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Asien

Türkei: Inflation explodiert weiter auf jetzt 24,5%, Produzentenpreise sogar +46%

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Die Inflation (Verbraucherpreise) in der Türkei grassiert immer weiter. Sie kennt kein Halten mehr. Von August auf September ist sie gesprungen von 17,9% auf jetzt 24,52%. Wahnsinn! Und nicht nur das. Die Produzentenpreise steigen von 32% auf 46%, und das auch innerhalb nur eines Monats. Das ist umso dramatischer, weil höhere Preise von Produzenten ja letztlich in der Preiskette immer an denjenigen weitergegeben werden, der die Produkte bezahlt. Und das ist immer der Verbraucher!

Da die Produzentenpreise nicht von heute auf morgen, sondern immer mit gewisser Verzögerung bei den Endkunden ankommen, sollte diese enorme Steigerung der Produzentenpreise die Verbraucherpreise wohl noch weiter anheizen. Im Januar lag die Inflationsrate noch bei 10%, und jetzt schon bei 24,5%. Man kann es nicht oft genug betonen, dass dies eine dramatische Entwicklung für die Türkei darstellt! Lebensmittelpreise für die Endverbraucher steigen mit 27,7% sogar noch stärker als der Durchschnitt, Transportpreise (Energie) steigen um 36%. Euro vs Türkische Lira bewegt sich derzeit überhaupt nicht. US-Dollar vs Lira steigt nur leicht – das dürfte aber aktuell mehr am Dollar selbst liegen als an der Lira.

Hier zwei Grafiken für die Verbraucherpreise.

Türkei Verbraucherpreise

Türkei Verbraucherpreise

Hier die Grafik für die Produzentenpreise.

Türkei Produzentenpreise

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Asien

Akuell: Schwache Daten aus China

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Soeben wurden (verspätet) schwache Konjunkturdaten aus China veröffentlicht (jeweils zum Vorjahresmonat):

1. Industrieproduktion +5,0% (Prognose war +5,4%; Vormonat war +5,4%)

2. Anlageinvestitionen (Fixed Asset Investment): +5,6% (Prognose war +6,1%; Vormonat war +6,1%)

3. Nur der Einzelhandelsumsatz besser mit +8,6% (Prognose war +8,0%; Vormonat war +7,6%)

4. Arbeitslosenquote 5,0% (wie Prognose und Vormonat)

All das zeigt: der Binnenkonsum läuft gut, aber Investitionen und Industrie mit deutlichen Schwächezeichen! Wird die People´s Bank of China reagieren müssen?


Die Großstadt Chongqing

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Asien

Aktuell: Aussagen Draghis + Chinas Kreditvergabe schwach

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Draghis Rede in Frankfurt brachte wenig geldpolitisch Relevantes – Draghi sprach über den Welthandel und die Folgen des Protektionismus:

„Since the crisis, however, growth has slowed, mainly on account of a drop in TFP growth and receding FDI inflows. In the new euro area countries, TFP growth remains, unlike in other CEE countries, the main driver of growth.

But the general slowdown is being felt in all economies in the region, which suggests that, despite the ongoing benefits of the Single Market and the euro, the CEE business model has become vulnerable to shocks to international trade and financial conditions. The benefits of the Single Market for sustained convergence thus needs to be consolidated, by implementing reforms towards a more balanced growth model that is less vulnerable to changes in external conditions, such as those that have emerged recently.

Global trade has faced headwinds in recent years as trade-restrictive measures have outpaced liberalising measures.CEE economies have been disproportionately affected by this for two reasons.“

Interessanter für die Märkte als die Aussagen Draghis sind die soeben veröffentlichten Daten zur Kreditvergabe in China:

– Neukredite 1,180 Billionen Yuan (Prognose war 1,30 Billionen Yuan)

– Gesamt-Kreditvergabe (Aggregate financing): 1,40 Billionen (Prognose war 1,45 Billionen)

– Geldmenge M2: +8,5% zum Vorjahresmonat (Prognose war +8,6%)

Hier die Entwicklung der letzten Monate:


source: tradingeconomics.com

Wichtig: die Märkte hatten lange auf den großen Kredit-Stimulus aus China gehofft nach der immens hohen Kreditvergabe im Januar – das war ein zentrales Argument der Bullen gewesen und wurde als ein entscheidender Grund für die Rally auch an den westlichen Aktienmärkten gesehen. Aber diese erwartete Steigerung der Kreditvergabe findet nicht statt, wie die Daten nun zeigen..

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Asien

US-Zölle gegen Mexiko abgesagt, China-Überschuss explodiert – wie reagiert der US-Markt?

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Am Samstag hat Präsident Trump die US-Zölle gegen Mexiko in letzter Sekunde abgesagt. Mexiko habe sich nämlich bereit erklärt massiv gegen illegale Einwanderer vorzugehen, die über Mexiko in die USA gelangen wollen. So wird Mexiko voraussichtlich zur vorgeschobenen Barriere für Millionen von Armutsflüchtlingen aus den kleinen verarmten Ländern Mittelamerikas. Und Donald Trump kann seine Droh-Kulisse erstmal auf Eis legen, und bei Nicht-Gelingen des Grenz-Deals schnell wieder hervorzaubern. Aber erst einmal ist Entwarnung angesagt, was auch gut ist für deutsche Autobauer, die von Mexiko aus die USA beliefern. Es sind gute Nachrichten für deutsche und US-Aktienmärkte. Aber Achtung… lesen Sie bitte unter den folgenden drei Tweets weiter.

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China-Überschuss

China hat heute früh für den Monat Mai einen Außenhandelsüberschuss in Höhe von 41,65 Milliarden Dollar bekanntgegeben. Dies sind deutlich mehr als erwartet (ca 20) und auch deutlich mehr als im April mit +13,8. Der starke Zuwachs liegt zwar auch am leicht steigenden Export (+1,1% im Jahresvergleich), aber vor allem an den stark rückläufigen Importen (-8,5% im Jahresvergleich). Der Überschuss Chinas im Handel mit den USA steigt von 21 auf 26,9 Milliarden Dollar. Und das dürfte Donald Trump mehr als nur wütend machen. Man kennt seine aufbrausende und impulsive Art ja inzwischen bestens. Wird ihm auf die Schnelle ein neuer Zoll, eine neue Strafe gegen China einfallen, um diese Zahl „mal eben“ schnell zu „bekämpfen“?

Tja, die abgesagten US-Zölle gegen Mexiko sind natürlich positiv zu sehen für die Aktienmärkte. Aber durch dieses massive Ansteigen der chinesischen Überschüsse (auch gegen die USA) steigt die Möglichkeit, dass schon bald von Donald Trump wieder irgendein Wut-Tweet abgesetzt wird, mit irgendeiner neuen „Maßnahme“ gegen China. Also: Kurzfristig steigende Aktienindizes, mit der ständigen Angst vor einem neuen Tweet? Aktuell wird der Dow-Future gegenüber Freitag Abend 90 Punkte höher taxiert. Aber eine sichere Prognose ist das nicht. Bis 15:30 Uhr ist es ja noch fast fünf Stunden.

Trump sagt US-Zölle gegen Mexiko erst mal ab
Donald Trump.

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