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Türkische Lira steigt trotz US-Sanktionen – Spurensuche!

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Die türkische Lira hat sich in den letzten Monaten schon mehrmals den “Marktmechanismen” widersetzt. Massive Zinssenkungen durch die Zentralbank, und die Lira fiel einfach nicht. Gut, das kann man noch rechtfertigen mit der Reaktion “Es hätte ja noch schlimmer kommen können in Form viel höherer Zinssenkungen”. Und jetzt? Seit Tagen droht Donald Trump mit Sanktionen gegen die Türkei wegen dem Einmarsch in Syrien und dem Angriff auf die Kurden. Im Zuge dieser Drohungen war die türkische Lira schon gefallen – spürbar, aber nicht extrem stark.

Türkische Lira wertet nicht ab – die Spurensuche

Und aktuell? Wir berichteten bereits heute früh darüber, dass Donald Trump wie auch das US-Finanzministerium konkrete Sanktionen veröffentlicht haben. Aber warum fällt die türkische Lira nicht rutschartig weiter? Wir hatten heute früh schon gemutmaßt. Möglicherweise könnte es der Marktmechanismus “Kauf das Gerücht, verkauf die Fakten” sein, was bedeuten würde “Im Gerücht verkaufen wir die türkische Lira, jetzt kaufen wir sie zurück”. Aber ob dieser platte einfache Marktmechanismus in diesem Fall wirklich anwendbar ist?

Wir hatten auch gemutmaßt, ob die türkische Zentralbank und/oder türkische Geschäftsbanken unter dem Einfluss der Regierung intervenieren und in großem Umfang die türkische Lira kaufen, damit sie durch Spekulanten jetzt nicht runtergeprügelt wird. Das ist durchaus möglich, denn schon letzte Woche gab es sehr konkrete Berichte über türkische Banken, die zu Stützungszwecken mit vorhandenen Dollar-Beständen die heimische Währung kaufen.

CNBC zitiert aktuell Analysten, die bei diesen heute verkündeten US-Sanktionen von “Window Dressing” sprechen. Viel zu geringe und harmlose Maßnahmen, es hätte viel schlimmer kommen können. Von daher scheinen diese “Experten” fast schon erleichtert zu sein, dass es nur ein bißchen Stahlzölle gibt, Aussetzung von Handelsgesprächen und Einfrierung von Vermögen einzelner Minister etc. So einfach ist es also, deswegen hält sich die Lira derzeit so gut? Möglich, dass es eine Erleichterung über viel zu milde Sanktionen ist, und im Hintergrund Lira-Käufe türkischer Banken und/oder der Zentralbank.

Wie geht es weiter?

Wir möchten hier aber erwähnen: Man denke an die gigantischen Zölle der Trump-Administration gegen China, und dass Donald Trump diese auch durchgezogen hat. Es wäre also gut möglich, dass weitere US-Sanktionen gegen die Türkei anstehen könnten. Einen Trumpf scheint Erdogan gegen Trump noch zu haben. Die USA nutzen einen Luftwaffenstützpunkt in der Südosttürkei als strategisch extremst wichtigen Ausgangspunkt für den Nahen Osten. Was, wenn Erdogan diese Nutzung untersagt? Nun geht es wohl darum, ob die Türken den Angriff auf die Kurden weiter eskalieren, und ob Donald Trump die Sanktionen verschärft. Bislang hält die türkische Lira gut dagegen. Notierte US-Dollar vs Lira gestern Abend vor Verkündung der Sanktionen noch bei 5,92, so liegt der Kurs jetzt bei 5,89. Also ist die Lira unterm Strich sogar noch leicht aufgewertet.

US-Dollar vs Türkische Lira seit dem 20. September
Verlauf USDTRY seit dem 20. September.

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    Gigi

    15. Oktober 2019 16:49 at 16:49

    Der großartige Gerald Grosz meint dazu : https://youtu.be/zSgnHpNoiAY

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    Volante

    15. Oktober 2019 22:40 at 22:40

    Was interessiert einen Rechtspopulisten das Ausland? Hauptsache die „anderen“ kommen nicht in die EU, aber wenn es um die Türkei geht sollte jeder österreichische Populist sich zu Worte melden.

    • Avatar

      Gigi

      16. Oktober 2019 10:29 at 10:29

      Warum sollte sich ein kritisch denkender Mensch , der sein Land mit seinen Werten und die Freiheit liebt , nicht auch für andere Länder und heraufziehende dunkle Wolken interessieren ?
      Die Börse und Wirtschaft beruht doch auch darauf!

      Etwa abwarten , bis der neue osmanische Kalif mit islamischen Gedankengut im Gepäck die andere entgegengesetzte okzidentale Windrichtung einschlägt und wieder an den Türen Wiens klopft ?

      Es ist immer wieder schön zu beobachten , dass so ein provokatives Totschlagargument ohne substantiellen Inhalt ,wie die von den Linken erschaffene Wortschöpfung „Rechtspopulist“ meist von utopischen Personenkreisen impliziert werden , die versuchen das Unintegrierbare zu integrieren und Toleranz gegenüber der Intoleranz zum Ausdruck bringen https://www.youtube.com/watch?v=Tz4AUOyawmg

      Kritisch , ehrlich , direkt und unabhängig sind Attribute , die von roten Meinungsunterdrückern nicht sehr gerne gesehen sind.

      Selbstbeschreibung von Gerald https://youtu.be/zEzrfNspD38

      • Avatar

        Volante

        16. Oktober 2019 12:50 at 12:50

        Börse = Kapitalismus = seinen Vorteil nutzen und Anlegen
        Ergo Krieg in Syrien, Sanktionen gegen die Türkei => shorte den ISE 100 (das ist Börse)

        In diesem Artikel wird beschrieben, was mit der TRY passieren könnte, weil sich eine Chance bietet. Von den Herrn Gerald Grosz hab ich keine Meinung zur Wirtschaft der Türkei herausgehört

        Gut wir einigen uns darauf, dass du a gschmarie schreibst von Leuten die nur gschmarie von sich geben. An Guten

        • Avatar

          Gigi

          16. Oktober 2019 16:43 at 16:43

          In dem Artikel ging es auch um Sanktionen als Mittel gegen die Türkei …… schon gelesen ?

          Gerald hat in seinem Beitrag ein paar Möglichkeiten erwähnt , die sich unser Islam affines linkes Parteienkartell in Deutschland niemals trauen würde nur in Erwägung zu ziehen.

          Ist das deine Art von konstruktiver Kritik mit sachlichem Inhalt eine Problematik mit “Gschmarie” zu bezeichnen ?

          Nun ja….mit Linken diskutieren ist schlecht möglich und immer wieder sehr humoristisch *hi hi hi

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    Jey

    16. Oktober 2019 08:01 at 08:01

    Türkei ist ein sehr starkes und interessantes Land, Respekt !
    Alle Medien sind voll mit Türkei 👍👍👍👍👍als würde es eine Weltmacht sein !! Unglaublich was der Erdogan geschafft !!!

    • Avatar

      Thomas

      16. Oktober 2019 12:53 at 12:53

      @Jey
      Was konkret ist an dem Land stark und was konkret ist an dem Land interessant?
      Und was konkret hat “als würde er ein Weltmachtführer” Erdogan geschafft?….außer Liraabwertung.
      Bitte mit konkreten !Fakten!

      Hochachtungsvoll

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    Volante

    16. Oktober 2019 17:54 at 17:54

    Ich habe dich nicht persönlich angegriffen und dich auch nicht in eine Linke oder Rechte Ecke verschoben, es ging nur um diese Herren bei dem du eine Affinität hast ;)
    Lass gut sein

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    leftutti

    16. Oktober 2019 17:59 at 17:59

    @Gigi, und was ist an Islam affines linkes Parteienkartell in Deutschland konstruktiv und sachlich?

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    Michael

    16. Oktober 2019 23:45 at 23:45

    @Thomas, @Volante, wir arbeiten in einem Netzwerk von etwa 1.200 Firmen, was die Produktion und den Verkauf von bedruckten Werbetextilien betrifft. Gemeinsam haben wir in der Vergangenheit beschlossen, Lieferanten aus Ländern bzw. unter Regierungen möglichst zu vermeiden, die Kinderarbeit, eine Art Sklavenarbeit, Ausbeutung, Giftstoffe, Umweltsünden, Kriege, Menschenrechtsverletzungen etc. fördern, soweit dies irgendwie nachvollziehbar war.

    Vor einigen Jahren wurden die Bezugsquellen von Asien in Richtung Türkei verlagert. Ab sofort stellen wir sämtliche Verträge mit diesem Land ein und verlagern die Produktion nach Portugal. Wäre es nach mir und nicht nach ein paar Cent pro T-Shirt oder Handtuch gegangen, wäre dies bereits vor vielen Jahren passiert.

    Ich möchte an jeden appellieren, der diesem wahnsinnigen und erpresserischen Osmanenführer skeptisch gegenüber steht: Kauft nichts mehr aus der Türkei, unterstützt Europa. Ob ein T-Shirt 2,90 oder 3,60 kostet, sollte nicht wirklich letztendlich entscheidend sein.

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BÖRSE AKTUELL – DER Wochenausblick für Dax, S&P 500, Gold- & Ölpreis

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Die Börse geht weiter den Weg des größten Schmerzes. Die gehasste Aufwärtsbewegung wurde in der letzten Handelswoche fortgesetzt. Je weiter die Börse läuft, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass gerade unerfahrene Anleger in Panik verfallen. Die Angst etwas zu verpassen wird immer größer. An der Börse sind Angst und Gier ganz natürliche und menschliche Erscheinungen. Doch genau vor diesen Emotionen müssen wir uns in Acht nehmen. In meinen Augen ist der Zug für langfristige Investitionen abgefahren. Jetzt ist die Zeit gekommen um im kurzfristigen Bereich, mit Sicht auf die nächsten Wochen zu agieren.

Börse aktuell Teil 1: Dax – die Käufer haben Ihre Chance genutzt!

In der letzten Woche standen die Zeichen auf „Trendfortsetzung“. Die Käufer haben Ihre Chance genutzt und den Dax zum Wochenstart weiter nach oben getrieben. Dabei wurde der kurzfristige Widerstand zwischen 11.250 und 11.300 Punkten überwunden. Am Donnerstag hat der Dax Futures sein vorläufiges Hoch bei 11.824 Punkten erreicht. Der zuletzt angesprochene Widerstand bei 11.600 Punkten wurde in der letzten Woche gekreuzt und hat damit an Wirkung verloren.

Für die nächste Woche erwarte ich bis Donnerstag eine Seitwärtsbewegung. Die kurzfristig markanteste Unterstützung liegt im Bereich 11.400 bis 11.450 Punkte. Kurse in dem Bereich können für kurzfristige Long-Positionen interessant werden. Kurzfristige Widerstände, und damit Kursziele, liegen bei 11.800 und der runden 12.000er Marke. Besonders interessant wird dann das Kursniveau zwischen 12.200 und 12.280 Punkten. Dort erwarte ich im ersten Anlauf eine handelbare Abwärtsbewegung. Diese wird für mögliche Short- oder Absicherungspositionen spannend. Einen Anstieg auf das hohe Niveau erwarte ich frühestens für Donnerstagnachmittag oder Freitag. Denn am Donnerstag gibt es mit der EZB-Sitzung das erste Kursbewegende Event der Woche.

Börse Ausblick - Dax Chart

S&P 500 – das charttechnische Sprungbrett!

An der Börse funktionieren die einfachen Dinge am besten. Dazu gehört das Phänomen der wechselnden Polarität zwischen Unterstützung und Widerstand. Wird also eine charttechnische Hürde überwunden, wird diese beim nächsten Anlauf zur Unterstützung. Genauso ist es im S&P 500 gekommen. Das in der letzten Woche angesprochene Range-Hoch im Bereich 2.960 bis 2.984 Punkte wurde am vergangenen Dienstag überschritten. Gleich am Mittwoch wurde dieser ehemalige Widerstand dann wieder von oben angelaufen und als Unterstützung bestätigt. Die nächste technische Hürde wartet bereits zwischen 3.080 und 3.135 Punkten. Besonders der Bereich 3.115 – 3.135 Punkte wird spannend, denn dort befindet sich ein markantes Verlaufshoch von Anfang März. Insgesamt ist der Aufwärtstrend seit Ende März intakt. Doch je länger ein Trend läuft, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass er bricht.

Chart des S&P 500

Börse aktuell Teil 3: Goldpreis – Käufer geben nicht auf!

Die Käufer haben auch in der letzten Woche den Goldpreis nicht im Stich gelassen. Börsenkurse verlaufen zu ungefähr 80 Prozent der Zeit seitwärts. Genau daran hält sich seit Anfang April der Goldpreis. Die Range zwischen 1.670 und 1.800 USD hat bestand. Am Mittwoch wurde die „Make or Break“ Unterstützung zwischen 1.670 und 1.690 USD erneut getestet und hat die Käufer zum Tanz gebeten. Diese haben sich nicht bitten lassen und sind zurück in die Mitte des Parketts geschwebt. Das nächste Ziel liegt wieder im Bereich 1.780 bis 1.800 USD. Und auch für eine Seitwärtsbewegung gilt: „Je länger der Trend läuft, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass er bricht“. Ein Ausbruch aus dieser Seitwärtsbewegung dürfte wieder für neuen Schwung in die eine oder andere Richtung sorgen.

Gold Chart

Der Ölpreis – Hopp oder Top?

Au Backe, jetzt wird es interessant! Der Ölpreis Widerstand 35,80 – 36,40 USD war für mich ein Short-Niveau im ersten Anlauf. Diese charttechnisch markanten Punkte eignen sich besonders dann für eine Gegenbewegung, wenn diese „erschöpft“ angelaufen werden. Das ist zum Beispiel nach einem größeren Anstieg der Fall. Im Ölpreis stellt sich die Situation nun etwas anders dar. Denn vor der markanten Hürde ist es zu einer Seitwärtsbewegung gekommen. Eine Seitwärtsbewegung vor einem Widerstand vergleiche ich gerne mit einer Verschnaufpause. Die Käufer haben Luftgeholt und stürmen mit neuer Kraft dem Widerstand entgegen. Die Käufer sind aktuell wahrscheinlich nicht erschöpft. Aus diesem Grund stelle ich mich an die Seitenlinie und warte auf kurzfristige Signale.

Börse aktuell - Ölpreis Chart

Mario Steinrücken ist Daytrader. Er hat sich auf das Orderflow Trading im E-Mini S&P 500 Futures (ES), Nasdaq 100 Futures (NQ) und Dow Jones Futures (YM) spezialisiert. Seine professionelle Trader Laufbahn startete er 2004 im Aktienhandel der Börse Stuttgart. Später arbeitete er zusammen mit Dirk Müller an der Frankfurter Börse im Aktienhandel. Er besitzt die Xetra- und Eurex Lizenz und war ebenso als Futures Trader bei der Wertpapiereigenhandelsgesellschaft „Gass Capital Markets“ in Frankfurt tätig. Seine Begeisterung für Trading versucht er seinen Followern mit Tipps und Tricks auch auf seinem eigenen YouTube Kanal näher zu bringen.

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Schweizer Franken gegen den Euro verliert an Wert

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Schweizer Franken Geldscheine

Der Euro zeigte sich auch in der gestrigen Handelssitzung gegen den Schweizer Franken von seiner starken Seite. Schon in den letzten Tagen wurde der Schweizer Franken gegen den Euro abgewertet. Der Kurs von EUR/CHF ist in dieser Woche um über 100 Punkt angestiegen! Das passiert bei diesem Währungspaar nicht sehr häufig. Der Euro zum Schweizer Franken gehört eher zu den Devisenpaaren, die keine große Volatilität im normalen Handel zeigen. Das aber, was wir momentan bei diesem Cross beobachten dürfen, kann zu einer großen Wende führen. Der langfristige Abwärtstrend scheint immer mehr in Gefahr zu sein.

Am gestrigen Morgen hat der Euro vs Schweizer Franken zwar leicht korrigiert, doch im Bereich von ca. 1,0660 war die Gegenbewegung schon vorbei. Der Kursrutsch war überwiegend durch die Gewinnmitnahmen der Long-Trader verursacht. Unter 1,0660 lagen aber viele Kauforders im Markt, die den Kurs von EUR/CHF wieder nach oben getrieben haben. Am frühen Nachmittag testete das Währungspaar erneut das letzte Hoch bei 1,0696. Die 1,0700 „big figure“ konnte auch gestern nicht erobert werden. Während der amerikanischen Handelssitzung bewegte sich der Euro vs Schweizer Franken in einer Seitwärtsrange zwischen 1,0667 und 1,0687. Erst heute Nacht, haben die asiatischen Händler wieder für mehr Volatilität gesorgt. Der Schweizer Franken geriet weiter unter Druck und der Kurs von EUR/CHF kletterte über die Marke von 1,0690.

Im langfristigen Chartbild wird es immer deutlicher, dass wir beim EUR/CHF kurz vor der großen Trendwende stehen. In den letzten zwei Jahren wurde der Schweizer Franken gegen den Euro immer stärker. Viele Investoren haben die Alpenwährung favorisiert und als den sicheren Hafen gesehen. Mit der Corona-Krise hat sich diese Tendenz noch beschleunigt und der Schweizer Franken hat gegen den Euro noch mehr an Kraft gewonnen. Erst im Bereich von 1,0500 war die Abwärtsbewegung beim EUR/CHF zu Ende. Die 1,0500 „big figure“ gilt bis jetzt als die eiserne Grenze. Viele Experten haben zum Teil die SNB (Schweizerische Nationalbank) dafür mitverantwortlich gemacht. Es ist schon seit Jahren ein offenes Geheimnis, dass die SNB den Schweizer Franken unter Kontrolle hält, da eine noch stärkere Alpenwährung alles andere als produktiv wäre. Ob es aber tatsächlich so war, oder ob wir hier mit einer natürlichen Trendumkehr zu tun haben, kann man so genau nicht beweisen. Eins ist jedoch klar, wenn sich der frische Aufwärtstrend bestätigt, wird der Schweizer Franken gegen den Euro weiter an Wert verlieren.

Der Tagesausblick für den Euro vs Schweizer Franken

Aktuell notiert der Euro zum Schweizer Franken bei ca. 1,0690. Der Kurs steigt leicht und demnächst wird es vermutlich zu einem erneuten Angriff auf die 1,0700 Marke kommen. Es wäre schon eine kleine Sensation, wenn es die Bullen schaffen, noch vor dem Wochenende, diese Hürde zu nehmen. Die 1,0700 „big figure“ ist definitiv eine wichtige psychologische Grenze. Hier kann es zu einem größeren Kampf zwischen den Bären und Bullen kommen. Über 1,0700 liegen auch viele Stopps, das wissen die Break-Out Trader ganz genau und werden mit aller Kraft versuchen, eine Stopp-Lawine auf der Oberseite auszulösen. Wenn es ihnen gelingt, werden wir die nächste Welle sehen. Im Bereich von 1,0722 befindet sich ein Widerstand, der den Kurs zu einer Pause zwingen kann. Hier sollte man also über die Gewinnmitnahmen nachdenken. Wenn die 1,0700 heute hält, werden die Long-Trader ihre Positionen schließen und es kann eine Korrektur erfolgen. Die erste wichtige Unterstützung befindet sich bei 1,0631. Der Daily Pivot Point beim Euro vs Schweizer Franken liegt heute bei 1,0678.

Euro vs Schweizer Franken

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Euro vs US-Dollar: Die 1,1100 Marke im Fokus der Händler

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Das Euro Symbol

Wie man in dem Euro vs USD Chart (siehe unten) klar erkennen kann, konnte sich auch gestern der frische Aufwärtstrend weiter fortsetzen. Die erwartete Korrektur ist nur sehr leicht ausgefallen. Der Euro bleibt stark. Am frühen Morgen rutsche der Major nur kurzfristig unter die 1,1000 Marke und testete die Unterstützung bei 1,0990. In diesem Bereich lagen aber viele Kauforders im Markt, die die Korrektur schnell zu Ende brachten. Die 1,1000 „big figure“ wurde schnell wiedererobert und die Bullen wurden immer mutiger. Als dann der wichtige Widerstand bei 1,1020 überschritten wurde, haben sich auch die Break-Out Trader der frischen Long-Bewegung angeschlossen. Ab dann kletterte EUR/USD konstant nach oben und im Chart waren nur grüne Kerzen zu sehen. Am Nachmittag, während der amerikanischen Session, wurde der Aufwärtstrend weiter ausgebaut und der Major erreichte im Hoch die Marke von 1,1092. Dieser Widerstand hat vorerst gehalten und der Kurs bewegte sich im späten Handel nur noch seitwärts in einer engen Range von ca. 20 Pips.

Es war ein erfolgreicher Tag für den Euro, an dem der Major ca. 100 Punkte zugelegt hat. Der Aufwärtstrend war stark. Die Bullen konnten von dem schnellen Anstieg gut profitieren und hohe Gewinne erzielen. Auch die anderen Majors, wie das britische Pfund oder der japanische Yen haben sich in der gestrigen Handelssitzung gegen den USD durchgesetzt. Der gesamte Dollar-Block zeigte eine ähnliche Entwicklung. Der US-Dollar steht weiter unter Druck und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er auch heute weiter Schwäche zeigen wird.

Am gestrigen Nachmittag wurden wieder zahlreiche Wirtschaftsdaten aus den USA veröffentlicht. Wie vermutet, sind diese überwiegend negativ ausgefallen. Die US-Wirtschaft rutscht in eine große Rezession. Vor allem der Arbeitsmarktbericht zeigt deutlich, wie katastrophal die Lage in den USA ist. Innerhalb der letzten Woche wurden über 2 Millionen Menschen mehr arbeitslos. Insgesamt in den letzten 6 Wochen sind mehr als 40 Millionen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt worden. Das sind düstere Fakten, die auch die amerikanische Währung belasten.

Euro vs US-Dollar vor dem Wochenabschluss

Aktuell notiert der Euro zum US-Dollar knapp unter der 1,1100 Marke. Der Euro steigt momentan leicht, und es wird nicht mehr lange dauern, bis die 1,1100 „big figure“ wieder angegriffen wird. Die Indikatorenlage im mittelfristigen Bereich ist weiter positiv gestimmt. Auch in der asiatischen Session, heute Nacht, wurde der Euro favorisiert. Die 1,1100 Marke wird über den weiteren Kursverlauf entscheiden. Wenn es den Bullen gelingt, diese Hürde zu nehmen, kann sich eine frische Dynamik auf der Oberseite entwickeln. Der nächste signifikante Widerstand befindet sich bei 1,1115. Hier verläuft aktuell der 420er Moving Average im Daily Chart. Es wird sicherlich nicht ganz leicht werden, diese Linie zu brechen. Der Euro wird viel Kraft dafür benötigen und es ist noch unsicher, ob die Händler vor dem Wochenende dieses Risiko noch eingehen werden.

Sollte der Widerstand halten, kann es zu einer schnellen Korrektur kommen. Die Bullen werden ihre Positionen zum Wochenschluss glattstellen. Das kann den Euro kurzfristig unter Druck bringen. Die erste wichtige Unterstützung befindet sich bei 1,1030 und die nächste bei 1,1000. Dass der Major aber bis dahin fällt, ist eher unwahrscheinlich. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1054. Heute Nachmittag werden wieder zahlreiche Wirtschaftsdaten aus Amerika veröffentlicht werden, die auch für erhöhte Volatilität am Devisenmarkt sorgen können.

Euro vs US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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