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Push-Faktor für Chipbranche TSMC überzeugt aktuell mit Zahlen und Ausblick

Der weltweit größte Auftragsfertiger von Chip überzeugt heute früh die Börsianer mit Quartalszahlen und seinem Ausblick.

TSMC-Gebäude in Taiwan
TSMC-Gebäude in Taiwan. Foto: Bloomberg

Die Aktien von TSMC liegen aktuell bei Tradegate und im außerbörslichen Handel in New York mit mehr als 5 % im Plus. Der Grund: Die Chipbranche kann nach dem gestrigen Rückgang bei ASML wieder tief durchatmen. Denn heute früh gab es Quartalszahlen und Ausblicke von Taiwan Semiconductor Manufacturing Co (TSMC), dem großen Auftragsfertiger der Chipbranche.

TSMC hat seine Prognose für das Umsatzwachstum im Jahr 2025 angehoben und damit das Vertrauen in die Dynamik der weltweiten Ausgaben für KI deutlich gestärkt, so Bloomberg. Weiter wird berichtet: Der weltweit größte Auftragsfertiger von Chips prognostiziert aktuell für dieses Jahr ein Umsatzwachstum von rund 30 % in US-Dollar, nach zuvor 20 %. TSMC gab diese Prognose bekannt, nachdem das Unternehmen für das zweite Quartal einen Gewinnsprung von 61 % gemeldet hatte, der über den Erwartungen lag.

Der Schritt von TSMC unterstreicht die anhaltend starke Nachfrage nach High-End-Chips für künstliche Intelligenz von Unternehmen wie Nvidia und Advanced Micro Devices, die die Produktionskapazitäten des Unternehmens übersteigt. Der Vorstandsvorsitzende C.C. Wei bestätigte auf einer Aktionärsversammlung im Juni, dass die KI-Aufträge weiterhin auf Hochtouren laufen.

Grafik zeigt ansteigende Umsätze bei TSMC

Heute früh meldete das taiwanesische Unternehmen einen Nettogewinn von 398,3 Milliarden NT$ (13,5 Milliarden US-Dollar) für den Berichtszeitraum und setzte damit seine Serie fort, seit 2021 jedes Quartal die Erwartungen zu übertreffen. Zuvor hatte das Unternehmen einen Umsatzsprung von 39 % gemeldet.

Der Umsatz von TSMC ist in der ersten Jahreshälfte um rund 40 % gestiegen, obwohl der starke taiwanesische Dollar diesen Wert gedrückt hat. Das Unternehmen hat zugesagt, zusätzlich zu einer Expansion in Japan, Deutschland und im Heimatmarkt weitere 100 Milliarden US-Dollar in den Ausbau der Produktion in Arizona zu investieren.

Einen Tag vor der Veröffentlichung der Ergebnisse von TSMC sorgte der wichtige Chip-Ausrüstungslieferant ASML für Unruhe an den Märkten, als er seine Wachstumsprognose für 2026 zurücknahm. Die geopolitische Lage und die Weltwirtschaft seien Ursachen für „zunehmende Unsicherheit”, sagte Vorstandsvorsitzender Christophe Fouquet. Die Aktien des Unternehmens fielen um mehr als 11 %.

FMW/Bloomberg



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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5 Kommentare

  1. Ob Herr Fugmann immer noch überzeugt ist dass mit den Zahlen von Nvidia etwas nicht stimmt? ;)

    Vielleicht kann er mal einen funken Anerkennung zeigen, Einsatz und Leistung muss man wertschätzen.

    Und TSMC hat bei den High-End-Chips immer noch die Nase vorn.

    1. @Timo, aber warum senkt ASML den Ausblick deutlich, die die Chip-Maschinen an TSMC liefern??

      1. Gute Frage. Das kann aber „harmlos“ sein. ASML ist ein Produzent, der ständig investieren muss, um seine Produktion zu realisieren. Ein „Problem“ dass Techies und Finanzwerte nicht so haben.

      2. Manchmal ist das Gewinnstreben weniger stark ausgerägt. =(

        Nahezu alle ASML-Maschinen lassen sich stetig aufwerten, aktuell werden im EUV-Bereich die älteren Lösungen NXE:3600D auf den neuesten Standard NXE:3800E verbessert.

        Dieser bietet eine Leistung von 220 Wafer pro Stunde (WPH), das entspricht einer Steigerung von 37 Prozent gegenüber dem NXE:3600D.

        Jedes neue EUV-System, das ausgeliefert wird, entspricht deshalb nun bereits diesem Standard. Einige wurden noch in ASMLs Werken vor der Auslieferung an die Kunden einem entsprechenden Update unterzogen, viele andere beim Kunden überarbeitet.

        Das wiederum ist Fluch und Segen für das Unternehmen. Denn so benötigen Kunden nicht unbedingt neue Systeme, weshalb die Neubestellungen weiterhin verhalten ausfallen.

        Volker Rißka schreibt auf Computerbase.de immer wieder interessante Artikel im Ressort Wirtschaft (computerbase.de/news/wirtschaft/)

        Gruß
        Timo

      3. …das wird meist nur gemacht, um die gesenkten Ausblicke dann deutlich zu übertreffen…

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