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Trumps Zölle kurz vor der Verkündung noch in der Schwebe

Trumps Zölle kurz vor der Verkündung noch in der Schwebe
US-Präsident Donald Trump. Foto: Bloomberg

Heute ist der große „Tag der Befreiung“ für die USA, an dem US-Präsident Donald Trump sein umfangreiches Zollpaket verkünden wird. Doch kurz vor der Verkündung von Trumps Zollplänen zur Einführung „reziproker“ Zölle ist sein Team dem Vernehmen nach noch dabei, die Höhe und den Umfang der neuen Zölle festzulegen, die der US-Präsident am Mittwochnachmittag im Rosengarten des Weißen Hauses bekannt geben will.

Trump-Team arbeitet noch an den Zöllen

Wie Bloomberg berichtet, habe das Trump-Team in Sitzungen am Dienstag seine Optionen weiter ausgearbeitet, berichteten darüber informierte Personen Bloomberg. Eine feste Entscheidung über den Zollplan stehe im Weißen Haus indessen noch aus, hieß es. Trump selbst hatte Anfang der Woche gesagt, man habe sich auf einen Ansatz “geeinigt”.

Wie zu hören ist, werden mehrere Modelle erwogen, darunter ein gestaffeltes Zollsystem mit einer Reihe von Pauschalsätzen für Länder sowie ein individuellerer Reziprozitätsplan. Bei der ersten Option stünden die Länder je nach ihren eigenen Zöllen und anderer von den USA kritisierter Handelshemmnisse Zöllen in Höhe von 10% oder 20% gegenüber. Einem kürzlich erschienenen Bericht zufolge haben Berater des Weißen Hauses sogar einen Vorschlag ausgearbeitet, der Zölle in Höhe von rund 20 Prozent auf die meisten Importe in die USA vorsieht, was einem Zollhammer gleichkäme.

Weniger als 24 Stunden vor Trumps Ankündigung gab es in Washington und an der Wall Street zahlreiche Spekulationen. Unternehmen, ausländische Regierungen und Lobbyisten, die dafür bezahlt werden, die Agenda des Präsidenten zu beeinflussen, versuchten, den letzten Stand herauszufinden.

Pauschale oder gezielte Zölle?

Das Wall Street Journal berichtete, dass Trumps Berater eine gezieltere Option prüften. Fox News indessen berichtete am Dienstag, Trump ziehe noch immer einen globalen Pauschalzoll von 20% in Betracht.

Das Weiße Haus schwieg am Dienstag zu den Einzelheiten der Pläne, die der Präsident am 2. April um 16 Uhr Ortszeit in Washington (22 Uhr MESZ) bekannt geben will. Trump will damit eine Renaissance der amerikanischen Industrie in die Wege leiten und den Welthandel zugunsten der USA in ein neues Gleichgewicht bringen.

Die Zölle sollen danach umgehend in Kraft treten. “Ich gehe davon aus, dass die Ankündigung der Zölle morgen erfolgen wird”, sagte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am Dienstag. “Sie werden sofort in Kraft treten, und der Präsident hat dies schon seit geraumer Zeit signalisiert.”

FMW/Bloomberg



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3 Kommentare

  1. Im obigen Bericht wird Fox News als Quelle genannt. Von daher rechne ich mit einem globalen Pauschalzoll in Höhe von 20%, und somit mit einem Zollhammer. In diesem Zusammenhang beabsichtige ich heute um 22.00 Uhr n-tv-Fernsehen einzuschalten: Rede Trump zu neuen Zöllen.

    1. In Sachen Zölle agiert der 47. US-Präsident Donald John Trump als Stümper sowohl im Zusammenhang mit dem Iran, als auch im Zusammenhang mit Venezuela.

  2. Bei der heutigen „Verkündung“ erwarte ich in etwa folgende Vorgehensweise:

    Die Zölle werden erst einmal hoch und wenig differenziert angesetzt, um Gegenreaktionen sowie die Schmerzgrenzen der unterschiedlichen Akteure (Regierungen, Exporteure …) auszutesten.

    Anschliessend gibt es individuelle Verhandlungen mit dem Ziel, die Höhe die Zölle dann jeweils für die entsprechenden Regionen auf etwa dieses Niveau der individuellen Schmerzgrenzen zu senken, vermutlich neben weiteren Differenzierungen.

    Dies geschieht in der Erwartung, dass die Zölle dann weitestgehend von den Exporteuren getragen werden.

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