aufgrund der eingeführten Zölle von US-Präsident Trump. Darüber berichtet Bloomberg.
Walmart und Trump-Zölle: Zulieferer aus China sollen Preise senken
Die Bemühungen des US-Einzelhandelsriesen Walmart, die Last der Zölle von Präsident Donald Trump zu verlagern, stoßen auf starken Widerstand bei den Unternehmen in dem asiatischen Land, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten.
Einige Lieferanten, darunter Hersteller von Küchengeräten und Kleidung in China, wurden aufgefordert, ihre Preise um bis zu 10 % pro Zollrunde zu senken und damit im Wesentlichen die vollen Kosten von Trumps Zöllen zu tragen, so die Personen, die nicht genannt werden wollten, da es sich um vertrauliche Informationen handelt. Die Verhandlungen werden mit den einzelnen Herstellern in China geführt, und die Preissenkungen sind von Firma zu Firma unterschiedlich, sagten sie.
Bislang haben nur wenige eingewilligt. Die Gewinnspannen der Zulieferer seien aufgrund der Strategie von Walmart, Waren billig zu beschaffen, um seinen Wettbewerbsvorteil aufrechtzuerhalten, ohnehin schon hauchdünn, so die Personen.
Für einige chinesische Zulieferer würde jede Senkung um mehr als 2 % einen Verlust bedeuten, so die Befragten. Andere hatten ihre eigenen vorgelagerten Lieferanten, die sich weigerten, die Preise um mehr als 3 % zu senken, was die Hersteller dazu zwang, den Kauf einiger Teile aus Vietnam in Betracht zu ziehen. Dieser Schritt hat die Befürchtung geweckt, dass die niedrigeren Preise auf Kosten der Produktqualität gehen könnten.
Trump-Zölle: Globale Lieferketten und Druck auf US-Verbraucher
Der Vorstoß von Walmart zeigt, wie die zunehmenden geopolitischen Spannungen die globalen Lieferketten umgestalten und den Druck auf die US-Verbraucher erhöhen werden, die ohnehin schon mit den hohen Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben. Während Finanzminister Scott Bessent die Besorgnis über die Zölle herunterspielte und sagte, dass die chinesischen Hersteller die zusätzlichen Kosten tragen werden, haben die großen Einzelhändler Target und Best Buy gewarnt, dass die Kunden in den USA aufgrund des Handelskriegs, der auch Mexiko und Kanada erfasst hat, mit höheren Preisen rechnen müssen.
Schon vor der jüngsten Zoll-Salve von Trump hatte der Vorstandsvorsitzende von Walmart, Doug McMillon, davor gewarnt, dass einige Kunden kleinere Warenpakete kaufen, da ihnen vor Monatsende das Geld ausgeht.
Eine Sprecherin von Walmart sagte, das Unternehmen werde weiterhin mit den Lieferanten zusammenarbeiten, um die Preise für die Kunden so niedrig wie möglich zu halten. Das Unternehmen ermutigt alle Parteien, eine gemeinsame Basis zu finden, die die Kunden vor Preiserhöhungen schützt und die US-Wirtschaft weiter wachsen lässt.
Der Einzelhändler hatte in der Vergangenheit eine starke Verhandlungsposition gegenüber seinen chinesischen Zulieferern, und Forderungen nach niedrigeren Preisen wurden nach Angaben von Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, meist erfüllt. Der Umfang der jüngsten Forderungen ist jedoch ungewöhnlich und lässt die Hersteller abwägen, ob sie die Kosten auf sich nehmen wollen, um eine längerfristige Geschäftsbeziehung aufrechtzuerhalten.
Walmart forderte zunächst Preissenkungen von den Herstellern, als Trumps erste Runde von 10 %igen Zöllen auf Waren aus China Anfang Februar in Kraft trat, und forderte später im selben Monat weitere Senkungen, als Trump mit einer Verdoppelung der Zölle drohte, so die Personen.
Andere große amerikanische Einzelhändler könnten diesem Beispiel folgen. In einer der ersten Stellungnahmen nach Inkrafttreten der Zölle sagte Brian Cornell, Chief Executive Officer von Target, am Dienstag, sein Unternehmen führe Gespräche mit den Lieferanten über die nächsten Schritte.
FMW/Bloomberg
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Moin, moin,
fordern und wünschen kann man viel.
Die Frage ist nur, ob die Chinesen sich erpressen lassen. Hier geht es nun nicht um wenig Geld. Vor allem, ist einmal der Anfang für ein Entgegenkommen seitens der Chinesen gemacht, ist Tür und Tor für weitere US-Forderungen geöffnet. Es bleibt spannend an der Zollfront. Insbesondere unter Berücksichtigung des US-Konsumenten.
Die Chinesen werden schon etwas, vielleicht max. 3 % Rabatt geben. Dat wars. Mehr ist auch nicht mehr drin. Die restlichen 7% werden die USA-Verbraucher zahlen. Die haben den Trumpsteak bestellt, und der wird nun serviert. Am Ende werden sie den bitteren Beigeschmack nie mehr vergessen.
Die Chinesen werden das nicht zustimmen. Am Ende bleibt das bei der USA Verbraucher liegen. Sie wollen doch den Trumpfsteak. Jetzt bekommen Sie die wie bestellt, serviert. Sie werden merken, dass es bitter schmecken wird.