Folgen Sie uns

Aktien

Türkei: Aktienmarkt im freien Fall, Lira folgt

Es geht steil bergab am Aktienmarkt in Istanbul, der Lira, dem Anleihemarkt der Türkei – und mit der Rationalität der Regierenden in Ankara..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Es geht steil bergab am Aktienmarkt in Istanbul: so verliert der BIST Istanbul, der türkische Leitindex, gut 8% aktuell (Chart hier). Das ist der größte Verlust seit Juni 2013. Auch der Anleihemarkt unter Feuer – die 10-jährige Anleihe mit dem stärksten Rendite-Anstieg seit drei Jahren.

 

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Auch die türkische Lira immer stärker unter Druck:

usdtry1807163

(Chart Dollar-Türkische Lira)

Und woran liegt das? Zunächst einmal gabe es eine Evakuierung des türkischen Parlaments in Ankara – ein Angriff stehe bevor, so die ursprüngliche Meldung. Doch hat sich das als Fehlalarm herausgestellt. Aber das hier ist kein Fehlalarm – die Aussage des türkischen Ministerpräsidenten Yildirim:

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Aha – das sagt alles über die Rationalität der Regierenden in Ankara. Ist doch eh klar, dass Gülen hinter dem Putsch steckt, so die Logik. Wer daran zweifelt, kann nicht mehr unser Partner sein. Man kann gar nicht pessimistisch genug sein für die Lira, den Istanbuler Aktienmarkt – und die Zukunft der Türkei insgesamt. So irrational wie die türkische Regierung ist keine andere Regierung Europas..

Jetzt wird in Incirlik, dem NATO-Stützpunkt, „aufgeräumt“:

 

https://twitter.com/CNNTURK_ENG/status/755037026785890304

"<br

Binali Yildirim, Premierminister von Erdogans Gnaden
Foto: Gemeinfrei

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    sabine

    18. Juli 2016 20:49 at 20:49

    Usa und weiße Weste?
    Vom Vietnam aus hat das CIA in den Särgen statt der Soldaten Drogen nach Panama geschmuggelt, um die Gesellschaft dort zu schwächen. Wegen dem Kanal.
    – Tonkin Zwischenfall.
    – ISIS-Aufbau
    – orangene Revolution
    http://www.theintelligence.de/index.php/politik/kommentare/2699-das-geschaeft-der-revolutionsberaterverbindungen-zur-cia.html
    – 9/11
    – Kuweit Brutkastenlüge
    – Irakeinmarsch geplant weit vor 9/11
    „Ohne Ergebnis durchsuchten UN-Waffeninspekteure den Irak monatelang aufgrund der UN-Resolution 1441 nach Massenvernichtungswaffen. Die Usa versuchte nachzuweisen, dass der Irak über verbotene B- und C-Waffen verfügt und Verbindung zur Al Qaida hat.“ Fehlanzeige. Nach der Vernichtung des Irak findet die Usa immer noch keine Massenwaffen. Aber man entschuldigt sich bei der Bevölkerung auch nicht für die Vernichtung des Landes. Stattdessen bezahlt man Schlepperbanden, die die Heimatlosen nach Österreich schleusen sollen.
    http://www.info-direkt.eu/insider-die-usa-bezahlen-die-schlepper-nach-europa/
    „Schlepper verlangen horrende Summen, um Flüchtlinge illegal nach Europa zu bringen. Die Bedingungen sind oft sehr schlecht, trotzdem kostet es derzeit 7.000 – 14.000€“ Aus Polizeikreisen, welche tagtäglich mit Asylanten zu tun haben (alleine im Erstaufnahmelager Traiskirchen sind über 100 Beamte) sind Schlepper-Kosten und Zustände längst bekannt. Auch der Verdacht, dass die USA im Sinne einer geostrategischen Strategie dies lenken. Wenige Experten sind bereit, Infos herzugeben, niemand will mit Namen an die Öffentlichkeit. „Es gibt Erkenntnisse, dass Organisationen aus den USA ein Co-Finanzierungsmodell geschaffen haben und erhebliche Anteile der Schlepperkosten tragen. Welcher Flüchtling aus Nordafrika hat 11.000€ cash? Fragt sich niemand, woher das Geld kommt?“ Es herrsche eine strikte Nachrichtensperre über entsprechende Zusammenhänge. „Auch das HNAA (Anm.: Heeres-Nachrichtenamt) darf sie nicht weitergeben. Es muss aber an die Öffentlichkeit. Es sind die selben Brandstifter am Werk, die vor einem Jahr die Ukraine ins Chaos gestürzt haben.“
    Daß also usa krumme falseflag Aktionen unternimmt, ist die Wahrheit. Punkt.
    Ob auch in der Türkei, nachdem Putin wieder Freundschaft mit Erdogan schloß, werden wir vielleicht nie erfahren.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Aktien

Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Aktien

IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

New York Downtown bei Nacht

In der Branche für Finanzdaten, Börsendaten und ökonomischen Analysedaten nimmt die Konzentration auf wenige große Anbieter immer mehr zu. Es gibt Bloomberg, Reuters, große Börsenanbieter wie die Deutsche Börse oder Euronext, und es gibt gerade den Versuch der London Stock Exchange den Datenanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Euro zu übernehmen. Jetzt legt S&P Global (gehört zur Standard & Poors-Gruppe) nach und kauft den Datenanbieter IHS Markit. Und das für satte 44 Milliarden Dollar.

IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage