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Trumps Drohung gegen die EU: Warum er gar nicht daran interessiert sein kann, die Zölle abzuschaffen!

Warum wir Trump unbedingt beim Wort nehmen sollten!

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Trumps Drohung

Am vergangenen Freitag sorgte ein Tweet von Donald Trump einmal mehr für Unruhe an den Märkten, vor allem beim Dax und seinen Auto-Aktien VW, BMW und Daimler (sowie Zuliferern wie Continental):

Also 20% Zölle auf alle Autos aus der EU, so die Drohung, wenn die EU wiederum nicht die Zölle abschaffen würde. Sieht man sich die Fakten einmal genauer an, wäre es eine richtig gute Idee, Donald Trump beim Wort zu nehmen:

Zunächst einmal werden 56% der in den USA verkauften Autos in den USA hergestellt (also Autos mit mindestens 50% der Bestandteile, die in den USA produziert werden), nur 4% dagegen sind direkte Importe aus Deutschland. Inzwischen ist die Zahl der in den USA hergstellten Fahrzeuge deutscher Marken höher als die aus Deutschland importierten. Insgesamt werden weniger als 7% der in den USA verkauften Autos aus Europa importiert, also ein sehr kleiner Anteil.

 

Zölle auf US-Fahrzeuge? In der Realität fast kein Thema!

Aber es kommt noch besser: nur ca. 15% der in Europa verkauften amerikanischen Autos werden dort überhaupt bezollt mit 10%! Der Grund dafür: bei den anderen 85% ist der Protentanteil von Komponenten hoch genug, die in Europa selbst hergestellt werden, weswegen keine Bezollung in Europa stattfindet!

Und es kommt noch besser: die USA erheben Zölle auf SUVs und light trucks aus Europa – sie werden in den USA mit 25% bezollt. Damit sind die Zölle für diese Fahrzeuge deutlich höher als die Zölle Europas gegen amerikanische Fahrzeuge. Nun muß man wissen, dass SUVs und light trucks (also Vans, Pickups etc.) inzwischen in den USA mit Abstand in höherer Zahl verkauft werden als andere Autos: light trucks knapp 1,1 Millionen, SUVs bzw. Mischformen zwischen SUVs und „normalen“ Autos 746.00, „normale“ Autos dagegen nur 555.000 (Stand März 2018). Insgesamt werden also fast dreimal mehr SUVs, light trucks oder Mischformen zwischen SUVs und „normalen“ Autos verkauft als „normale“ Autos selbst – mit klar ansteigender Tendenz bei SUVs und light trucks!

 

Protektionistisches Schlaraffenland USA

SUVs und light trucks sind also absolute Bestseller der amerikanischen Autoindustrie, von denen Firmen wie Ford und General Motors stark profitieren. Dieser Markt aber ist faktisch geschützt durch hohe Zölle auf ausländische Produkte (und das seit einem halben Jahrhundert!), und Amerikas Arbeiter und Autofirmen werden wohl kaum daran interessiert sein, dass diese Zölle fallen und dann Firmen wie BMW mit ihren SUVs oder light trucks die gleichen Voraussetzungen haben wie amerikanische Hersteller. In diesen immer wichtigeren Sektoren haben die USA ein protektionistisches Schlaraffenland geschaffen für amerikanische Hersteller!

Was also sollte die EU tun? Einfach Trump anbieten, dass alle Fahrzeug-Kategorien gleich oder vielleicht sogar gar nicht mehr bezollt werden – sprich Trump einfach einmal beim Wort nehmen. Und ihm damit einmal richtig auf den Zahn fühlen. Wetten, dass Trump aus den oben genannten Gründen gar kein Interesse daran hat, wirklich gleiche Voraussetzungen für alle zu schaffen?

 


Donald Trump. Foto: whitehouse.gov

14 Kommentare

14 Comments

  1. Patrick

    25. Juni 2018 12:05 at 12:05

    HM und warum werden Pickups in Deutschland auch mit 22% Zoll belastet? Außer Holland die sehen in einem Pickup einen PKW und schon kommt kein einziger Pickup mehr über Bremerhaven rein.

  2. Chris

    25. Juni 2018 15:10 at 15:10

    Wer erhält die europäischen Zölle?

  3. Marko

    25. Juni 2018 15:44 at 15:44

    Pickups werden von den USA seit Jahren mit hohen Zöllen belastet, weil Pickups eben das Geschäftsmodell der Amis sind ?

    Na in Wirklichkeit eigentlich nicht, weil wir in der „normalen Welt“ keine spritsaufenden SUV/Pickups brauchen ? Die Dinger liegen locker über 15 – 25 l/km…

    Zuerst einmal sollte man (ob Donald Trump oder nicht) eines vorstellen, Autos, werden über eine sogenannte Lieferkette hergestellt. Auf Englisch (extra für Herrn Trump) : eine Supply-Chain !

    eine Lieferkette bedeutet, dass ich als Hersteller XYZ auf meine Zuliferer angewiesen bin, und man kann schon sagen , da wird es mit dem „America-first“ ziemlich düster… 😀

    Das heißt, das da, was ich da sehe ist garantiert (!!!) nicht ein ein „America-first“ Chrsyler, GM usw ?

    wer das denkt, der lebt in den 1910 – Jahren zu Zeiten des sogenannten Ford T – Modells…

  4. Marko

    25. Juni 2018 16:08 at 16:08

    Und gerade das da, irgendein Blödsinn von Herrn Trump „er möchte keine MB,BMW,Audis“ usw in New York sehen, bzw, aus seiner Sicht gibt es dort viel zu viele deutsche Autos ?
    Das trifft es vollkommenset ! Die Leute, die richtig Geld haben, interessiert es NULL,NULL ob so ein Audi, MB, BMW 20-25 % mehr kostet, das ist eben der falsche Ansatzpunkt.

    Ein Herr Trump lebt in der Vergangenheit, den amerikanischen „Rostgürtel“ entsorgen, GM, FORD zur „Weltmacht“ machen, durch irgendwelche Zölle oder durch Zinserhöhungen beim Stahlverkäufen ? Da lachen ja schon langsam die Hühner ? 😀
    Ja , gehts noch ? Was haben sich die Amis da eigentlich „eingebrockt“ ? Was man zum Herrn Trump sagen kann : er ist garantiert anders !!!

    aber : eins stimmt : er versucht seine Wahlsprechen einzuhalten, das ist bei den „richtigen“ Politkern eher nicht der Fall… Das muss man ihm lassen…

  5. Marko

    25. Juni 2018 16:38 at 16:38

    Und eines sollte doch klar sein, ein Herr Donald Trump bricht ganz klar die WTO-Regeln, bzw die USA.

    Eigentlich …

  6. bademeister

    25. Juni 2018 16:46 at 16:46

    Warum bekommt man bei VW Manhattan einen nagelneuen VW Passat 2018, für europäische Verhältnisse gut ausgestattet, für unter EUR 20.000,- (abzüglich „Discount“)???

    https://www.vwmanhattan.com/new-Manhattan-2018-Volkswagen-Passat-R+Line+Auto-1VWAA7A37JC008287

    Was ein gleichwertiges Fahrzeug in Deutschland oder gar Österreich kostet, kann sich jeder den das interessiert, selber ausrechnen…aber pimaldaumen bekommt der amerikanische Passat-Fahrer fürs selbe Geld wie in D oder AUT zwei mal das Beispielfahrzeug….

    Wie kann das Fahrzeug, ohne dass VW offenbar Verluste macht, in den USA so günstig verkauft werden….und warum ist gerade im Herstellerland der Preis dafür fast doppelt so hoch?

    • Petkov

      25. Juni 2018 18:37 at 18:37

      Das Auto, das Sie gesehen haben, wird in den USA produziert (in Tennessee): niedrige Lohnnebenkosten, schwache Gewerkschaft, reformierte Unternehmenssteuern etc. Sie merken schon, wer bzw. was die Autos teuer macht.

      • leftutti

        25. Juni 2018 21:44 at 21:44

        Lieber Petkov, gleich einmal vorab: Ich möchte Ihr allumfassendes wirtschaftliches und politisches Wissen, Ihre soziale Kompetenz und Ihre ganzheitliche Lebenserfahrung nicht im Geringsten in Frage stellen.
        Ich lese aber heraus, dass Sie die Dinge wie so oft etwas vereinfachen und die Schuld auf Merkel, Grüne, SPD, Gewerkschaften und Linke abwälzen, ohne den eigentlichen Verbrechern aus Wirtschaft und Lobby auch nur ein Haar zu krümmen.

        Denn rein rechnerisch komme ich etwas ins Grübeln ob Ihrer angeführten Gründe bezüglich tariflicher Lohnkosten (der Hinweis auf Gewerkschaften), Lohnnebenkosten und Unternehmenssteuern.

        Beginnen wir mit letzteren: Hat sich nicht unter anderen VW äußerst kreativ beim Thema Steuersparmodelle präsentiert? Eigene „Flugzeugflotten“ auf den Cayman Islands, ähnliche Strategien wie Apple in den gängigen Steueroasen? Die Unternehmenssteuern dürften hier nicht so sehr zu Buche schlagen.

        Thema Löhne und Lohnnebenkosten: VW gibt offiziell eine Wert von 35 Arbeitsstunden pro Passat an. Das Werk Emden hat insgesamt9600 Beschäftigte und pustet täglich 1250 Autos aus der Produktion. Das wären also sogar nur knapp 8 h pro Auto am Tag.
        Mögen die restlichen 27 h für Management, Verwaltung, Vorbereitung, Entwicklung, Forschung, Planung, Zulieferer kalkuliert sein, egal.

        Ein Passat verschlingt also maximal 35 Arbeitsstunden. Bei einem Tariflohn von großzügig gerechneten 50,- € inkl. Nebenkosten macht das 1750,- €
        Beim amerikanischen Mindestlohn von etwa 6 € fallen nur etwa 210,- € an, ein gewaltiger Unterschied. Prozentual betrachtet…

        Aber 20.000,- € Unterschied kann nichts rechtfertigen, außer einem: Endlose Profitgier und die Tatsache, dass die Konzerne es einfach können.

        Merken Sie jetzt, wer die Autos teuer macht?

        • Petkov

          26. Juni 2018 00:37 at 00:37

          Ich merke nur, dass Ihr merkwürdiges Kostenmodell genauso tragfähig und sinnvoll wie das Bohren von Löchern im Wasser ist. Nicht Sie als Löcher bohrender Geologe sind in der Lage, die Preisbildung bei Autos sozialistisch-„gerecht“ zu gestalten. Sondern im Zweifel der Markt.

          Nur die Controller eines Konzerns kennen die genauen Preiskomponenten und ich glaube nicht, dass sie primär von ungebändiger Gier angertrieben sind. Das würde nur in einem Monopol funktionieren und das ist bei der Autoindustrie so gut wie nirgendwo der Fall. Nicht mal Tesla ist ein Monopolist, obwohl offenbar nur die die Lizenz zur grenzenlosen Geldverbrennung haben.

          Ich wollte dem Bademeister nur sagen, dass der VW im Showroom von Manhattan kein europäisches KFZ ist und eine andere Preisstruktur aufweist. Ob die 20K Unterschied gerechtfertigt sind, kann keiner von uns nachrechnen. Aber eins ist sicher: wenn die Kalkulation zu „gierig“ ist, kämen Daimler, Infinity, BMW, Lexus etc. auf die Idee, dem sehr geehrten Konsumenten ein Angebot zu unterbreiten, das den Passat noch hässlicher aussehen lässt 🙂 Also so viel Spielraum ist da gar nicht vorhanden.

          So, und jetzt gönnen Sie sich einen Drink, auch wenn’s in Finnland schweineteuer ist und genießen Sie den kühlen Sommerabend. Sie brauchen offensichtlich etwas Entspannung, damit Sie endlich aufhören, diese sozialistischen Luftlöcher zu bohren.

          Wie böse der Scheißkapitalismus ist, mussten sich meine Eltern lang genug anhören. Ich bin da zum Glück immun.

          Grüße an Sie, die Finnen und insbesondere die Finninnen und schön locker bleiben.

          • leftutti

            26. Juni 2018 21:20 at 21:20

            Und ich wollte eigentlich nur sagen, dass bei 35 Arbeitsstunden pro Passat die Lohn- und Lohnnebenkosten, die Gewerkschaften und die Unternehmenssteuern nicht wirklich den Ausschlag geben können.

            Warum Sie immer gleich so sarkastisch und persönlich werden müssen, weiß ich nicht, es scheint ein individuelles und egozentrisches Selbstdarstellungsproblem zu sein, welches ein Profiler wie Sie unbedingt in die persönliche Selbsteinschätzung aufnehmen sollte.

            Für mein Profil: Ich bin kein Geologe…

            Und letztendlich: Ein Mittelweg zwischen Sozialismus und Kapitalismus könnte doch nicht schaden. Ich für meinen Teil verteufele weder das eine, noch das andere im Schwarz-Weiß-Modus, sondern strebe eher an, aus beiden Richtungen das Beste herauszuholen.

  7. leftutti

    25. Juni 2018 22:47 at 22:47

    @Markus Fugmann, kann es sein, dass Kommentare, die ich aus Finnland schreibe, von Ihrem System automatisch blockiert werden? Dass also gewisse IP-Adressen gar nicht bei Ihnen landen? Ich frage deshalb, weil zwei meiner Kommentare, einer am Freitag, einer heute, anscheinend im digitalen Nirwana gelandet sind. Als ich vor kurzem wieder kurze Zeit in DE war, wurde alles postwendend veröffentlicht.
    Wenn dem so ist, kein Problem, nur müsste ich das wissen. Dann spare ich mir entweder die Mühe von stundenlangen Recherchen bzw. wähle einen anderen Server während der kurzen Zeit an, die wir hier per Satellit online sein dürfen.
    Dieser Post sollte über Norwegen laufen, Sie müssen diesen auch nicht veröffentlichen. Lieber die beiden Kommentare zu Fachthemen vom Freitag und von heute.

    • Markus Fugmann

      25. Juni 2018 23:07 at 23:07

      @Leftutti, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass da was blockiert wird! Aber ich checke das nochmal bei der Technik..
      Liebe Grüsse nach Finnland!

      • leftutti

        25. Juni 2018 23:51 at 23:51

        @Markus, lieben Dank, Nord-Norwegen scheint zur aktuellen Stunde zu funktionieren. Die Grüße müssen eigentlich weit nördlich von Finnland gerichtet werden, wobei hier oben Himmelsrichtungen sehr relativ werden 😉 Wie auch die Tageszeiten, es ist derzeit andauernd helllichter Tag, was genauso nervt wie die ewige Finsternis in/vor 6 Monaten.
        Letztere dürfte Ihnen im übertragenen Sinne auch aus Ihrem Fachgebiet bekannt sein 😉

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Von Olaf Kosinsky – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=53950919

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Martin Sonneborn im EU-Parlament über Julian Asange

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Bekanntlich ist der Whistleblower Julian Asange kürzlich in London verhaftet worden – ihm droht die Auslieferung in die USA. Martin Sonneborn bringt den Skandal im EU-Parlament zur Sprache – vor einer unglaublich prall gefüllten Kulisse und mit rhetorischen Ungeheuerlichkeiten..

Sehr sehenswert:


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Politischer Tauschhandel mit der Post? 10% höhere Preise für 5000 Jobs

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Die Deutsche Post hat im Jahr 2018 insgesamt 2,2 Milliarden Euro Gewinn erwirtschaftet, nach Steuern! 2017 waren es noch 2,9 Milliarden Euro Gewinn. Aber immerhin, 2,2 Milliarden Euro sind auch noch ein nettes Plus (hier nachzulesen). So schlecht kann es dem ehemaligen Staatskonzern also wohl kaum gehen, stimmt´s? Oder brauch man doch ganz dringend mehr Geld?

Obacht! Ähnlich wie Lufthansa oder Deutsche Börse ist auch die Deutsche Post in ihrem Segment der einzig große Konzern in Deutschland, der im Ausland als bedeutender Global Player mitspielen kann (Monopolist oder beinahe Monopolist). Und genau diese Art von Unternehmen will unser aller Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier massiv stützen, schützen und fördern, wie er es in den letzten Wochen klar zum Ausdruck brachte (Nationale Champions schaffen).

Im Januar hatte die zuständige Bundesnetzagentur vorgeschlagen, dass man der Deutschen Post ein Preiserhöhungspotenzial von bis zu 4,8% zugestehen solle. Das fand die Post aber nicht so schön, und drohte indirekt mit der Entlassung von Mitarbeitern. Und was machte Peter Altmaier? Er tat, was zu tun war… die Bundesnetzagentur wurde angewiesen doch bitte ihren Berechnungsschlüssel (richtige Formulierung?) „anzupassen“.

Und ohhh Wunder, heute verkündet die Bundesnetzagentur, dass man der Deutschen Post einen Preiserhöhungsspielraum von bis zu 10,6% zugestehe. Mal eben mehr als verdoppelt, das ist doch was! Und nochmal ohhh Wunder. Die Agentur erwähnt in ihrer Veröffentlichung gleich zwei mal, dass die Deutsche Post versprochen habe im Gegenzug 5.000 neue Stellen zu schaffen. Dazu sagt die Agentur im Wortlaut:

Wir berücksichtigen die Ankündigung der Post, neue Zusteller einzustellen. Die Ankündigungen der Post werden wir überwachen.

Die Bundesnetzagentur wird kontrollieren, dass die angekündigten Neueinstellungen auch tatsächlich erfolgen.

Also, im Klartext: Es gibt einen nicht ausgesprochenen, aber mehr als offensichtlichen politischen Deal. Ihr schafft neue Jobs, dafür dürft ihr so richtig kräftig die Preise raufsetzen. Na da freut sich der Post-Kunde. Das ist doch mal so richtig „Freie Marktwirtschaft“. Gedankenspiel: Die Deutsche Post wird bei ihrer Job-Zusage wohl schon mal genau kalkuliert haben, ob sich die Mehrkosten fürs Personal rechnen bei einer zehnprozentigen Portoerhöhung. Und wollen wir mal wetten, es wird sich rechnen. Und es werden in der Rechnung wohl noch ein paar Taler Gewinn übrig bleiben.

Die +10,6% ist ein Gesamtrahmen. Wie stark zum Beispiel das klassische Briefporto steigt, wird im Mai festgelegt. Aber man darf ruhig von einem Sprung von 70 auf 90 Cent ausgehen. Danke Herr Altmaier. Bauen Sie mal schön weiter ihre „Nationalen Champions“. Die Post-Aktionäre dürften sich freuen. Hier einige weitere aktuelle Originalaussagen der Bundesnetzagentur:

Die Bundesnetzagentur hat für den Zeitraum bis 31. Dezember 2021 einen Preiserhöhungsspielraum von 8,86 Prozent ermittelt, der sich aus einer Produktivitätsrate von minus 5,41 Prozent und einem Inflationsausgleich von 3,45 Prozent zusammensetzt. Weil die Deutsche Post AG Preisanhebungen nicht bereits zum 1. Januar 2019 vornehmen konnte, wird die Preisänderungsrate zusätzlich um rund 0,3 Prozentpunkte pro Monat korrigiert. Die Deutsche Post könnte bei geplantem Inkrafttreten neuer Briefentgelte zum 1. Juli 2019 damit von einem Preiserhöhungspotential von 10,63 Prozent Gebrauch machen.

Neben dem höheren Gewinnsatz berücksichtigt die Entscheidung auch die Auswirkungen der von der Deutschen Post Mitte 2018 angekündigten Umstrukturierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Die Deutsche Post hat damit höhere Kosten unter anderem dafür geltend gemacht, dass ca. 5.000 zusätzliche Mitarbeiter in der Zustellung eingesetzt werden sollen.

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