Die Wall Street ist optimistisch und glaubt an zwei Alternativen: entweder der Iran-Krieg ist schnell entschieden – oder Trump macht den TACO! Aber heute hat Trump zumindest verbal das Gegenteil versichert: im Kampf gegen den Iran gelte das Motto „whatever it takes“. Faktisch nimmt die Wall Street also Trump nicht ernst – nur so ist zu erklären, dass die US-Indizes die Verluste wieder wettgemacht haben. Aber Qatar hat nach einem Drohnenangriff heute die Gas-Produktion eingestellt – der europäische Gaspreis daraufhin um 50% gestiegen. Ohnehin ist die de facto-Sperrung der Strasse von Hormus hochgradig inflationär – daher steigen weltweit die Renditen für Staatsanleihen. Also alles fürchterlich bullisch, oder?
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Die Wallstreet ist ziemlich resilient geworden gegen Krisen. Hyperaktive Notenbanken spielen eine größere Rolle als Krisen…
Zu Beginn des ersten Irak- Krieges lag die FED Bilanz bei nahe Null…jetzt über 6500 Milliarden….
Aber das ist nicht alles. 6500 Milliarden ist nur eine Zahl…es ist der Gedanke der dahinter steht…die permanente Absicherung…Lender of Last Resort…Backups für den Notfall…..
Whatever it takes…Koste es was es wolle…wird von den Notenbanken immer in die Märkte eingegriffen…immer wenn’s brennt…
Ich glaube in New York könnte ne Bombe einschlagen, da gucken die Börsinaer aus ihrem Keller: „Aber die Zinsen bleiben doch unten..oder…? „…
Kleine Korrektur am Rande: Die „Whatever it takes ‚- Garantie Versprechen Rede von Draghi, war am Donnerstag, dem 26.Juli 2012,in London im Vorfeld der Olympischen Spiele.
Erste Vor- Wettkämpfe,zum Beispiel in den Mannschaftssportarten hatten schon begonnen…die offizielle Eröffnung war aber erst am Samstag.
Hintergrund der Rede war der ESM von 500 Milliarden Euro. Er hätte nicht gereicht die PIIGS abzusichern.
Mit der Whatever it takes Garantie hob Draghi praktisch die No Bail Out Klausel auf.
Die Rede war historisch, denn die No Bail Out Klausel war zuvor faktisch in Stein gemeißelt.
Sie bedingte erstmal zwei Dinge. Zum ersten gründete sich daraufhin ,unter Bernd Lucke die AfD,im Januar 2013 und zum Zweiten bedingte sie den Brexit von 2016,denn Cameron gab im Januar 13, aufgrund der latenten EU Haftung in Bezug auf die PIIGS, ein Referendum für 2016 bekannt.
Nicht die Flüchtlingskrise war dafür maßgeblich, die kam erst im Sommer 2015.Wird heute oft verwechselt, es war die Euro- PIIGS- Krise.
Die Rede wurde übrigens im wohl dotierten Londoner Lancaster House. Ich selbst habe das Haus mal im Februar 03 im Rahmen einer Veranstaltung besuchen dürfen.
Weidmann war nicht eingeweiht. „Er fiel bald rückwärts aus seinem Sessel“ schrieb wenige Tage das Handelsblatt. …
Unmittelbar danach kamen erste Zweifel auf ob Draghi dazu überhaupt ermächtigt sei.
Hollande rief daraufhin Merkel an und so gab man am Freitag Nachmittag eine größere Pressekonferenz auf der sich beide vor ein Bild Jack Delores positionierten und sagten, Draghi handele mit voller Rückendeckung der beiden.
Das hatte der alte Fuchs Hollande geschickt eingefädelt. Damit war die Eurorettung endgültig legalisiert,
ohne das Merkel nochmals das Parlament anrufen musste.
Zwei Dinge müssen hier beachtet werden. Die Eurorettung wäre 2012 noch verhinderbar gewesen. Die 500 Milliarden die im Raume standen wären verkraftbar gewesen.
Heute mit den gewaltigen QE Programmen…den Corona Wiederaufbau- Programmen den Haftungen und Verbindlichkeiten von fast 10 Billionen Euro dem Zwanzigfachen von 2012 liegen wir endgültig im to big to fail Bereich.
Das war das Erste. Das Zweite war der Austritt GBs aus der Europäischen Union. Er wird erst nach und nach seine volle Wirkung entfalten.
Nigel Farage wäre ohne Eurorettung unmöglich gewesen. Wird er der neue Chef in UK?
Für Frankreich liegen die Ziele klar. Deren Banken SocGen und die BNP Paribas waren so vollgesogen mit PIIGS Anleihen,ein Kollabieren derselben wäre der Fall gewesen,wenn der EUR 2012 gecrasht wäre.
Der 47. US-Präsident Donald John Trump und Finanzminister Scott Bessent werden den US-Verbrauchern irgendwie die steigenden Kreditkosten aufgrund gestiegener US-Anleiherenditen erklären müssen. Vielleicht führt die lobenswerte energiepolitische Agenda von Präsident Trump „Make Oil great again!“ ja zu einem iranpolitischen TACO, somit zu einem Ölabkommen. Diesbezüglicher Ansprechpartner für Sir Donald könnte doch wohl Staatspräsident Dr. Massud Peseschkian sein.