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Trumps Handelskrieg: So antwortet China

Wie wird China auf die neuen Zölle reagieren? Ein Artikel der parteieigenen „Global Times“ zeigt die Denkweise Pekings..

Markus Fugmann

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Mehrere US-Medien (Fox News, Wall Street Journal, CNBC) haben am Wochenende berichtet, dass heute (oder morgen) Donald Trump neue Zölle gegen China verkünden wird im Volumen von 200 Milliarden Dollar. Vermutlich wird, so spekuliert das Wall Street Journal, der Zolls-Satz nur 10% und nicht 25% betragen.

Wie aber wird China reagieren? Heute morgen hat Chinas Aussenministerium bereits verkündet, dass Peking die „nötige Antwort“ geben werde, wenn die USA diesen Schritt gehen würden. Wenn man verhandle, dann auf Augenhöhe.

Ausführlicher als das chinesische Aussenministerium hat sich heute die „Global Times“ geäußert, das englischsprachige Organ und Sprachrohr der kommunistischen Partei Chinas. Und hier wird klarer, wie Peking die Dinge derzeit sieht!

Zunächst einmal hält der auf Seite 1 erscheinende Kommentar die neue Zölle auch für Verhandlungstaktik – aber Trump werde damit nicht durchkommen, weil China sofort Gegenmaßnahmen ergreifen werde:

„It is nothing new for the US to try to escalate tensions so as to exploit more gains at the negotiating table. The unilateral and hegemonic moves by the US will meet firm countermeasures from China.“

China werde nicht defensiv bleiben und Gegenmaßnahmen ergreifen, die am besten durchführbar seien: „Against the backdrop of successive US offensives in the trade war, China will not just play defense. China will choose the most feasible means as countermeasures.“

Dabei ist Peking klar, worum es den USA geht – man wolle China schwächen: „The trade war launched by Washington, which targets „made in China“ products and the Chinese market“.

China aber werde als starker Motor die Weltwirtschaft, die durch den Handelskrieg der USA gefährdet sei, wieder auf den „rechten Weg“ zurück führen und reformiere sich dabei gleichzeitig nach innen:

„China, as a main driving force of the global economy, is able to correct and push the global economy onto the right path. Domestically, China is undergoing steady and solid economic structural adjustments.“

Zentral ist aus Sicht Pekings dabei das Seidenstraßen-Projekt, das der Welt nütze und China dabei helfe, den Handelskrieg zu überstehen:

„On the foreign front, it is accelerating its cooperation network by promoting the Belt and Road initiative. This will not only consolidate China’s ability to withstand the trade war, but also provide more choices for the future global economy.“

Klar ist für Peking nun, dass es den USA mit dem Handelskrieg darum geht, ihre eigene Hegemonie zu zementieren. Aber das könne in der Gegenwart nicht mehr funktionieren, die Welt sei dafür inzwischen zu komplex – die Zeit der Hegemonie der USA eigentlich schon längst vorbei:

„The US wants to reduce the challenges from potential rivals with its „make America great again“ ambition (..). However, today’s world will not be easily manipulated by hegemony. China will not passively be subject to the US maneuverings, nor will it allow any super power to achieve its end by peremptory means. It’s no longer the time when a country can achieve hegemonic dividends through coercion.“

Faktisch gehe es bei dem Handelskrieg um Unilateralismus oder Multilateralismus. China aber sei der Anwalt des Freihandels (woran man in der Praxis jedoch, sehr vorsichtig formuliert, sehr zweifeln muß!):

„The trade war is in essence a conflict and rivalry between unilateralism and multilateralism. Internal contradictions in international relations have become sharper. The war will not only affect the trajectory of China-US trade relations, but also the existing global trading system rules and reforms. China will strengthen coordination and cooperation with all countries. China will explore ways to safeguard fairness and justice in the global economy, and will support free trade and the multilateral trading system.“

Fazit: China muß und wird zurück schlagen, schon – und das ist im asiatischen Mentalitäts-Kontext sehr wichtig – um nicht sein Gesicht zu verlieren. Man darf gespannt sein, ob Trump heute einen entscheidenden weiteren Schritt zum Handelskrieg gehen wird!


Die „Halle des Volkes“, das Parlamentsgebäude in Peking
Von そらみみ – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=52277170

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Markus Koch zur Lage an der Wall Street – und Impfstoff-Optimismus

Markus Fugmann

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Markus Koch weilt bekanntlich derzeit in Deutschland, berichtet aber dennoch über das Wichtigste an der Wall Street. Fast schon peinlich für Deutschland, wie schwer Koch mit dem schlechten Internet hierzulande kämpfen muß – heute ist er am Tegernsee.

Der Wall Street-Reporter spricht heute über Nike, die den Dow Jones nach oben ziehen nach den gestrigen sehr starken Ergebnissen, dazu über den gestrigen Battery Day von Tesla, der doch eher enttäuschte.

Und: Markus Koch glaubt mit Goldman Sachs an den Wunder-Impfstoff, der das Coronavirus-Problem schlagarig beseitigen könne schon gegen Ende des Jahres. Das ist eher Wunder-Glaube – aber der Glaube versetzt bekanntlich Berge. Und führt zu Portfolio-Umschichtungen in jene Branchen, die von der Coronakrise so stark betroffen sind – Stichwort Rotation.

Markus Koch zur Lage an der Wall Street

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Rüdiger Born: Gold und Nasdaq im Fokus

Rüdiger Born

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Gold und Nasdaq schaue ich mir im folgenden Video genauer an. Wie ist die aktuelle Lage, und welche Tradingchancen gibt es? Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Aktienmärkte: Die Wiedergeburt der Zykliker und die Risiken

Die neue Welle des Coronavirus hat Folgen für die Aktienmärkte: zuletzt hatten sich zyklische Aktien erholt – aber diese Erholung steht nun auf dem Spiel

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Das letzte Halbjahr der Aktienmärkte war die Periode für Hightech, für die so genannten FANG-Aktien, wie man sie ursprünglich abkürzte. Die großen Profiteure der Pandemie, die ihr Geschäft durch das Social Distancing inmitten einer Rezession sogar ausweiten konnten. Doch still und heimlich waren auch zyklische Aktien gestiegen, denen die Aktienmärkte beim Wiederanspringen der Wirtschaft Potenzial zuerkannte. Jetzt werden mehr und mehr Zweifel laut darüber, ob die Märkte nicht zu viel eingepreist haben, die Wirtschaftserholung stockt, den Zyklikern droht etwas Ungemach.

Aktienmärkte: Der Nasdaq 100 überstrahlte alle

Anfang September wurde sie gestartet, die erwartete Korrektur des Nasdaq 100, nach fast 78 Prozent plus binnen sechs Monaten und den darin enthaltenen Einzelwerten Apple, Alphabet, Amazon, Facebook und Microsoft. Diese repräsentieren bereits fast die Hälfte der Marktkapitalisierung im Nasdaq 100 – und selbst im riesigen S&P 500 etwa ein Viertel der Bewertung. Trotz eines Rückschlags von 14 Prozent in der Spitze sieht das Ganze noch nicht nach einer richtigen Korrektur aus. Aber gleichzeitig haben sich still und leise die zurückgebliebenen Zykliker zurückgemeldet, deren KGV im S&P 500 mit 20 deutlich niedriger liegt als jenes der Techwerte.

Hierzu ergab die letzte Umfrage der Bank of America unter den großen Fondsmanagern, dass die Profis bei Versicherern, Fondsgesellschaften und Pensionskassen so viele zyklische Werte eingesammelt hätten, wie seit dem Januar 2018 nicht mehr. Und gerade diese Branche korrigierte am Montag beim Abverkauf der Aktienmärkte stärker als die Highflyer im Nasdaq 100.

Die Zykliker im Dax

Gerne wird mit dem Finger auf den deutschen Leitindex gedeutet, der über Jahre hinweg dem großen Bruder in den USA, dem S&P 500, hinterherläuft. Aber war dies auch in den letzten Monaten so? Konnte der Dax im letzten Halbjahr von seinem Tief von 8255 Punkten Ende März nicht auch 60 Prozent zulegen? Verursacher dieser Performance waren nicht nur die spärlich im Index vertretenen Techwerte wie SAP oder Infineon, sondern auch die alten Industriewerte. Allen voran Daimler, die fast 100 Prozent zulegen konnten, wie auch Volkswagen und BMW, die stärker als der DAX gestiegen waren. Oder auch HeidelCement oder der Chemiekonzern Covestro. Alles in die Aktienmärkte eingepreiste Hoffnungen auf eine weitere Erholung der Wirtschaft.

Jetzt wackeln die konjunkturabhängigen Titel

Die aktuelle Entwicklung bringt die zyklischen Werte in neue Bedrängnis. Corona und seine steigenden Zahlen sind Themen nicht nur für die Aktienmärkte, sondern vor allem auch für alle dafür zuständigen Politiker in Europa. In Spanien und Großbritannien glaubt man schon, dass die Sache außer Kontrolle geraten sei. Aber auch Deutschland wird davon stark betroffen, zu erkennen an der Lufthansa, die immer mehr ums Überleben kämpft – oder den Reisekonzern TUI, der sein Programm weiter zusammenstreicht. Und wieder einmal die Bankenwerte. Diese haben korrigiert und kommen auch nicht wieder hoch – altes Thema: ohne Zinsen keine Erträge. Ohne Bankentitel aber gibt es keine vollständige Erholung der Indizes.

Die neueste Konjunkturprognose des Münchner Ifo-Instituts brachte positive aber auch negative Botschaften.

Für dieses Jahr schätzt das Institut für das deutsche Bruttoinlandsprodukt ein Minus von 5,2 Prozent und damit deutlich niedriger als bei der letzten Schätzung von minus 6,7 Prozent. Sollte dies so eintreten, käme es im Coronajahr 2020 nicht zur schärfsten Rezession seit Kriegsende, denn in der Finanzkrise 2009 hatte das Minus 5,7 Prozent betragen.

Aber das Ifo-Institut prognostiziert für 2021 ein geringeres Wachstum aus dem Tal heraus, von 5,1 Prozent (OECD 5 Prozent). Sehr zum Leidwesen der Zykliker und des Dax. Ist das der Grund dafür, warum der deutsche Leitindex seit dem 8. Juni über drei Monate in einer Seitwärtsphase beharrt und jeder Ausbruch nach oben verhindert wurde? Daher muss ich noch mal auf den Ifo-Index am Donnerstag zurückkommen, der um 10:00 Uhr bekanntgegeben wird. Dessen neuester Stand wird einen kleinen Einblick geben auf die Aussichten für die (alte) deutsche Industrie, inklusive der zyklischen Werte.

Fazit

Der erste Teil der V-förmigen Erholung der Wirtschaft ist geschafft, jetzt kommt der asymmetrische Teil, sprich die in die Länge gezogene Erholung, gespickt mit einigen Rückschlägen. Corona in der kalten Jahreszeit und die US-Wahlen sind Unsicherheitsfaktoren, trotz der Versprechen der Notenbanken alles zur Unterstützung der Wirtschaft (und der Aktienmärkte) zu tun. Dies und das Modeakronym TINA ziehen ein Sicherheitsnetz unter die Aktienmärkte, können aber nicht verhindern, dass es zu weiteren Bereinigungsphasen kommen wird. Wenn die Einschränkungen durch Covid-19 weiter einen dunklen Schatten auf Wirtschaftssektoren wie Luftfahrt, Freizeit und Tourismus, Gastronomie und Hotellerie werfen – dafür ist ihr Gewicht an der Wertschöpfung eines Landes einfach zu hoch. Gleichzeitig dämpft dies das Wachstum der Zykliker, um zum Eingangsthema zurückzukehren..

Die neue Welle des Coronavirus und die Folgen für die Aktienmärkte

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