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Trumps Ankündigungen auf weitere Zölle gegenüber China – diese werden die Verbraucher spüren

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Vermutlich hatte sich Schönredner Larry Kudlow vor wenigen Tagen beim TV-Sender Fox-News ganz einfach verplappert: „Beide Seiten werden bezahlen und beide Seiten werden leiden!“ Damit hat er aber wohl den Nagel auf den Kopf getroffen, wie eine Studie der Bank Morgan Stanley aufzeigt. Bisher trafen die Zölle auf Stahl und Aluminium vor allem die großen Autofirmen, wenn man die Preissteigerungen auf Kühlschränke und Waschmaschinen einmal außer Acht lässt.

 

Apple, immer wieder Apple

Das sollte sich drastisch ändern, falls Donald Trump ab dem 24.Juni tatsächlich die Zölle auf die restlichen Chinaexporte von 325 Milliarden Dollar umsetzen würde. Und es beträfe ganz besonders den Stolz der Nation, die erste Eine-Billion-Dollar-Firma der Welt, Apple. Der Preis für ein neues iPhone müsste der Studie zufolge um 160 Dollar steigen. Die Fertigung erfolgt in China durch die Riesenfirma Foxconn und Pegatron zu Lohnkosten, die es in den USA vor 60 Jahren gab.

Eine Verlagerung in die Asean-Staaten oder Indien ergäbe keinen Sinn, wegen der fehlenden Erfahrungen bei der Produktion, die in China über Jahre durch eine Heerschar von Industriearbeitern erworben wurde. Die Forderung Trumps, die Produkte einfach in den USA herzustellen, dann hätte man keine Zollprobleme mehr, zeugt eindeutig von Trumps Faktenignoranz.

Das gegenseitige sich-mit-Zöllen-belegen ist eine lose-lose-Situation.

 

Beispielbild von iPhones. Foto: Tinh tế Photo – _DSF9422-Edit CC0

 

Fazit

Es ist nur eine Wunschvorstellung des US-Präsidenten, dass die Chinesen die höheren Abgaben bezahlen werden. Nein, es sind die Importeure und in der Folge die Konsumenten. Börsentechnisch eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Entweder steigen die Einfuhrpreise mit den vielzitierten Folgen auf Inflation und die Fed-Politik – oder die Unternehmen schlucken die höheren Kosten und vermelden niedrigere Gewinne. Das Apple-Beispiel ist nur ein besonders Drastisches, aber es ist nur der Anfang.

4 Kommentare

4 Comments

  1. Hesterberg

    16. Mai 2019 14:11 at 14:11

    Die Berichterstattung von FMW zu den Zöllen hat immer eine sehr einseitige Betrachtung und ist so nicht richtig. Es wird immer der Eindruck erweckt, dass die Zeche vom US-Endverbraucher zu zahlen sei. Das ist nicht so. Die Nachteile für China dürften insbesondere im längeren Zeitfenster viel größer sein, als für die USA. Ich schrieb es bereits.
    1. Wenn die Preise für den Endverbraucher steigen, kaufen viele er nicht mehr so viel oder gar nicht mehr. Das ist immer so! Die Einfuhren mit Zöllen belegter chinesischer Waren werden also spürbar zurückgehen, was eher China trifft. Das ist ja auch Sinn des Handelskrieges.
    2. Den amerikanischen Markt gibt es für China nur einmal. Kaufen die Importeure in anderen Ländern, geht China leer aus. Die US-Verbraucher bekommen trotzdem, was sie kaufen möchten.
    3. Die Umstellung auf neue Lieferanten geht bei Artikeln des täglichen Bedarfs enorm schnell. Die US-amerikanischen Einkäufer müssen gar nicht danach suchen. Schon heute werden sie überschwemmt mit Angeboten aus Dutzenden von Schwellenländern, die neue Marktanteile für sich wittern.
    4. Ein Handelskrieg hat nie nur Nachteile. Diese Mär wird immer wieder in die Welt gesetzt und gebetsmühlenartig von denen wiederholt, die die Hauptleidtragenden sind und zumeist sind sie es, weil sie entweder nicht wettbewerbsfähig oder austauschbar sind. Es gibt regelmäßig immer auch sehr viele Gewinner und Handelskriege steigern den Wettbewerb und veranlassen viele Unternehmen, sich mehr anzustrengen. Die Nachteile überwiegen zwar die Vorteile, aber die Vorteile deshalb außer Acht zu lassen, entbehrt der Realität.
    5. Und noch ein wichtiger Fakt. Zölle gibt es auch in der heutigen Zeit weltweit tausendfach in den unterschiedlichsten Formen und in allen Ländern! Da sollten sich mal viele mit dem Finger an die eigene Nase greifen. Bei den jetzt eingeführten Zöllen der USA sind lediglich die Dimensionen größer.

    • Wolfgang M.

      16. Mai 2019 15:19 at 15:19

      @Hesterberg. Hallo. Jetzt verraten Sie uns mal, wo die Vorteile liegen sollen, wenn sich mit den USA, China und der EU die drei Wirtschaftsblöcke mit Zöllen überziehen, die über die Hälfte des Welt-Bruttosozialprodukts ausmachen?
      – Produkte werden teurer, der Wohlstand ist durch Arbeitsteilung entstanden, bei dem die Produkte
      für Viele erschwinglich geworden sind
      – die Konjunktur befindet sich im 11. Jahr ihres rekordverdächtigen Aufschwungs, wenn dieser abgewürgt
      wird, sollte es kaum noch Gewinner geben
      – Länder wie Vietnam oder Malaysia wären nur anfangs Nutznießer, bei einer Rezession bricht auch für diese
      das Geschäft weg
      – es gibt so viel Zombiefirmen, die sich knapp über Wasser halten, wie wollen diese einen Abschwung über-
      stehen?
      – allein die Unternehmen in China sind mit 160% zum BIP (von über 12 Billionen Dollar verschuldet)
      – wo sollen die riesigen Mengen an chinesischen Produkten herkommen, die in den US-Großmärkten ange-
      boten werden. Langfristig ist das möglich, aber uns geht es nur um den jetzigen Konjunkturzyklus.
      Es geht nicht darum, dass es viele unsinnige Zölle auf dieser Welt gibt, sondern, dass es im jetzigen Stadium des langen Aufschwungs kaum ein positives Szenario gibt, welches bei einer vollen Eskalation der Zölle denkbar wäre. Eine absolute lose-lose-Situation.
      Deshalb werden die Zölle in ihrer vollen Androhung höchstwahrscheinlich jetzt nicht kommen.
      Gruß

      • Hesterberg

        16. Mai 2019 19:45 at 19:45

        @Wolfgang M.
        Mein Kommentar bezog sich auf die einseitige Betrachtung von FMW, wonach der US-Endverbraucher schlussendlich die Zölle bezahlt. Warum dem nicht so ist, habe ich vorgetragen. Ich habe nicht gesagt, es sei vorteilhaft, wenn sich die großen Wirtschaftsblöcke gegenseitig mit Zöllen überziehen. Diese Meinung vertrete ich auch nicht.

        Über Donald Trump und seine Regierungsmannschaft kann man sich zwar immer wieder nur wundern, aber so dumm, dass sie Zölle einführen, die nur das eigene Land treffen, sind sie nun auch wieder nicht. Es ist nun eben auch nicht von der Hand zu weisen, dass China sich auch mit unlauteren Mitteln auf Kosten der USA bereichert. Was sollen die Amerikaner denn Ihrer Meinung dagegen tun? Einen Krieg mit China anzetteln? Oder sich weiter wie alle anderen Länder unfairen Handelsbedingungen (die erwiesenermaßen teils wenig partnerschaftlich sind) beugen? Beides kommt für die US-Regierung nicht weiter in Frage und deshalb bleibt nur das Mittel mit den Zöllen. Ich sage es noch einmal zu Ihrer Information: Alle Länder haben Zölle! Nur diesmal sind die Dimensionen größer.

        Mit Ihren Ausführungen machen Sie sich zum Fürsprecher der Regierungen und Notenbanken, die mit aller Macht eine Rezession verhindern wollen. Das passt nicht zu Ihrer Bärenseite. Entgegen Ihrer Meinung sollen aus meiner Sicht alle Zombiefirmen so bald wie möglich pleite gehen, weil das zu einem gesunden Wirtschaftskreislauf gehört. Indem man unverantwortlich seit 10 Jahren Rezessionen mit allen Mitteln immer weiter in die Zukunft verlagert, steuert man direkt auf eine Katastrophe zu. Der von Ihnen genannte rekordverdächtige Aufschwung wurde doch auf Pump künstlich geschaffen, weil man Staatspleiten, Bankenpleiten und Unternehmenspleiten, die unter normalen Bedingungen längst eingetreten wären, in unverantwortlicher Weise in die Zukunft verschiebt und das Ausmaß damit immer weiter vergrößert. Und wenn Trump mit seinen Zöllen den Anstoß zu weltweiten Rezessionen gibt, so haben sie ihr Gutes, denn mit jedem Jahr weiterer Verhinderung wird die Katastrophe nur noch viel größer.

  2. Beobachter

    16. Mai 2019 16:02 at 16:02

    Da würde ich dem geschätzten Wolfgang voll beipflichten.Haben die Steuerermässigungen hauptsächlich den oberen 30% genützt u.trotzdem positiv auf Aktien u.Wirtschaft gewirkt, so würden die Zölle hauptsächlich die unteren 40% treffen u.in der konsumabhängigen US Wirtschaft wie eine Steuer auf die Unterschicht wirken. Der sowieso künstlich verlängerte Wirtschaftszyklus würde so fast sicher zu Tode gezollt.Zudem würde der Gröpaz genau seine Wähler strafen, war er denn vor den Wahlen nicht der Mann der Arbeiter u.machte verachtende Sprüche gegen die Wallsträssler. Genau diese Verarschung wird ihm auch die Wiederwahl vermasseln.

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Jerome Powell – Headlines seiner Pressekonferenz: zu hawkish für die großen Erwartungen!

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Märkte enttäuscht, Fed und Powell liefern nicht..aber gibt etwas Hoffnung: wenn nötig, dann werden wir Bilanzsumme vergrößern (QE)

Die wichtigsten Aussagen von Fed-Chef Powell auf seiner PK in Schlagzeilen – zuvor die Fakten:

– Fed senkt Zinsen um 0,25% auf nun 1,75%-2,0%

– Fed senkt overnight reverse repos um 0,3% auf nun 1,7%

– 7 stimmten für Senkung, 3 waren dagegen, Bullard wollte 0,5%-Senkung

– 7 Mitglieder erwarten eine weitere Senkung in diesem Jah, 19 dagegen nicht – die Fed ist also total uneins!

Powell startet..

– Unsicherheiten wegen Handelskrieg, Brexit

– erwarten, dass Wirtschaft weiter moderat wächst

– Jobwachstum etwas schwächer, aber das hatten wir erwartet

– Arbeitslosenquote dürfte länger unter 4% bleiben

– erwarten weiter, dass Inflation weiter in Richtung 2% steigt, auch wenn Inflatiomnserwartungen niedriger sind

– immer wieder die Betonung Powells, wie stark doch die Wirtschaft sei! Sehr hawkish bislang..

– Streß am Repo-Markt hat keinen Einfluß auf die Wirtschaft, wir erwarten bald Normalisierung

Trump ist sauer:

Powell „hat fertig“, jetzt die Fragen…


Kurzkommentar FMW: viele hatten QE erwartet, aber weit gefehlt – die Fed redet die Wirtschaft stark, jetzt werden die Märkte der Fed zeigen wollen, dass die Fed damit Unrecht hat!

– Powell: werden weiter uns die Daten ansehen und dann entscheiden

– Powell: Zeiten sind unsicher und unklar, daher auch die unterschiedlichen Ansichten innerhalb der Fed – das ist gesund und gut so..

– Frage von Liesman (CNBC): hat Fed die Schwierigkeiten an den Repo-Märkten nicht vorhergesehen? Powell: wird sind von der Heftigkeit überrascht, aber wir machen uns keine Sorgen, es hat keine Auswirkungen auf die Wirtschaft

– könnte die Bilanzsumme der Fed, wenn nötig, wieder ausweiten (Andeutung auf QE falls das nötog sein sollte:

– Jetzt sehr technische Fragen zu Liquiditätspuffern..

– Powell: wir versuchen, nicht zu wenig und nicht zu viel zu reagieren, fahren gewissermaßen „auf Sicht“

– Powell: achten auf alles, was die US-Wirtschaft beeinflussen kann – Handelskrieg, Geopolitik, Daten aus aller Welt

– Frage an Powell: haben Sie Angst, zu früh Ihr Pulver zu verschießen? Powell: erst wenn wir wirklich sehen, dass die Wirtschaft sich abschwächt, werden wir aggressiv agieren

– US-Haushalten geht es überwiegend sehr gut; haben weniger Schulden im Vergleich zum Einkommen

– Powell: sehen und erwarten keine Rezession

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Anleihen

Fed hat Zinsentscheidung verkündet – hier alle Fakten + Statement

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Das FOMC der Fed (Federal Reserve) hat soeben ihre Zinsentscheidung verkündet. Die Fed Funds Rate von bisher 200-225 Basispunkten wird gesenkt auf 175-200 Basispunkte. Also ein Zinsschritt von -0,25%.

Abgesehen von der Zinssenkung hat das FOMC der Fed weitere Maßnahmen verkündet:

Zinssatz für überschüssige Reserven sinkt um 0,3% auf 1,80%.

Satz für Overnight Repos sinkt um 0,3% auf 1,70%.

Primary Credit Rate wird um 0,25% auf 2,50% gesenkt.

Erste Marktreaktion: Euro und Dow minimal verändert, noch nicht der Rede wert.

Keine klaren Signale für weitere Zinssenkungen.

Marktreaktion 20:15 Uhr: EURUSD -35 Pips, Dow -110 Punkte.

Um 20:30 Uhr folgt auf finanzmarktwelt.de ein separater Artikel zur PK von Jerome Powell.

Hier das Statement der Fed im Wortlaut:

Information received since the Federal Open Market Committee met in July indicates that the labor market remains strong and that economic activity has been rising at a moderate rate. Job gains have been solid, on average, in recent months, and the unemployment rate has remained low. Although household spending has been rising at a strong pace, business fixed investment and exports have weakened. On a 12-month basis, overall inflation and inflation for items other than food and energy are running below 2 percent. Market-based measures of inflation compensation remain low; survey-based measures of longer-term inflation expectations are little changed.

Consistent with its statutory mandate, the Committee seeks to foster maximum employment and price stability. In light of the implications of global developments for the economic outlook as well as muted inflation pressures, the Committee decided to lower the target range for the federal funds rate to 1-3/4 to 2 percent. This action supports the Committee’s view that sustained expansion of economic activity, strong labor market conditions, and inflation near the Committee’s symmetric 2 percent objective are the most likely outcomes, but uncertainties about this outlook remain. As the Committee contemplates the future path of the target range for the federal funds rate, it will continue to monitor the implications of incoming information for the economic outlook and will act as appropriate to sustain the expansion, with a strong labor market and inflation near its symmetric 2 percent objective.

In determining the timing and size of future adjustments to the target range for the federal funds rate, the Committee will assess realized and expected economic conditions relative to its maximum employment objective and its symmetric 2 percent inflation objective. This assessment will take into account a wide range of information, including measures of labor market conditions, indicators of inflation pressures and inflation expectations, and readings on financial and international developments.

Voting for the monetary policy action were Jerome H. Powell, Chair, John C. Williams, Vice Chair; Michelle W. Bowman; Lael Brainard; Richard H. Clarida; Charles L. Evans; and Randal K. Quarles. Voting against the action were James Bullard, who preferred at this meeting to lower the target range for the federal funds rate to 1-1/2 to 1-3/4 percent; and Esther L. George and Eric S. Rosengren, who preferred to maintain the target range at 2 percent to 2-1/4 percent.

US-Dollar - heute Fed Entscheidung

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Finanznews

Vor der Entscheidung! Marktgeflüster (Video)

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Auch wenn heute im Vorfeld der Fed-Entscheidung an den Aktienmärkten nicht viel passiert, so brodelt es dennoch auch heute wieder am Repo-Markt: trotz einer erneuten Liquiditätszuführung durch die New York-Fed sind die Zinsen für Refinanzierungen nach wie vor erstaunlich hoch – hat die Fed die Kontrolle verloren? Wichtiger aber noch: muß die US-Notenbank darauf vielleicht sogar mit dem Start eines neuen QE reagieren, wie Markt-Gerüchte besagen? Daneben heute wieder verstärkte Rezessionssorgen, nach dem „bellweather“ Fedex seine Prognosen drastisch senkt wegen Handelskrieg und geopolitischer Unsicherheit. Ansonsten wollen die Saudis heute offiziell erklären, dass der Angriff auf die Raffinerien aus dem Iran kam, während Trump wohl einen Krieg vermeiden will und nur neue Sanktionen gegen den Iran ankündigt..

Hinweis: Live-Webinar Fed-Enscheidung, 18.09.; 19.55Uhr – Sie können die Live-Kommentierung der Fed-Entscheidung am Mittwoch unter folgendem Link mitverfolgen:

https://www.youtube.com/watch?v=pf-dBWKa0Js

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

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